Regierungskrise: Südtirol soll alle Kräfte für eine Zukunft ohne Italien einsetzen!
Mittwoch, 23. Januar 2008
Eva_Klotz_200.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, ruft die Führungsspitze der Südtiroler Volkspartei und vor allem deren Mandatare in Rom dazu auf, ihr Verhältnis zu Rom und zum Staat Italien grundsätzlich zu überdenken und alles daran zu setzen, um Südtirol endlich aus dessen Umklammerung zu lösen.

 

Die neue Regierungskrise in Rom zeigt einmal mehr, dass Südtirol jedes Mal in den Strudel von politischer Unsicherheit und Unberechenbarkeit dieses Staates mit hinein gezogen wird. Bei der immer wahrscheinlicher werdenden vorgezogenen Neuwahl von Parlament und Senat ist zudem der Wiedereinzug der Berlusconi- Mannschaft in die Regierung zu befürchten. Dann beginnt für Südtirol eine neue politische Zitterpartie! Angeblich würden Italiens Bürger Berlusconi derzeit siegen lassen, nicht aus Begeisterung für dessen Rechte, sondern aus Verzweiflung über Prodis Linke. 

Südtirol sollte alles daran setzen, und die Parlamentarier in Rom sollten alles dazu tun, dem Selbstbestimmungsanliegen zum Durchbruch zu verhelfen und gezielt auf die Änderung des politischen Status unseres Landes hinzuarbeiten. Mit Italien ist Südtirols Zukunft nicht nur nicht gesichert, sondern in jeder Hinsicht, nicht zuletzt auch wirtschaftlich und sozial, immer mehr gefährdet! 

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
23. 1. 08

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Kommentare (12)
1. 04-02-2008 09:20
 
Südtiroler, sorgt für eure berechtigte Unabhängigkeit! Wir ´Kosovaren haben auch lange dafür gekämpft, gelitten und gewartet! 
Endlich, endlich werden wior belohnt! Macht auch alles dafür, dass ihr selbst euch bestimmen könnt! das gleiche empfehle ich den Sarden, dei für ein unabhängiges sardinien kämpfen sollen!!!
IP: 87.161.253.71
 
Kosovare
2. 27-01-2008 18:21
 
Südtirol-Italien
Ich finde das einfach nur bescheuert, dass Italien uns nicht das Selbstbestimmungsrecht gibt! Wenn wir alle zusammenhalten können wir es schaffen!!
IP: 194.242.216.135
 
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3. 25-01-2008 21:53
 
Und so weiter..
@an alle: I zuend e Kerz aen für die Freiheit von Brennero/Brenner bis Gardasee. Die EU erpresst wieder die CH, ihr spricht von Austritt aus der EU, der absolut inkompetente GROSSDEUTSCHE EU Botschafter in Bern, erpresst unsere Kantone und den Bund der Eidgenossenschaft! Abhauen soll er nach Neapel das Abfallproblem lösen, der gscheite, Nae absolut 
nicht erwünscht. Es lebe die Eidgenossenschaft Südtirol!!!!! 
Los von Rom und der STSVP, alles Veräter am eigenen Volk. 
Aber Achtung es gibt noch gute Italiener, die vom Norden die an Euch grenzen, glauben an Euch, ich auch! 
Bhüats Euch.. Aufi... und los vom Römer Tribun!
IP: 81.221.213.66
 
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4. 25-01-2008 11:39
 
Selbstbestimmung eine Frage von Tagen
In Süd-Tirol wird die Frage diskutiert, ob man das politische Ziel der Selbstbestimmung des Landes gerade jetzt verstärkt verfolgen sollte. Anderswo in Europa nicht gerade sehr weit von dieser allerbesten Autonomien wird das gerade in diesen Tagen national und international eindrucksvoll vorgelebt. Dazu nicht im noch so demokratischen und hochentwickelten Westen, sondern gerade am Balkan, wo man die Demokratie erst lernt, und wo man noch Hunger nach Leben im eigenen Land ohne ewige Fernbestimmung kennt, in voller Freiheit der Wahl und der eigenen Selbstbestimmung. Der Premier der Autonomen (noch) serbischen Region Kosovo Hashim Thaci sagte gestern vor den versammelten Medien in Brüssel nach einem Treffen mit dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana, die Selbstbestimmung und die Unabhängigkeit dieser bis dato serbischen Provinz Kosovo ist nur noch "eine Frage von Tagen. (...) Der Kosovo ist bereit. Wir werden die Unabhängigkeit sehr bald proklamieren. (...) Wir erwarten massive Unterstützung vonseiten der USA und Europas." Es seien noch bestimmte Abläufe und Konsultationen vor der Unabhängigkeitserklärung einzuhalten, um einen genauen Tag der Proklamation festzulegen. Aus Diplomatenkreisen wurde bekannt, dass die Führer der Kosovo-Albaner die gerade anstehende Präsidenten-Stichwahl am 3.Feber in Serbien bei der Ausrufung der Unabhängigkeit Kosovos abwarten wollen. Diese Unabhängigkeit wird wahrscheinlich nur ein wichtiger Schritt auf dem Weg der Kosovo-Albaner sein, einmal in einem vereinten Staat für alle Albaner zu leben, aber er ist heute absolut notwendig, damit es überhaupt dazu einmal kommt. Die alte serbische Staatsmacht der ewigen Fernbestimmung lehnt bekanntlich jede Selbstbestimmung der Kosovo Albaner in dieser Region ab, obwohl dieses Land zu 4/5 nicht von Serben besiedelt ist, und diese alte serbische Staatsmacht vor allem in den 90er Jahren furchbares Leid und Unheil über die Menschen im Kosovo gebracht hat. Alles was Serbien dem Land heute anbieten will und kann, nachdem es die direkte Kontrolle 1999/2000 über dieses kleine Land verloren hat, ist das Modell der Autonomie aus Süd-Tirol. Die Kosovo Albaner haben aber seinerzeit dankend abgelehnt, sie wollen diesen alten Hut nicht, und fahren keinen "rostigen alten Fiat", wenn ihnen die EU schon andere funkelnagelneue Modelle zur Wahl stellt. Die meisten westlichen Staaten sind bereit die Kosovarische Selbstbestimmung und Unabhängigkeit Zug um Zug anzuerkennen. Die EU bereitet sich gerade darauf vor, für die Übergangszeit weitere Sicherheits- und Verwaltungsaufgaben nach der Ausrufung der Unabhängigkeit im Kosovo zu übernehmen, falls sich dieses Land wie angekündigt von Serbien ofiziell in den nächsten Tagen oder Wochen abspaltet. Man kann gespannt sein, ob es danach noch weitere geglückte Selbstbestimmungen in Europa geben wird. Höchstwahrscheinlich ja, wenn ein Volk und seine Führung es als realpolitisch realisierbar betrachten werden. Deutliche Anzeichen dafür gibt es bereits in Schottland, Baskenland, Katalonien, Flandern und diese Länder mit ihrer politischen Führung warten nicht, bis ihnen die Selbstbestimmung wie ein reifer Apfel von alleine in den Schoss fällt, sondern handeln auch politisch danach. Diese realpolitische Ausgangslage anderswo in der EU ist auch nicht um so vieles anders, als die heutige realpolitische Ausgangslage der Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol. Die anderen oben genannten Länder und ihre Völker haben die gleichen Probleme der eigenen Selbstbestimmung, wie auch das Land Süd-Tirol sie hat. Die Menschen selbst und ihre politische Führung zeigen vieleicht mehr Idealismus und Antriebskraft bei der Umsetzung dieses Ziels und handeln auch Schritt für Schritt sichtbar und glaubwürdig für alle Seiten danach. Am Schluss werden nur die Länder und autonome Regionen in der EU die Selbstbestimmung bekommen, die sich auch rechtzeitig drum politisch bemühen, und diesen einmaligen Zug der Zeit nicht verpassen. Allen Menschen in Süd-Tirol ist wohl der Begriff "verkaufte Heimat" aus der Geschichte bekannt, hoffentlich gesellt sich nicht dazu in Zukunft ein neuer Begriff, nämlich "die verschlafene Selbstbestimmung". Bei der Wiedervereinigung von Deutschland 1989/90 hat es geheissen, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, vieleicht auch dann, wenn man zu früh kommt, man müsste sich aber irgendwann in Bewegung setzen und auf den Weg machen, wenn man noch die Selbstbestimmung für Süd-Tirol politisch will, es sei denn es wäre nicht mehr der Fall. Die Selbstbestimmung ohne Wenn und Aber ist immer wieder überall möglich, und das leben uns allen gerade wieder einmal andere Länder und Völker in diesen Tagen und Wochen eindruckvoll vor!
IP: 195.3.113.166
 
