9. Jänner 2012: Sven Knoll bei RAI-Diskussion-Sendung über die Vollautonomie
Freitag, 6. Januar 2012
postit_img_de.jpgZum Thema „Italien in schwerer Krise, wird Südtirol voll autonom?“ werden am Montag, 9. Jänner 2012, um 20.20 Uhr im RAI-Sender Bozen die Politiker Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit), Pius Leitner (Die Freiheitlichen), Richard Theiner (SVP) und Karl Zeller (SVP) sowie der  Verfassungsrechtler Francesco Palermo diskutieren. Moderiert wird die Sendung von Heidy Kessler.

Der Sender Bozen schreibt in der Ankündigung zur Diskussionssendung:

Italien hat mehr als 1.900 Milliarden Staatschulden, Ministerpräsident Monti musste die Notbremse ziehen. Er hat neue Steuern eingeführt und die alten erhöht. Auch in Südtirol bedeutet das Sparpaket beträchtliche Mehrkosten und Einschränkungen. Der Unterschied zum wirtschaftlich prosperierenden Nachbarstaat Österreich und vor allem zu Deutschland wird größer. Die SVP geht in die Offensive und schlägt die Vollautonomie vor. Alle Bereiche, die nicht ausdrücklich dem Staat vorbehalten sind wie Außenpolitik, Verteidigung und Währung, fallen in die Zuständigkeit des Landes.

Ist die Vollautonomie ein realistisches Modell und wann soll sie greifen? Ist das SVP-Modell egoistisch? Geht es zu weit oder ist sie im Gegenteil zu zaghaft?

 


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Kommentare (19)
1. 09-01-2012 21:29
 
SVP ist unglaubwürdig
Habe die Sendung gesehen. Sven hat wieder einmal den Finger in die Wunde gelegt, das hat den "Vollautonomisten" natürlich nicht gefallen. Hätte mir aber eine Entlarvung von R. Theiner als Ankündigungspolitiker gewünscht. So hat er vor den letzten Landtagswahlen selber vom Thema Selbstbestimmung gesprochen. Jetzt kramt er das Thema Vollautonomie aus der Mottenkiste, nachdem die Umfragewerte der SVP im sinken begriffen sind! Aus meiner Sicht, ziemlich unglaubwürdig!
 
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2. 09-01-2012 20:44
 
Sendung
Bitte stellt die Sendung online auf YouTube oder so, habe sie leider verpasst. 
 
DANKE, DANKE, DANKE
 
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3. 09-01-2012 06:29
 
FREIHEIT
Warum doppel mit Freiheitlichen? Sie sind für den erhalt des Faschistentempel Siegesdenkmal, gegen Ausländer, Sven,geh du unseren Weg, den Weg in die FREIHEIT, für das Südliche TIROL, Aufrecht wenn es sein muss allein. Zeig es Ihnen, nur Du hast das nötige Wissen dazu. Wir drücken dir die Daumen. Für Tirol!
 
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4. 08-01-2012 16:34
 
Zukunft
Ich sehe leider diese 85% nicht. Und die SVP wird auch keine Volksabstimmung freiwillig durchführen. 
 
Landtagswahlen 2008: 
SVP 48,1 
 
Freihtl 14,3 
STF 4,9 
Union 2,3 
Gesamt 21,5 
 
Wenn die deutsche Opposition zusammen auf 50% käme, würde die SVP weg vom Fenster sein. Dazu müsste jede Partei ihre Stimmenzahl mehr als verdoppeln. 
 
Oder man findet eine freistaat-freundliche italienische Partei. 
Diese Möglichkeit scheint mir am realistischsten, weil die 50% kaum zu erreichen sind. Dann verschwindet die SVP in der Versenkung und die Loslösung von Italien kann beginnen.
 
ff
5. 08-01-2012 14:15
 
einigkeit
ich denke die größte Möglichkeit zur Selbstbestimmung zu kommen ist wenn sich die dt. Opposition endlich zu einer Partei zusammenschliesst und geeint gegen die svp auftritt, dann hätten sie zusammen fast 40% und die SVP kann nicht mehr tun was sie will...so wie es die letzten 60 Jahre passiert ist. 
1. Ziel: Einigkeit für ein gemeinsames Ziel: Selbstbestimmung und Unabhängigkeit unseres Landes 
Ich hoffe die SF, FP und die Union erkennen dies bis 2013
 
stefan
6. 07-01-2012 19:01
 
einigkeit
@ ff 
Noch einmal:  
 
Rückkehr zu Österreich 65.2%  
Freistaat Süd-Tirol. 20.5%  
Verbleib bei Italien. 14.3%  
 
Wenn die STF, die Freiheitlichen und die Union mit diesen 85 % nichts anzufangen weiß, dann darf (muss) ich schon nachfragen, wie kompetent und geeignet die verantwortlichen Politiker der 3 Oppositionsparteien sind, die Interessen von diesen 85 Prozent vertreten zu können!!!! 
 
