Fernsehdiskussion über die Zukunft Süd-Tirols mit L.-Abg. Sven Knoll
Dienstag, 10. Januar 2012

 


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Kommentare (24)
1. 17-01-2012 19:23
 
Wie Bernhard Wieser es vorgemacht hat, möchte ich die Zahlen des Bruttoinlansproduktes / Person 2008 hier auch noch einmal präsentieren. 
Daten der Statistik Austria: 
 
Wien: 44.700 € 
Salzburg: 38.800 € 
Vorarlberg: 35.800 € 
Tirol: 35.200 € 
Oberösterreich: 33.600 € 
Steiermark: 29.400 € 
Kärnten: 28.500 € 
Niederösterreich: 28.000 € 
Burgenland: 22.000 € 
 
Die Tageszeitung Dolomiten (3.Mai 2010) schreibt über das BIP / Person: „Südtiroler BIP pro Einwohner war 2008 das höchste Italiens“ -> 34.193 € 
 
Bravo, Glückwunsch SVP und Dolomiten! Nord- Osttirol 35.200 € > 34.200 € Süd-Tirol 
 
Wer glaubt, dass das Verhältnis nun für Süd- Tirol besser ist, bzw. dass Süd- Tirol sowieso besser ist als alle anderen, muss ein SVPler oder "Italien-Patriot" sein. 
 
Man kann natürlich die BIP / Person von Süd-Tirol nicht mit Wien vergleichen (Höhere Anzahl an Menschen auf die Fläche bezogen), aber wenn man bedenkt, dass "Tirol" trotz der wirtschaftlich-schwächeren Region Ost-Tirol die Nase vorn hat, ist das Ergebnis bemerkenswert. 
 
...und es dauert keine Monate mehr, werden wir in Oberösterreich auch das BIP von Süd-Tirol übertreffen, wenn wir es nicht schon jetzt haben. Viel Spaß mit Italien!
 
Ein gebürtiger Süd-Tiroler
2. 15-01-2012 18:29
 
Es ist bewundernswert wie  
Frau Dr. E. Klotz und Herr S. Knoll bei Fernseh-diskussionen, trotz rhetorischer Untergriffe der politischen Kontrahenten, sachlich argumentieren. 
Dazu eine Frage am Rande, weiß Herr Dr.K. Zeller was das Wort Kinderstube bedeutet?
 
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3. 14-01-2012 19:25
 
Theiner nicht am aktuellen Stand
Richard Theiner (SVP) behauptet in aller Öffentlichkeit, dass Süd-Tirol im Vergleich zu den österreichischen Bundesländern ein höheres BIP aufweist. Als Antwort auf Sven Knolls gute Argumente versucht er die Autonomie als die Beste Zukunftsvision für Süd-Tirol darzustellen.  
 
Damit lobpreist er den Verbleib Süd-Tirols in Form einer Autonomie bei Italien im Gegensatz zu einer baldigen Wiedervereinigung mit dem natürlichen Vaterland Österreich aufgrund folgender Fakten unzulässig. 
 
Hier Zahlen zum BIP-Vergleich: 
 
2009 in Dollar/Person: 
Österreich gesamt: 45.898 
Deutschland gesamt: 40.875 
Italien gesamt: 35.435 
 
2007 in Euro/Person: 
Wien: 43.300 
Salzburg: 37.300 
Nord/Ost-Tirol: 34.200 
Vorarlberg: 34.000 
SÜD-TIROL: 33.500 
Oberösterreich: 31.800 
Steiermark: 28.200 
Kärnten: 27.800 
Niederösterreich: 26.600 
Burgenland: 21.600 
 
Theiner scheint sich nicht auszukennen oder schlicht Falsches von sich zu geben. 
 
Süd-Tirol reiht sich also genau in die Mitte der Österreichischen Bundesländer nach der Wirtschaftsleistung/Person im Jahre 2007 ein. Dagegen scheint die Schere zwischen Italien und Österreich in den letzten Jahren noch deutlicher auseinander gegangen zu sein. 
 
Süd-Tirols Zukunft liegt nicht im Stillstand einer Italo-Autonomie sondern in der selbstbestimmten Freiheit und hoffentlich einer Wiedervereinigung mit dem Vaterland Österreich! 
 
Liebe Grüße, 
Bernhard Wieser
 
Bernhard Wieser, Salzburg
4. 13-01-2012 13:03
 
Tiroler Landeseinheit
STOL.it, 4.01.12 
Quote:
„Wir sind zwar italienweit in vielen Bereichen die Nummer eins. Im Vergleich mit Österreich oder Deutschland, liegt Südtirol aber bereits in der Entwicklung zurück. Ohne Vollautonomie sind wir nicht mehr konkurrenzfähig“, gab Thomas Widmann, SVP-Parteiobmannstellvertreter zu bedenken.

