Gefallenengedenken mißbraucht
Montag, 7. November 2011

hartmuth_staffler_lw_2009_480.jpgAls „unpassend“ bezeichnet der Brixner Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Hartmuth Staffler, gewisse Aussagen des Vahrner Bürgermeisters Andreas Schatzer in seiner Gedenkrede am Soldatenfriedhof Brixen/Vahrn am 6. November. Anstatt der Gefallenen aller Kriege gleichermaßen zu gedenken, hat Bürgermeister Schatzer die in Afghanistan getöteten italienischen Soldaten besonders hervorgehoben. „Damit hat Schatzer das Gefallenengedenken mißbraucht, um eine zweifelhafte politische Aussage zu machen“, protestiert Staffler.

„Anscheinend weiß Schatzer nicht, dass im Zuge der höchst umstrittenen sogenannten Friedensmission in Afghanistan nicht nur italienische Soldaten, sondern auch zahlreiche Soldaten anderer Staaten und vor allem viele Zivilisten ums Leben gekommen sind.“ Schatzers einseitiges Gedenken nur der italienischen Soldaten sei vor allem am Soldatenfriedhof Brixen/Vahrn nicht angebracht, zumal dort 1229 österreichisch-ungarische Soldaten ruhen, die im Ersten Weltkrieg Opfer der italienischen Aggression wurden.

Hartmuth Staffler
Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT
in Brixen

 


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Kommentare (7)
1. 08-11-2011 21:15
 
super
wer solche politiker als freunde hat braucht keine feinde mehr..... alpini waren und sind immer noch besatzer, so wie die briten in belfast, spanier in katalonien, briten in schottland so sind die alpini bei uns die besatzer und müssen jedes jahr wieder einem verrat gedenken, wo sich andere schämen würden... 
wenn der bürgermeister so von unseren großeltern und verwandten reden würde, die wegen eines koalitionsverrates in eis und fels versetzt wurden udn dort für ihre heimat gestorben sind. 
das sind unsere helden, nicht jene, die heute noch vor faschistentempel stramm stehen und auf uns deutsche südtiroler auf gut deutsch sch....
 
stefan
2. 08-11-2011 08:55
 
Dolchstoß für Süd-Tirol
Hier sieht man wo Durnwalder (SVP) politisch steht: Bei den Alpini! 
 
Durnwalder bei der Alpini Annexionsfeier über Südtirol!Durnwalder bei Alpini 1 
Durnwalder bei Alpini 2
 
ff
3. 08-11-2011 07:06
 
@dr.kelt
Leider ist es aber Realität dass Süd-Tiroler (so wie alle italienischen Staatsbürger) im italienischen Heer dienen mussten.  
Wenn man aber (ich glaube bis man 26 Jahre alt ist) im Ausland (=Österreich) studiert hat, konnte man dem entgehen.  
Durch den Zivildienst (1972) kam eine weitere Möglichkeit dazu. 
Und seit 2005 gibt es ohnehin keine Wehrpflicht mehr. 
 
Aber hast schon recht: vor allem in den ersten Jahren nach dem Krieg war das schon eine sehr Perverse Geschichte. Zumal man als Süd-Tiroler ja auch nach Süditalien versetzt worden ist.
 
hp
4. 07-11-2011 19:43
 
Jedes Jahr wirds schlimmer.
Tja, ich habe den Eindruck, dass es für diesen Herr Bürgermeister das erste Mal war, dass er an einer Gefallenengedenkfeier teilgenommen hat, und dann hat er halt das Einzige verzapft, was ihm zum Thema eingefallen ist. Typisch Politiker, eben. So gesehen, hätte er ruhig am 4. November neben dem Luis auf der Tribune am Waltherplatz Aufstellung nehmen können.
 
oje
5. 07-11-2011 18:43
 
Soldaten
Die Lobesrede auf die im fernen Afghanistan gefallenen (italienischen)Soldaten wirft die Frage auf ob es in diesem fernen Land ev. einen Schrebergarten gibt den die Afghanen den italienern wegnehmen wollten. Für mich als Österreicher stellt sich durch diesen Bericht auch die Frage ob Südtiroler zu dem was italien ein Heer nennt eingezogen werden? Habe darüber noch nicht nachgedacht. Wäre aber pervers einem Land dienen zu müssen das einem vorher die Heimat besetzt hat. Aber wem's gefällt....
 
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6. 07-11-2011 23:25
 
Soldaten
Dies ist eine Schande für einen Bürgermeister,oder ist er gekauft vom bankrotten Italienischen Staat.
 
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7. 07-11-2011 14:58
 
Nichts wissen und nichts leisten
Das sieht man, dass die meisten Politiker nichts im Hirn haben. Nichts wissen und nichts können. 
Oder doch? 
Vielleicht identifiziert sich der Vahrner Bürgermeisters emotional schon so mit Italien, dass ihm nur italienische Soldaten leid tun. 
Soldaten von einem Militär, die den Süden Tirols seit 90 Jahren überfallen und besetzt halten. 
 
Solche Politiker braucht Südtirol wirklich nicht.
 
So

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