Schon alleine die Tatsache, dass sich die Opposition in nicht weniger als 3 Parteien gespaltet hat, zeigt nicht unbedingt von Führungsqualitäten … 
 
Wenn die Opposition nicht in der Lage ist, geeint und mit einem klaren und unmissverständlichen Ziel anzutreten, dann wird selbst eine dezimierte SVP ein leichtes Spiel vorfinden.  
 
Ich fürchte, in Südtirol werden auch dann noch lustige Podiumsdiskussionen stattfinden, wenn sich das derzeitige (und zugleich auch letzte) Zeitfenster wieder geschlossen hat, und die Würfel wieder einmal ohne zutun der Tiroler gefallen sind …
 
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7. 07-01-2012 17:27
 
Gesprächskultur
Wird Karl Zeller auch diesmal wieder die anderen Gesprächspartner dauernd unterbrechen, sie also nicht ausreden lassen?
 
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8. 07-01-2012 12:09
 
Landeseinheit, Freistaat, Volksabstimmun
@Blaubär 
Landeseinheit, Freistaat, Volksabstimmung? 
Wie soll der erste Schritt getan werden, wenn die Richtung noch nicht klar ist? 
 
Die einen wollen die Landeseinheit, andere wollen den Freistaat und wieder andere  
wollen eine Volksabstimmung. 
 
Die Süd-Tiroler Freiheit ist in der Opposition und kann somit in der Regierung wenig bewirken. Die SVP hat leider (noch) die absolute Mehrheit, kann sich die Gesetze selber machen und hat den italienischen (Polizei-)Staat hinter sich.
 
ff
9. 06-01-2012 22:44
 
Selbstbestimmungs-Sonntagsfrage:
Rückkehr zu Österreich 65.2% 
Freistaat Süd-Tirol. 20.5% 
Verbleib bei Italien. 14.3% 
 
Wenn dem so ist, begeht die SVP gerade politischen Selbstmord.  
 
Den 65 Prozent, die sich angesichts der verheerenden Finanzlage in Italien eine Rückkehr nach Österreich wünschen, sei gesagt: Südtirol als zehntes Bundesland wäre so ziemlich die dümmste Wunschvorstellung, denn diesen Sonderstatus würde niemand in den alten Bundesländern verstehen, und noch weniger hinnehmen. Zurück zu Ö nur mit der gemeinsamen Landeshauptstadt Innsbruck- und dies auch noch ohne wenn und aber!  
Ob da ein Freistaat Südtirol (die teuerste aller Varianten) nicht doch erstrebenswerter ist?  
 
Wie auch immer: wenn sich nicht schnell (sehr schnell) zwischen Brenner und Salurn etwas Entscheidendes rührt, sind alle Träume ein für allemal vorbei! Das Zeitfenster das sich derzeit öffnet, bleibt nicht unbegrenzt lange offen! Ist es erstmal wieder zu, beleibt es für immer zu!  
Ich erwarte mir daher von den Südtirolern mehr Initiative!  
Den unzähligen und unendlichen Diskussionen- die ohnedies immer nur von denselben Leuten veranstaltet und besucht werden- sollten schön langsam auch Taten folgen!  
 
