Neues von der Brixner Befana
Donnerstag, 15. Dezember 2011
hartmuth_staffler_lw_2009_480.jpgDie durch einen tendenziösen Artikel der Tageszeitung „Alto Adige“ entfachte Polemik um den Befana-Umzug im Rahmenprogramm des Brixner Weihnachtsmarktes hat nun auch den Brixner Gemeinderat erfasst. Ratsmitglied Hartmuth Staffler von der Süd-Tiroler Freiheit hatte kritisiert, dass in dem von der Gemeinde mitfinanzierten Programm unter dem Motto „Tradition und Brauchtum“ auch Schuhplattlergitschn und die Befana auftreten, die beide mit den Tiroler Weihnachtstraditionen und unserem Brauchtum nichts zu tun haben.

Im Advent wird in Tirol nicht getanzt, die Befana ist ein durchaus respektabler Volksbrauch aus Mittel- und Süditalien, der durch den Faschismus mit Gewalt in Süd-Tirol eingeführt wurde und daher hier kompromittiert ist. Im „Alto Adige“ wurde dies, entweder aus Unkenntnis der deutschen Sprache oder aus Bosheit, so dargestellt, als wenn Staffler den Auftritt der Schuhplattlergitschen nicht kritisiert, sondern geradezu gefordert und die Befana als faschistisch bezeichnet hätte, was in ganz Italien einen Sturm der Entrüstung auslöste.

Auch der Brixner FLI-Gemeinderat Antonio Bova ließ sich durch die „Alto-Adige“-Falschmeldung verleiten, im Gemeinderat an völlig unpassender Stelle Staffler anzugreifen und zu beleidigen, wodurch dieser sich allerdings nicht provozieren ließ. Als Staffler dem rechten Gemeinderat ein Foto von einer Feier der „Befana Fascista“ zeigte, um ihm zu beweisen, dass es diesen Mißbrauch tatsächlich gegeben hat, verlor Bova angesichts dieser Konfrontation mit der Realität die Nerven. Er verließ wutentbrannt den Saal und schlug die Tür krachend zu. Anstatt Bova wegen dieses ungebührlichen Verhaltens zur Ordnung zu rufen, verlangte Gemeinderatspräsident Schraffl von Staffler eine Entschuldigung für die angebliche Provokation.

Staffler erfüllte diesen Wunsch lächelnd nach dem Motto „der Klügere gibt nach“.

Hartmuth Staffler
Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Brixen 



Aufgerufen: 1054 | Drucken

Kommentare (11)
1. 19-12-2011 12:44
 
@ Ius veritaits
Wenn einer sich nennt wie Sie (Ius veritatis) ... oha ... das spricht natürlich schon Bände ... und dann führen Sie auch noch den Leuchtturm investigativer und seriöser Berichterstattung als Zeuge an: die Zeitung Alto Adige! Na gut, dann wünsche ich Ihnen schöne Feiertage und bessere Lektüre im neuen Jahr.
 
Wolfgang K.
2. 19-12-2011 10:56
 
Die "Wahrheit" des Alto Adige
@ Ius veritatis: Im Gemeinderat war ich keineswegs allein und habe auch keine Niederlage, sondern einen moralischen Sieg davongetragen. Mit zahlreichen Kollegen aller Parteien habe ich sehr vernünftig über das Thema "Befana Fascista" diskutieren können. Lediglich die Machtinhaber der SVP, Gemeinderatspräsident Thomas Schraffl und Bürgermeister Albert Pürgstaller, haben sich gegen mich gestellt und mit den italienischen Nationalisten (Pedron, Ghedina und in diesem Fall auch Stablum) gemeinsame Sache gemacht, wie sie es ja auch sonst meistens tun. Vom SVP-"Fußvolk" im Gemeinderat habe ich zahlreiche Aufmunterungen erhalten, mich ja nicht kleinkriegen zu lassen. Die SVP ist also keineswegs eine faschistische Partei, aber sie steht allzu oft auf der Seite der italienischen Nationalisten. Interessant ist auch, dass z. B. der Fraktionskollege von Antonio Bova, Massimo Bessone von der Lega, das kindische Verhalten Bovas kritisiert hat, während Gemeinderatspräsident Thomas Schraffl das Türenknallen offensichtlich für den neuen guten Ton hält. Schleierhaft ist mir, wie es der Alto Adige schaffen sollte, "näher an der Wahrheit zu sein", wenn er sich bei den Gemeinderatssitzungen nie blicken lässt und nur Stellungnahmen gewisser politischer Richtungen veröffentlicht, sich aber konsequent weigert, offensichtliche Falschmeldungen richtigzustellen. Ich habe das Auftreten der Schuhplattlergitschen am Weihnachtsmarkt kritisiert, weil dieser Spass, den ich grundsätzlich akzeptiere, ebenso wie die Befana nicht zu unseren Weihnachtstraditionen gehört. Laut Alto Adige habe ich den Aufritt von Schuhplattlern geradezu gefordert. Weder mein Ersuchen um Richtigstellung noch entsprechende Leserbriefe wurden berücksichtigt. So sieht die "Wahrheit" des Alto Adige aus.
 
