Bis 2050 wird sich Ausländeranteil verdreifachen: Unkontrollierte Zuwanderung Gefahr für Süd-Tirol
Donnerstag, 29. Dezember 2011

sven_knoll1.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, zeigt sich angesichts der vom Statistikamt des Staates vorgerechneten massiven Zuwanderung von Ausländern in den nächsten Jahren besorgt um die Zukunft Süd-Tirols. Das Statistikamt ISTAT prognostiziert in den kommenden 50 Jahren einen Anstieg des Ausländeranteils von derzeit 41.000 auf über 140.000. Wenn diese Entwicklung so unkontrolliert stattfindet, bedeutet dies eine ernsthafte Bedrohung für das langfristige Überleben der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung in Süd-Tirol, da sich die Ausländer größtenteils der italienischen Sprachgruppe angliedern. Es wäre dies eine weitere, und dann wohl auch endgültige Italienisierungswelle in Süd-Tirol.

Solange Süd-Tirol noch zum italienischen Staat gehört, bedeutet jede Veränderung der Zusammensetzung der Sprachgruppen eine Gefährdung des Minderheitenstatus, da damit die Säulen der Autonomie -wie der Proporz- untergraben und zum Nachteil der Süd-Tiroler verändert werden.
Der massive Anstieg von Ausländern in Süd-Tirol fällt in Wahrheit auch noch viel höher aus, da in der Berechnung des Statistikamtes all jene Ausländer nicht mehr aufscheinen, die durch Geburt, Heirat oder Ansässigkeit die italienische Staatsbürgerschaft erworben haben. Auf dem Papier sind diese Personen zwar keine Ausländer mehr, in der Realität aber auch größtenteils keine Süd-Tiroler.

Angesichts dieser ernsthaften Bedrohung für Süd-Tirol fordert der Landtagsabgeordnete Sven Knoll die Süd-Tiroler Landesregierung auf, endlich die Zuständigkeit für die Zuwanderung vom italienischen Staat einzufordern, und den Beschluss des Landtages umzusetzen, welcher auf Initiative der SÜD-TIROLER FREIHEIT die Schaffung einer eigenen Arbeitsvermittlungsstelle vorsieht, um benötigte Arbeitskräfte gezielt im "deutschsprachigen Ausland" anzuwerben.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT


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Kommentare (7)
1. 05-01-2012 18:11
 
Ausländer sind nicht feindlich
Ich finde es wirklich schwachsinnig so über Ausländer zu sprechen. Es ist ja nicht so, dass diese freiwillig ihr Land verlassen, sondern um sich zu schützen (vor politischer bzw. religiöser Verfolgung, Hunger ec.) deshalb finde ich es wirklich grausam zu glauben man könne diese Menschen zwingen wieder in ihr Land zurückzugehen. Wir sollten Solidarität zeigen und den Menschen Unterschlupf bieten, denn wir sind ein demokratisches Land und kein nazionalistisches Land (was man glaubt wenn man die Süd-Tiroler Freiheit sprechen hört). Es ist für mich unverständlich, dass Menschen heutzutage noch einen Hass von solchem Ausmaß auf Ausländer und auch auf Italiener aufbringen können. Auch Südtirol sollte solangsam seine Stärke zeigen indem man nicht nur Südtirol als schönstes Land bezeichnet sondern indem man die ganze Welt miteinbezieht. Wir leben nicht mehr im Mittelalter und können nicht nur auf unser eigenes Wohlergehen achten. Unsere Welt ist zu schön um sie durch Diskriminierung oder Ausschluss von Ausländern (was für mich gleichzusetzen ist) zu zerstören. Wir sollten miteinander leben und nich gegeneinander. (Diese Hilfe haben auch wir bekommen von internationalen Organisationen die uns in der Nachkriegszeit geholfen haben und auch wir sind vielfach ins Ausland emigriert.) Zur Zeit sieht man in Südirol jedoch keine Zusammenarbeit sondern Egoismus. Wir gehören nun mal zu Italien und da hilft kein Ach und kein Weh. Wir sollten das Beste daraus machen auch wenn andere Kulturen zu uns stoßen. Es mag Schwierigkeiten mit sich bringen jedoch durch diese Zusammenkunft verschiedener Kulturen kann sich unsere Kultur und unser Wissen nur bereichern. Man sollte den Menschen helfen bei ihrer Integration und nicht wie es zur Zeit in Bozen und auch anderen Orten geschieht die Ausländer in ein Viertel abschieben, das auserhalb der Gesellschaft liegt. Da ist es kein Wunder wenn es keine Integration gibt und dies ist nicht die Schuld von den Ausländern sondern von uns!
 
