Selbstbestimmung: Jetzt die Zukunft beginnen!
Sonntag, 18. Dezember 2011
stefan_zelger_200_005.jpg„Die SVP bekräftigt die Unverzichtbarkeit des Selbstbestimmungsrechtes der Südtiroler“. Diese eindringlichen Lettern stehen gleich zu Beginn des Grundsatzprogramms der Südtiroler Volkspartei. Nun hat die Spitze der SVP immer wieder gebetsmühlenartig betont, dass man diesen Weg nur im Falle der Verletzung der Autonomie gehen würde. Das ominöse Mailänder Abkommen ist mit Berlusconis Regierung dahingegangen, Obmann Theiner sprach erst vor wenigen Tagen von einer „eklatanten Missachtung der autonomen Regionen“. Italiens Rettungspaket trifft unser Land und unsere Familien mit voller Härte. Die Zeit ist gekommen!

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf nun 23 Prozent, gesteigerte Benzinpreise, die Wiedereinführung der ICI bzw. IMU, die Blockierung der öffentlichen Gehälter, erhöhte Pensionseintrittsalter usw. Italien steht an einem historischen Wendepunkt. Entweder gelingen die Sanierung des Haushaltes und die nachhaltige Reformierung der wichtigen Wirtschaftsstrukturen, oder der Staatsbankrott ist unausweichlich. Einen Mittelweg gibt es in dieser Situation nicht mehr. Man braucht kein Wirtschaftswissenschaftler zu sein um zu verstehen, dass man jahrzehntelange Überschuldung, Misswirtschaft und Reformstau nicht in einem oder zwei Jahren lösen kann. Diese Einschnitte werden Jahre andauern. Die Frage bleibt offen, ob sich die Lega Nord und andere Parteien dem populistischen Reflex entziehen können oder der Regierung vorzeitig das Vertrauen entziehen. Damit wäre auch das Vertrauen an den Märkten endgültig dahin und Italien könnte am Markt keine Anleihen mehr platzieren, oder nur zu Mondpreisen. Alte Schulden könnten nicht mehr bezahlt werden, ein Abwärtsstrudel würde das ganze Land in einen Sog reißen.

Für Süd-Tirol kann es daher nur einen Schluss geben: Selbstbestimmung. Dass Süd-Tirol ohne Italien gut überleben kann, haben verschiedene Studien, unter anderem jene der Handelskammer, bewiesen. Auch die Vollautonomiebestrebungen der SVP weisen in diese Richtung. Dass man die Unabhängigkeit nicht von einem Tag auf den anderen erreichen kann, ist selbstevident. Dass man diesen Prozess aber endlich einleiten muss, auch. Es muss endlich agiert statt reagiert werden, bevor es zu spät ist!


Stefan Zelger,

Hauptausschussmitglied und Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin


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Kommentare (8)
1. 19-12-2011 23:07
 
sicher wäre die Selbstbestimmung demokra
entscheidend ist aber das Ziel, in welche Richtung die Meinungen hin gehen. Damit keine Blamage eingehandelt wird, braucht es vorher Meinungsumfragen.
 
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2. 19-12-2011 17:18
 
Eigenverantwortlich
Selbstbestimmung = eigenverantwortlich.Wenn ich über etwas ab stimme, bin ich selber dafür verantwortlich.Unitalia Urgestein Donato Seppi, sagte in einen Zeitungsinterview,er mache es nicht wie Eva Klotz,(für Selbstbestimmung)sondern wie die Freiheitlichen,für einen Freistaat Süd-Tirol.Jemanden etwas vor zuschreiben ist Undemokratsch,Selbstbestimmung hingegen ist Demokratisch,da kann ich in eigenverantwortung selber Bestimmen, was ICH will.Freiheit für das Südliche Tirol!
 
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3. 19-12-2011 14:38
 
Rechte Gruppierung.
Durnwalder hat einen schwarzen Humor.  
 
Den muß man auch haben, wenn man nach 22-jähriger Amtszeit als aich autonom gebender Landeshauptmann die letzten in Europa noch verbliebenen Denkmäler des Faschismus beherbergt.  
 
