Fortschritte für doppelte Staatsbürgerschaft: Expertenanhörung im Parlament in Wien
Montag, 30. Januar 2012

aktion_staatsbuergerschaft_danke.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, zeigt sich erfreut darüber, dass in das Anliegen um die doppelte Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler nun Bewegung kommt. Für 22. März ist eine eigene Sitzung des Süd-Tirol-Unterausschusses im Nationalrat in Wien anberaumt, in dessen Rahmen über die Bürgerinitiative zur Erlangung der doppelten Staatsbürgerschaft beraten wird. Beschlossen wurde auch eine eigene Experten-Anhörung zur Thematik im Parlament.

Es ist wichtig, dass die Abgeordneten des österreichischen Nationalrates sachlich über die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler informiert werden. Dabei kann vor allem die Experten-Anhörung aufzeigen, dass die Vergabe einer doppelten Staatsbürgerschaft längst zur Normalität in den meisten europäischen Staaten geworden ist und Österreich dadurch keine negativen Auswirkungen  erwachsen.

Die Vergabe der österreichischen Staatsbürgerschaft an die Süd-Tiroler hat nicht nur einen identitätsstiftenden Charakter, sondern bietet gerade in der jetzigen Situation -in der Italien immer wieder Bestimmungen des Autonomiestatutes bricht- eine enorme Absicherung für Süd-Tirol.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 

 


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Kommentare (13)
1. 05-02-2012 05:24
 
wahlberechtigung
Sepp Lintner  
"In Österreich wählen kann man damit auch nur wenn man hier den Hauptwohnsitz hat." 
 
Das ist nicht der Fall. 
http://www.bmeia.gv.at/botschaft/auslandsoesterreicher/ratgeber/wahlen/wahlberechtigung.html 
 
Österreichische Staatsbürger/innen ohne Hauptwohnsitz in Österreich können an Bundespräsidentschafts-, Nationalrats- und EP-Wahlen sowie an Volksabstimmungen und Volksbefragungen teilnehmen... bitte lesen sie weiter beim oben angegebenen link
 
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2. 02-02-2012 19:08
 
Österreichische Stattsbürgerschaft
Die doppelte Staatsbürgerschaft währe ich persönlich jedem Südtiroler mehr als willig. Wieso es überhaupt zur Abtrennung Südtirols gekommen ist sollte hier auch erwähnt sein: Da von der Entente Italien der südliche Teil Tirols ab dem Brenner als Kriegsbeute versprochen wurde, war der Kriegseintritt Italiens 1915 nur mehr Formalsache. Auch der unmittelbare Kriegsanlass, die Ermordung des Thronfolgerpaares, war von langer Hand geplant. Nachzulesen ist das alles in einer sehr wissenschaftlich aufgearbeiteten Abhandlung im Doppelbuch "Untergang oder Rettung der Donaumonarchie?" und "Kaiser und König Karl I. (IV.)" von Frau Dr.phil.Prof.i.R. Elisabeth Kovacs, erschienen im Böhlau-Verlag Wien. Für Geschichtsinteressierte, die sich ein wahres Bild von der Ursache der Annexion, der Einverleibung Südtirols in den Staat Italien und den Untergang der Monarchie machen wollen, ein wahrhaft empfehlenswertes Buch.  
Ein Nordostöstereicher wünscht seinen Freunden in Südtirol alles erdenklich Gute!
 
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3. 02-02-2012 10:57
 
Gertrude und Kirchler
wer keine Emails empfangen möchte, sollte das Kasterl unterhalb auch nicht anklicken. Ich glaube, Österreich sollte den Südtiroler Bewerbern unsere Staatsbürgerschaft möglich machen. Fürs erste hat das nur einen sympolischen Karakter. In Österreich wählen kann man damit auch nur wenn man hier den Hauptwohnsitz hat. Ein gutes Gesprächsklima in Rom könnte damit nicht beschädigt werden. Wer sich selbst zum Esel macht, wird auch als solcher geritten. In Wien muß auch errinnert werden, dass Südtirol damals vor fast hundert Jahren auf bedrügerischen Machtgelüsten der Italiener vom eigentlichen Heimatland abgetrennt wurde. Schnell hat Dolomei alle Südtiroler Orts ,Flur und Gipfelnamen auf der Landkarte italienisiert und den Frazosen und Engländern in S.Germain auf den Tisch gelegt und damit wurden die hinters Licht geführt. Die heutige EU wäre gut beraten, dieses Unrecht von damals einzusehen. Wenn die Südtiroler nach so langer Zeit mit Italien nicht glücklich sind, dann muß dieses Problem einer Lösung zugeführt werden. Wir Österreicher dürfen uns nicht verstecken, wenn in Südtirol eine Volks-Mehrheit inkl. der damaligen Landesgrenzen zurück ins angestammte Mutterland will, dann sollen bei uns die Türen weit offen stehen.
 