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2. 30-12-2011 12:49
 
Ausländer sind nicht feindlich
Diese Entwicklungen sind nicht durch die SVP beeinflußbar. 
 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Italien-oeffnet-2012-Arbeitsmarkt-fuer-Rumaenen-und-Bulgaren 
 
Die Ursache der völlig unkontrollierten Migration ist ein europäisches Phänomen. Eine Kursänderung gibts erst nach einem "Brüsseler Fenstersturz" oder ähnlichem. Vielleicht werden wir es noch erleben.
 
Freidenker
3. 30-12-2011 09:18
 
Schwieriges Thema
Sven Knoll hat hier ein sehr wichtiges und genauso heikles Thema angesprochen. Die Frage der Migration ist in den meisten Ländern ein heißes Eisen, dieses Thema polarisiert eben sehr stark. Aber gerade in Süd-Tirol ist die Zuwanderung für die deutschsprachige Bevölkerung bzw. ihren Stand als Mehrheit in einer autonomen Provinz eine existenzielle Frage. 
Der Süd-Tiroler Freiheit bleibt daher gar nichts anderes übrig als eine kritische Position in der Frage der Zuwanderung einzunehmen, auch wenn manche ihrer politischen Gegner dies als grundsätzliche Ausländerfeindlichkeit auslegen werden. Dabei ist meiner Meinung nach gegen Zuwanderung nichts Prinzipielles einzuwenden, es gab sie immer, es bedarf ihrer auch in einem gewissem Maß. Es sind nur die Rahmenbedingungen problematisch und in Süd-Tirol sind die Folgen einer verstärkten Einwanderung eben besonders dramatisch.
 
Wolfgang K.
4. 29-12-2011 22:14
 
Autonomie, ein Bumerang
Wie man aus diesem Beitrag ableiten kann: 
Italien braucht das Autonomiestatut gar nicht verletzen. Durch die Einwanderung verändert sich das Sprachgruppenverhältnis automatisch zum Nachteil der Südtiroler Bevölkerung. 
 
Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die Autonomie wie ein Bumerang auf die Südtiroler zurückschlägt. 
 
Handeln muss man jetzt. 
Die Autonomie und Vollautonomie - jede Form der Zugehörigkeit zu Italien - sind eine Sackgasse für Südtirol.
 
GT
5. 29-12-2011 13:33
 
Autonomie, ein Bumerang
Ich verstehe die Panikmache sehr gut. Doch es schafft sich nicht nur Südtirol und der gesamte deutsche Sprachraum ab, es schafft sich ganz Europa ab und alle stärkeren Wirtschaftsländer der Welt! Das Hauptproblem ist die niedrige Geburtenzahl in unseren eigenen Reihen. Durchschnittlich bräuchste es pro Familie drei Sprösslinge, um die Spezies nicht austerben zu lassen. Das Singledasein jedoch bleibt vermehrt. Viele Paare leben bloß zusammen, heiraten nicht mal und von Kindern ist erst recht keine Rede. Ich weiß, das klingt vielleicht aufdringlich, jedoch würde ich schon gerne wissen, wieviel Kinder all die Politiker und Vertreter unseres Landes z.B. haben.
 