 
 
Wenn der Vize-Obmann der SVP bereits zugibt, dass Südtirol mit Österreich besser gefahren wäre, als mit der Autonomie, dann war diese Autonomie nie vorbildlich, sondern diente der Volkspartei nur zum Machterhalt. 
 
Mit der Tiroler Landesheinheit wäre Süd-Tirol frei, ethnisch geschützt und im wirtschaftlich prosperierenden Vaterland eingebettet.
 
Gesamttiroler
5. 12-01-2012 19:39
 
Klare Kante gezeigt!
Zum Ersten bin ich äußerst positiv überrascht, dass es bei allen beteiligten Diskussionsteilnehmern einen Grundkonsens zu geben scheint. Nämlich weiter oder ganz weg von Rom! 
 
Zum Zweiten hat vor allem Sven Knoll die "Süd-Tiroler Freiheit" als die beste Alternative präsentiert, in dem er Klare Kante gezeigt hat!
 
Bernhard Wieser, Salzburg
6. 12-01-2012 16:50
 
Klare Kante gezeigt!
Wohin soll Südtirol gehen falls es zu einem auseinander brechen der Euro-Zone in einen EURO der zwei Geschwindigkeiten kommt? 
Francesco Palermos Antwort war eindeutig: zu Italien. 
Die beiden SVPler machten die Diskussion über dieses Thema lächerlich. 
Ist ihnen eine eindeutige Antwort dazu derart peinlich?!?! 
 
herzliche Grüße aus Österreich
 
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7. 12-01-2012 09:37
 
Freikauf
In der heutigen Ausgabe der Dolomiten ist nachzulesen, der SVP-Spitzenpolitiker T.Widman meint sinngemäß, wir kaufen Süd-Tirol Italien ab, notfalls bis zu 15 Milliarden Euro. 
 
Diese Summe wird aber sicherlich nicht reichen, das ist sicher. Am diplomatischen Parkett werden angeblich andere viel höhere Summen gegenüber der Schutzmacht der Süd-Tiroler schon sehr lange kolportiert, und als Bemessungsgrundlage dienen hier die "Kredite" aus der Zeit einer anderen Wiedervereinigung vor mehr als 20 Jahren in Mitteleuropa gegenüber einer anderen Macht der Fremdbestimmung.  
 
Eines sollte man aber noch hier hinzufügen, eigentlich ist die Autonome Provinz Bozen Rom gar nichts schuldig, denn dieses Land hat niemals nach Italien als Staatsmacht in eigenem Land gerufen, ganz im Gegenteil, und ST hat dazu noch in allen Zeiten sehr ordentlich gewirtschaftet, aber sollte man in Rom daran gehen, so wie einmal kurz vor einem anderen Staatsbankrott eine andere Musterautonomie in einem anderen geteilten Kriegsbeuteland am freien Markt zum Kauf anzubieten, so werden sich sicher die Käufer schon finden, die über das notwendige Kapital verfügen und als Draufgabe baut das wiedervereinte Land Tirol den Brennerbasistunnel für Europa, etwas, was Italien angesichts der drohenden Staatspleite auch in Zukunft niemals stemmen wird können.
 
Markus Anton
8. 11-01-2012 22:41
 
"Zeller benimm dich"
Habe selten so ein fehlendes Benehmen und eine ungesittete Haltung gegenüber den anderen Teilnehmern bei einer öffentlichen Diskussion von Seiten der SVP und besonders Karl Zeller gesehen. Peinlich und arm!  
 
Nichts als Geschrei und Gesprächsunterbechungen von Zeller - und die Moderatorin: unfähig und total überfordert mit der Situation. 
 
Karl Zeller sollte sich deshalb mal bei seinem Parteikollegen und Lananer Bürgermeister melden. Dieser hat ja bekanntlich ein Buch mit dem Titel "Südtiroler benimm dich" veröffentlicht - wenns noch hilft!
 