Die SVP ist doch gezwungen mitzumarschieren wenn marschiert wird.  
Ich bin überzeugt, es gibt mehrere in der SVP, die nur darauf warten, dass endlich jemand das Ruder in die Hand nimmt und den Anfang macht!  
Von den ängstlich- zögernden SVP'lern kann man nun wirklich nicht erwarten, einen solch entschiedenen Anfang zu machen, deshalb müssen andere diese Aufgabe übernehmen … 
Wenn der erste Domino fällt, fallen auch alle anderen … ob sie wollen oder nicht …
 
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10. 06-01-2012 18:27
 
Historische Stunde
Nichts ist auf Ewigkeit festgeschrieben. Wer hat in der Bundesrepublik 1989 noch ernsthaft an die deutsche Wiedervereinigung geglaubt. Aber man erinnere sich an die Worte von Helmut Kohl in Dresden als er sagte: "Mein Ziel bleibt - wenn es die geschichtliche Stunde zulässt - die Einheit unserer Nation". Und diese historische Stunde kam schnell. Daher gilt es die Hoffnung nie aufzugeben und die Gedanken für seine Ziele wach zu halten.
 
11. 06-01-2012 15:00
 
Meinungsumfragen
Wie sehen sich heute die Menschen in Tirol südlich des Brenners und wie, bzw. in welchem Staat wollen sie die eigene Zukunft gestaltet sehen? 
 
Zitat aus Stol-Dolomiten nach der Auswertung einer wichtigen und sogar sehr repräsentativen Meinungsumfrage: 
 
"Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht sein: 95 Prozent der Südtiroler fühlen sich nicht als Italiener.“ 
 
 
Also verbleiben noch die restlichen 5% wahrscheinlich in den Reihen der regierenden SVP, sonst ist die Politik dieser Partei in der Frage der Selbstbestimmung in Hinblick auf dieses Ergebnis nicht anders zu erklären, die Frage der Identität der restlichen Bevölkerung wird ganz einfach von dieser Seite zur Gänze ignoriert.  
 
Der Völkerrechtsexperte und Spitzenpolitiker der SVP Karl Zeller fragte unlängst in einer TV-Konfrontation mit der Frau Eva Klotz von der STF sinngemäß, wenn Sie Selbstbestimmung wollen, dann bitte um Erklärung, wie Sie die italienischen Carabinieri nach Süden hinter die Salurner Klause befördern wollen? 
 
Antwort von meiner Seite, der sich vielleicht auch Frau Klotz anschließen möchte, nämlich, andere vergleichbare Anschauungsbeispiele genau studieren und richtige Schlüsse daraus ziehen, wie aus dem Beispiel der Selbstbestimmung in Slowenien aus dem Jahre 1991, als die lokale Landesregierung plus Lokalparlament in einer sehr günstigen historischen Stunde und mit der diplomatischen Rückendeckung aus Österreich und Deutschland zeitgleich die eigene Selbstbestimmung ausgerufen haben und in Eile sowie in Eigenregie die Kontrolle über die Landesgrenzen dieses neuen Subjekts des Völkerrechts übernommen haben. Es gab gewiss starke Widerstände von der Seite der Zentralmacht, aber bereits nach zehn Tagen war dieser Spuk vorbei und seitdem ist dieses Land zur Gänze selbstbestimmt, und das ohne eine eigene Schutzmacht gehabt zu haben, wie das im Fall der Autonomen Provinz Bozen heute und auch morgen der Fall ist. Umso leichter müsste das gerade in Süd-Tirol sein, obwohl heute das eine Überlegung ist, die noch rein theoretischer Natur ist.  
 
 
Quelle, Umfrage zur Identität der Süd-Tiroler: 
 
 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/Umfrage-95-Prozent-der-Suedtiroler-wollen-keine-Italiener-sein/%28language%29/ger-DE 
 
 
 
Meinungsumfragen zur Frage der weiteren staatlichen Zukunft der Süd-Tiroler mit klarer Priorität für das Vaterland Österreich: 
 
 
http://www.selbstbestimmung.com/index.php?option=com_poll&view=poll&id=15&Itemid=57 
 
 
 
...und zur Frage der doppelten Staatsangehörigkeit, falls keine Veränderung des Status quo bald zustande kommt: 
 
 
http://www.stol.it/content/view/tedErgebnis/64377?submit=zu+den+Ergebnissen 
 
 
http://www.suedtirolnews.it/umfrage.html?tx_jkpoll_pi1[uid]=4
 
Markus Anton
12. 06-01-2012 13:22
 
Warum Vollautonomie?
Soll Südtirol nur deshalb die Vollautonomie bekommen, weil Italien pleite ist und/oder eine Selbstbestimmung möglicherweise doch utopisch ist?
 