Hartmuth Staffler
3. 18-12-2011 21:03
 
Die "Wahrheit" des Alto Adige
im Gemeinderat war Staffler aber ziemlich allein, also ist der Alto Adige wohl näher bei der Wahrheit als der Betroffene, der aus einer Niederlage einen Sieg machen will. Die SVP ist keine faschistische Partei!
 
Ius veritatis
4. 18-12-2011 18:50
 
Maßlos enttäuscht
Maßlos enttäuscht bin ich ebenfalls von den SVP Gemeinderäten. Die machen bei jeder Gelegenheit in Hose, wenn es geht unsere deutschen Rechte und Kultur zu verteidigen. 
 
Italiener (und Faschisten?) sind die Freunde der SVP. Die 
die Südtiroler hat die Volkspartei mittlerweile zu Feinde erklärt.
 
GT
5. 18-12-2011 14:10
 
Dichtung und Wahrheit
@ Bergfex: Der AA hat diese gesamte Befana-Polemik dadurch hervorgerufen, dass er meine ursprüngliche Mitteilung vollkommen verdreht und verfälscht wiedergegeben hat. Ich hatte kritisiert, dass Schuhplattlergitschen und Befana als Tiroler Tradition präsentiert werden, der AA hat geschrieben, dass ich den Auftritt von Schuhplattlern gefordert und die Befana als faschistisch bezeichnet habe. Eine Richtigstellung zu dieser Falschmeldung hat der AA natürlich nicht veröffentlicht, wohl aber mit einem gehässigen Kommentar nachgehakt, wobei mit dessen Autor im persönlichen Gespräch zugab, dass er Unsinn geschrieben habe, den Grund dafür aber nicht verraten wollte. Der AA-Artikel "Rissa sfiorata...." ist ähnlich entstanden. In der Gemeinderatssitzung war, wie üblich, kein AA-Redakteur anwesend. Er hat sich lediglich bei Antonio Bova erkundigt und dessen subjetive Darstellung veröffentlicht. Von einer "rissa", einer Rauferei, waren wir weit entfernt, weil Antonio Bova den Saal verlassen und krachend die Tür zugeschlagen hat, was der SVP-Gemeinderatspräsident Thomas Schraffl offenbar als Teil südländischer Befana-Tradition empfunden und begrüßt hat. Der AA-Artikel ist jedenfalls weit entfernt von jeder Realität. Das ist in der Gemeinderats-Berichterstattung des AA nichts Neues, er ist ja auch imstande, ausführlich über Wortmeldungen zu berichten, die gar nie stattgefunden haben. Die "Dolomiten"-Redakteure(Innen) sind mindestens bei den Sitzungen anwesend. Das schützt sie allerdings auch nicht davor, ab und zu Dichtung und Wahrheit durcheinander zu bringen. So haben die "Dolomiten" geschrieben, dass ich das "unparteiische" Verhalten des Gemeinderatspräsidenten Tomas Schraffl beanstandet hätte. Das kann natürlich nicht sein, weil Schraffl ja das Gegenteil von unparteiisch ist, und genau das, seine Parteilichkeit, habe ich auch beanstandet.
 
Hartmuth Staffler
6. 19-12-2011 17:14
 
Mich würde interessieren,
was Sie, lieber Herr Staffler, zu dieser AA-Meldung zu sagen haben? 
 
http://goo.gl/MY3Dq 
 
Erstunken und erlogen?
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
7. 16-12-2011 17:55
 
@GT
Es stimmt: Im Grunde genommen hätte sich Herr Staffler nicht entschluldigen müssen. Aber die Reaktion von Herrn Staffler lässt Herrn Bova nur noch lächerlicher erscheinen. So gesehen ist es in Ordnung. Nur sollte sich eigentlich der Gemeinderatspräsident bei Herrn Staffler entschuldigen, denn der sollte eigentlich (!) klüger sein als Bova.
 
