Aufklärungsrate von Straftaten niedrig bis gering- Landespolizei würde mehr Vertrauen schaffen!
Freitag, 23. Dezember 2011

carabinieri_haft.jpgAls eher gering sieht Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT die kürzlich von den Carabinieri veröffentlichten Daten über die Aufklärung von Straftaten in Südtirol an. Mit nur 26 % Aufklärungserfolg, wobei dabei auch Kontrollen auf Baustellen miteinbezogen sind, wo der Täter ja vor den Ordnungshütern steht, fällt die Bilanz mit 26% wirklich schwach aus. In Österreich liegt die Bilanz immerhin bei mehr als 40%, bei Gewaltakten sogar bei mehr als 90%! 

Der Forderung nach einer Landespolizei und die Pflicht zur Zweisprachigkeit nicht nur oben beim Landeskommandanten und ganz unten beim einfachen Carabiniere bei der Straßenkontrolle muss endlich entsprochen werden!

Da Südtirol nicht Italien ist, herrscht bei der Bevölkerung gegenüber den Carabinieri ein gewisses Misstrauen, da viele Carabinieri noch immer der Meinung sind, nicht nur für die Einhaltung der Gesetze zuständig zu sein, sondern auch die „Italianita“ in Südtirol verteidigen zu müssen. Dadurch ist die Zusammenarbeit zwischen dem Südtiroler und den Carabinieri- Stationen schlecht bis unkonstruktiv. Wenig geschultes Personal, sowie schlecht ausgerüstete Stationen wegen der staatlichen Sparmaßnahmen bringen der Militärpolizei auch keine Pluspunkte bei den Mitbürgern ein!

Auch die Kontrollen der Baustellen sind richtig und notwendig, um die tragische Statistik der Arbeitsunfälle zu senken, doch sind Handwerker und Bauarbeiter keine Verbrecher, und sollten gezielt und sachlich auf die Notwendigkeit der Arbeitssicherheit hingewiesen werden. Saftige Geldstrafen sollten wirklich als letztes „Heilmittel“ eingesetzt werden.

Die Forderung einer Landespolizei wird, da Rom bereits bestehende Autonomiebestimmungen wieder beschneidet, Utopie bleiben. Es bleibt daher die Erwartung, dass sich auch das Problem der öffentlichen Sicherheit in einem selbstbestimmten Südtirol durch die Ausübung der Landessouveränität im Sinne der Bürger löst!

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (4)
1. 27-12-2011 10:59
 
Falsch und tendenziös
Dieser Arikel ist tendenziös und Falsch. Anders aus Österreich, Italien hat 3 Staatskräfte. Die Presskonferenz der Carabinieri scheint nur die Ergebnisse ihrer Operationen und das heisst das wenn wir auch was Polizei un Finanz betrachten, folgt eine durchscnhittliche Wirkung höher aus 60% von Erfolg (und also, aus Österreich...) 
Bitte, ein bischen Ehrlichkeit!
 
Dr. Woo
2. 26-12-2011 12:25
 
Besatzerfunktion
Als aufrechter Tiroler und Realist sieht man die Carabinieri sowieso als Polizei mit Besatzerfunktion und kaum als Vertreter von Recht und Ordnung.  
 
Die italienische Polizei sitzt im Süden Tirols, um die deutsche Bevölkerung zu überwachen und einzuschüchtern. Einschüchterung durch Anwesenheit. Siehe 600 italienische Polizisten bei Schützenkundgebung in Bruneck. Das darf man nie vergessen.  
 
@pérvasion 
Wenn es eine "grobe Fehleinschätzung" der STF sein soll, musst du schon mit Zahlen kommen.
 
ff
3. 25-12-2011 09:09
 
Fehleinschätzung?
Ich glaube, da habt ihr euch eine grobe Fehleinschätzung geleistet. Denn die Carabinieri haben 26% aller angezeigten Delikte aufgeklärt, dazu kommen jene, die die anderen Polizeiorgane (Staatssicherheit, Stadt- und Gemeindepolizeien, Finanzpolizei etc.) aufgeklärt haben. Ich bin zwar auch für eine Landespolizei, weil sie mehr Vertrauen schaffen und die sprachliche Komplexität des Landes widerspiegeln würde, aber wir dürfen uns mit unserer Forderung nicht auf falsche Prämissen stützen. Übrigens: Ich denke, dass die Südtiroler viele kleinere Delikte gar nicht anzeigen, weil sie diese Polizei (die sehr oft nicht einmal ihre Sprache spricht) nicht als »die ihrige« empfinden.
 
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4. 24-12-2011 16:48
 
keine Ueberraschung
Die Schlagzeile ist keine Überraschung. Wozu sollten sich die Italiener auch abmühen? Jeder Schlüsselwächter hätte mehr Erfolg.
 
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