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4. 02-02-2012 06:08
 
Krankheiten ,nicht Symptome heilen Hr. K
Scheinbar haben sie Medizinisches Fachwissen, sollte dies der Fall sein kennen sie sich auch in Psychologie aus,dann wissen sie auch das Menschen verschieden sind und jeder für sich eigene Prioritäten setzt.Verschiedene Parteien fangen die Bedürffnisse der Menschen auf, dies nennt man Demokratie. Zudem sollten sie wissen, wenn man schreibt, daß man Antworten zurück bekommt,soviel zum Thema: Verschonen sie mich mit E-mails . Gertrud
 
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5. 01-02-2012 11:01
 
Doppelstaatsbürgerschaft
Lieber Herr Pali, 
ich vermisse den ehrlichen Willen der Wiener Politiker, den Südtirolern die Staatsbürgerschaft zu bewilligen!Wahrscheinlich bringen WIR sie, die WIENER, doch in Verlegenheit mit unserer Forderung,- Österreich wird die guten Beziehungen zu ROM nicht strapazieren wollen! Auf jeden Fall taten sich die Herren in WIEN viel leichter, ihren Landsleuten z.B in Peru und Brasilien die Doppelte Staatsbürgerschaft zu geben. Diese Länder sind weit weg und die Bürger haben wenig Gelegenheit sich mit der Politik Österreichs zu befassen! Sie haben recht, wer den Pass haben will soll ihn anfordern! Der einzige Vorteil ist der, dass man politisch teilhaben kann am Geschehen oder auch ein zweites Standbein jenseits des Brenners setzen kann! Aber ein Wille in WIEN lässt zu Wünschen übrig. 
Ich darf ihnen noch eine kurze Familiengeschichte aus dem Jahr 1940 berichten, liegt schon etwas lange zurück, hat aber für mich doch Symbolkraft,- durch den Kuhhandel der Herren M.+ H. sind meine Großeltern und auch mein Vater mit der ganzen Sippe ins Reich gezogen,- in Kufstein wurden sie dann von unseren Brüdern und Schwestern mit folgenden Worten, ich zitiere den O.Ton: " Iaz kemmans die Südtiroler Zoggler" begrüßt! Eine ähnliche Szene ist auch im Film " Verkaufte Heimat " wiedergegeben. 
Was die Einwanderung betrifft, denke ich folgendes,- die EU-Bürger werden kaum ihre Staatsbürgerschaft ablegen wollen, denn sie genießen die selben Rechte mit Ausnahme des Wahlrechts! Die Nicht EU-Bürger, die meisten von ihnen kommen aus einem völlig fremden Kulturkreis, sind sehr wahrscheinlich froh, schnellstens ihre Pässe loszuwerden und eingebürgert zu werden. Auch Kaiser Augustus hat sich mit ähnlichen Themen wie Familie und Zuwanderung beschäftigen müssen,- wie es weiter ging mit dem Imperium Romanum sollte jeder Mittelschüler gelernt haben. 
 
Bitte verschonen Sie mich in Zukunft mit jeglicher Flut von e-Mails.  
Herzlichen Dank
 
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6. 31-01-2012 15:43
 
Antwort an Standschützen
Diese Meldung habe ich aus dem Buch "Kampf um die Drei Zinnen" herausgelesen. Das liegt aber schon viele Jahre zurück und es könnte auch sein, dass dies aus einem anderen Büchlein stammt. In Errinnerung habe ich noch, das die bezeichnete Soldatin, die unerlaubt als Soldat unterwegs war, aus Traunstein war. Zur Erinnerung, am 23.Mai 1915 hat Italien dem österr. Kaiserreich den Krieg erklärt.Am 24.5.15 gab es schon einige Schüsse von den Italienern und am 25.5.1915 haben die Tiroler Landesschützen die italienische Stellung am Paternsattel angegriffen. Als Reaktion haben die Italiener dann die Dreizinnenhütte in Brand geschosen. Vieles ist mir noch unbekannt, warum die Stellungen schon 1914 errichtet wurden.
 