Hannes I.
9. 11-01-2012 21:52
 
verrückt
achja Herr Zeller: viell. kommt der Tag wo sie sich mal an den Verrückten Knoll erinnern, wenn endlich fähige Politiker unser Land in die Freiheit führen.  
Einfach schäbig wie die SVP Bonzen alle und jede Idee kleinmachen und bes. Zeller hochnäsig und abwertend auftritt.  
wirklich großes politisches Kino, bitte mal einen Benimmkurs besuchen!
 
stefan
10. 11-01-2012 20:41
 
einzig
Einzig Sven und Pius hatten Anstand und neue Visionen für unsere Heimat. Die geballte SVP-Macht konnte nur durch Frechheiten, Unterbrechen und italientreuen Ausführungen ihrer ach so neuen (seit 1991) Vollautonomie (gibts ja gar net als Wort) überzeugen.  
Was der SVP nicht passt wird als unrealistisch abgetan...wäre ja mal gespannt was sie den Schotten sagen würden, ob dieses Vorhaben auch unrealistisch ist: Schottland wird wohl der nächste unabhängige Staat Europas werden, und Schottland ist seit 500 Jahren von den Briten unterjocht. 
Aber die Schotten sind ein stolzes Volk in einem stolzen Land, eigendlich sollten wir uns ein Beispiel an diesen Schotten nehmen und Richtung Freiheit uns aufmachen und endlich der SVP die Abrechnung bescheren, die sie sich weiss Gott wie lange schon verdienen: nämlich abgewählt und die Opposition geschickt zu werden um endlich neue Ideen für unsere Zukunft aufkommen zu lassen! 
Neue Visionen braucht es wie sie Sven und Pius vertreten und unmöglich sind beide nicht, wie es uns die Schotten vormachen werden: da bin ich dann mal auf die Erklärungsversuche der SVP gespannt.....
 
stefan
11. 11-01-2012 14:34
 
Feigenblatt Forum Heimat
Das Forum Heimat möchte, dass sich alle geschlossen für die Erreichung der Vollautonomie einsetzen, damit Südtirol endlich unabhängig vom Staat Italien werde und selbst im eigenen Land bestimmen könne.  
 
Geschlossen für eine völlig unrealistische Forderung? Eine Utopie der ohnmächtigen und lamorianten SVP, der sonst nichts mehr einfällt, um ihre Wähler zu ködern! 
 
Man kann einen Abgrund nicht in zwei Sprüngen überqueren.  
Man muss den mutigen Sprung mit einem Mal tun. Václav Havel
 
Libertad
12. 11-01-2012 14:46
 
Feigenblatt Forum Heimat
Sven Knoll, der sehr gut argumentiere, wurde andauernd von Karl Zeller unterbrochen. Die Kommentare die Zeller abgegeben hat, waren teils unverschämt. Schließlich hat er aber selbst zugegeben, dass möglicher Weise erst in 30 Jahren die Vollautonomie erreicht werden könne. Was sich die SVP eigentlich genau darunter vorstellt, hat sie im Grunde offen gelassen. Dass Süd Tirol wesentlich grösser ist, als Lichtenstein dürfte dem einen oder anderen bei dieser Diskusionsrunde wohl auch nicht ganz klar gewesen sein.
 
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13. 11-01-2012 12:05
 
Forum Heimat
Auch das gibt es in der SVP: 
 
 
Zitat: 
 
 
„Es bleibt viel zu tun!“ | Bozen, 07.01.2012 
 
Zu Beginn des neuen Jahres 2012 fordert das Forum Heimat in der SVP von der Politik und von allen politischen Verantwortungsträgern weniger starke Worte, stattdessen aber Taten, damit Probleme aus der Vergangenheit sowie Probleme, die mit der derzeitigen Finanzkrise zusammenhängen, raschestens gelöst werden.  
 
Das Forum Heimat möchte, dass sich alle geschlossen für die Erreichung der Vollautonomie einsetzen, damit Südtirol endlich unabhängig vom Staat Italien werde und selbst im eigenen Land bestimmen könne.  
 
Genauso wichtig sei der gemeinsame Einsatz aller für die österreichische Staatsbürgerschaft, die sehr vielen Landsleuten ein gefühltes Herzensanliegen ist.  
 
Ein großes Anliegen ist dem Forum Heimat ebenso der Schutz des Sonntages als freier Tag und die Wiedereinführung des Josefitages als Feiertag. Ganz besonders wichtig sind dem Forum Heimat die Stärkung der deutschen Muttersprache durch gezielte Maßnahmen und der Schüleraustausch in der Europaregion Tirol.  
 
In Zeiten der Krise müsste überdies die Berglandwirtschaft gestärkt werden, damit die jungen Bergbauern auf ihren Höfen bleiben können, da sie durch ihre Arbeit einen enormen Beitrag zum Erhalt der Südtiroler Kulturlandschaft leisten.  
 
