Italienische Polizei dringt widerrechtlich in Österreich ein und schikaniert Bürger
Sonntag, 13. Januar 2008
polizia_di_stato.jpgErnste Konsequenzen fordert die SÜD-TIROLER FREIHEIT für das ungeheuerliche Verhalten der italienischen Polizei (Polizia di Stato), welche am vergangenen Freitag am Brenner widerrechtlich in österreichisches Staatsgebiet eingedrungen ist und dort einen Bürger schikaniert hat.

Am Freitag Nachmittag begab sich der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, auf den Brenner, um an der „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN“ Tafel, welche auf österreichischem Staatsgebiet steht, einige Reparatur- und Säuberungsarbeiten vorzunehmen.
 
Kurze Zeit darauf erschien ein Einsatzwagen der italienischen Polizei, ein Beamter kam über die „Grenze“ auf die Tafel zugelaufen und forderte Sven Knoll in schroffem Ton auf, sich zu rechtfertigen, was er da mache.
In sichtlicher Missbilligung der Tafel und den daran vorgenommenen Instandsetzungsarbeiten, forderte er weiters, ihm unverzüglich die Ausweispapiere auszuhändigen, da er ein Protokoll aufnehmen werde.
Sven Knoll machte den Polizisten freundlich, aber bestimmt darauf aufmerksam, dass er dazu nicht verpflichtet sei, da er sich hier auf österreichischem Staatsgebiet befinde und die italienische Polizei daher nicht berechtigt sei, ohne Grund Amtshandlungen vorzunehmen und ihm den Ausweis abzunehmen.

Der italienische Polizist verneinte dies jedoch und meinte abschätzig, dass es ihm völlig egal sei, dass er hier in Österreich sei.

Da inzwischen noch zwei weitere bewaffnete Polizeibeamte hinzukamen und Sven Knoll alleine war, händigte er dem Beamten den Ausweis aus, machte ihn jedoch nochmals darauf aufmerksam, dass sein Handeln im höchsten Maße widerrechtlich sei.
Erst nach 20 Minuten kehrte der Beamte dann mit dem Ausweis wieder zurück.

Ein solch arrogantes Verhalten der italienischen Polizei, welche sich einfach über alle internationalen Gesetze hinwegsetzt und sogar nicht einmal davor zurückschreckt, die staatliche Souveränität Österreichs zu verletzen, erinnert an die Methoden einer Militärdiktatur, aber nicht an jene eines Rechtsstaates.

Bereits in der Vergangenheit waren mehrfach Beschwerden eingegangen, dass italienische Polizeibeamte, Passanten die zur Tafel gehen, filmen und photographieren würden, bzw. sogar den Ausweis abnehmen, sobald sie sich auf Süd-Tiroler Seite befinden.
Der jetzige Vorfall übersteigt nun jedoch den Rahmen jeglicher Rechtsstaatlichkeit und muss daher strengstens überprüft werden, da der Willkür der italienischen Polizeibeamten und deren permanenten Einschüchterungsversuchen und Schikanen, endlich ein Ende bereitet werden muss.

Sven Knoll meldete diesen Vorfall auch umgehend der österreichischen Polizei, welche sich entrüstet über die Grenzverletzung und die widerrechtliche Amtshandlung zeigte und unverzügliche Untersuchungen ankündigte.
Da sich Knoll das Kennzeichen des italienischen Streifenwagens notiert hat, dürfte es leicht ausfindig zu machen sein, welche Beamten im Einsatz waren.

Inzwischen wurden bereits auch schon mehrere Politiker in Nord-Tirol von diesem Vorfall in Kenntnis gesetzt, welche das Verhalten der italienischen Polizei ebenfalls als schwerwiegende Verletzung der österreichischen Souveränität verurteilen und ankündigten, in dieser Sache umgehend politisch aktiv zu werden.


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Kommentare (54)
1. 22-09-2008 19:53
 
Ich möchte nicht viel dazu sagen, da ich niemanden beleidigen möchte. Ich frage mich nur warum manche menschen immernoch an so alten geschichten festhalten. den menschen in südtirol geht es prächtig. schaut nach süditalien mit seinen problemen und ihr werdet sehen dass es euch nicht besser gehen könnte. desweiteren halte ich die unabhängigkeitsbestrebungen für gefährlich. es geht hier nicht darum wer stärker oder schlauer ist, aber meint ihr nicht dass eine unabhängigkeit des alto adige in einer katastrophe enden würde? meint ihr italien würde die ohne weiteres zulassen? wie gesagt, ich möchte niemand beleidigen, jeder kann seine meinung haben, aber das thema "unabhängiges südtirol" halte ich für aussichtslos. 
 