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6. 29-12-2011 13:21
 
Xenon
Südtirol wird untergehen… 
 
… genauso wie der Rest der Europäischen Uhrbevölkerung. Mit dem Geburtenboom und Zuzug von Ausländern können wir nicht mithalten. Der Wohlstand hat uns fett und träge gemacht. Kritik wird als störend empfunden und jene die Kritik äußern werden schnell mundtot gemacht. Umso erfreulicher für mich das man hier noch seine Meinung schreiben darf.  
Das Problem der Geburtenrate in Südtirol ist schnell auf den Punkt gebracht. Die Leute verdienen zu wenig und die Unternehmen zahlen zu hohe steuern. Was den Arbeitnehmern UND UNTERNEHMERN zustehen würde landet alles in den Mägen der Faulen. Dadurch werden wir in Südtirol früher oder später Bürgerkrieg erleben. Die soziale Unausgewogenheit und der Absturz so vieler Mittelständischer Unternehmen und Familien wird für großen Hass sorgen. Jede extreme politische Gruppierung seien es Neonazis, Autonome oder Muslim-Brüder werden einen enormen zulauf erfahren. Mord, Raub und Vergewaltigung wird sprunghaft zunehmen. Alte Ressentiments werden wieder aufleben.  
 
Die SVP hat uns verraten und verkauft. Sie hat Südtirol ohne wiederstand in ein korruptes italienisches- und später europäisches System eingegliedert. Die Südtiroler wurden so politisch handlungsunfähig und erleiden gerade das gleiche Schicksal durch Überfremdung wie der Rest von Europa.  
 
Die Macht der SVP bröckelt. Durnwalder und Konsorten konnten sich durch den enormen Wirtschaftsaufschwung in Südtirol ohne Probleme an der Macht halten. Doch anstatt diese Kraft zu nutzen und Südtirol in Richtung Freistaat zu lenken wurde unser Dampfer im italienischen Steuersumpf versenkt. Die Leute sehen heute die Entwicklung. Wir fühlen uns in unserem eigenen Land entrechtet. Viele unserer Landsleute rollen für Ausländer den roten Teppich aus, in der naiven Hoffnung davon selbst zu profitieren.  
 
Thilo Sarrazin hatte einmal gesagt: "Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung." 
 
Wie hoch der IQ bei unserer deutschen Bevölkerung ist… daran zweifle ich auch manchmal. Wir Südtiroler sind träge geworden, unsere Gewohnheiten lähmen uns. Wir haben keine Vision, kein Ziel und keine Ahnung wie es morgen aussehen wird. Was wir jetzt mehr denn je brauchen ist ein Umbruch in allen Gesellschaftsschichten. Leistung muss sich lohnen! Nix tun soll auch nix bringen! So sollte unser Motto lauten. Jeder der hart Arbeitet soll davon gut leben können und nicht zusehen müssen wie die italienischen Raubritter alles entwenden.  
 
Die Uhr tickt und dass nicht zu unseren Gunsten. Lassen wir noch mehr Jahre verstreichen werden wir so stark überaltert und geschrumpft sein, dass wir die erste Ausländerpartei erleben werden (in Deutschland ist dies bei Kommunalwahlen schon Realität).  
 
Deshalb behaupte ich zu Recht:  
Durnwalder/SVP sind die Totengräber unseres Volkes. Wir sterben aus!!!
 
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7. 29-12-2011 11:54
 
Autonomie auf Abruf
In Anbetracht der vielen Bedrohungen, denen die im internationalen Maßstab sehr bescheidene Autonomie in Süd-Tirol ausgesetzt war und weiterhin ausgesetzt ist, müsste sich die regierende Partei in Bozen die Frage stellen, wie lange wird noch der von Rom vorbestimmte Weg für "Alto Adige" zu einer normalen italienischen Provinz wie jede andere sein.  
 
