Mit vereinten Kräften für doppelte Staatsbürgerschaft
Donnerstag, 17. November 2011

staatsbuergerschaft_2010.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, zeigt sich erfreut darüber, dass sich nun auch die SVP -bei ihrem gestrigen Besuch im österreichischen Parlament- offen und unmissverständlich für die doppelte Staatsbürgerschaft ausgesprochen hat. Es ist wichtig, den österreichischen Parteien zu signalisieren, dass die doppelte Staatsbürgerschaft von größter Bedeutung für Süd-Tirol ist. Sven Knoll fordert daher alle politischen Kräfte in Süd-Tirol auf, dieses wichtige Thema parteiübergreifend mit vereinten Kräften anzugehen.

Auf Initiative der SÜD-TIROLER FREIHEIT wurden in ganz Österreich mehr als 22.000 Unterschriften für die doppelte Staatsbürgerschaft gesammelt und in Form einer Bürgerinitiative im österreichischen Parlament eingereicht. Die zuständigen Ministerien haben allesamt ein positives Gutachten zur doppelten Staatsbürgerschaft abgegeben und die Behandlung der Thematik erfolgt nun im Süd-Tirol-Unterausschuss.

Angesichts der instabilen politischen und wirtschaftlichen Situation in Italien, wäre die doppelte Staatsbürgerschaft nicht nur eine ideelle Anbindung ans Vaterland Österreich, sondern auch eine enorme Absicherung für die Süd-Tiroler.

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll zeigt sich überzeugt, dass die doppelte Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler schon bald Realität werden wird.


Sven Knoll
L.-Abg. der SÜD-TIROLER FREIHEIT


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Kommentare (13)
1. 19-11-2011 13:33
 
Was die Südtiroler Parteien eigentlich w
ich finde das es ein viel zu grosses Durcheinander in Südtirol gibt in welche Richtung es gehen soll, eines ist klar, alle wollen (mehr oder weniger) los von Rom, das ist auch gut so, aber wenn einer den Anschluss an Österreich will, der andere einen Freistaat, und der dritte eine Vollautonomie dann ist das nicht gut. Es ist zwar gut das alle mehr oder weniger jetzt den österreichischen Pass wollen, damit dann auch die vielen osteuropäischen Touristen endlich wissen das Südtiroler keine Italiener sind. Und für das Südtiroler Volk ist das auch ein Fortschritt, aber der Sache, das Land Südtirol von Italien loszulösen, hilft es nicht. Im Gegenteil sogar. Nur wenn alle Südtiroler gemeinsam an einem Strang ziehen kann dieses Unternehmen gelingen. Dazu sollte es tatsächlich in Südtirol eine Volksbefragung geben, die heißen soll: wollt ihr das sich die Südtiroler Parteien kompromisslos für die Loslösung von Südtirol von Italien eintreten, auch wenn dies vorübergehend wirtschaftliche Nachteile und Entbehrungen bringen würde... oder eben nicht
 
Michael
2. 19-11-2011 08:13
 
Nicht nur Herzensangelegenheit
Die Süd-Tiroler sind nach ethnischer Abstammung Tiroler und Österreicher. 
 
Die Identifikation mit und die Zugehörigket zu seiner Volksgruppe ist ein Grundrecht und darf für Süd-Tiroler nicht nur eine Herzensangelegenheit bleiben. 
International anerkanntes Völkerrecht und das Recht auf politische Freiheit darf für Tiroler nach 90 Jahren Annexion kein Herzenswunsch bleiben, sondern muss wie überall in einem freien Europa auch für den Südteil Tirols gelten.
 
Gesamt-Tiroler
3. 18-11-2011 17:30
 
Politik
So ist halt die Politik. Gute Ideen die beim Volk ankommen werden gerne als die eigenen missbraucht. Aber das Anliegen der STFH ist es dieses Ziel zu erreichen und das geht mit der SVP leichter als ohne. Darum weiter mit voller Kraft in Richtung Heimat, das Volk ist nicht zu dumm um zu wissen wer die Idee geboren hat
 
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4. 18-11-2011 15:16
 
SVP
Ich glaube schon, dass die SVP die Doppelstaatsbürgerschaft nur deswegen will, um das volkstümliche Eck zufrieden zu stellen. Und warscheinlich wird das auch gelingen. Ich sehe die Doppelstaatsbürgerschaft eher als Ersatz für die Selbstbestimmung und nicht als Zwischenschritt. Denn sie bringt uns das höchste Gut, das Österreich vergeben kann, nämlich offiziell Bürger Österreichs zu sein. 
 
