Erfolgreiche Landesversammlung der SÜD-TIROLER FREIHEIT
Sonntag, 27. November 2011
landesversammlung_2011_c.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT zieht eine sehr positive Bilanz ihrer 5. Landesversammlung am gestrigen Samstag im Lanserhaus in Eppan. Mehr als 150 Mitglieder und Sympathisanten nahmen daran teil. Der Saal im Lanserhaus war wieder bis zum letzten Stuhl besetzt. Schwerpunkte der Landesversammlung waren die Gastreferate des Präsidenten des Vereines der Direkten Demokratie in der Schweiz, Diethelm Raff, sowie des Politologen Quim Arrufat aus Katalonien. Der Höhepunkt war die Präsentation des Ergebnisses der selbstverwalteten Volksbefragung im Ahrntal.

Die Versammlung begann mit der Verlesung mehrerer Grußworte. So schrieb unter anderem der FPÖ-Süd-Tirol Sprecher, Werner Neubauer, an die Landesversammlung, dass die „Abstimmung“ im Ahrntal ein großartiger Test sei, entgegen künstlich herbeigeführter Stimmungsbarometer, die Menschen Tirols an die Heimat zu binden und für zukünftige Aufgaben vorzubereiten.

Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, meinte in seinen Video-Grußworten, dass es -um auch als Mensch frei zu sein- sehr wichtig sei zu verstehen, dass man den Ehrgeiz habe muss, für das eigene Land und dessen Recht auf Freiheit zu kämpfen.


Die EU-Parlamentarierin der Neuen Flämischen Allianz - NVA, Frieda Brepoels, meinte in ihrer Video-Botschaft, dass Selbstbestimmung kein Privileg sei, sondern ein Recht! Ein Recht für alle Menschen!


Der rechtliche Vertreter der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Werner Thaler, informierte die Versammlung über die Tätigkeitsschwerpunkte der Bewegung. Er verwies auf die ständig steigende Anzahl an Neumitgliedern (plus 350 seit der letzten Versammlung vor einem Jahr) in allen Tiroler Landesteilen. Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT zählt derzeit 2.987 Mitglieder.


Im ersten der beiden Gastreferate berichtete der Politologe Quim Arrufat über die Fortschritte in Katalonien in Richtig Unabhängigkeit von Spanien. Er gab sich davon überzeugt, dass sich vor Katalonien sogar noch das Baskenland von Spanien abtrennten könne. Bei den letzten Wahlen vor einer Woche konnten die Parteien, welche für eine Unabhängigkeit bzw. Loslösung eintreten, große Erfolge erzielen.


Im zweiten Gastreferat meinte der Präsident des Vereines für Direkte Demokratie in der Schweiz, Diethelm Raff, dass, wenn Menschen frei denken, sie auch verschiedene Meinungen zu all jenen Fragen haben, wie man das Zusammenleben richtig einrichtet. In den meisten Staaten der Welt meint man, eine auserwählte Anzahl von Menschen sollte für die anderen entscheiden. In der Direkten Demokratie der Schweiz hingegen geht man davon aus, dass die Bürger selbst immer das letzte Wort haben müssen, damit sie gut zusammenleben können. Keiner soll Untertan sein, sondern jeder ein freier Bürger.


Das mit großer Spannung erwartete Ergebnis der selbstverwalteten Volksbefragung im Ahrntal präsentierte der Gemeinderat Bernhard Zimmerhofer. Laut aktuellem Stand der Auszählung stimmten 95,24 % für die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes für Süd-Tirol. Die Wahlbeteiligung lag mit 31,20% deutlich höher als bei vergleichbaren Abstimmungen in Katalonien bzw. bei den SVP-Vorwahlen zur Gemeinderatswahl.


Die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz lobte den Einsatz der Ahrntaler als ersten konkreten Schritt in Richtung Freiheit für Süd-Tirol und dankte allen die zum großen Erfolg der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT beitragen.


Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll ging mit der von der SVP propagierten Vollautonomie hart ins Gericht. Laut Knoll bedeutet die SVP-Vollautonomie nichts anderes, als ein endgültiger Verbleib Süd-Tirols bei Italien. Zu Gute hielt Knoll der SVP ihr Eingeständnis, dass die bisherige Form der Autonomie nicht mehr ausreicht.


Mit dem Absingen der Landeshymne wurde der offizielle Teil der Versammlung abgeschlossen. Im Anschluss folgte im Keller des Lanserhauses ein Umtrunk.