Dagegen hilft vielleicht nur die kompromisslose Politik der Selbstbestimmung oder das Ziel der Vollautonomie, die aber realpolitisch in Italien nicht zu verwirklichen ist, da dieser Staat nur Scheinautonomien kennt, mit Ausnahme der Autonomen Provinz Bozen. Diese ist bekanntlich dem Pariser Vertrag für Süd-Tirol zwischen Wien und Rom von 1946 zu verdanken und wurde bekanntlich in einem Teamwork zwischen der Diplomatie des eigenen Vaterlandes Österreich mit ungeheuren Bemühungen der Süd-Tiroler in vielen Jahrzehnten zwischen 1946 bis 1992 politisch durchgesetzt.  
 
Wie es heute scheint und wie es auch niemals anders zu erwarten war, hat man damit nur ein wenig Zeit gewonnen. Den Willen zur Selbstbestimmung hat man den Süd-Tirolern in Rom mit sogar dem eigenen Steuergeld aus Süd-Tirol abgekauft und die Eliten des Landes mit diesem vielen Geld satt und sehr träge gemacht. Jetzt ist hier beides nicht mehr sicher, der erreichte Wohlstand und die langfristige Perspektive der ethnisch politischen Behauptung in einem fremdnationalen Staat, der niemals die Interessen der Süd-Tiroler vertreten wird.  
 
Damit scheint sich wieder einmal langsam ein altes Sprichwort zu bestätigen, nämlich: Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird zum Schluss beides verlieren. Noch ist für eine Trendwende nicht endgültig zu spät, aber Dank der Untätigkeit und Orientierungslosigkeit in der Frage der Selbstbestimmung der Partei an der Macht in Bozen wird der politische Spielraum für Süd-Tirol in allen relevanten Bereichen der Gesellschaft immer mehr abnehmen, bis irgendwann auch die Frage der Autonomie aus objektiv feststellbaren Gründen für Italien sich nicht mehr stellen wird und ST wird dort ankommen, wo dieses Land Rom schon immer sehen wollte und weiterhin sehen will. Wer etwas anderes behauptet oder glauben will, der weigert sich aus Naivität oder Berechnung die gestrige wie die heutige Lage der Süd-Tiroler zur Kenntnis zu nehmen und daraus entsprechende Schlüsse für die Politik des Landes zu ziehen.  
 
Das ethnische Gleichgewicht wird sich in den nächsten Jahren sehr stark zu Ungunsten der Süd-Tiroler verschieben, und die SVP träumt weiter ihren autististischen Traum von einer für alle Zeiten abgesicherten Autonomie für ST, bis sie irgendwann am Boden der Tatsachen nach einer harten Landung aufwachen wird müssen. Die Süd-Tiroler zahlen aber schon jetzt den Preis mit den eigenen Zukunftsperspektiven für diese Untätigkeit der in Bozen regierenden Partei in der Frage der Selbstbestimmung.  
 
Andere Autonomien in Europa, die diesen Namen überhaupt verdienen und die ebenfalls mit ähnlichen Problemen wie Süd-Tirol zu kämpfen haben, suchen gerade dort die Antwort auf die Herausforderungen der Zeit, nämlich in der Politik der eigenen Selbstbestimmung, und wie scheint, sie haben auch sehr viel Erfolg dabei, wenn man nach Schottland, Flandern oder Katalonien genauer hinschauen will.  
 
Vorausgesetzt man gibt sich diese Mühe überhaupt in Bozen in der Brennerstrasse und handelt nicht nach der Devise, bloß nichts hören, nichts sagen und nicht sehen, dass es anderswo in Europa erfolgreiche Beispiele der Selbstbestimmung gibt, so lange noch der Rubel von Bozen über Rom zurück nach Bozen rollt, aber auch das scheint hier langsam aber sicher vorbei zu sein. Lediglich die Opposition sieht die Lage klar und realistisch genug, um richtige Folgerungen daraus zu ziehen, umsetzten kann sie aber nur die Partei, die die Macht in Bozen ausübt.
 
Markus Anton

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