In Zusammenhang mit den faschistischen Denkmälern fordert das Forum Heimat die Abnahme des Duce-Reliefs am Finanzgebäude und die Entfernung der beleidigenden Inschrift am Siegesdenkmal sowie eine Platzumbenennung.  
 
Höchste Zeit sei es für die Begnadigung der „Pusterer Buam“. Endlich gelöst werden sollte auch die Ortsnamensfrage, wobei die SVP einen Kompromissvorschlag eingebracht habe, der nicht weiter aufgeweicht werden dürfe.  
 
„Wir werden uns mit unseren bescheidenen Mitteln für die Umsetzung dieser Wünsche in der SVP einsetzen“, so Andreas Varesco, Jürgen Rella, Franzjosef Roner und Harald Mair vom Forum Heimat. 
 
 
Mal sehen, ob die Parteiführung bei einer oder mehrerer dieser Fragen ein Einsehen haben wird, denn was neue Visionen für das Land, die Entschluss- und Durchsetzungskraft der SVP betrifft, so ist man mit der Zeit sogar sehr bescheiden geworden, denn diese Partei gestaltet schon lange nichts mehr, sondern lediglich mehr schlecht als recht verwaltet nur das Land.
 
Markus Anton
14. 11-01-2012 08:43
 
Visionen
Nicht um in der Vergangenheit zu "wühlen", aber man muss es sagen, und immer wieder, wäre der Kelch der Zerreißung an Tirol vorbei gegangen, dann wäre viel Leid und Ungerechtigkeit, bis zum fast Auslöschen des Deutsch- Südtirol diesem Land und seinen Menschen erspart geblieben. 
 
Aber wahnwitzige Nationalisten mit der Wahnidee der Alpenhauptkammgrenze Italiens haben sich durchgesetzt. 
 
Was bleibt? Es bleibt der Ruf nach Gerechtgkeit, der Ruf nach Rückkehr zum Vaterland Österreich und Los von Rom. Nur die Zeit drängt. Eine jahrhunterdelange Einheit unseres Gesamttirol können 90 Jahre bei einem Staat nie aufwiegen, zu dem Südtirol nie wollte. Entscheiden aber müssen die Menschen hier im Lande, mit Emotion und Sehnsucht nach Freiheit, abseits vom Gängelband Roms und abseits auch der aufdiktronierten Phantsieortsnamen, des "Siegesdenkmals" und all´der anderen permanenten Nadelstiche ins Herz Tirols. 
 
Hätten wir nur mehr Politiker mit Herzblut, auch hier in Nordtirol, die nicht nur Verwalter sind, sondern Patrioten, ähnlich einem Andreas Hofer oder Sepp Kerschbaumer. Sie brauchen nicht geben, was diese Männer gegeben haben, nein, aber sie sollen denken, in der kurzen Zeitspanne ihrer politischen Tätigkeit die Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen für den Einsatz zur Selbstbestimmung des Landes an Etsch und Eisack.  
 
Der Wille aber muss vom Volk ausgehen, Politiker sind oft zaghaft, mehr ihrer Partei und ihren Pfründen verpflichtet als dem Volk. Was es braucht sind Visionen, vor allem aber Mut, Aufklärung, offene Worte auf dass eines Wirklichkeit werden kann: die Landeseinheit!
 
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15. 10-01-2012 22:37
 
Zum Vergleich
Wie die Selbstbestimmung heute in einem Staat der alten EU aussehen kann, davon kann man sich gerade in Schottland sehr eindrucksvoll überzeugen, und da die meisten Politiker der englischen Sprache mächtig sind, kann man Ihnen die Lektüre der Seite der Schottischen Volkspartei (SNP) nur sehr empfehlen.  
 
Im Vergleich dazu sind die Inhalte der Homepage der SVP aus Süd-Tirol mehr als Schlafmittel geeignet. In Schottland hingegen wird die ganze Bevölkerung bereits seit vielen Jahren von der Regierung dieser Autonomie eingeladen, sich an der allgemeinen Debatte zu Selbstbestimmung nach Kräften sowie nach Lust und Laune möglichst breit zu beteiligen. Das bedeutet nicht, dass die Süd-Tiroler an der Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes kein Interesse hätten, ganz im Gegenteil. Hier achtet man gerade bei der das Land regierenden SVP peinlichst darauf, dass ja nur keine Debatte zu diesem Thema vor allem in den Reihen dieser Partei entsteht, da man sich dort ziemlich sicher ist, dass die meisten Parteimitglieder und sehr viele Funktionäre in dieser prinzipiellen Frage der Parteiführung bei ihrer heutigen Linie nicht folgen würden.  
 