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7. 31-01-2012 13:16
 
Standschützen
Lieber Sepp. War diese Dame aus Bayern? Oder hast Du das mit der Lustenauerin Stefani Hollenstein aus Vorarlberg, die als Sanitätssoldatin getarnt, mit ihrem Vater im Enisatz stand?
 
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8. 30-01-2012 22:28
 
Dieses obrige Foto,
mit der jungen hübschen Dame, in der Hand den österr. Reisepass und im Hintergrund die 3 Zinnen. Das ist ein hystorischer Anblick. 
Genuau in dieser Gegend gab es 1916 die ersten Kampfhandlungen vom Stellungskrieg. Die Italiener haben mit wenig Erfolg angegriffen, weil die Kaiserjäger schon gut mit den Stellungen geschützt waren. Auch eine junge Dame aus Bayern hat ihren Vater damals in diesem Dolomitengebiet als Soldatin begleitet, das hat sie 2 Jahre lang heimlich halten können. 
 
Jetzt ist es aber nach fast 100 Jahren offensichtlich und erlaubt, dass alle Südtirolerinnen und Südtiroler mit Recht ihren verlorenen Ö Reisepass wieder zurück haben wollen. 
Für was sonst haben wir jetzt das Friedenswek EU, wo alle Volksgruppen selbst entscheiden können oder dürfen, innerhalb welchen Landesgrenzen sie leben wollen.
 
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9. 30-01-2012 19:05
 
@ Ernst Kirchler
Interessant, dass sie die Einwanderungs- und Integration ansprechen. Denn das sind genau die Themen die von der STF kritisch hinterfragt und aufgegriffen werden.  
Dabei geht es nicht um eine "Ausländer raus" Ideologie, sondern vielmehr um das Problem, dass sich Ausländer in Südtiroler eben als Italiener integrieren. Das ist sicher kein Fehler der Ausländer (denn woher sollen sie auch wissen dass man in Südtirol deutsch spricht). Sonderen vielmehr ein Versäumnis der südtiroler Politik.  
Integration ist ein Thema das in allen Staaten aktuell und brisant ist. In Südtirol ist es aber noch kritischer. Denn angenommen es würde gelingen alle Ausländer perfekt zu integrieren (was in jedem Staat ein sehr guter Erfolg wäre), dann ist das aber in Südtirol der Endgültige Untergang der deutschsprachigen Kultur. 
 
Ob man das nun schlimm findet oder nicht ist natürlich jedem selbst überlassen. Leben werden unsere Nachfahren sicher auch wenn sie italienisch (oder was auch immer) sprechen. Sprich: Kultur ist sicher nicht überlebenswichtig, aber dennoch ein sehr wichtiger Bestandteil für uns Menschen! 
 
Und übrigens: wo ist eigentlich der Unterschied zwischen den Problemen der Integration und den Sprachschildern? In beiden Themen geht es um den Erhalt der eigenen Identität, der eigenen Geschichte, der eigenen Kultur... Denn wenn einem all das nicht wichtig wäre, dann bräuchte man sich auch nicht um die Integration kümmern.
 
hp
10. 30-01-2012 19:03
 
Selbstverständlich Österreich!
Es sollte in zivilisierten demokratischen Regionen wie Europa selbstverständlich sein, 
dass Staaten ihren Minderheiten ihre Staatsbürgerschaft gewähren können. Erst recht, wenn diese Minderheiten gegen ihren Willen gezwungen wurden, sich von ihrem Heimatstaat zu trennen. 
 
Nicht nur die Tiroler zwischen Brenner und Salurn, auch Österreich sollte sich freuen, seiner österreichischen Minderheit in Süd-Tirol nach 90 Jahren die formelle Zugehörigkeit zu Österreich wieder zurückgeben zu können. 
 
Die Staatsbürgerschaft für Süd-Tiroler würde auch die Rechte der Süd-Tiroler im jetzigen Autonomiestatut festigen. Südtirol hätte eine stärkere Position gegenüber Italien und indirekt würde auch die SVP mit ihrer Autonomietreue davon profitieren.
 
