Flugplatz Bozen: Finanzdebakel beenden und schnelle Verbindungen nach Innsbruck und Verona anbieten
Dienstag, 17. Januar 2012

flughafen_bozen.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, bezeichnet eine Fortführung des defizitären Flugplatzes in Bozen -angesichts der angespannten Finanzlage- als nicht länger verantwortbar und schlägt stattdessen die Einrichtung eines schnellen Bus-Zubringerdienstes an die Flughäfen von Innsbruck und Verona vor. Der Flugplatz in Bozen wurde gegen den Willen der Bevölkerung von der Landesregierung durchgedrückt und hat den Steuerzahler nur Kosten und Lärm beschert. Es ist daher an der Zeit, dieser Geldvernichtungsmaschine ein Ende zu bereiten.

Mit dem Lizenzverlust der Fluglinie Air Alps steht der Flugbetrieb in Bozen nun wieder still und kostet den Steuerzahler Tag für Tag Unsummen.
Für das Tourismusland Süd-Tirol ist der Flughafen in Bozen völlig bedeutungslos, da die wichtigsten Destinationen gar nicht angeflogen werden und für viele Tourismusorte in Süd-Tirol der Flughafen in Innsbruck in genauso kurzer Zeit erreichbar ist.

Mit dem Geld, das der Flughafen monatlich verschlingt, kann wesentlich preiswerter ein mehrmals täglich verkehrender schneller Zubringerdienst an die Flughäfen von Innsbruck und Verona angeboten werden. Diese Flughäfen bedienen die wichtigsten Destinationen und kosten das Land gar nichts.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (5)
1. 19-01-2012 10:27
 
Kriterien
@EEkat 
 
In 60 Jahren absoluter Macht hat die SVP nie gelernt nach wirtschaftlichen Kritierien zu entscheiden. 
Der Flughafen könnte allerdings teuer werden für Volk und Partei, wenn die SVP unbedingt mit Kopf durch die Wand will.
 
ff
2. 18-01-2012 10:45
 
Fliegerfreunde: Boykottiert Italien!
Italien stranguliert die Allgemeine Luftfahrt mit neuer Luxussteuer - Vorsicht bei Flügen nach Italien!  
Die Meldung der IAOPA von Beginn dieser Woche hat uns alle geschockt: Das italienische Parlament hat angesichts der aktuellen Haushaltskrise eine Luxus-Steuer eingeführt, die für Autos mit mehr als 250 PS, Boote von über 10m Länge und auch für alle private Flugzeuge gelten soll. Die Steuer soll gewichtsabhängig und jährlich erhoben werden, angefangen von 1,50 € pro kg für Flugzeuge unter 1.000 kg MTOW, bis hin zu 7,55 € pro kg für Flugzeuge mit einem MTOW über 10.000 kg. Hubschrauber zahlen den doppelten Steuersatz. Diese Steuer wird sich nicht nur dramatisch negativ auf die ohnehin schon notleidende Allgemeine Luftfahrt in Italien auswirken, sondern sie wird auch alle anderen Flugzeugbetreiber treffen, sobald sie mit ihrem Flugzeug für mehr als 48 Stunden nach Italien kommen. So wird nicht nur ein Besuch in Italien von mehr als 2 Tagen immens teuer, denn eine Cessna 172 müsste mit 2.750 € versteuert werden, auch schon die Durchreise wird gefährlich: Ein wetterbedingter längerer Aufenthalt, ein technisches Problem oder ein Streik der Flugsicherung, und schon würde für den Flugzeugbetreiber eine Rechnung von mehreren tausend Euro fällig.
 
 
Ob Bozen also in Zukunft rentabler wird,LR Widmann?
 
Libertad
3. 17-01-2012 21:08
 
In Bozen fehlt etwas.
Die Anwohner der Flughäfen Verona und Innsbruck bedanken sich`auf das herzlichste.  
 
Ob wichtige Destinationen angeflogen werden hängt womöglich von einer professionellen Ausrüstung des eigenen Flughafens ab.  
 
Grundvoraussetzung der Ausrüstung eines jeden Flughafens weltweit ist eine ausreichende Startbahn- Länge. 
 
Man sollte akzeptieren, daß es einen Grund geben könnte, warum Bozen ausschließlich von Flugzeugen angeflogen wird, die auf ernstzunehmenden Flughäfen eine absolute Ausnahmerolle spielen.  
 
Woran könnte das wohl liegen? 
 
Könnte es damit zusammenhängen, daß der Flughafen Bozen dazu verdammt ist, Verluste zu produzieren, weil dort wirtschaftlicher Flugverkehr nicht stattfinden kann?
 
EEkat
4. 17-01-2012 14:41
 
Regionalflughafen Bozen
Das sehr kostspielige Aufrechterhalten des weiteren Betriebs des Bozner Flughafens dient vielleicht in erster Linie dazu, das Ego der Spitzenpolitiker in der Landesregierung von Südtirol als eine Autonomie in Italien zu befriedigen. Nach dieser Auffassung auch in der Politik gehört es sich so, nämlich eine Autonomie soll als Subjekt des Völkerrechts auch über einen eigenen internationalen Flughafen verfügen, um von allen möglichen Personen aus der ganzen Welt besser auf diesem Wege erreichbar zu sein und damit auch wahrgenommen zu werden. 
 
So lange aber Süd-Tirol in Italien liegt, so lange wird auch ganz sicher der Flughafen in Bozen unrentabel bleiben, da hier die Rahmenbedingungen für diese Art der Infrastruktur auf lokaler Ebene nie gestimmt haben und in diesem staatlichen Zusammenhang auch nie stimmen werden. 
 