Überzeugen Sie sich und vergleichen Sie selbst, wie weit die SVP im Vergleich zu SNP bei diesem so wichtigen Thema sich von der Bevölkerung in Süd-Tirol und von der eigenen Parteibasis entfernt hat. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Schotten in diesen Monaten und Jahren sich bereits auf der Zielgerade der von ihnen so lange ersehnten und politisch nicht nur von der SNP angestrebten Verwirklichung der Selbstbestimmung befinden und die Süd-Tiroler hingegen davon weiter nur träumen dürfen, mehr sicherlich nicht, weil die SVP es so haben will: 
 
 
Zitat: 
 
Cabinet to finalise referendum proposals 
Tue, 10/01/2012 - 10:59 
 
First Minister Alex Salmond has announced that the Cabinet meeting this afternoon will hold a scheduled discussion to put the finishing touches to the consultation document setting out the Scottish Government’s detailed referendum proposals. The document will be published later this month, and will be subject to the normal period of public consultation. 
 
 
 
...den Rest kann man unter folgendem Link nachlesen: 
 
 
http://www.snp.org/media-centre/news/2012/jan/cabinet-finalise-referendum-proposals 
 
 
 
http://www.snp.org/ 
 
 
 
...und andere Quellen zu diesem Thema: 
 
 
 
http://www.scotland.gov.uk/Publications/2010/02/22120157/0 
 
 
http://www.scotland.gov.uk/Topics/a-national-conversation/White-Paper
 
Markus Anton
16. 10-01-2012 19:01
 
Arroganz der Macht
Theiner war herablassend, als er Sven Knoll züchtigte, den Mund zu vollgenommen zu haben.  
 
Zellers ständiges Unterbrechen, welch Respektlosigkeit gegenüber der Opposition. Und dazu sein wildes Italogefuchtle mit den Armen und Händen.  
 
Arroganz der Macht, die die SVP nach Jahrzehnten wohl für selbstverständlich hält.  
 
Es obliegt den Südtirolern selbst, die SVP auf den Boden der Realität zurückzuholen.  
 
Im Zeitalter des Ipods sollten die Südtiroler nicht länger auf Walkmen setzen.. Hallo Südtirol, bitte aufwachen.
 
Michael
17. 10-01-2012 17:06
 
Ohne Worte
Ich bin von unserer Südtiroler Politik sehr enttäuscht. Ich möchte den Freistaat Südtirol oder die Wiedervereinigung. Mir fehlen die Worte… verraten, verkauft und politisch eingeschläfert über Jahrzehnte durch die SVP. Von der Moderatorin bin ich auch enttäuscht, einfach nur unprofessionell, sie war der Sache nicht gewachsen. Bravo Sven für deine klaren Worte, eine wahre Wohltat in diesen Zeiten.
 
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18. 10-01-2012 16:36
 
Eher geht Italien...
...pleite als Vollautonomie  
 
Die SVP kommt mit dieser Vollautonomie nur deshalb daher, weil die SVP um ihre absolute Mehrheit fürchten muss und weil Freiheitliche und STF heute politisch mehr bieten. 
Dabei gibt Theiner selber zu, dass sein Papier bereits 20 Jahre alt ist. Hat man also die Südtiroler mit der „vorbildlichen Autonomie“ 20 Jahre lang für dumm verkauft hat?  
 
Zeller: „Ziel ist die Größtmögliche Freiheit von Rom“.  
Warum dann Vollautonomie und nicht Freistaat oder Selbstbestimmung? 
 
Karl Zeller versuchte immer wieder mit seinen polemischen Kommentaren Selbstbestimmung und Freistaat lächerlich zu machen. Doch wie lange die Verwirklichung einer Vollautonomie dauern würde, falls überhaupt realistisch, blieb Zeller selber schuldig.  
„Sehr, sehr lange….“, heißt nie! Zuvor geht wohl eher Italien pleite (mit Südtirol). 
 
Sven Knoll hat gut gekontert mit der Behauptung, dass die SVP 60 Jahre an der Macht ist und nun die Süd-Tiroler Freiheit fragt, wie sie sich eine Selbstbestimmung vorstellt. Genau dafür wurde die SVP 60 Jahre lang vom Volk im guten Glauben gewählt.  
 