liebe grüße
IP: 93.131.33.53
 
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2. 26-01-2008 22:50
 
?
@matje: Am besten sie ziehen nach Rom, eine zivile person verletzt nie Grenzgebiet, aber uniformierte 
haben sich anständig zu benehmen! 
Am besten sie ziehen gleich nach Brüssel, dort gehts Ihnen beser! 
Freiheit für Südtirol...
IP: 81.221.84.2
 
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3. 26-01-2008 12:27
 
?
GROSS ÜBER STAATLICHE SOUVERANITÄT REDEN, UND GLEICHZEITIG WIRD AUS ÖSTERREICH DIE ITALIENISCHE VERLETZT, INDEM SOLCHE SCHAMSCHILDER GEDULDET WERDEN!
IP: 151.48.37.244
 
Matye
4. 24-01-2008 07:31
 
Danke
@Peter: Herzlichen Dank für die Mitteilung via Kommentar, werde das mal abchecken - und trotzallem 
ich halt auch Norditaliener bin, bleibt mal schön Tiroler -das seid ihr und das kann euch niemand wegnehmen. (Yvo ZH/ Rocca Pietore (BL) schon fast Südtirol) lässt grüssen.
IP: 81.221.213.66
 
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5. 22-01-2008 22:06
 
@Yvo
- Ich glaube es gibt sogar Süd-Tiroler bei der Staatspolizei.  
Ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. 
Soviel ich weiß sind es nur paar vereinzelte Möchtegern-Beamte und die sind ganz sicher nicht am Brenner. 
- Der unbequeme Politiker war Christian Waldner und wurde 1997 von ital. Geheimdienst beobachtet. 
So ein Staatsorgan mit allen Mitteln stellt sich natürlich nicht dumm an. 
Das Buch gibts sicher im Internet oder bei der Athesia. 
Wäre Waldner nicht aus dem Weg geräumt worden, würde (Süd) Tirol heute anders aussehen. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Freiheitlichen 
- Mir ist nichts bekannt, dass es Gesetzbücher in Deutsch geben soll. 
Die österr. Gesetze hatte man abgeschafft. Warum auch in Deutsch? Wir sollten doch zu Italienern erzogen werden.
IP: 91.64.58.169
 
Peter
6. 21-01-2008 12:05
 
Selbstbestimmung
Die Schweizer haben sich seiner Zeit in ihrer Geschichte der Selbstbestimmung von der damaligen "Supermacht" in ihrem Freiheitskampft befreit, und feiern seitdem jedes Jahr als freies und stolzes Volk das Fest der Erinnerung an die Befreiung auf der Rütli-Wiese im Kanton Uri. Die Süd-Tiroler haben auch ihre eigene "Rütli-Wiese" auf der Burg Sigmundskron und sie steht auch heute noch symbolhaft für den Selbstbestimmungskampf der Süd-Tiroler und für alle bisherigen Erfolge auf diesem Wege. Die Schweiz hatte damals Wilhelm Tell gehabt, Süd-Tirol hat unsere Frau Selbstbestimmung, Eva Klotz. Helvetiorum Fidei ac Virtuti und auch hier heisst es heute, Et Austriorum fidei ac virtuti! Das Andreas Hofer-Lied kennen alle Tiroler, das Rütli-Lied aus der Schweiz nicht. 
 
Das Rütli-Lied 
 
Hier standen die Väter zusammen 
Für Freiheit und heimisches Gut, 
Und schwuren beim heiligsten Namen 
Zu stürzen die Zwingherrenbrut. 
 
Der Schimmer der Sterne erhellte 
Nur düster die nächtliche Flur. 
Als Rächer zum Himmelgezelte 
Entschwebte der heilige Schwur 
 
Und Gott der Allmächtige sandte, 
Gedeihen zum heiligen Schwur. 
Sein Arm die Tyrannen verbannte. 
Und frei war die heimische Flur. 
 
Drum Rütli sei freundlich gegrüsset 
Dein Name wird nimmer vergeh´n 
So lange der Rhein uns fliesset,  
So lange die Alpen besteh´n
IP: 195.3.113.164
 
Markus A.
7. 20-01-2008 10:36
 
Pfui EU::
@Markus: Cosiga, Solana, der letztere weiss wohl gar nix über das Südtirol. Was wollt ihr den mit der EU, habts noch nicht gemerkt, dass das Geldvernichter 
(s. Neapel, Thesaloniki und vorweg 
schon Zahlungen an die Türkei- sind?(Sonst sind deine Einträge nachvollziehbar) 
Es gibt nur ein`behaltet eure Austria Wurzeln und werdet soverän. 
Apropos A: Die haben wir geschichtlich in der Schweiz nicht gut in Erinnerung, die Habsburger! 
Schöne Grüsse nach Tirolien...
IP: 81.221.91.187
 
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8. 20-01-2008 07:47
 
@ Paul R
Nicht nur ein Staat, auch eine politische Bewegung muß sich Tag für Tag seine Berechtigung neu erarbeiten. Wenn ich mir ansehe, mit welchen billigen Polemiken die SF verzweifelt um Aufmerksamkeit bettelt, dann krümme ich mich geradezu vor lachen! Mehr als proletiode Hetzkampagnen in einem gehässigen Ton schafft die SF nicht. Kein Wunder, daß sie südlich des Brenners für nicht besonders voll genommen und nördlich des Brenners komplett ignoriert wird. Die Angst der Frau Klotz und Co., bei der Wahl schlechter als die UFS abschneiden zu können, führt sie in eine immer niveaulosere bilige Hetzkampagne. Erinnert mich irgendwie an 3 - jährige Kinder, die alles mögliche tun, um etwas Aufmerksamkeit seitens der Eltern zu bekommen. Und solche Leute möchten unser Land nach Österreich bringen??? Zum Totlachen!
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
9. 20-01-2008 01:28
 