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13. 06-01-2012 12:48
 
Menschenrecht Selbstbestimmung
Eine Vollautonomie war in einem modernen Europa bereits in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zur Gänze möglich, als für Süd-Tirol in Italien nicht einmal eine Schein-Autonomie erlaubt worden ist, obwohl Rom nach Außen hin der "bella Figura" wegen das Gegenteil immer behauptet hat.  
 
Nach dieser Logik sind die Süd-Tiroler bereits damals am Gipfel ihrer Autonomieträume angekommen und eine Verbesserung der Lage war gar nicht vorgesehen, das haben erst die Bürgerkrieg ähnlichen Zustände in Süd-Tirol in den 50er und 60er Jahren sowie die Klagen Österreichs gegen Italien vor der UNO bewirkt.  
 
Bereits nach 1945 im Zuge der Verhandlungen rund um den "Pariser Autonomievertrag" drohte Italien ein endgültiger Verlust von Süd-Tirol, weil ein großer Teil der Alliierten dafür war, nämlich für die Wiedergutmachung des Unrechts der Annexion und der Fehleinschätzung der Lage nach dem Ersten Weltkrieg und für die Rückkehr des Landes zu Österreich. Vor allem aber die Briten und Franzosen setzten sich dafür sehr stark ein, sofern sie sich diesem Thema überhaupt gewidmet haben, die Amerikaner waren aber aus bestimmten Gründen dagegen und ST war damals eine US-Besatzungszone in Italien.  
 
Das Vaterland der Süd-Tiroler das Land Österreich war damals ebenfalls vierfach besetzt und nur teilweise souverän, deswegen konnte sich gerade dieses Land nicht mit ganzer Kraft für die Selbstbestimmung der eigenen Landsleute in Tirol südlich des Brenners vor allem international einsetzen. Das änderte sich erst nach dem Staatsvertrag für Österreich aus dem Jahre 1955 und ab diesem Zeitpunkt bis in die 70er Jahre stand die Süd-Tirol Problematik mehr oder weniger im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit nördlich des Brenners. Das änderte sich erst langsam mit der Zeit im Zuge der Einführung der heute existierenden immer noch lückenhaften Autonomie, vor allem bis zum Zeitpunkt der Streitbeilegungserklärung vor der UNO im Jahre 1992.  
 
Ab diesem Datum kann natürlich Süd-Tirol weiterhin auf die uneingeschränkte Solidarität des eigenen Vaterlandes zählen, aber jede Initiative zur Veränderung des Status quo kann und muss zuerst einmal klar artikuliert und für alle wahrnehmbar von den Machteliten in Süd-Tirol selbst ausgehen, sprich von der St-ler Landesregierung, heute unter Führung der SVP, oder von den im Bozner Landtag vertretenen politischen Parteien. Dazu bedarf es noch eines Notfalls der Selbstbestimmung, den der heute amtierende Landeshauptmann von ST Luis Durnwalder des öfteren klar umrissen hat, nämlich wenn Italien sich nicht an die Bestimmungen des Autonomiestatuts grob fahrlässig und kontinuierlich halten wollte oder würde, was mehr oder weniger schon jetzt der Fall ist, nur die SVP will das offenbar aus politischer Bequemlichkeit nicht wahrhaben. 
 
Diese Partei scheint grob fahrlässig und zum Schaden der Interessen des eigenen Landes das zu vergessen, was seit dem Pariser Autonomie Vertrag von 1946, zwischen Rom und Wien, aber spätestens seit den berühmten UNO-Resolutionen der 60er Jahre zum Einmaleins der lokalen wie internationalen Politik gehört. 
 
Alles was Süd-Tirol betrifft, ist eine internationale Angelegenheit und berührt auch die Interessen der Schutzmacht der Süd-Tiroler das Land Österreich, und ist daher KEINE innerstaatliche Frage, die in Italien selbst geregelt werden muss, das wurde so im Völkerrecht, wie z.B. in entsprechenden UNO Resolutionen der 60er Jahre festgehalten und auf dieses Recht kann sich die Politik in ST ohne Zeitlimit ebenfalls lokal wie international berufen. Vorausgesetzt natürlich, man will das einmal machen und nicht noch mehr zuwarten, bis die heutige im internationalen Vergleich in Europa sehr bescheidene Autonomie von Rom vor allem aus finanztechnischen Gründen bis zur Unkenntlichkeit ramponiert wird. Wenn man sich vor dieser historischen und sehr notwendigen Aufgabe drücken will, dann sollte man auch dafür die moralische und politische Verantwortung in der Brennerstrasse in Bozen übernehmen, denn ein Ausweg aus diesem laut SVP-Spitzenpolitiker Widman "Saftladen" ist möglich.  
 