Es ist schon traurig: Die SVP als Partei der Tiroler Minderheit versucht mit ihrer Vollautonomie eigentlich nur mehr italienischen Stimmen zusammenzuraffen, um an der Macht bleiben und sich an Italien klammern zu können. Das ist ihre einzige Vision.
 
ff
19. 10-01-2012 15:56
 
Respekt.
Sehr geehrte Tiroler Mitpatrioten, 
 
Es scheint dass bei Herr Zeller Höflichkeit, Respekt und Objektivität nicht seine Stärken sind. 
Hoffentlich wird er in nächste Fernsehdiskussionen nicht beleidigend. 
Herr Sven Knoll ist Politiker und nicht Hells Angel.
 
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20. 10-01-2012 15:07
 
P.S.
Man kann nur darauf sogar sehr neugierig sein, wie die SVP später einmal auf die beeindruckende Entwicklung der Selbstbestimmung in Schottland reagieren wird, denn dadurch wird ihre These völlig widerlegt, dass eine erfolgreiche Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung in einer Autonomie in Europa der EU überflüssig und damit unmöglich geworden ist, siehe Link.  
 
Danach sieht es heute nämlich eindeutig aus, und wird diese Abstimmung in Schottland kommen sowie der SNP, der dortigen Volkspartei an der Macht, gelingen, dann wird diese politische Entwicklung für die Frage der ethnisch-politischen Selbstbestimmung die gleiche Bedeutung für eine Reihe von Autonomien in Europa der EU haben, wie seinerzeit die erste halb freie und damit einigermaßen erste demokratische Wahl des gesamten Ostblocks in damals kommunistisch regierten Polen im Frühling des Jahres 1988, und was später folgte wissen wir aus der Geschichte, nämlich politischer Umbruch in Ungarn mit dem Fall auch des Eisernen Vorhangs, Fall der Berliner Mauer, Samtene Revolution in Prag, Selbstbestimmung - schwierigste von allen - auch für die Länder im Baltikum, Selbstbestimmung für Völker in Ex-Jugoslawien, die letzten stammen erst aus den Jahren 2006 und 2008 usw.  
 
Ähnliche bahnbrechende Entwicklung zeichnet sich jetzt im Westen unseres Kontinents ab, etwas was Politikwissenschafter bereits vor Jahrzehnten vorausgesagt haben. Die volle Bedeutung dieser Entwicklung auch für Süd-Tirol wird man erst mit der Zeit erfassen können. Die letzte die diese Entwicklung sicher merken will, ist wohl die SVP als die Partei an der Macht in Bozen, und sie wird wahrscheinlich zuerst auch 1000 Gründe vorbringen, warum Süd-Tirol und Schottland in dieser Frage nicht vergleichbar sind, aber das war vor mehr als 20 Jahren in einer anderen Musterautonomie in einem anderen geteilten Nachbarland und Volk der Tiroler und damit aller Österreicher auch nicht anders gewesen, bis das Volk selbst ein Machtwort sogar sehr eindrucksvoll gesprochen hat: 
 
 
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/722335/Schottland_Cameron-will-vorgezogenes-Referendum?from=suche.intern.portal
 
Markus Anton
21. 10-01-2012 14:30
 
Am Scheideweg der Geschichte
Meiner Meinung nach war diese ganze Diskussion wieder einmal eine völlig vertane Chance für dieses Land gemeinsam den weiteren Weg in der Politik vorzuzeichnen.  
 
Alle Teilnehmer haben je nach Parteizugehörigkeit ihre ohnehin allgemein bekannten Standpunkte sogar sehr plakativ dargelegt, ohne untereinander jemals den kleinsten gemeinsamen Nenner für die weitere Politik für Süd-Tirol gefunden zu haben, vielleicht mit der Ausnahme der Bewahrung der heute herrschenden bescheidenen Autonomie.  
 
Stattdessen hätte man sich in dieser Runde vielleicht über die Perspektiven und die praktischen Möglichkeiten der Ausübung der Selbstbestimmung zum Beispiel im internationalen Vergleich unterhalten können, was leider nicht geschehen ist, weil die SVP vor allem jede Diskussion darüber permanent ablehnt.  
 
Im Vorspann dieser Debatte waren Stellungnahmen einiger Politiker der italienischen Minderheit in Süd-Tirol zu sehen gewesen, die später so gut wie unkommentiert, bzw. unwidersprochen geblieben sind.  
 
Wer zum Beispiel behauptet, dass Süd-Tirol eine der besten Autonomie der Welt besitzt, der ist entweder gar nicht oder nicht genug politisch gebildet, oder er sagt ganz einfach Unwahrheit. Im europäischen Vergleich der EU heute im Jahre 2012 befindet sich das Autonomiemodell von ST ganz unten, im italienischen Vergleich hingegen ganz oben, aber das ist ist nicht in erster Linie ein Verdienst dieses Staates, wie wir aus der Geschichte zwischen 1946 bis 1992 wissen. Auch hier verwechseln die italienischen Politiker die Welt mit Italien. 
 