GT
11. 30-01-2012 17:04
 
Doppelte Staatsbürgerschaft
Herr Ernst Kirchler,die Österreichische Staatsbürgerschaft ist für viele Süd-Tiroler-innen genau so wichtig wie ihr Vornamen,wir können es gar nicht abwarten den Pass von Vaterland Österreich in den Händen zu halten, das wäre schon wie Weihnachten und Ostern zusammen.Sehr ERNST und sehr WIchtig!(Überlebenswichtig)Sie müssen ihn ja nicht Anfordern.Sprachschilder? Sie meinen wohl ihre Identidät, die scheint ihnen Wurst zu sein,dann stört auch kein Faschistentempel, das so genannte Siegesdenkmal.Sind sie Auslänerderfeindlich? Die Süd-Tiroler Freiheit steht für eine vernüftige Ausländerpolitik,im gegensatz zu anderen Parteien.Ich hoffe dass die FREIHEIT so weiter macht,mit diesen Themen,denn wie gesagt, sie sind so wichtig wie ihr Vornamen,sehr ERNST!Freiheit für das Südliche Tirol!
 
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12. 30-01-2012 16:40
 
Krankheit, nicht Symptome heilen
@Ernst Kirchler 
Die SÜD-TIROLER FREIHEIT ist eine Bewegung, die sich der volkstumspolitischen Anliegen annimmt, da sich die Parteien Südtirols ausschließlich um Tagespolitik kümmern. 
Die SVP, eigentlich statutarisch der Selbstbestimmung verpflichtet, genügt sich mittlerweile selbst, gemäß ihrem Motto: der Partei dienen, nicht sich ihrer bedienen. Nicht etwa dem Volk oder Land dienen, nein der Partei! Wie schon die SED zu Honeckers Zeiten... 
Nun bedienen sich aber immer mehr ihrer Partei zur eigenen Bereicherung und zum Machterhalt. 
Da die Partei mittlerweile nicht den Südtirolern, sondern Rom die Treue geschworen hat, braucht es dringender denn je Menschen, die uneigennützig und mutig jenen Weg aufzeigen, den die Gründerväter der SVP vorgehabt hatten. Vor allem aber sind die Südtiroler jenen Männern und Frauen gegenüber verpflichtet, die unendlich viele Opfer für das Land und Volk gebracht haben. 
Die Bewegung hat die Aufgabe, den historischen, kulturellen und politischen Anspruch auf Selbstbestimmung und Freiheit zu erheben, und wird sich nicht aus Bequemlichkeit, oder weil es einigen nicht gefällt, nur mehr lauwarmer und beliebiger Themen annehmen. 
Faschistische Namen/Denkmäler/ Relikte,Verletzung des Sprachgebrauchs in der Muttersprache, wie überhaupt die Verletzung verbriefter Rechte sind keine Randthemen, sondern die Wichtigsten überhaupt!  
Wenn die Südtirol- Politik weiterhin nur grad mal so verwaltet wird, dann ist das Land in 30 Jahren eine ganz normale italienische Provinz, und verliert ihren Anspruch auf eine wie immer geartete "Autonomie".  
Auch die Einwanderung trägt dazu bei, sie ist ein bewusstes und gesteuertes Majorisierungsinstrument des Staates Italien. 
Also, lieber Herr Kirchler, wir müssen nicht die Symptome bekämpfen, sondern die Krankheit! 
Ohne Italien hätten wir viele der Probleme nicht, und die Restlichen könnten wir in demokratischer und friedlicher Weise lösen. 
Es folgen immer mehr Menschen dem Freiheitsgedanken, besonders die Jungen, um deren Zukunft es schließlich geht.  
 
Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen,  
nur die der Freiheit nicht. 
Ludwig Börne
 
Libertad
13. 30-01-2012 10:49
 
Krankheit, nicht Symptome heilen
Wie wäre es, wenn ihre Partei sich mehr um wichtigere Fragen beschäftigen würde,- z.B.- Einwanderung, Integration etc.,- und sich weniger mit Sprachschilder, Siegesdenkmal und sonstigen Gemeindefragen zu kümmern? Anbei eine interessante Site damit sie wissen was so in Europa abläuft! Deutschelobby´s Weblog
 
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