Um sich gegen Patrioten abzugrenzen langt es wahrscheinlich nicht, diese als rechte Gruppierung diffamieren zu wollen. 
 
Eine korrekte Differenzierung zwischen einem Rechten, und einem Patrioten ist selbst in dem nun wirklich geschlagenen Süd Tirol immer noch nicht Bestandteil der Allgemeinbildung.  
 
Mal ganz abgesehen davon, daß es heutzutage bereits auszulangen scheint, jemanden als Rechten zu titulieren, um ihn auf diese Weise ausgrenzen zu können.  
 
Das Demokratieverständnis einiger Linker ist nun einmal sehr eng begrenzt udn sieht die Notwendigkeit der Teilung von Macht nicht vor.  
 
Die Option ist offenbar auch noch nicht aufgearbeitet, selbst diese menschliche Tragödie wird immer noch freudig mißbraucht. Und so jemand nimmt dann eine Vetta d Italia hin. 
 
In den allermeisten Fällen bestimmt man letztendlich selber, wie tief man sinken möchte.  
 
Freiheit für Süd Tirol.
 
EEkat
4. 19-12-2011 13:31
 
Freiheit ist ein Recht
"rechter Gruppierungen" 
Wenn Durnwalder das Grundrecht auf Selbstbestimmung meint, hat er sicher recht. Das Erstarken des Unrechtsbewußtseins in Südtirol.  
 
"Und er sagte schon wieder, er trete nicht mehr an, es sei denn ..." 
...er will es nochmal. 
Durnwalder ist so ein Opportunist, Täuscher und Lügner. Er macht immer eine Aussage und behauptet im Nebensatz das Gegenteil. So hält er sich immer alle Optionen offen und braucht nie einen Standpunkt beziehen. Damit braucht Durnwalder zu keiner Aussage stehen und kann sich alles erlauben und alle für dumm verkaufen. 
 
 
@rundumschauer 
Die Wahrheit ist nicht immer so einfach wie man sie sich nördlich des Brenners vorstellt. 
Italien war/ist für Südtirol ein Terrorstaat (Folterungen der Freiheitskämpfer) und die SVP-Athesia ein allesbeherrschender Machtapparat.
 
ff
5. 19-12-2011 07:57
 
Interview mit Durnwalder
Die SVP mit Durnwalder an der Spitze wird langsam nervös. Diesen Eindruck erweckt jedenfalls der LH in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung. Er gibt auch zu, dass die letzten Sparvorgaben dem Mailänder Abkommen widersprechen, er fürchtet einen Kaufkraftabfluss nach Nord-Tirol. Er hat aber noch andere Sorgen, denn er fürchtet auch das Erstarken "rechter Gruppierungen", ..., ja er meint damit tatsächlich die Süd-Tiroler Freiheit. Und er sagte schon wieder, er trete nicht mehr an, es sei denn ... 
Hier der Link: 
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/3998071-2/ich-trete-nicht-mehr-an-es-sei-denn-....csp
 
Wolfgang K.
6. 18-12-2011 22:33
 
Echo im Ausland
Die Medien im Ausland berichten schon lange von der Selbstbestimmung der Tiroler in Italien, nur die SVP tut so, als ob sie weiterhin in dieser so wichtigen Frage ahnungslos bleiben musste: 
 
 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/Reinhard-Olt-fragt-in-FAZ-Los-von-Rom
 
Markus Anton
7. 18-12-2011 21:02
 
Wo waren die Südtiroler Stimmen,
nullwelche auf Berlusconis Schuldenmacherpolitik aufmerksam gemacht haben? Jetzt so tun wie ein gebeutelter Hund, das ist zuwenig. Bei uns in Österreich hat es immer geheißen, die Südtiroler wollen doch nicht mehr zurück, weil es denen in Italien viel besser geht. Jetzt soll eine Südtiroler Mehrheit kund tun, ob eine angestammte Zugehörigkeit zum Vaterland nur vom guten Lebensstandart abhängt?
 
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8. 18-12-2011 16:13
 
Wo waren die Südtiroler Stimmen,
besser heut als morgen los von diesem Staat 
grüße ausm Ahrntal
 
roland

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