Warum gerade die ultranationalistischen Politiker in Italien sich für die Idee des Freistaates Südtirol begeistern wollen, ist auch ziemlich klar, die Antwort darauf haben auch die SVP Teilnehmer in dieser Runde indirekt gegeben, nämlich, diese Idee ist in Europa der EU aus heutiger Sicht völlig illusorisch, daher hilft in erster Linie dem Erhalt des Status quo in Italien. Damit spaltet man auch nachhaltig das Langer der Selbstbestimmung in zwei oder sogar in drei verschiedene Lager, nämlich Vollautonomie, Zurück zu Österreich und Freistaat, und wie wir wissen, es gibt für keine dieser Optionen eine absolute Mehrheit in absoluten Zahlen, wo in der Theorie alle wahlberechtigten Bürger abstimmen würden. Man braucht also nach dieser Logik dem allgemeinen Volk nur einen Knochen vorzuwerfen und sie raufen politisch darum und werden schön von dem eigentlichen Vorhaben abgelenkt, das am ehesten den heutigen Status quo von ST infrage stellen würde, und das ist nämlich die alte aber auch neue Idee der Rückkehr zum eigenen ethnischen Vaterland, also etwas, wofür in Europa der EU aber auch international am ehesten Verständnis und vielleicht auch Entgegenkommen herrschen würde.  
 
Die Vertreter der SVP scheinen dazu immer noch auch in dieser Debatte nicht ganz den vollen Ernst der heutigen politischen und wirtschaftlichen Lage von Italien erfasst zu haben, und haben daher in ihren Stellungnahmen keine Konsequenzen in Hinblick auf die Frage der Selbstbestimmung genommen, aber die Ruhe vor dem Sturm der kommenden Entwicklungen wird auch hier nicht lange anhalten.  
 
Andere Politiker vergessen hingegen, dass ein Freistaat nicht nur lokal, sondern auch international breite Anerkennung finden müsste, beides ist heute nicht gegeben, und diese wird es höchstwahrscheinlich auch in Europa nie geben. Wie teuer ein eigener Staat ist, das scheint man heute gerne in diesem Lager zu vergessen, sprich Aufbau der eigenen Armee, Polizei, Diplomatie, Währungsreserven, etc. Ein Hinweis auf die Notwendigkeit des ethnischen Friedens mit der italienischen Minderheit in ST als Existenzberechtigung für einen Freistaat ist nicht einmal in Ansätzen überzeugend oder politisch jemals durchsetzbar, weder in Italien selbst noch für Europa und für die restliche Welt.  
 
Ein realistischer Weg in die Selbstbestimmung würde für das Land unter heutigen Paradigmen der lokalen und internationalen Politik eine ungeheure Kraftanstrengung voraussetzen, also etwas worüber das Land Süd-Tirol ganz einfach nicht verfügt und ohne eigene Schutzmacht nämlich das Vaterland Österreich auch niemals verfügen wird, denn Süd-Tirol verfügt nicht über das Recht vor internationalen Gremien mit eigener Stimme zu sprechen, das kann in diesem Fall ausschließlich nur einer der beiden Staaten tun, die für dieses Land Tirol südlich des Brenners vor dem Völkerrecht zuständig sind.  
 
Die Vollautonomie bleibt weiterhin wahrscheinlich ein frommer Wunsch der Politiker der SVP, denn diese ist in Italien nicht vorgesehen, und wenn schon, dann für alle Regionen mit Sonderstatus, die heute alle außer ST aus bestimmten Gründen über eine Scheinautonomie in Italien verfügen. Darauf hat der italienische Vertreter in dieser Runde einmal hingewiesen. Wer etwas anderes behauptet, der verbreitet politische Science-Fiction Ideen, die wohl von anderen existentiellen Problem des Landes ablenken sollten, bzw. den politischen Mitbewerbern den Wind aus den Segeln nehmen sollten.  
 
Die heutigen Politiker an der Macht sind sich zumindest nach außen hin der wirklichen Problemlage, mit der das Land heute aber auch morgen immer mehr konfrontiert wird, immer noch nicht wirklich bewusst und sie wollen weiterhin die Realität rund um Süd-Tirol nicht zur Kenntnis nehmen und daraus Konsequenzen für ihre weitere Politik daraus ziehen.  
 
