Wie lange noch?
Dienstag, 29. November 2011

myriam_atz-tammerle.jpgItalien muss ein Sparpaket nach dem anderen abschließen. Geld muss her, so schnell und so viel wie möglich. Jeder Bürger wird bis aufs letzte Hemd ausgebeutet – genauso wie in Griechenland. Wie wird bei denen heuer wohl Weihnachten aussehen? Lachende Kinderaugen? Haufenweise Geschenke? Weihnachtsbraten? Wohl kaum – kein Geld, kein Weihnachten! Enttäuschte Kinderaugen vor kargen Weihnachtsbäumen. Ob überhaupt ein Weihnachtsbaum, wenn das Geld nicht Mal für Essen und Heizung reicht?  

Wird auch unser Weihnachten heuer das letzte sein, an dem es lachende Gesichter und einen Weihnachtsbraten gibt? Soweit muss es nicht kommen – soweit dürfen wir Süd-Tiroler es nicht kommen lassen! Wir können einen anderen Weg gehen. In eine Zukunft ohne Italien! Damit auch wir in Zukunft noch fröhliche Weihnachten erleben können. Sollen sich nur noch die Politiker ihre Bäuche an Heilig Abend vollschlagen können?
In Zeiten der Krise wird uns Italien nie und nimmer mehr Kompetenzen durch eine Vollautonomie gestatten! Ein hungriger Wolf, der kurz vor dem Sterben ist, hat auch kein weiches Herz für seine Beute!

GR Myriam Atz Tammerle
Schenna

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Kommentare (4)
1. 30-11-2011 14:30
 
Was Griechenland erlebt und Italien noch bevorsteht sind die Kollateralschäden des €uro Größenwahns. Um das Weihnachtsfest der Griechen mach ich mir keine Sorgen. Noch wird ja "gerettet". Zumindest bis über den Jahreswechsel sollten die Geldlieferungen aus Deutschland reichen. Außerdem haben die Menschen in Griechenland (nicht die Profiteure des globalen Turbokapitalismus) die großartige Chance ihre Drachme wieder einzuführen, ein Stück Souveränität zurückzugewinnen, wieder konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt zu werden und ihre Tourismusindustrie wiederzubeleben. So gesehen sind sie fast zu beneiden.
 
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2. 30-11-2011 12:03
 
Gefahr der Inflation
Die heutige Krise wird sich demnächst immer mehr verschärfen, verhungern wird man in Süd-Tirol dennoch noch nicht müssen, es wird im Ernstfall hoffentlich noch Suppenküchen für alle geben, wie wir das schon lange aus Griechenland kennen, allerdings der erreichte Wohlstand der Bürger befindet sich in einer sehr ernsthaften Gefahr. Einmal deswegen, weil Italien sich wirtschaftlich im freien Fall befindet, vor allem was seine Staatsfinanzen betrifft und schon 8% Zinsen mit Tendenz gegen 10% für seine Staatsanleihen zahlen muss, und deswegen an allen Ecken und Enden Gelder vor allem für wohlhabendere Regionen zu streichen beginnt, andererseits die EZB ein Organ der EU, die sich als Krisenfeuerwehr aufspielt, eigentlich diese Krise durch unverantwortliches Handeln geradezu vorprogrammiert.  
 
Die Europäische Zentralbank in Frankfurt sollte für Preisstabilität und eine stabile sichere Währung sorgen, stattdessen kauft sie seit vielen Monaten statutenwidrig auf Teufel kommt raus unter dem neuen Chef aus Italien die faulen Staatsanleihen, vor allem aber die des Stiefelstaates, ohne einen echten Gegenwert für die Eurozone garantieren zu können, die für diese faulen Anleihen schlussendlich bürgt. Auch die Bürger in den stabilen Ländern der Eurozone müssen also mit ihrem Wohlstand für etwas bürgen, ohne überhaupt gefragt zu werden, ist das noch eine seriöse Politik?  
 
Viele Beobachter der heutigen Situation glauben, dass verursacht durch dieses verantwortungslose Handeln vor allem der EZB, die Inflation in der Eurozone in der nächsten Monaten und Jahren bis an 10% Marke heranreichen wird, ganz einfach deswegen, weil man die Schulden mit Geld bezahlt, das man ohne Ende ohne Deckung gerade jetzt neu drucken lässt. So gesehen zieht jetzt auch Italien die stabilen Staaten der Eurozone in den Abgrund und alle schauen ungläubig zu und wehren sich nicht einmal dagegen. Dass aber auch die Löhne in diesem Tempo steigen werden, wie die befürchtete Inflation, das darf man sehr bezweifeln. Auf der Strecke werden höchstwahrscheinlich die hart arbeitenden Menschen bleiben, die sich im zunehmenden Maße nicht Luxus, sondern den ganz normalen Alltag nicht mehr leisten werden können.  
 
Von der Politik auch auf Landesebene würde man sich klare Konzepte und Analysen sowie Strategien eines Auswegs aus diesem permanenten Saftladen (SVP Sprachdiktion) erwarten. Stattdessen hat man das Gefühl, dass die Politik an der Macht nur darum bemüht ist, die tatsächliche Wahrheit in der Euro-Krise der Bevölkerung zu verschweigen und zu verschleiern bemüht ist. Die nächsten zehn Tage sogar werden mehr Klarheit in dieser Frage bringen, wenn man diversen Kommentaren in den Medien glauben schenken will, aber ganz sicher die nächsten Wochen und Monate. Und was macht die EZB weiter? sie lässt ohne Unterlass frisches Geld ohne Deckung drucken. In der Privatwirtschaft würde man derartige Machenschaften unter Strafe stellen, weil sie einer fahrlässigen Krida gleichkommen, nur in der Politik gibt es scheinbar weiterhin Narrenfreiheit, vor allem aber für die Politiker des Stiefelstaates. 
 
 
http://www.welt.de/finanzen/article13741976/Nun-finanziert-die-EZB-Schulden-ueber-die-Notenpresse.html
 
Markus Anton
3. 30-11-2011 11:45
 
Bankrotter Kolonialstaat
Die Vollautonomie ist Schall und Rauch. Nicht einmal die SVP selbst glaubt daran.  
Das Thema Vollautonomie ist für die SVP ein Propagandamittel. Bis zu den nächsten Wahlen, geht sie damit auf Stimmenfang. Danach ist alles wieder beim Alten und Partei verteilt weiter Macht und Privilegien. 
 
Italien ist nicht zu retten und die  
SVP verkauft uns an einen bankrotten Kolonialstaat. 
 
Italien braucht IWF Finanzhilfe 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Politik/Italien-fuehlt-angeblich-beim-IWF-wegen-Finanzhilfe-vor
 
ff
4. 29-11-2011 19:03
 
System Südtirol
Keine Angst. Die Profiteure des Systems Südtirol werden Weihnachten in Saus und Braus feiern. 
Durch die Finger schaut nur das gemeine Volk. Hoffentlich öffnet ihnen das endlich die Augen und sie stimmen nicht mehr für dieses System!
 
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