2.Punkt: Ich bin froh dass die SVP zurzeit die Vollautonomie anstrebt, denn so kann den Parteien in Österreich vermittelt werden, dass kein Freistaat bzw. Selbstbestimmung angestrebt wird. Denn nur durch diese politische Stabilität und klare Linie werden Övp und co. bereit sein, die Staatsbürgerschaft zu vergeben. Es wäre nonsens, wenn der Freistaat angestrebt werden würde, dann hätte Südtirol ja 3 Staatsbürgerschaften.
 
neuer
5. 18-11-2011 14:15
 
gut für die Sache, aber Lächerlich für d
Ich freue mich und war sehr überrascht als ich gelesen habe dass sich die SVP nun endlich mal positiv zu einer doppelten Staatsbürgerschaft geäußert hat. Es ist für die Sache ja wirklich sehr positiv. Aber für die SVP an sich ist das doch nur peinlich. Wenn man denn wirklich für eine doppelte Staatsbürgerschaft wäre, warum hat man das dann nicht schon vor 15 Jahren mal angesprochen? Warum erst jetzt wo die STF das ganze ins rollen gebracht hat? Hat man nun Angst die STF könnte etwas erreichen und das könnte dann von den Wählern belohnt werden? 
Nun ja, das ist eben Demokratie: wer das Volk immer nur belügt und betrügt, der wird irgendwann mal nicht mehr gewählt werden. Auch wenn wir in Südtirol da ohnehin schon sehr tolerant und großzügig der SVP gegenüber waren…
 
hp
6. 18-11-2011 12:20
 
Endlich Hoffnung am Horizont
In den Medien gerade in Süd-Tirol ist bis jetzt viel über diese geplante doppelte Staatsangehörigkeit für Süd-Tiroler berichtet worden. Wenn man sich mit den Menschen darüber unterhält oder die diversen Kommentare liest, dann stellt man unwillkürlich fest, dass diese sehr gute Idee den Menschen in Süd-Tirol alt-österreichischer Herkunft endlich einmal ein sehr wesentliches Stück der eigenen Identität auch offiziell in Form eines rotweißroten Passes wiedergeben würde. Die Staatsangehörigkeit ist für die Menschen überall in der Welt im höchsten Maße identitätsstiftend und würde gerade in Süd-Tirol die unbeantwortete Frage der ethnischen Selbstbestimmung ein sehr weites Stück zu beantworten helfen.  
 
In Anbetracht der ganzen Geschichte der Fremdbestimmung seit 1919 bis heute ist das der erste reale Schritt der Politik des eigenen Vaterlandes, der den Menschen in Süd-Tirol das Gefühl einer wirklichen historischen Gerechtigkeit schenken würde, sollte diese Lösung einmal im Parlament in Wien beschlossen werden. Die so hart erkämpfte heute existierende Autonomie half und hilft das Los der ethnischen Fremdbestimmung zu lindern, aber sie kann niemals wirklich freien Menschen ihr Recht auf eigene Selbstbestimmung abkaufen oder vergessen lassen! 
 
Alles was bis jetzt für Süd-Tirol in Fragen der bescheidenen und immer noch lückenhaften Autonomie dem Staat der Fremdbestimmung abgerungen werden konnte, sichert nur vorläufig also auf Zeit den Erhalt des ethnischen Charakters dieses Landes. Die Möglichkeit des Erwerbs der Staatsangehörigkeit des Vaterlandes Österreich für Süd-Tiroler alt-österreichischer Herkunft und ihre Nachkommen würde aber zum ersten mal seit dem Zeitpunkt der formellen Annektion von Süd-Tirol durch Italien im Jahre 1920 eine ganz neue politische Ausgangslage für weitere einmal zur Gänze selbstbestimmte Zukunft des Landes schaffen.  
 
Sehr viele Menschen hier sehnen sich sogar auch in nachfolgenden Generationen nach diesem Akt der historischen Gerechtigkeit wie nach einem Stück Brot und einem Glas Wasser, das darf man in Österreich niemals vergessen. Die Tiroler in Süd-Nord-Ost haben in allen Zeiten gerade um das Jahr 1809 aber auch nach 1915 bis 1919 das eigene Land und das Vaterland an der Dolomitenfront gegen eine Aggression aus dem Nachbarland heldenhaft verteidigt und ihr Leben für diese Werte gegeben. Sie taten das immer und tun das auch heute im ideellen Sinn weiter.  
 
Das Vaterland Österreich tut in der Welt in allen Bereichen so viel gutes, es hat auch in allen Zeiten seit 1919 Süd-Tirol in allen seinen Anliegen tatkräftig und großzügig unterstützt. Daher darf man auch gerade jetzt zuversichtlich sein, dass diese Hoffnung auf eine formelle Feststellung der Zugehörigkeit der deutschsprachigen und ladinischen Süd-Tiroler zur Österreichischen Nation auf freiwilliger Basis in Form des Erwerbs der Staatsangehörigkeit des eigenen Vaterlandes, wie fast überall in Europa der EU üblich, durch die politischen Parteien im Nationalrat aller Österreicher nicht enttäuscht wird. 
 
Wird diese doppelte Staatsangehörigkeit für Süd-Tiroler einmal in Wien beschlossen werden, wird sie dennoch nicht automatisch die Frage der ethnisch-politischen Selbstbestimmung in Süd-Tirol beantworten, aber sie wird endlich einmal wirklich und zum ersten mal seit 1919 dem Land Tirol südlich des Brenners nicht nur in Sonntagsreden, sondern für alle Zeit ein sehr großes Stück der historischen Gerechtigkeit wieder zurückgeben.  
 
Seit damals ist bis heute über 92 Jahre lang so viel über die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler geredet und geschrieben worden. Die juristische aber auch praktische Möglichkeit des Erwerbs der Staatsangehörigkeit des eigenen Vaterlandes würde also zum ersten mal ein sehr großes Stück dieser hier so sehr vermissten Selbstbestimmung dem Land und seinen Menschen wieder geben und auch einmal unmissverständlich gerade für Italien aber auch für Europa und für die Welt die Klarheit schaffen, dass die Süd-Tiroler im ethnischen Sinn nie Italiener waren und weiterhin nicht sind oder nie sein werden wollen. Daraus auch einmal politische Konsequenzen zu ziehen, das ist allerdings im Stiefelstaat oder in Europa alles andere als einfach, die würden sich aber in diesem Fall mit der Zeit so oder so ergeben. Die Schutzmacht kann nämlich die eigenen Staatsbürger viel besser und nachhaltiger schützen, als angehörige fremden Staaten. Das kann man nämlich überall in Europa klipp und klar sehen, wo es ähnliche Vergleichsfälle der doppelten Staatsangehörigkeit gibt, hoffentlich einmal auch für Süd-Tiroler.
 
Markus Anton
7. 17-11-2011 21:48
 
Es geht nicht ohne die STF
Es tut sich was. Entgegen der vor wenigen Monaten verkündeten Verlautbarung von Fischer und Durnwalder, die bei der Staatsbürgerschaft keinen Grund zur Eile erkennen konnten. 
 
Mittlerweile fängt der Frack jedoch zu brennen an. 
 
Europa hängt nur noch an einer Finanzierbarkeit durch die wirtschaftlich starken Staaten.  
 
Der Doppelpaß ist eine wundervolle Strategie der Süd Tiroler Freiheit gewesen, und die SVP fährt nun ebenfalls eine Doppelstrategie:  
 
Offiziell drückt Durnwalder für Rom die Daumen, unterderhand hat die SVP die bisher verschmähte Vorlage der STF aufgegriffen und klopft in Wien an. 
 
Die STF darf den Druck nicht reduzieren, sollte juristischen Druck in der Angelegenheit der bereits beantragten Staatsbürgerschaft untermauern.  
 
Es existiert sowohl ein politischer, als auch ein juristisch begründbarer Anspruch.  
 
Nicht auf die SVP verlassen, auch wenn die nun geschmeidiger werden.
 