Wolfgang
8. 16-12-2011 12:27
 
@GT
@ GT: Ich habe mich nach dem Motto "Der Klügere gibt nach" dafür entschuldigt, Gemeinderat Bova mit der Realität konfrontiert zu haben, was er offenbar als Provokation aufgefasst hat. Meine Absicht war nicht die Provokation, sondern die kritische Konfrontation. Das Verhalten der italienischen Nationalisten (die in allen italioenischen Parteien zu finden sind) hat mich nicht überrascht und daher auch nicht getroffen. Maßlos enttäuscht bin ich vom SVP-Gemeinderatspräsidenten Thomas Schraffl, der sich bedenkenlos in den Dienst der italienischen Nationalisten gestellt hat. Die SVP ist, wie man sieht, selbst zum Pakt mit dem Teufel (oder mit der Befana?)bereit, nur um ihre Macht zu retten.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
9. 16-12-2011 09:45
 
Das kann und darf nicht sein!
Herr Staffler, entschuldigen Sie sich bitte nicht! Und damit stehen Sie für alle aufrechten Süd-Tiroler. 
 
Es kann und darf nicht sein, dass, wenn ein Süd-Tiroler auf ein Unrecht hinweist oder einen Italiener mit Recht eines Besseren belehren muss, der Süd-Tiroler sich anschließend entschuldigen muss. 
 
Das kann nicht sein, dass im Brixner Gemeinderat oder in Südtirols Politik immer noch nazifaschistisches Verhalten seitens der italienischen Besatzer herrscht bzw. seit 90 Jahren praktiziert wird.
 
GT
10. 15-12-2011 18:48
 
Besinnliche Adventszeit
So ist das also: Wenn jemand wie Herr Staffler andere mit Tatsachen konfrontiert und dieser deswegen dann in kindlicher Manier zornig die Tür zuschlägt, muss man sich entschuldigen.
 
Wolfgang
11. 15-12-2011 16:03
 
Andreas HOfer - Bund Tirol
Was veranlasst Helmuth Staffler als "Freiheitskämfer" mit geistigen Waffen zu kämpfen ?  
Ein Blick zurück: Am 5. September 1946 konnten die beiden Außenminister Alcide Degasperi und Karl Gruber das umstrittene "Pariser Abkommen" unterzeichnen. 
Aber das, was sich Südtirol unter Autonomie vorstellte, wurde nicht erfüllt. Vor allem fehlte die Gleichberechtigung der Sprache, es bestand für Südtiroler keine Möglichkeit, bestimmte führende Positionen zu erreichen usw. Das "Deutschtum" geriet abermals auch in einem sogenannten demokratischen Italien in Gefahr, der "Italianita" zum Opfer zu fallen. Es bedurfte der Vereinten Nationen (und den Freiheitskämpfern), dass das Problem Südtirol welzweit bekannt wurde und dass jeder Punkt des "Pariser Abkommens" neu hervorgehoben wurde, wonach Zweck dieses Abkommens "DER SCHUTZ DES VOLKSKARAKTERS UND DIE KULTIURELLE UND WIRTSCAFTLICHE ENTWICKLUNG DES DEUTSCHSPRACHIGEN BEVÖLKERUNGSTEILS IN DER PROVINZ BOZEN, SEI. 
Und heute? muss muss sich Gemeinderat Hartmuth Staffler im Jahre 2011 gegen Faschisten und leider auch gegen Teile des deutschsprachigen Gemeinderates von Brixen (siehe Verhalten des Gemeinderatspräsidenten) für die ERHALTUNG DES VOLKSKARAKTERS UND DER KULTURELLEN ENTWICKLUNG in Brixen stark machen, da Tradition und Brauchtum durch das Fehlverhalten, oft leider auch der eigenen Leute, gefährdet ist. 
 
Lieber Helmuth ! 
Wer kämpft kann verlieren 
wer nicht kämpft hat schon verloren.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

Kontakt

  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Bewegung
St. Josef am See 74 | 39052 Kaltern
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 338 33 448 39

   
  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtag
Südtirolerstraße 13 | 39100 Bozen
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 0471 98 10 64

 

Aktionen

 

youtubelogo.jpg

flickr_logo.jpg

facebook-logo-289-751.jpg

 

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



Seiten durchsuchen

PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung