Vintler Gasse - Via Vintola: Ein Namensfrevel in Bozen
Mittwoch, 14. September 2011

roland_lang_buch_faschismus.jpgEinen Namensfrevel 1. Ranges stellt die italienische Bezeichnung Via Vintola für die Vintler Gasse dar, so Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Die Vintler, eine Kaufmannsfamilie aus Vintl im Pustertal, sind im 13. Jahrhundert nach Bozen übersiedelt und waren unter anderem die Auftraggeber für die berühmten gotischen Fresken auf Schloss Runkelstein. Faschisten und nachfolgende Pseudodemokraten zeichnen bis heute verantwortlich für die Italienisierung des Familiennamens einer der bekanntesten Adelsfamilien Tirols! 

Sogar Landeshauptmann Durnwalder hat bei seinen Verhandlungen mit Fitto erklärt, dass die Steinalm nicht übersetzt werden kann, weil sie zum privaten Steinhof gehört. Um so mehr ist es ein Kulturfrevel, einen Familiennamen zu italienisieren. Abgesehen davon hat Tolomei Vintl in Vandoies umbenannt (Prontuario Tolomei 1923), womit die Vintler Gasse wenn schon Via Vandoies heißen müsste.

Die Stadt Bozen verdankt den Vintlern neben vielem Anderen die Ausmalung der Burg Runkelstein mit dem größten, noch erhaltenen profanen Freskenzyklus des Mittelalters.

Niemand käme auf die Idee, den großen italienischen Komponisten Giuseppe Verdi zu beleidigen und den nach ihm benannten Platz in der Landeshauptstadt in Josef- Grün- Platz umzutaufen, außer vielleicht eine Partei. Warum mussten dann die Vintler im italienischen zu Vintola werden?

Wie lange wird dieser Kulturfrevel in der Altstadt noch geduldet? Ist das der Dank der Stadt Bozen für die künstlerischen Hinterlassenschaften der Vintler?

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert Bürgermeister Luigi Spagnolli auf, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden!

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (7)
1. 18-09-2011 10:08
 
@DerChecker
Habe die Buchseite gelesen und ich bin mir sicher, dass dem Autor bereits graue Haare gewachsen sind, als er Maria Theresia als Ursprung des Höfegesetzes nannte... 
Es ist leicht zu erkennen, dass bewusst jeglicher Bezug zu Österreich verschwiegen und übergangen wird. Immer die gleiche Masche die den Italienern von Italienern vorgespielt wird: Bei Südtirol handelt es sich um alten italienisches Kulturraum. 
Auf diesem Ansatz stützt sich das ganze Lügenkonstrukt der 20er Jahre, das Faschisten-Denkmal in Bozen und vieles mehr. Dieser Artikel im Buch ist nur ein weiterer "Brick in the wall". 
 
Danke trotzdem für die aufmerksame Recherche...
 
Hans
2. 15-09-2011 08:35
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Im Pariser Abkommen von 1946 wurde die Wiederherstellung der italienisierten Familiennamen festgelegt. Darin heißt es: "In Übereinstimkmung mit den bereits erlassenen gesetzlichen Maßnahmen wird den Staatsbürgern deutscher Zunge im besonderen gewährt: das Recht, die deutschen Familiennamen wiederzuerwerben, die im Laufe der vergangenen Jahre italienisiert wurden." Durch den Artilkel 22 der italienischen Verfassung wird diese Vereinbarung verfassungsrechtlich unterstrichen." Niemand darf aus politischen Gründen die Rechtsfähigkeit, die Staatsbürgerschaft oder der Name entzogen werden. 
Namensänderungen gelten heute als Fälschung, da eine Übersetzung von Eigennamen als unsinnig gilt und rechtlich mit Urkundenfälschung auf der selben Stufen steht 
Wenn heute in Südttirol solche Fälschungen üblich sind, so muss man die Gerichte bemühen und gegen die Verletzung der Verfassung klagen.
 