Polemik in der Politik
Eine politische Bewegung hätte gänzlich ihre Funktion, gerade als Oppositionspartei und auch ihre Berufung verfehlt, wenn sie keine Maximalforderungen in der Politik aufstellen würde, und nicht dafür mit den Mitteln der polemisch geführten Debatten eintreten würde. Das müsste doch allen Beobachtern der Politik ja klar sein, dass eine politische Bewegung oder eine Partei kein Kartenspielerverein ist. Das Land Süd-Tirol ist bekanntlich heute ein Teil einer Konflikt-Demokratie und die unterscheidet sich ziemlich von einer Konsensdemokratie, wie man sie vieleicht in Deutschland lebt. Dazu muss man in diesem Land weder italophob oder austrophil sein, sondern im Einklang mit der politischen Kultur des Landes die eigenen Argumente und Forderungen vorbringen. Ich kann nur in meinem Namen schreiben und sprechen, bzw. die Meinungen meiner Freunde zu diversen Themen in diesem Forum reflektieren, daher wer aufpasst, findet bei mir keine Stelle, wo ich im Entferntesten italophobe Äusserungen tätigen würde, genauso wenig auch Deutschtümelei. Mir persönlich ist nur die Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol wichtig und das ausschliesslich mit friedlichen und demokratisch legitimierten Methoden, wo man in Dialog mit der italienischen Demokratie und mit der Unterstützung aus dem Vaterland Österreich diese Frage im Geiste der Europäischen Einigung auch erörtern kann. Manche Italiener, gerade in Süd-Tirol nehmen Kritik an Italien mit zu viel Emotionen auf, obwohl sie selbst permanent über diesen Staat schimpfen. Diese berechtigte Kritik richtet sich auch nicht an Menschen italienischer Herkunft, oder an ihre Kultur, sondern einzig und allein an den italienischen Staat, der heute das Land Süd-Tirol verwaltet. Dabei darf man nicht vergessen, wer der Schwächere in dieser Auseinandersetzung um die Selbstbestimmung in Süd-Tirol ist, bzw. die leidvolle Geschichte dieses Landes darf man dabei nicht ausser Acht lassen. Daher, bitte von uns nicht erwarten, dass wir Italien dafür lieben oder lieben werden, nur weil das Land Süd-Tirol gerade noch verwaltungsmässig zu diesem Staat gehört. Italien war ausserdem nie die Heimat für die meisten Menschen Tiroler Herkunft, und wird es auch nie werden, nämlich das Vaterland der meisten Süd-Tiroler, das bekanntlich nördlich der Brennergrenze in Tirol und in Österreich liegt. Das weiss doch jeder, der sich einigermassen in diesem Land auskennt, oder mit Süd-Tirol zu tun hat. Ich oder wir, haben nie gehabt, bzw. haben kein Problem mit den Menschen italienischer Muttersprache aufgrund ihrer Herkunft, da wir miteinander gut auskommen, sondern mit dem Staat, der dem Land Süd-Tirol eine demokratische Klärung der Selbstbestimmungfrage bis heute immer noch verweigert. Der Altpräsident Francesco Cossiga ist auch nicht irgendwer in diesem Land und wenn er die Notwendigkeit der Klärung der Selbstbestimmungfrage der AP Bozen Südtirol anerkennt, dann muss das doch was in Italien heissen. Wenn fast alle Bürgermeister eine Selbstbestimmungpetition von 2006 an das Vaterland Österreich unterschreiben und in Wien übergeben, ist dabei nichts illegales oder verwerfliches, sondern ganz im Gegenteil. Ein im eigenen Siedlungsgebiet fernbestimmtes Volk macht die Aussenwelt auf dieses Unrecht mit demokratischen Mitteln aufmerksam. Ich muss mich noch einmal wiederholen, solche Fragen werden langsam aber sicher in der Europäischen Union bald politisch lösbar sein. Das, was gerade in Schottland und Baskenland, Katalonien, Flandern passiert, das sind auch die besten Beispiele dafür, dass diese Frage viele ethnische Gruppen bewegt. Das betrifft alle Volksgruppen, die eine grundlegende Änderung der heutigen Situation anstreben. In Süd-Tirol bedeutet das meistens keine weitere Bevormundung aus Rom und irgendwann eine freie Bahn für die Wiederherstellung der Einheit des geteilten Landes Tirol, die man nur im Dialog auf dem Wege der Zustimmung von allen Seiten erreicht, auch wenn das heute noch sehr utopisch erscheint. Dieses Recht auf die Einheit des Landes und diese politische Entwicklung in Richtung Freiheit der Ausübung der Selbstbestimmung ist von den höchsten politischen Repräsentanten unlängst beim letzten SVP Parteitag in ihren Referaten, wie ich das verstanden habe, auch so gesehen worden. Das bedeutet auch nicht, dass man am Ende das bekommt, was man sich von der Seite der Landesregierung wünschen würde, aber ein wirklicher Neuanfang wäre dann doch für alle Sprachgruppen möglich. Alle 5-10 Jahre wird der Unterschied sichtbar, wie weit die Einigungsprozesse der EU bereits fortgeschritten sind, und was alles an neuen Möglichkeiten gerade in dieser Frage politisch machbar wird. Heute darf man über alles reden und dafür werben, ohne Verdacht auf Majestätsbeleidigung in Italien, wie noch vor mehr als 30 Jahren. Ausserdem, was macht die Gegner der Selbstbestimmung so sicher, dass in Anbetracht dieser schwierigen Geschichte Süd-Tirols das Land Italien auch in Zukunft uneingeschränkt das moralische Recht der Fremdherrschaft über eine 3/4 Bevölkerungsmehrheit auf seiner Seite hätte. Die Diskussion gerade jetzt in Serbien über weiteren Verlauf der Kosovarischen Selbstbestimmung irinnert mich sehr an alles, was man in Italien an Argumenten dagegen im Falle von Süd-Tirol schon so oft gehört hat. In diesen Tagen findet eine hochrangige Kosovo-Konferenz in Slowenien zu dieser Frage statt, und zwar mit F, D, GB und Italien, sowie Solana von der EU und mit dem Erweiterungskommissär Rehn. Der Vorschlag am Samstag war, die vier mächtigsten Staaten der EU annerkennen bald gleichzeitig die Kosovarische Unabhängigkeit und später fogen dann weitere Staaten. Das soll bald in nächsten Wochen und Monaten geschehen, obwohl gerade Italien und Spanien Vorbehalte angemeldet haben, und zwar wegen der möglichen Folgen bei eigenen Minderheiten. Sollte das so geschehen, dann kann man gespannt sein, mit welchen Argumenten Italien sich weiterhin gegen eine Klärung dieser Frage aller Fragen in Süd-Tirol aussprechen und wenden wird, wenn sie gerade die Kosovarische Selbstbestimmung anerkennt. Das war aber 1945/46 auch nicht anders, als Italien sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker im Falle der 2/3 ethnischen italienischen Mehrheit um Triest und Gorizia im Streit mit Jugoslawien berufen hat, aber gleichzeitig dieses Recht den Süd-Tirolern und gegenüber Österreich zu 100% verweigert hat. Wird sich diese Geschichte, diesmal unter anderen Vorzeichen in der EU wiederholen?. Die neue Verfassung der EU wird ohnehin viel Macht den Nationalstaaten abnehmen, und bei Bedarf wird vieleicht einmal sogar jede demokratisch legitimierte Selbstbestimmung in der EU politisch möglich sein, wo nicht ausschliesslich Rom und Italien darüber entscheiden werden, sondern die europäischen Institutionen und demokratische übernationale Gremien, vorausgesetzt natürlich Süd-Tirol würde auf der Ebene der Landesregierung und in Italien dieses Recht auf Klärung oder Anerkennung der eigenen Selbstbestimmung von Europa auch einmal verlangen. Einen fixen politischen Fahrplan dafür gibt es bereits für die nächsten Jahre für Schottland, Baskenland und Katalonien und hoffentlich auch bald für die AP Bozen Südtirol.
IP: 195.3.113.172
 
Markus A.
10. 19-01-2008 15:33
 
Polemik in der Politik
Francesco Cossiga wird von der SF instrumentalisiert. Verträte Cossiga nicht eine der SF günstige Ansicht, wäre es der SF schnurzpiepegal was Cossiga denkt. Oder interessiert sich die SF für die Ansichten Scalfaros oder Ciampis und zitiert diese ebenso häufig? Hier wird stets Cossiga zitiert, weil er der SF genehm ist. 
 
@Markus A. Sie versuchen immer den Eindruck zu erwecken, als sei Italien "voll am Arsch". Ich will die Situation in Italien nicht schönreden. Zweifellos funktioniert das Gemeinwesen in Österreich besser als in Italien. Aber etwas mehr Sachlichkeit würde ich mir wünschen. Italien hat immer noch das siebtgrößte BIP der Erde. Und sie sind es, der stets Vergleiche mit Balkanrepubliken und Zerfallsprodukten der UdSSR anstellt. Wenn sie die politische Diskussion in Italien verfolgten, würden sie sehen, dass man sich meistens an Frankreich und Deutschland orientiert. 
 
Die Aktion der Südtiroler Bürgermeister mit ihrer Petition ist schlichtweg illegal. Aber sie dürfen sich freuen, in Italien zu leben, wo solche staatsfeindlichen Aktionen nicht sanktioniert werden, wie das z.B. in Österreich der Fall wäre.
IP: 141.2.247.88
 
Stefan Rennert
11. 19-01-2008 12:36
 
An Freigeist: Warum ewiggestrig?
"Ihr Ewiggestrigen seid da nur im Weg und interessiert keinen Menschen mehr." 
 
--> jeder Staat muss sich täglich, wöchentlich oder monatlich seine Berechtigung aufs Neue erarbeiten. 
Warum geht die höchste Macht in Südtirol von Rom und nicht von Bozen aus? 
Eine demokratische Regierung ist eine, die die Interessen der Vertretenen am besten vertritt. 
Demzufolge verstehe ich nicht, warum die Regierung derzeit in Rom ist.
IP: 213.33.17.30
 
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12. 19-01-2008 10:39
 
Selbstbestimmung
@ Wiener . Die Süd-Tiroler leben meiner Meinung nach in keiner Gefangenschaft, sondern in einem demokratischen Staat Italien, der sich aber immer davor gescheut hat, die Frage der Selbstbestimmung in Süd-Tirol gestellt zu bekommen, und bei einer Klärung dieser Frage nicht im Wege zu stehen. Jede Regierung in Wien hat zu jeder Zeit ohne Wenn und Aber die Interessen der Autonomie diplomatisch, international und auf der Ebene zwischen den österreichischen Bundesländern mit allen Mitteln unterstützt. Ein anderer Forumteilnehmer meinte gerade, der Vorwurf des Revanschismus wäre bei der politischen Arbeit der SF gerechtfertigt. Ich würde meinen, wahrscheinlich bei der Interpretation der demokratischen Rechte der Süd-Tiroler bei den italienischen Neofaschisten, bei den italienischen Rechten im allgemeinen oder bei solchen Menschen, die in totalitären Denkmustern verharren. So war das auch seit 1989 und davor in ganz Ost-Europa bis heute bei der Selbstbestimmung im Kosovo. Für die EU waren diese Bewegungen Befreiung von der Fernbestimmung, für die alten Mächte eben Revanschismus. Diese Länder und Völker haben damals Mut aufgebracht, um bei dieser Wortwahl zu bleiben, haben eben auch "revanschistisch" gehandelt, und Dank der Klärung dieser Selbstbestimmungen leben heute die Menschen von Ost-Berlin bis Sofia, von Tallin in Estland bis Podgorica in Montenegro in Freiheit und auch immer mehr in Wohlstand, sodass manche dieser "Armenhäuser" und "Revanschisten" aus der alten Zeit Italien heute bereits überholt haben oder gerade in demokratiepolitischer Hinsicht überholen, wenn man dabei an die neueste Selbstbestimmung 2007/08 denkt, und was die alte Staatsmacht dagegen unternehmen will oder kann. Ist das auch Revanschismus, wenn 2006 so gut wie alle Bürgermeister der Süd-Tiroler Gemeinden die Selbstbestimmungpetition des Landes Südtirol an den Österreichischen Nationalrat unterschreiben und feierlich in Wien übergeben? Ist das Revanschismus, wenn sogar der italienische Altpräsident Francesco Cossiga ein Referendum zur Klärung der Selbstbestimmungfrage 2006 vorgeschlagen hat, und einen klaren Gesetzesentwurf zur Klärung der "Endgültigen staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol" im Römischen Senat eingebracht hat? Für mich ist das gelebte Demokratie des 21. Jahrhunderts in einem Europa und in der EU der freien und der selbstbestimmten Völker. Leider scheinen das viele auf der italienischen Seite nicht verstehen zu wollen. Es steht diesen Menschen frei die Freiheit und Demokratie nach ihren Kriterien zu definieren und zu leben, aber ganz bestimmt haben sie kein Recht einer nicht italienischer Volksgruppe vorzuschreiben, was diese für sich selbst an demokratischen Rechten in Italien und in der EU beansprucht. Die AP Bozen Südtirol war stets bemüht sich mit den besten Regionen in Europa zu messen und nicht mit den letzten, wie gerade jetzt Italien das tut. Das lächerliche Argument, die SF möge sich um Abtrennung Tirols von Österreich bemühen, greift nicht, da die deutschsprachigen Süd-Tiroler nach der Definition der Politiker der SVP und Opposition, eine Österreichische Volksgruppe in Italien sind. Ich rate daher Herrn Rennert sich dafür einzusetzen und dafür zu werben, dass ein heute freies ost-deutsches Bundesland an die Russische Föderation angeschlossen wird, vieleicht will das dort jemand so haben. Seinerzeit vor 1989 war dieser unfreie Teil von Deutschland oft genug in Mitteleuropa als "Russissches Deutschland" verschrien. Dass das Land Süd-Tirol heute sprachlich und ethnisch nicht Italien ist, das verdankt man der Geschichte der letzten 60 Jahre. Was ist z.B. aus Friaul um die Autonome Region Udine in Nord-Italien, bzw. um die Autonome Region Trento, Val d´Aosta geworden? Die Vielfalt kann man nicht gross genug schätzen, genauso wie die Freiheit und die Demokratie. man könnte ausserdem der Verteidigern der Italianità des Alto Adige raten, sie mögen nach Süd-Italien fahren und dort, wo man dfas vieleicht brauchen würde diese Italianità verteidigen, damit die Demokratie und der Rechtsstaat dort nicht endgültig untergehen. Stattdessen bleiben sie hier, um dieses Potemkische Konstrukt der Italianità Süd-Tirols zu verteidigen, weil es nichts kostet, weil das belohnt wird, und weil as am leichtesten und bequemsten ist über die schwächeren diese Herrschaft der Fernbestimmung auszuüben. Sich echten und dringenden Problemen in Italien zu stellen, war nie die Stärke dieses Landes, daher war und ist Italien "der kranke Mann Europas" und eine Besserung ist nicht in Sicht. Darüber aber muss man nicht unbedinngt gerade in Süd-Tirol verzweifeln, da Süd-Tirol sprachlich, ethnisch und kulturell nicht Italien war und ist.
IP: 195.3.113.165
 
Markus A.
13. 19-01-2008 09:09
 
Selbstbestimmung?
Solange die SF sich nicht mit gleicher Vehemenz für eine Sezession des Bundeslandes Tirol von Österreich einsetzt, bleibt sie eine italophobe austrophile (von einseitigen Hasstiraden lebende) revanchistische "Bewegung".
IP: 141.2.247.88
 
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14. 19-01-2008 07:28
 
@ Werner
"ihre, in Gefangenschaft lebenden, Landsleute einzusetzen." Selten so gelacht. Die Österreichen wollen mit Südtirol und mit dem restlichen Italien handeln und Geld verdienen. Ihr Ewiggestrigen seid da nur im Weg und interessiert keinen Menschen mehr.
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
15. 18-01-2008 20:16
 
@ Werner
Auch wenn ich es hier schon öfters gelesen habe: Die Tatsache, dass Österreich nicht auf eine solche Aktion reagiert heißt noch lange nicht, dass Südtirol seinem Mutterland egal ist. Solche Schikanierungen sind traurig, verstörend und unterstreichen die Südtirolproblematik, aber nicht sie sondern die ganzheitliche Situation wird noch zu einer Reaktion führen, sofern die Österreicher den Mut aufbringen, sich für ihre, in Gefangenschaft lebenden, Landsleute einzusetzen.
IP: 80.108.23.39
 