Markus A.
5. 25-01-2008 09:16
 
Selbstbestimmung eine Frage von Tagen
Was man gestern abend im Fernsehen eindrucksvoll sehen konnte:  
1) drinnen: wer dagegenstimmt, wird beschimpft und bespuckt, riskiert tätliche Übergriffe und erleidet politische Konsequenzen; 
2) draussen: fahren LKWs mit gröhlenden Dunkel- und Schwarzhemden und Fahnen herum. 
Aber so etwas hatten wir doch schon mal in der Geschichte, oder täuscht es mich??
IP: 82.54.110.179
 
WM
6. 24-01-2008 21:02
 
Schämen sollen sie sich
Soeben sehe ich wie Prodi im parlament bespuckt wird, offensichtlich ist seine figinen 
Politik nicht aufgegeangen. Vertraue weg, Berlusconi her und im Süpdtirol einen Südtiroler als Polizeikommandant und Vollpräsident. 
Jetzt können die linken und die verdis Abfall sammeln gehen!! 
Aufi gehts!
IP: 81.221.213.66
 
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7. 24-01-2008 13:21
 
Schämen sollen sie sich
@Peter 
Keine Sorge, meine Zukunft ist nicht von einem Kasten Bier abhängig, da ich seit 9 Jahre und 4 Monate nicht mehr in Italien lebe, aber es hilft sehr in einer solchen Situation :) 
Nun zurück zum Wesentlichen: Regierungskrisen, wie Du richtigerweise erwähnt hast, sind im Nachkriegsitalien nichts neues, sie gehören, sozusagen, zum politischen Alltag, und ausgerechnet Berlusconi ist der erste, der es geschafft hat, 5 Jahre am Stück zu regieren. 
Was Italien bräuchte, wäre ein Wahlsystem nach bundesdeutschem Muster mit einer 5%-Hürde, damit keine Minipartei wie die UDEUR ein Land in die Krise stürzen kann. 
Der Südtiroler Landesregierung kann es egal sein, was in Rom passiert, solange keine große Gefahr für die Autonomie in Sicht ist. Der Staat ist in Südtirol nicht so erdrückend präsent wie in der Toskana, oder in den Marken, oder in Kalabrien oder in der Lombardei. 
Und solange die SVP einen Nutzen an diesem Staat zieht, wird sie auch dranhängen bleiben.
IP: 141.2.191.18
 
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8. 24-01-2008 13:16
 
Wer kommt mit?
Sich vom italienischen Staat loslösen! 
Ja, viele meiner süd-tiroler Landsleute flippen regelrecht aus, wenn sie diesen Satz hören... 
Kommentare wie "wie soll das gehen?; von heute auf morgen gehts sowieso nicht; wir haben eine super Autonomie; uns gehts ja gut....." sind dann meistens die Antwort. 
 