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3. 15-09-2011 07:17
 
Italienische Namen
Meinen Urlaub hab ich wie jedes Jahr im schönen Ahrntal verbracht. Dieses Mal ist mir aufgefallen, dass viele Wanderwegweiser des Südtiroler Alpenvereins mit italienischen Bezeichnungen verschmiert und verunstaltet wurden sind, sodass die ursprüngliche Beschriftung teilweise nicht mehr zu erkennen war. Können wir deutsche Touristen Euch im Kampf gegen die Italianisierung unterstützen? Ich denke, dass die Auswirkungen der unseligen Abkommen zwischen Hitler und Mussolini endlich aus der Welt geschafft werden sollten.
 
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4. 14-09-2011 20:18
 
Vergewaltigung von Namen
Liebe Südtiroler Freiheit, das ist leider kein Einzelfall. Neulich hab ich ein Buch gesehen, das Schüler scheinbar auch im Italienischunterricht durchgehen. Es stehen einem die Haare zu Berge, was man dort unter "Trentino-Alto Adige" zu lesen bekommt. Hier werden sogar Namen (Vornamen) von Südtirolern scheinbar willkürlich italienisiert! Von einem Hof in Prags ("Braies") wird hier berichtet, und sämtliche Familienmitglieder des Hofes einfach italienisiert. Aus einem Julian wird Giulio, aus einer Franziska Francesca und aus Elisabeth Elisabetta! Ja ist das rechtlich überhaupt in Ordnung bzw. weiß der Besitzer des Hofes in Prags was da mit seinen Familienmitgliedern für ein nationalistisches Spiel betrieben wird (fast wie im Faschismus)?  
Aber schaut selbst, vielleicht könnt ihr von der Südtiroler Freiheit da ja was machen bzw. nachfragen: 
 
http://goo.gl/Wk6Dx 
 
Das Buch heißt: "Qua e là per l'Italia" mit ISBN 9788861820371". Mir drehte es fast den Magen um als ich das las...Mitten in Europa die Namen von einer Minderheit zu fälschen, das ist im Jahr 2011 schon ein starkes Stück, noch dazu in einem Lehrbuch! Italien kann sich schämen wenn es solche Sachen nötig hat.
 
DerChecker
5. 14-09-2011 13:50
 
Guter Wille gefragt
Ich bin gespannt, wie Bürgermeister Spagnolli reagiert, falls er überhaupt auf diese Forderung eine Reaktion zeigt. Soviel guter Wille sollte in der Stadtverwaltung doch vorhanden sein, um wenigstens derart unsinnige "Übersetzungen" aus der Welt zu schaffen.
 
Wolfgang
6. 14-09-2011 11:51
 
Vintler-Strasse
Meines Wissens handelt die Gemeinde Bozen korrekt und der amtliche italienische Name heisst "Via Vintler". 
Wer hier sündigt, ist ein von der öffentlichen Hand geförderter Verein (Centro giovanile Via Vintola) sowie eine italienische Tageszeitung, deren Redakteure entweder aus Unkenntnis oder aus nationalistischen Gründen immer wieder von der Via Vintola schreiben - wobei beide Varianten ein Armutszeugnis sind.
 
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7. 14-09-2011 11:24
 
Namensänderungen sind ein Kulturvrefel
Dahinter steckt immer die Absicht, die heimischen zu besiegen. Bei den Orts, Gipfel und Flurnamen ist es den Italienern nicht gelungen, den deutschsprachigen Leuten die italienische Übersetzung aufzuzwingen. Wir fahren weiterhin nach Bozen und Meran oder besteigen vom Pustertal aus die Dreischusterspitze. Etwas anderes ist es mit Berggipfel die an der Sprachgrenze positioniert sind. Dort sollen beide Namen gelten, je nach dem auf welcher Seite man ist. Innerhalb der EU sollte es kein besiegen einer Minderheit mehr geben. Gewachsene Familiennamen zu ändern ist gegen die Kultur einer Bevölkerung. 
Wenn die Italiener von den Chinesen Geld ausleihen, dann werden sie ihre Ortsnamen auch nicht auf chinesisch übersetzen lassen!
 
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