Wiener
16. 18-01-2008 18:43
 
@Hubertus
Wieso regt Ihr Euch eigentlich so über das Schild am Brenner auf? Weil es vielleich auch endlich zur Diskussion zur Selbstbestimmung anregt oder Ihr einfach nur Angst habt vor neuen Chancen, gemeinsam mit allen Tirolern, egal ob es Nord-, Ost- oder Süd-Tiroler deutscher, itlienischer oder ladinischer Zunge sind.
IP: 194.242.217.35
 
do Puschtra
17. 18-01-2008 18:24
 
Lei net augebn
SF lot ench et untokriagn sischt miasma amol a poor manondopleschn 
 
olm waita
IP: 195.254.244.65
 
St Andra
18. 18-01-2008 17:38
 
guardate...
ach so ich soll ja deutsch schreiben: Also werter @protest, @klaus. Wens die Oesterreicher nicht interessiert, hier in der Schweiz gibt es viele Italiener, bzw. Norditaliener und vorallem mit Leuten aus dem Grenzgebiet 
(Val Cordevole), habe ich diskutiert: mit jung und alt. Es wird mit Argus Augen auf das Etschtal geschaut. Es gibt viele Norditaliener die gerne mit euch wären, da bei euch, von euch aus Ordnung herrscht. Und es darf auch keine Unterdrückung geben, da ihr nicht in einer "Bananen Republik" 
wohnt. Wenn ihr schon nicht selber entscheiden könnt auf politischer Ebene, soll eure wertvollste Kultur(für Europa) genauso vom ital. Staat gefördert werden, wie die sardische etc. 
Zu den Grenzen: Wenn es keine Grenzen gäbe, wärt ihr nicht bei 
Italien, sondern wventuell dort wo die Wurzeln der Tiroler Kultur liegen. Antwort: es gibt halt jetzt auf Grund der hirnverbrannten Gebilde - Situation EU, offene Grenzen, ... diese müssen akzeptiert werden! Ohne Diskussion!! 
Ich meine es sollte eine EU Abstimmung geben, wo ihr selbst 
entscheiden könnt, wohin ihr gehört, die Italiener die mit euch am gleiche Strick ziehen, sollen bleiben die anderen über die Grenze! nach offiziell Italien. 
Nein wirklich, ich habe auch Bekannte in Südtirol und erfahre einiges. Ich bin Italiener und stehe dazu, aber eben ich seh`s halt anders. 
Und nun dürft ihr wieder über die CH lachen, aber es ist so gemeint.  
Zudem war ich selber in der Gde Politik und weiss was abläuft. 
Zum Schluss; allen Treffen und Gründungen von Ortsgruppen in euren schönen LAND-VIEL ERFOLG! 
freiheitlicher im Ausland lässt grüssen...
IP: 81.221.93.206
 
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19. 18-01-2008 16:57
 
guardate...
Wieso stellt sich der Herr Knoll nicht so ein Schild einfach in seinem Garten auf, schön sichtbar für jeden. Da kann er jeden Morgen im Morgenmantel gemütlich rausspazieren, die Eierschalen und Tomaten abwischen, dann kräftig polieren damit alles glänzt.  
Aber das wäre ja zu dumm, falls so blöde Italiener beim werfen der Eier das Schild verfehlt.. und Knolls Haus trifft. Wen würde er da rufen müssen? Na klar, die nette und ihm so freundlich gesinnte italienische Staatspolizei.
IP: 213.191.86.173
 
Hubertus
20. 18-01-2008 14:23
 
@ Klaus
Eben! Hier wird wegen dieser Sache geschrieen als wäre eine Atombombe explodiert... und in Österreich haben weder Fernsehen, noch Zeitungen darüber berichtet, WEIL´S KEINEN INTERESSIERT! Die SF nimmt sich viel zu wichtig und glaubt wohl, die Welt dreht sich um sie.
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
21. 18-01-2008 08:11
 
Protetst
@freigeist 
na na, Wien zieht ihren Botschafter ou, gfährlich dass a kriag kimp...;o) i loch mi hin, niamand isch österreich scheisst des... im geliebten österreich...;o)
IP: 217.27.90.212
 
