Aktuelle Fragestunde: Die Anfragen der SÜD-TIROLER FREIHEIT
Mittwoch, 30. November 2011

landtag_500_001.jpgMehrere Anfragen der Landtagsabgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz und Sven Knoll standen auf der Tagesordnung der Landtagsitzung der laufenden Woche. Hier die entsprechenden Antworten:

Mit Bezug auf die Anerkennung von Lehramtsstudien an der Uni Innsbruck fragte Eva Klotz, ob das dort erworbene Lehramtsdiplom in Geographie/Geschichte für den Lehrberuf in Südtirol anerkannt wird und ob die Inhaber solcher Diplome in der Landesliste wie versprochen ganz vorne gereiht sind.
Besagte Lehramtsstudien hätten nach bestimmten Zusatzprüfungen die Anerkennung für den Unterricht, bestätigte LR Sabina Kasslatter Mur. Für Geografie sei keine Ergänzungsprüfung nötig. Die verschiedenen Befähigungstitel seien gleichwertig, die Reihung ergebe sich aus der Punktezahl.

Sven Knoll fragte, ob die Abmachungen mit den Ministern Bondi und Fitto nach dem Rücktritt der Regierung Berlusconi noch gelten und welche Haltung die neue Regierung zu faschistischen Relikten und Ortsnamen hat. Alessandro Urzì fragte, ob man schon Kontakt mit der Regierung aufgenommen habe und ob in der Sache mit dem neuen Regionenminister weiterverhandelt werde.
Das Abkommen Fitto-Durnwalder sei von zwei Leuten in ihrer entsprechenden Funktion unterschrieben worden, antwortete LH Luis Durnwalder, und es bleibe in Kraft, wenn es nicht widerrufen werde. Dasselbe gelte für den Bondi-Brief. Die Position der neuen Regierung zu diesen Fragen kenne er noch nicht, Toponomastik und Mussolinirelief würden aber sicher nicht auf deren Prioritätenliste stehen.

Unternehmen, auch stillgelegte Gesellschaften, seien von der Regierung zu einer sicheren E-Mail-Adresse (PEC) genötigt worden, bemerkte Sven Knoll und fragte, wie die Landesregierung dazu stehe und warum die Kosten dafür nicht vom Staat oder von der Handelskammer getragen würden.
Die PEC wurde 2009 für alle Gesellschaften verpflichtend eingeführt, die Übergangsfrist würde nun enden, erklärte LR Thomas Widmann. Die PEC wurde auch als wichtiges Kommunikationssystem in der Landesverwaltung eingeführt. Eine PEC sei weit günstiger als ein eingeschriebener Brief, die Jahreskosten würden zwischen 5 und 35 Euro betragen, eine Übernahme durch Land oder Handelskammer sei nicht gerechtfertigt.

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