 
Verschiedene Regierungen in Rom haben in den letzten Jahren Süd-Tirol an eine Milliarde Euro mehr oder weniger gestohlen, wahrscheinlich als eine Art "Belohnung" für die guten Leitungen beim Wirtschaften der Landesregierung in Bozen, oder weil hier noch ein wenig frisches Geld zu holen ist, bis auch irgendwann im Zuge der italienischen Misswirtschaft auch diese kleine Geldquelle versanden wird. Dafür und für weitere Fehlentwicklungen dieser Art verantwortlich zeichnet in erster Linie die SVP in der Landesregierung in Bozen, die sich bis heute in diesen Fragen wie Wachs in den Händen Roms verhält.  
 
Den objektiv feststellbaren Schaden tragen schon jetzt für alle gut spürbar und sichtbar die Bürger der Autonomie, die Gott sein Dank noch über die Möglich des freien Vergleichs vor allem mit den Lebensbedingungen im Bundesland Tirol in Österreich verfügen. Alle Kenner der heutigen Lage sind der Meinung, dass die heutige Krise in Italien sich eigentlich noch im Beginnstadium befindet, die wahren Probleme kommen erst mit der Zeit auf das Land zu. Davon will die Partei an der Macht in Bozen so wenig wie nur möglich sehen, sagen und hören.  
 
 
Stattdessen will die SVP das Konzept der Vollautonomie jetzt anpeilen, obwohl Italien sich in der ganzen Geschichte der Fremdbestimmung sehr schlampig und launisch an die heutigen Bestimmungen dieser sehr bescheidenen Autonomie gehalten hat, und diese weiterhin zum Beispiel im Finanzausgleich grob und kontinuierlich verletzt. Das Land Südtirol muss hingegen in allen Zeiten alles peinlichst genau auf Punkt und Komma erfüllen.  
 
Als Fazit kann man daher abschließend nur eines festhalten, Italien ist als Staat in heutiger Form so gut wie gescheitert, die Landesregierung in Bozen hat wohl aus dem Gefühl des vorauseilenden Gehorsams heraus ein Problem damit, die herrschende Lage richtig einzuschätzen und die Konsequenzen daraus zu ziehen und sich zugestehen, dass die Autonomie in der Provinz Bozen am Ende des langen Weges angekommen ist.  
 
Als Alternative dazu steht natürlich wie jeder Ethnie garantiert durch Völkerrecht der Weg in die eigene politisch-ethnische Selbstbestimmung, vorausgesetzt die SVP würde diesen Weg einmal wählen und nicht wie bisher die Menschen auf später vertrösten und daher bewusst in die Irre führen. Dass eine normale Autonomie in der heutigen EU durchaus diesen Weg der eigenen Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber gegen die Interessen der eigenen Staatsmacht wählen kann, das zeigen uns allen eindringlich die Beispiele aus Schottland, Flandern oder Katalonien. Italien und damit Süd-Tirol sind hingegen zu einem Selbstbedienungsladen für alle möglichen Interessengruppen verkommen und man merkt hier nicht einmal, wie weit man bereits sich bei demokratiepolitischen Standards vom Rest Europas entfernt hat.  
 
Das merken höchstens die normalen Menschen mit ihren immer mehr beschnittenen Lebenschancen, wenn sie z.B. das Land Tirol im eigenen Vaterland Österreich wieder einmal besuchen, wo sie eigentlich als Tiroler auch Heimatrecht genießen sollen. In diesem Land würde man sehr wahrscheinlich sogar die eigenen Landsleute mit offenen armen sogar als neues Bundesland begrüßen, aber so lange die SVP dazu immer noch Njet sagt, ist hier aber auch für das Lager der Befürworter der Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung für Süd-Tiroler in Österreich selbst nicht zu machen.  
 
Dennoch, es besteht ein Grund zur Hoffnung, das war vor Jahrzehnten in einem anderen geteilten Land in Mitteleuropa auch nicht anders gewesen, bis das Volk selbst ein unverrückbares Machtwort gesprochen hat und die alten unfähigen Machthaber mit Allmachtallüren auf ein Abstellgleis der Geschichte für immer geschickt hat. Nur so wurde ein neuer Weg und die Zukunft in Freiheit und Einheit für ein anders geteiltes Volk in einem anderen Beuteland eines Weltkrieges und Nachbarland der Tiroler und damit aller Österreicher in Mittel-Europa möglich, denn dieses erste und wichtigste Menschenrecht ist kein Luxus und ist nicht einigen wenigen vorbehalten, sondern steht laut Völkerrecht selbstverständlich auch dem heute immer noch geteilten Tiroler Volk. Vorausgesetzt natürlich, man will auch in der Spitzenpolitik die etweigen herrschenden Widerstände lokal wie international überwinden. Dass diese Annahme richtig ist, dafür sprechen einige Dutzend gelungene Beispiele der Selbstbestimmung in Europa der letzten über 20 Jahre.  
 
Wenn die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler friedlich und demokratisch legitimiert bleibt, dann wird Italien nichts anders übrig bleiben, als diese zur Kenntnis zu nehmen und zu akzeptieren, die 60er Jahre werden sich hier niemals mehr wiederholen, denn wir leben 50 Jahre später. Heute ist das Menschenrecht auf Selbstbestimmung auch für Süd-Tirol zur Gänze durchsetzbar, vorausgesetzt man kämpft dafür mit allen zulässigen friedlichen und demokratisch legitimierten Mitteln, und zwar überall dort wo es darauf ankommt!
 
Markus Anton
14. 06-01-2012 12:00
 
Stammspieler
Obgleich sich das SVP-Alpha-Tier LD selbst (noch) nicht zu solchen Diskussionen nominiert, fällt auf, dass er vermehrt auf Stammspieler zurückgreift, und nicht auf die Ersatzbank.  
 
Ein P. Achammer (oder tolomiert: Pepe Amartello) zum Beispiel, mit dem es vor ein bis zwei Jahren noch getan gewesen wäre, muss draussen bleiben. Würde sich heute nicht mal als Balljunge eignen.  
 
Wohl ein Zeichen der Achtung. Weiter so, Patrioten!
 
Michael
15. 06-01-2012 11:30
 
Voll-Diktatur der SVP
Die Vollautonomie soll die volle Diktatur der SVP bringen. 
 
Damit soll  
- der SVP die Macht gesichert werden. (Der "dumme" Wähler braucht nur weiterhin Edelweiss ankreuzen). 
- der Bevölkerung das Recht auf Selbstbestimmung, politische Freiheit und ethnischen Schutz weiterhin vorenthalten werden. 
- Süd-Tirol schleichend durch "Zweitsprachenkompetenz" und unkontrollierbare Zuwanderung italienisiert werden. 
 
Warum wird ein Verfassungsrechtler eingeladen? 
Für die gegen ihren Willen annektierte österreichische Minderheit im Südteil Tirols gilt die italienische Verfassung nicht. Für Süd-Tirol gilt das Völkerrecht und kein italienisches Gesetz. 
 
Süd-Tirol ist keine Kriegsbeute Italiens!
 
ff
16. 06-01-2012 11:23
 
Voll-Diktatur der SVP
Vollautonomie? 
Damit wir noch mehr zur einfachen italienischen Provinz mutieren? 
Die SVP hat ihre Meinung und Stellung mit dem Bau des Faschomuseums schon gezeigt. Man will mit dem Stiefel untergehen und das nur weil hier überzogene Politikergehälter gezahlt werden! Eine Verrat an die eigene Kultur und Identität!
 
Max
17. 06-01-2012 10:52
 
Voll-Diktatur der SVP
Das wird interessant. Sven sag ihnen was Sache ist. 
Vollautonomie? Eine Farce, reine Augenauswischerei, Zeitvergeudung und eig. eine bodenlose Frechheit all jenen gegenüber die jahrelang geglaubt haben die SVP arbeite an eine Unabhängigkeit zu Italien!
 
Michele
18. 06-01-2012 10:44
 
Doppel
Auch meine Meinung: Sieg für Knoll-Leitner!!!
 
Markus
19. 06-01-2012 10:03
 
Interessantes Doppel
Auf dieses Doppel freue ich mich schon:  
 
Knoll - Leitner (A)  
 
vs. 
 
Theinero - Zellerini (I)  
 
Setze auf einen klaren Dreisatzsieg von Knoll-Leitner.
 
Michael

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