 
Im Vaterland der Süd-Tiroler in Österreich verfügt eigentlich ein jedes Bundesland über einen eigenen regionalen Flughafen, die dazu um die Fluggäste untereinander konkurrieren müssen, und dennoch auf lange Sicht wirtschaftlich bleiben, wie z.B. Regionalflughäfen in Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Graz oder Linz. Dort landen die Flieger aus ganz Europa und aus der ganzen Welt oft genug sogar in Minutentakt, wenn es vor allem darum geht, direkt oder mit Umsteigen in Wien die Touristen an ihre Urlaubsziele in Österreich zu bringen. Dass dies eine unglaublich hohe Umwegrentabilität, Wertschöpfung und Wertsteigerung der betroffenen Standorte für dieses Land und seine Länder bedeutet, dass muss man niemand extra erklären, das versteht sich von selbst.  
 
Eine in ST so sehr gewünschte super schnelle ICE Zugverbindung Richtung Norden nach Innsbruck mit Halt am Flughafen würde da vielleicht eine große Abhilfe schaffen, wenn ST unter der Marke Tirol und nicht Italien mit Alto Adige beworben werden möchte, aber dieses Projekt einer schnellen Zugverbindung ist aus heutiger Sicht zumindest auf der italienischen Seite der Grenze in Tirol völlig unrealisierbar geworden, da Italien so gut wie Pleite ist und den Brennerbasistunnel nach Österreich aus finanztechnischen Gründen niemals bauen wird können. 
 
Heute konnte man aus den Medien entnehmen, eine weitere Ratingagentur sagt für die nächsten Monate einen völligen Bankrott von Griechenland voraus. Italien wurde soeben wieder einmal in seiner Kreditwürdigkeit stark abgestuft. Die angeblichen "Erfolge" des neuen Regierungschef in Rom der letzen Wochen sind eigentlich sehr billig erkaufte Blendeffekte, da die neuen so erfolgreich verkauften Staatsanleihen für Italien mit dem Geld der Banken auf Befehl aus der Politik gekauft worden sind, das die Europäische Zentralbank in Frankfurt unter ihrem neuen italienischen Chef Mario Draghi in unverantwortlicher Weise, auf Teufel kommt es raus, in riesigen Mengen ununterbrochen neu drucken lässt, um es wieder zu sehr günstigen Konditionen den Banken zu leihen. Die Rechnung dafür bezahlt jetzt also auch der Rest der Staaten der Euro-Zone und die einzigen Gewinner sind wieder einmal in erster Linie die Finanzmärkte. 
 
Griechenland ist also in diesen Wochen und Monaten akut vom Staatsbankrott bedroht. Als nächstes Land, das diesem Beispiel leider folgt, wird von den Medien übereinstimmend Italien genannt. Hier sind einige Eckdaten, die darauf hindeuten. Griechenland ist zu 198% des eigenen BIP verschuldet, Italien aber "nur" zu zirka 121%, aber dieses Land muss allein 2012 angeblich bis 500 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen, um in erster Linie die alten zu bedienen. Der Anteil der in den nächsten zwölf Monaten fällig werdenden Finanzschulden beträgt in Griechenland 15%, in Italien hingen 18%. Die Zinsen für langfristige Anleihen sind bereits exorbitant und das wird sich wahrscheinlich nicht so bald oder nicht mehr ändern lassen.  
 
Diese äußerst negative und in Italien selbst verschuldete Entwicklung wirkt sich wie Gift für jede Art von Konjunktur aus, und allein aus diesem Grund ist auch in Süd-Tirol die Wirtschaftskrise für die kommenden Monate und Jahre so gut wie vorprogrammiert. Auch aus diesem Grund wird es kontinuierlich viel weniger potentielle Passagiere am Bozner Flughafen geben, sei es Touristen oder Geschäftsleute und das macht diesen Flughafen aus wirtschaftlichen Überlegungen heraus zumindest jetzt überflüssig, bzw. so lange ST noch ein Teil des Stiefelstaates ist. Sollte sich das einmal ändern, dann wird wahrscheinlich auch dieses Land einen rentablen Flughafen mit einer guten internationalen Anbindung bekommen, und wie das geht, das zeigen Beispiele der sehr wohl rentablen Regional-Airports in Österreich. Daher ist heute die Frage der Existenzberechtigung für den Bozner Flughafen zuerst eine politische und erst in zweiter Linie eine wirtschaftliche, wenn aber sich einmal die politischen Rahmenbedingungen ändern würden, dann ist es eher wahrscheinlich, dass auch dieser Flughafen rentabel zum Wohle des ganzen Landes weiter arbeiten könnte. Dazu ist eine auch kostspielige in Infrastruktur der Region getätigte Investition meistens auch eine sogar sehr sinnvolle Langzeitinvestition, die erst später sich in voller positiver Bedeutung für alle Bereiche der Gesellschaft entfalten kann.
 
Markus Anton
5. 17-01-2012 13:19
 
Innsbruck: Erreichbarkeit gegeben
In allen großen Städten der Welt ist es so, dass man, schätze ich, mindestens 1 Stunde zum Flughafen der Stadt benötigt, wenn man nicht gerade in der Nähe wohnt. 
 
Die Südtiroler sind im Durchschnitt in 1 bis 1,5 Stunden in Innsbruck.
 
Gesamttiroler

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