Auf der Internetseite der SÜD-TIROLER FREIHEIT werden in den nächsten Tagen alle Fotos, Reden, Berichte, sowie mehrere Video-Berichte veröffentlicht.

Die Internet-Adresse: www.suedtiroler-freiheit.com

Werner Thaler

SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol

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Kommentare (5)
1. 29-11-2011 16:04
 
Volksvertreter oder Volkspartei´ler
@joggl 
Über die demokratische Grundausrichtung der FPÖ müssen wir uns nicht streiten, oder? Dass sie populistische oder wie ich meine, populäre, also volksnahe Themen angeht, spricht eher für sie als für die angeblichen Volksparteien, welchen die Meinung und Befindlichkeiten des Volkes nicht mehr kümmern.  
Sehen Sie sich in Europa um: das Volk spürt und versteht oft sehr viel früher, was schief läuft, als die Politiker. Diese sind zu abgehoben, ihren Parteien verpflichtet und zu gefallsüchtig, als dass sie mutig und unbeirrt dem gängigen Zeitgeist, meist vermittelt durch die Medien, entgegentreten und unbequeme Wahrheiten offen aussprechen würden. 
LH Durnwalder hat H.C.Strache nach Südtirol eingeladen, wussten Sie das? Strache wurde im Landtag empfangen, hat mit allen Parteien Gespräche geführt und wurde nicht im Mindesten geschnitten; ob es daran liegt, dass die FPÖ sich anschickt, die 2. Kraft in Österreich zu werden? Man sagt dem LH ja nach, eine gute Nase zu haben....
 
Libertad
2. 28-11-2011 19:36
 
Nationalrat
An die 
Landesversammlung  
der Süd Tiroler Freiheit Linz, am 21.November 2011 
 
 
 
Sehr geehrte Eva Klotz,  
lieber Sven Knoll! 
Verehrte Ehrengäste und vor allem, liebe Delegierte, 
liebe Landsleute! 
Leider kann ich heute wegen eines schon länger anberaumten Ausland-Aufenthalts in Schottland unter Euch verweilen. Im Herzen aber werde ich es sein. Ich bedanke mich bei den Repräsentanten als auch bei allen Mitgliedern der Süd Tiroler Freiheit für Euren unermüdlichen Einsatz für unsere gemeinsame Heimat. Mit großem Mut habt ihr der „50 Jahre Feuernacht“ gedacht, dabei auch den einen oder anderen mit einem trefflichen Plakat nervös gemacht. Die „Abstimmung“ im Ahrntal ist ein großartiger Test, entgegen künstlich herbeigeführter Stimmungsbarometer, die Menschen Tirols an die Heimat zu binden und für zukünftige Aufgaben vorzubereiten. 
Mit 22,000 – vorwiegend in Österreich gesammelten Unterschriften - für die Verleihung einer doppelten Staatsbürgerschaft, hat „Das freie Bündnis für Tirol“ einen mutigen Schritt in die richtige Richtung getan. 
Jetzt geht es an die Umsetzung dieses Ziels. Für die heutige Landesversammlung wünsche ich gute Gespräche und vielversprechende Ergebnisse. 
Ich werde als Süd Tirol-Sprecher der Freiheitlichen Partei Österreichs auch weiterhin alle jene Kräfte tatkräftig unterstützen, die das Wohl des Landes vor Eigennutz stellen und die Landeseinheit Tirols in den Mittelpunkt ihres  
politischen Wirkens legen. 
 
Herzlich, Euer 
Werner Neubauer, Nationalrat 
Süd Tirol-Sprecher
 
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3. 28-11-2011 18:53
 
...
@libertad 
 
mich schockiert nur unbekümmert man mit allen möglichen kräften man zusammenarbeitet. das hat nichts mit irgendeinem brett vor dem kopf, sonderm mit einem tiefstdemoktratischen unbehagen zu tun das ich gegenüber der fpö verspüre. und neubauer ist in dieser partei keine ausnahme
 
joggl
4. 28-11-2011 16:28
 
Splitter im Auge
@joggl 
und nicht zu vergessen: Sogar der Schweizer und Präsident des Vereins für Direkte Demokratie, Diethelm Raff, war geladen. Man weiss ja, wie diese Schweizer über die Minarette abgestimmt haben.....Ohgottohgott! 
Nehmen Sie doch bitte den Holzbalken weg, dann sehen sie besser!
 
Libertad
5. 28-11-2011 15:32
 
...
schön, wen ihr euch ins boot geholt habt. 
 
http://www.youtube.com/watch?v=GiYQnCeU0R0&feature=player_embedded#!
 
joggl

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