Das Argument "wie soll das gehen" oder "das braucht Zeit und ist mir zu lästig" lass ich persönlich in so einem Fall nicht gerne gelten. Ohne Einsatz kommt man halt leider nicht zum Ziel. Das ist im Beruf so, das ist im Sport so und das ist im Glauben so. Ich kann auch nicht zu Hause rumsitzen und von einem Traumjob mit schwindelerregendem Gehalt träumen und am nächsten Tag bin ich ein reicher Mann. Mein Traumhaus stellt sich auch nicht von selber auf, da muss ich schon mal selber mit anpacken und den einen oder anderen Euro locker machen. Man muss sich viele Dinge im Leben erarbeiten und erkämpfen. Das macht meiner Meinung nach das Leben auch so richtig reizvoll, abwechslungsreich und interessant. Ich glaube fest daran, dass Gott uns in diese Welt gestellt hat, damit wir seine Werkzeuge sind und alle Aufgaben die wir auferlegt bekommen, so gut wie möglich mit vollem Fleiß und Einsatz ausführen. 
 
Das Argument "uns geht´s ja gut hier, was will man mehr" ist zum Teil eigentlich nicht mal soo schlecht. Abgesehen davon, dass es vielen von unseren Politikern nur ums Geld geht und man immer wieder von krummen Dingen hört, könnte man mit der momentanen Situation eingentlich leben. Vergleicht man den heutigen Stand der Dinge mit der Zeit unmittelbar nach der Zerreißung Tirols, dann hat sich wirklich sehr viel verbessert. 
Aber alle die so denken müssen sich mal fragen wie es weitergeht. Wie schauts in der Zukunft aus mit dem deutsch- und ladinisch sprachigen Süd-Tiroler Volk? Wenn man die Enwicklung der letzten Jahre anschaut wird deutlich, dass die Italianisierung kein Jahrzehnte alter, verstaubter Begriff ist - im Gegenteil! Die Italianisierung Süd-Tirols ist topaktuell und voll im Gange! Ein kleines Beispiel gefällig? Jedes Jahr kommen mehrere Ausländer nach Süd-Tirol zum Arbeiten, viele davon werden auch in Süd-Tirol ansässig. Die meisten dieser ausländischen Arbeitskräfte können vorwiegend italienisch sprechen und ihre Kinder werden zum größten Teil in italienische Schulen gesteckt! Wenn man die steigende Ausländerzahl in Süd-Tirol der letzten Jahre mitverfolgt muss man wirklich kein Prophet sein um sich ausmalen zu können, was bei uns in 1 vielleicht 2 oder 3 Jahrzehnten die deutsch- und ladinisch sprachigen Süd-Tiroler noch zu sagen haben! Ich möchte an den Ausländern an dieser Stelle auch überhaupt keine Kritik ausüben. Unsere Politik machts möglich - wenn ich nach Italien kommen würde als Ausländer, würde ich auch italienisch lernen, überhaupt dann, wenn ich sowieso nicht in eine deutsche Schule gehen darf. 
Ich glaube diese kleine Vision könnte viele Skeptiker der heutigen Zeit mal dazu bewegen, den Kopf zu benutzen. 
 
Zugegeben, ein wirklich genialer Plan der Faschisten, diese Italianisierung. Sogar in der heutigen Zeit noch voll im Gange. Wenn auch auf eine ganz andere, ja regelrecht schleichende Art, hinter unserem Rücken. 
 
 
Lohnt es sich also für unsere Heimat zu "kämpfen" oder nicht? 
 
Ich jedenfalls bin stolz darauf, ein Mitglied der Süd-Tiroler Freiheit zu sein und ich habe es mir zum Ziel gemacht, soweit auf diesem steinigen steilen Weg mitzugehen, wie ich es mit meinem Leben mit Jesus Christus vereinbaren kann! 
 
Also, wer von euch kommt mit?
IP: 88.61.44.32
 
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9. 23-01-2008 21:42
 
Wie soll das gehen?
Wie soll das gehen, bei der Xten nchkriegs Regierung im Stiefelstaat? Von der EU ist beileibe nicht viel zu erwarten.. 
dies sei mal gesagt! 
(Y. Bieri ZH / Commune AIRE di Inscrizione Rocca Pietore (BL)  
Mitglied die freiheitlichen Südtirol lässt grüssen)
IP: 81.221.213.66
 
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10. 23-01-2008 21:23
 
Italien unregierbar?
Nun, an einen Kasten Bier würde ich meine Zukunft nicht hängen. 
 
