Italien streicht Subventionen für Minderheitenmedien: Minderheitenschutz dadurch gefährdet
Donnerstag, 19. Januar 2012

Sven_Knoll_200_02.JPGAls Gefährdung des Minderheitenschutzes und neuerlichen Angriff auf die sprachlich-kulturellen Rechte der Süd-Tiroler, bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die Entscheidung der italienischen Regierung, die Förderung von Zeitungen, Radio- und Fernsehprogrammen in Minderheitensprachen drastisch zu kürzen und ab 2014 gänzlich zu streichen. Mit dieser Maßnahme wird eine der wichtigsten Säulen des Minderheitenschutzes, nämlich Medien in der eigenen Muttersprache -die sogar von der italienischen Verfassung garantiert wären- untergraben.

Diese minderheitenfeindliche Maßnahme der italienischen Regierung bedroht die Existenz vieler kleiner Medien, die einen unverzichtbaren Beitrag für den Erhalt von Kultur und Sprache in einem Minderheitengebiet darstellen.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll hatte die Süd-Tiroler Landesregierung bereits vor 2 Jahren auf die Gefahr einer Einstellung der Minderheitenförderungen hingewiesen und dazu aufgerufen, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um den Fortbestand der Medienvielfalt in Süd-Tirol zu sichern. Die Landesregierung hatte diese Warnung jedoch nicht ernst genommen und steht nun völlig unvorbereitet dieser Situation gegenüber.

Durch diesen neuen Angriff auf die Minderheitenrechte zeigt die italienische Regierung, dass ihr der Minderheitenschutz kein Anliegen ist und die Zukunft Süd-Tirols somit auf tönernen Füßen steht.
Die „Verbleib bei Italien-Politik“ der SVP hat Süd-Tirol in eine Sackgasse manövriert, in der die zukünftige Entwicklung des Landes völlig vom Wohlwollen Italiens abhängig ist.
 

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 

 


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Kommentare (8)
1. 24-01-2012 14:59
 
Vereintes Fernsehen
Es sollte möglich sein Sendezeit für Süd Tirol ein zu räumen in Sender der ORF oder in einem Sender des Vereinten Tirols.
 
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2. 21-01-2012 09:25
 
Leider keine Medienvielfalt
@Markus Anton 
"Italien hat sich angesteckt"? 
Politiker und Medien verschleiern oft mit blumigen Umschreibungen die Fakten:  
Die Kreditzinsen für Italien und damit auch für Südtirol steigen, weil Italiens Kreditwürdigkeit durch seine jahrzehntelange Misswirtschaft sinkt. 
 
Wenn es den Italienern durch Sparmassnahmen an den Kragen geht, brauchen die Südtiroler nicht zu glauben, dass Italien irgendwelche Rücksicht auf Südtirol nimmt. Das ist eine Illusion. 
 
In Südtirol gibt es leider keine Medienvielfalt. Der Ebner-Athesia-Clan hat alles und die Meinung der Südtiroler im Griff. 
Nicht zuletzt die Hetze der Dolomiten gegen die Schützen wegen eines Internet-Links.
 
Gesamttiroler
3. 21-01-2012 08:19
 
Leider keine Medienvielfalt
Klagen ! 
Wir sollten klagen, erstens beim EU-Parlament und zweitens beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, beide in Straßburg.
 
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4. 19-01-2012 19:51
 
Salamitaktik
Es scheint, als setze Italien seine verinnerlichte Salami-Taktik gegenüber Süd-Tirol Scheibchen für Scheibchen fort. Nach den angedrohten Einschränkungen bzw. dem Ignorieren verschiedener Autonomierechte durch Rom macht das "Sparen" also nun scheinbar auch vor den wichtigen Geldern der Medienfinanzierung nicht halt.  
 
Bald wird von der "Vorzeige-Autonomiesalami" durch Italiens Gnaden, nicht mehr übrig bleiben als eine normale italienische Provinz! 
 
Raus aus dem fast 100-jährigen Dornröschenschlaf und auf zur Selbstbestimmung!!!
 
Bernhard Wieser, Salzburg
5. 19-01-2012 16:52
 
Minderheitenschutz
Deutsche Sprache und deutsche Kultur werden schon lange, ohne Unterlaß, von vielen Seiten gewürgt und getreten.
 
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6. 19-01-2012 15:17
 
Minderheitenschutz
Skandalöse Politik - na und? 
 
Zweifellos ist dies ein sehr undemokratischer Auszug aus den Sparplänen des italienischen Staates. 
 
Ist es aber so schlimm wenn sich der Einfluss auf die Süd- Tiroler Medien verringert? Ich hoffe auch dadurch eine unabhängigere und kritischere Berichterstattung zu bekommen. Bis jetzt wars ja doch so "die Hand die dich füttert beißt man nicht"!  
Für eine breit gefächerte Medienlandschaft in Süd- Tirol wird doch wohl auch der Landtag die Mittel bereitstellen!
 
Ein Tiroler
7. 19-01-2012 14:08
 
Minderheitenschutz
Ja wia? Los von Rom aber nicht Los von Banka d'Italia? Mir werden ins decht insere deutschsprachigen Medien selbst finanzieren kennen. Oder kriagen mir vom RAI-canone nix zruck?
 
Kurt
8. 19-01-2012 12:51
 
Italien ist also Griechenland?
In einem anderen Forum gefunden, Zitat: 
 
 
 
"Italienische Notenbank bestätigt: Italien hat sich angesteckt 
 
Deutsche Mittelstands Nachrichten 18.01.2012: 
 
Die befürchtete Ansteckung von Kern-Europa in der Staatsschuldenkrise ist nach Einschätzung der italienischen Zentralbank bereits systemisch geworden. Damit scheint die von vielen befürchtete „Ansteckung“ durch das Griechenland-Drama Realität geworden zu sein. 
 
 
Die Schuldenkrise in der Eurozone breitet sich weiter aus. Die italienische Notenbank Banca d’Italia stuft in ihrem aktuellen Bericht die Probleme mit der Finanzierung der Staaten nun als Systemkrise ein. Auch Italien hat sich der Einschätzung der Banca D’Italia zufolge bei anderen Krisenstaaten angesteckt. Die Finanzierung der Staatsschulden habe sich in den vergangenen Wochen weiter erschwert. 
 
Die Zinslast sei auf dem erreichten hohen Niveau nicht zu verkraften. Verantwortlich für die Verschärfung der Krise sei die wachsende Unsicherheit in der Eurozone." 
 
Weiter zum Nachlesen unter: 
 
 
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36343/
 
Markus Anton

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