Beschlussantrag im Landtag: Keine weiteren Belastungen für Süd-Tirol durch ital. Sparmaßnahmen
Mittwoch, 30. November 2011

sven_knoll4.jpgIm Süd-Tiroler Landtag wurde heute Nachmittag ein Beschlussantrag der SÜD-TIROLER FREIHEIT angenommen, mit welchem sich der Landtag gegen jede weitere finanzielle Belastung und Beschneidung der erworbenen Rechte des Landes Süd-Tirol durch Sparmaßnahmen der italienischen Regierung ausspricht. Durch das Mailänder Abkommen hat Süd-Tirol bereits auf Millionen verzichtet und seinen Beitrag daher mehr als geleistet. Der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, hat in seiner Rede unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Süd-Tirol die italienische Finanzmisere nicht zu verschulden hat und es daher auch nicht die Aufgabe Süd-Tirols sei, Italien zu retten.

Mit der Annahme dieses Beschlussantrages hat der Süd-Tiroler Landtag gegenüber der italienischen Regierung eine klare Position bezogen. Süd-Tirol ist nicht die Melkkuh Italiens.

Als unverständlich bezeichnet der Landtagsabgeordnete Sven Knoll jedoch das Stimmverhalten der SVP bei den Punkten 2 und 3 des Beschlussantrages.
Diese Punkte sahen vor, dass das Land keinen weiteren Einsparungen zustimmt, die über das Mailänder Abkommen hinausreichen und die Zustimmung zu weiteren Einsparungen an die Übertragung staatlicher Kompetenzen an das Land geknüpft wird.


Mit der Ablehnung dieser bedeutenden Punkte hat die SVP unter Beweis gestellt, dass man einen Bruch des Mailänder Abkommens stillschweigend hinnimmt. Die ablehnende Haltung zur Übertragung neuer Kompetenzen zeigt aber vor allem, dass die schönen Worte von der Vollautonomie nur leere Floskeln sind.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (2)
1. 01-12-2011 15:37
 
Zahnloser Tiger
Nun haben es die Südtiroler schwarz auf weiß. 
 
1. Die SVP nimmt den Bruch des Mailänder Abkommens stillschweigend hin. 
2. Sie strebt auch nicht die Übertragung neuer Kompetenzen an Südtirol an. 
 
Da kündigt die Volkspartei großartig ein neues Programm mit einem wohlklingenden Namen: Vollautonomie an. Das soll die neue Zukunft und Sicherheit Südtirols sein.  
 
Und dann stimmt sie beim ersten Beschlussantrag gegen ihr eigenes Programm, das sie erst Tage zuvor vollmundig und landesweit verkündet hat.  
 
Die Landesregierung bleibt ein zahnloser Tiger. Doch jeder zahnlose Tiger verhungert irgendwann.
 
ff
2. 01-12-2011 11:19
 
Arrivederci TI, willkommen ÖBB!
Die Gesellschaft Tren-Italia, der Name ist zugleich Programm, trennt sich bereits von Süd-Tirol gänzlich, wie die Medien in diesen Tagen berichten, und das was noch im Angebot an Zugverbindungen in ST übrig bleibt, wird vom Land oder von der ÖBB aus Österreich bzw. DB abgedeckt, Zitat: 
 
 
"Bozen - Anscheinend legt es die italienische Bahngesellschaft Trenitalia darauf an, sämtliche Zugverbindungen nach Südtirol zu kappen. Betroffen sind nationale, aber auch internationale, und vor allem touristisch relevante Anschlüsse. So scheinen vor allem Langstreckenzüge gänzlich aus den Fahrplänen zu verschwinden." 
 
 
Also lebe Wohl TI und und arrivederci Roma, und herzlich willkommen ÖBB! 
 
 
Quelle: 
 
 
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2011/12/01/suedtirol-wird-von-trenitalia-geschnitten.html 
 
 
 
P.S. Sehen Sie sich unbedingt diese Youtube Videos an! 
 
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=mHIC_OoN5LE 
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=Bz4DAxVgsH4&feature=share
 
Markus Anton

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