EEkat
8. 17-11-2011 20:09
 
dank
dank an die SF wenn bald die ersten Südtiroler die österr. Staatsbürgerschaft beantragen können, auch wenn es noch dauern wird.  
Die SVP muß natürlich auch mal das Forum Heimat in der SVP ruhighalten und befriedigen, denn sonst verprellt man sich ja alle patriotischen SVP-ler bei den nächsten Wahlen.  
ich sehs eher aus diesem Blickpunkt: reiner Machterhalt, der SVP geht es lange nicht mehr um Moral oder Heimat.
 
stefan
9. 17-11-2011 19:18
 
dank
mir hat gefallen, dass sich alle österr. parteien dafür gestern zeit genommen haben und es hat für mich den anschein als wird das anliegen auch von allen mitgetragen. 
leider war die svp etwas zurückhaltend was die ergebnisse der gespräche betraf.
 
DaSteira
10. 17-11-2011 18:45
 
@ Markus Anton
"Dazu sagte einmal der amtierende Landeshauptmann von Südtirol sinngemäß, sollte dieser Wunsch einmal reale Wirklichkeit werden, dann werde er einer der ersten Süd-Tiroler sein, der die Staatsangehörigkeit des eigenen Vaterlandes beantragen wird." 
 
Das wird ein historischer Moment und vielleicht treibt den Landeshauptmann der Gedanke daran sogar noch dazu für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.
 
Wolfgang K.
11. 17-11-2011 18:00
 
Durnwalder vor!!!!!!
Um den ganzen vor einem realistischen Hintergrund zu rücken.  
Österreich ist seit 1997 in der EU. Die SVP hätte bereits seit mindestens 14 Jahren tätig werden können. 
 
Die Südtiroler Freiheit hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz den Weg geebnet auf dem SVP nun mitschreitet und nur mehr JA sagen braucht. 
 
Lassen wir Landeshauptmann Durnwalder den ersten Süd-Tiroler sein, der die österreichische Staatsbürgerschaft nach 90 Jahren wieder zurück erhält.
 
Gesamt-Tiroler
12. 17-11-2011 12:11
 
Eine sehr gute Nachricht für ST
Bei diesem gestrigen Besuch der SVP in Wien ist es auch um etwas sehr grundsätzliches gegangen, nämlich um eine unmissverständliche Klarstellung, dass die Süd-Tiroler klipp und klar und für alle Seiten nachvollziehbar in Wien im eigenen Vaterland laut sagen, was sie in dieser Frage wirklich wollen.  
 
In anderen Worten die Schutzmacht der Österreichischen Minderheit in Italien wollte scheinbar in aller Öffentlichkeit ein Offenbarungseid haben, und zwar von der das Land regierenden Partei, also von der SVP hören, was nun auch geschehen ist.  
 
Das gilt auch für alle Zukunft, die eigene Schutzmacht wird nur dann bereit sein sich mit allen Kräften für Anliegen der Süd-Tiroler einzusetzen, wenn diese an Österreich offiziell herangetragen werden und breite Unterstützung in der Bevölkerung der Autonomen Provinz Bozen finden, und dies auch dem Wunsch oder politischen Willen der Landesregierung oder dem des Südtiroler Landtags entsprechen sollte.  
 
Eines wurde dabei auch ziemlich klar, die Chancen dafür stehen offenbar sehr gut, dass die Süd-Tiroler die doppelte Staatsangehörigkeit erwerben werden können, der gute Wille in Österreich ist unverkennbar. Dass man das in Süd-Tirol an der Spitze der Macht der Autonomie klar will, das wollte man noch einmal laut und deutlich von der SVP in Wien jetzt hören, um sich später nicht möglichen Angriffen aus Italien auszusetzen. Dazu sagte einmal der amtierende Landeshauptmann von Südtirol sinngemäß, sollte dieser Wunsch einmal reale Wirklichkeit werden, dann werde er einer der ersten Süd-Tiroler sein, der die Staatsangehörigkeit des eigenen Vaterlandes beantragen wird.
 
Markus Anton
13. 17-11-2011 11:50
 
ein Zeichen
Dass nun auch die SVP darauf reagiert hat, ist ein weiterer Beweis dafür, dass die STF nicht (nur) eine Partei, sondern ein gewichtiges, präsentes und überparteiliches Paradigma der Tiroler Politik ist. Und genau weil die STF den üblichen Parteien aus diesem Grund ideologisch überlegen ist, haben sie furchtbare Probleme damit.
 
renegade

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