Soviel ich gelesen habe, hatte Italien in 50 Jahren ungefähr alle 2 Jahre eine neue Regierung. Das kommt einer Unfähigkeitserklärung gleich. 
Wie lange will die Landesregierung (SVP) an diesem fremden Staat noch dranhängen?
IP: 91.64.58.169
 
Peter
11. 23-01-2008 14:02
 
Regierungskrise - Regierungswechsel?
Sehr geehrte Frau Klotz, 
Ich glaube nicht, daß es so schnell zu Neuwahlen kommen wird, darauf habe ich gestern Abend einen Kasten Bier gewettet. 
Selbst wenn es zu Neuwahlen kommen sollte, und, nehmen wir an, Berlusconi würde gewinnen, sehe ich für Südtirol und für die Südtiroler und Trentiner Autonomie keine große Gefahr. 
Selbst die letzte Mitte-Rechts-Regierung konnte nicht viel an der Sache ändern. 
Man kann nicht so einfach eine international verankerte Autonomie wie die Südtiroler einfach einschränken, jetzt erst recht nicht wenn auch ausgerechnet Minniti und Holzmann die Autonomie loben und endlich verstehen, daß diese auch gut für die Italiener im Lande ist. 
Ihr Vorhaben, sich vom italienischen Staat loszulösen, würde auch nicht von heute auf morgen gehen, dazu bedarf es einen viel stärkeren Engagement der gesamten Gesellschaft Südtirols. 
Aber sollte es erstmal zu Neuwahlen kommen (was nicht auszuschließen ist), wie wird die Südtiroler Freiheit - Freies Bündnis für Tirol handeln? 
Werden Sie auch Ihr Engagement für Südtirol in Rom führen?
IP: 141.2.191.20
 
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12. 23-01-2008 12:43
 
Selbstbestimmung
In Italien regieren und regierten in letzten Jahren entweder die Rechten mit der Unterstüzung der Neofaschisten oder die Linken mit der Unterstützung der Kommunisten. Kann man sich dann der Zukunft für das Land Süd-Tirol in so einem Land sicher sein, wenn in Italien nur solche Machtkonstellationen möglich zu sein scheinen? Man kann vieleicht nur in den Kategorien des kleineren Übels denken, und das ist bestimmt keine gute Basis in den Beziehungen zwischen Autonomie und Staat. Eine neue Zukunft für die AP Bozen Südtirol ist meiner Meinung nach nur auf dem direkten Wege der Ausübung der Demokratie möglich, wo man am besten zeitgleich mit anderen autonomen Regionen der EU die Bürger der AP Bozen Südtirol über diese Frage der bis jetzt dem Land von Italien verwehrten Selbstbestimmung in einer demokratischen, freien, gleichen und geheimen Wahl entscheiden lässt. Italien kann das Ergebnis dann ernst nehmen oder nicht, es wird sich aber danach der Selbstbestimmung des Landes Süd-Tirol in Italien und in Europa nicht mehr, so wie heute, verschliessen können, ohne ein demokratisches Imageproblem zu riskieren. Vorausgesetzt, die Bürger würden mehrheitlich und überzeugend für alle Seiten für die Selbstbestimmung des Landes abstimmen, die dann immer noch von politischen Wohlwollen in Rom abhängig sein wird, aber nicht nur. In unserer Zeit sind auch die Institutionen der EU für immer mehr der nationalen Fragen mitverantwortlich, oder können auch auf der lokalen Ebene mitentscheiden. Diesen gangbaren Weg gilt es mehr und mehr, meiner Meinung nach, zum Wohle des Landes auszubauen, und dann ist die Tiroler Einheit auch nicht mehr weit, wenn man damit die nächsten Jahre und Jahrzehnte und den heutigen und künftigen Stand der politischen Entwicklung der EU und ihrer Mitgliedsländer versteht.
IP: 195.3.113.167
 
Markus A.

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