Die kommende Tsunamiwelle des italienischen Staatsbankrotts ist aber bereits am Horizont laut zu hören und sie wird früher der später auch Süd-Tirol mit voller Wucht erreichen, auch deswegen, weil die SVP bis jetzt in der Frage der Selbstbestimmung untätig geblieben ist. Alle Warnungen der Opposition hat man von dieser Seite bis jetzt in den Wind geschlagen und will den autistischen Traum diesmal von der Vollautonomie weiter träumen, wie lange noch, das werden die kommenden Monate oder Jahre zeigen, denn auch Italien kann die Naturgesetze der Finanzwelt nicht auf Dauer außer Kraft setzen, auch wenn das die SVP noch so gerne wohl im Interesse des eigenen Machterhalts glauben möchte.
 
Markus Anton
22. 10-01-2012 13:25
 
@seppele, gute Zusammenfassung
Wenn jemand einen wichtigen Punkt macht merkt man das daran, daß Zeller laut wird. Unangenehm.  
 
In Süd Tirol wollen die einen Italiener sein. 
 
Die anderen nicht. 
 
Alle vermeintlichen Sachzwänge dieser Positionierung werden unter diese persönliche Präferenz gepreßt, wobei es in Süd Tirol offenbar Italiener zu geben scheint, die niemals zugeben würden, unbedingt Italiener sein zu wollen. 
 
Jeder vorgetragene Vorbehalt gegen Eigenstaatlichkeit ließe sich locker widerlegen. Wie beispielweise die lächerliche Frage nach Grenzziehungen. Oder die Frage einer Anerkennung durch die EU.  
 
Die Schotten werden das demnächst vormachen.  
 
Oder die Frage nach der kritischen Größe. 
 
Lächerlich. Dies hatte dann sogar die Moderatorin gemerkt.  
 
Damit wird das Schicksal Süd Tirols zwar nicht in Süd Tirol entschieden, aber womöglich noch dieses Jahr.  
 
In Athen, und in Berlin.  
 
Athen kann seine Zusagen offensichtlich nicht einhalten. Berlin muß und wird dann seine eigenen Vorbedingungen für weitere Zahlungen widerrufen.  
 
Beides hat weitreichende Konsequenzen.  
 
Mit einer Gestaltung durch Süd Tiroler Politiker hat dies aber nichts mehr zu tun.  
 
Was Neues wagen, hieß es. Vollautonomie!  
 
Und gleichzeitig darauf hinweisen, daß diese Idee bereits 20 Jahre alt ist.  
 
Dies in ein- und derselben Sendung. 
 
Die argumentative Untermauerung des Verbleibs von Süd Tirol bei Italien ist intellektuell ähnlich dürftig abgesichert wie der Aufbau eines gemeinschaftlichen Europas auf eine gemeinsame Währung mit Ländern, die entweder keine Wirtschaft haben, oder nicht wirtschaften wollen, oder dies nicht können.  
 
Politiker werden die letzten sein, die dies begreifen werden.
 
EEkat
23. 10-01-2012 13:19
 
@seppele, gute Zusammenfassung
Weiter so langsam kriegen wir sie alle 
Los von Rom
 
roland Ahrntal
24. 10-01-2012 12:08
 
@seppele, gute Zusammenfassung
Kompliment an Sven Knoll! Rethorisch kann ihm in Südtirol keiner was vor machen. Da wirkt der Herr Theiner wie ein armer Bub dagegen. Auch in Sachen Anstand können die SVPler einiges von ihm lernen. Besonders der Herr Zeller, ein unmöglicher Mensch, der ständig dazwischen blärrt, beleidigt und niemanden ausreden lässt. Vielleicht müsste Sven gegen diese eingebildeten Typen mehr Härte zeigen. 
Pius Leitner hat sich auch gut gehalten. Inhaltlich kann ich ihm auch einiges abgewinnen.  
Die Moderatorin war grenzwertig und wirkte überfordert.  
Inhaltlich gabe es wie zu erwarten nichts Neues. Bestätigt wurde wieder einmal die Hilflosigkeit und Perspektivlosigkeit der SVP. Aber ich bin mir sicher die Wirklichkeit wird sie in ihren wahnhaften Vorstellungen schon bald einholen. Spätestens nach der Pleite Italiens werden die Menschen erkennen auf welchen tönernen Füßen unsere so glorreiche Autonomie baut. Schade nur das es erst soweit kommen musste. 
 
Wie es laufen kann zeigt uns Schottland!
 
seppele

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