Klaus
22. 17-01-2008 23:17
 
Sven Knoll hat richtig gehandelt!!!!!!
Ich als Italiener sage: Die Staatspolizei hat eine Grenzverletzung begangen.  
Weiter hat die italienische Polizei 
eine CH/It doppelbürgerin, die wegen der Haager Problematik von ihrem ital. akademischen Ehemann geflohen ist, mit ihren 3 Kindern CH Pass in Maputo (MOC) verhaftet. 
11.07 und entgegen dem Versprechen 
der CH Konsulin dort, statt nach Genf, nach Rom gebracht. Aus dem Hotel verhaftet.(Haager Entführungsfalle). Das einte Kind kam zum Vater. Jetzt sind 3 Anklagen verschwunden und der Kontakt des Kindes zur Mutter ist unterbrochen. www.kindswohl.info  
Weitere Verfehlungen der italienischen Justitia sind in anderen Fällen bekannt. 
(Mit dem Segen des "faschistischen" Vatikans!
IP: 81.221.193.14
 
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23. 17-01-2008 16:52
 
Sven Knoll hat richtig gehandelt!!!!!!
ich dachte Knoll behauptet es gäbe doch gar keine grenze zwischen süd und nordtirol? ;)
IP: 87.8.21.218
 
knöllchen
24. 17-01-2008 16:46
 
Protest
Und noch immer keine Protestnote Wiens. Merkt ihr eigentlich wie egal ihr ihnen seid?
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
25. 17-01-2008 12:43
 
Protest
Die "Gesetzhüter" halten sich nicht an die Gesetzte. 
Sie behaupten, sie seien da, um die Zivilbevölkerung zu "schützen". 
 
Wie will der Gesetzhüter das erreichen, wenn er die Bevölkerung erst gar nicht vor sich selbst schützen kann?
IP: 87.8.19.150
 
Bajuware
26. 16-01-2008 07:01
 
Wie man in den Wald ruft...
Manche Teilnehmer in diesem Forum unterschreiben ihre Beiträge mit einem deutschen Vor- oder Nachnahmen, aber sie argumentieren genauso, wie ein national-italienisch denkendender Mensch in Süd-Tirol. Ich frage micht daher, vorausgesetzt diese Namen sind echt, wo leben diese Leute und in welchen Kreisen verkehren sie, wenn sie dermassen einseitig pro-national-italienisch schreiben. Dafür kann es nicht viele Erklärungen geben. Eine davon könnte sein, es sind Italiener, die in Süd-Tirol mit der Zeit perfekt die deutsche Sprache erlernt haben. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass die italienische Fremdherrschaft in diesem Land von Anfang an auf breiteste Ablehnung in der Bevölkerung gestossen ist, und daher später einmal in den demokratischen Zeiten, vor allem in den Zeiten der real existierenden Autonomie dieser Staat bestrebt war, sich eine kleine Schicht von gefügigen deutschsprachigen Süd-Tirolern zu schaffen und zu sichern, die zu allem was aus Italien kommt immer ja und amen sagen. Da es aber nicht viele Menschen dieser Sorte gibt, wurden und werden Menschen italienischer Herkunft für echte deutschsprachige Süd-Tiroler ausgegeben, oder bei der Volkszählung der Sprachzugehörigkeit als solche deklariert. Ich habe bereits unzählige male solche Süd-Tiroler kennengelernt, die zwar perfekt die deutsche Sprache beherrschen, aber in ihrer Gesinneung der Fiamma Tricolore oder Unitalia in nichts nachstehen, was auch nicht verwunderlich ist, wenn man Zuhause natürlich italienisch spricht, und die eigene Familie ist erst in dritter Generation in Süd-Tirol wirklich heimisch geworden. Auch wenn man in diesem Forum einen deutschen Vor- und Nachnahmen angibt, was nicht immer stimmen muss, muss man auch nicht unbedinngt von hier stammen, sondern zum Beispiel aus Italien, Deutschland, oder vieleicht sogar aus Ost_Deutschland? Es ist allgemein bekannt, wer und warum früher bis 1989 in Italien die Ost-Deutschen über Ost-Berlin Pankow als "Gastarbeiter im besonderen Dienst" angeheuert hat, um sie auf die patriotischen Kräfte in Süd-Tirol zu hetzen. Sind diese Leute nach 1989 wirklich "arbeitslos" geworden? Hat das jemand vieleicht in den Medien oder in der Zeitgeschichte untersucht, ob es noch "Überbleibsel" dieser Sorte nach dem Untergang der totalitären DDR in Süd-Tirol in Italien noch gibt? Wenn es so wäre, hätte mich das nicht verwundert, da manche Argumentation von manchen Forumteilnehmern sogar hier fast 1:1 ident ist und zwar mit der Propaganda der besonderen Dienste des 1989/90 verflossenen Paradieses der Werktätigen. Z.B. der Vorwurf, bei der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler würde sich um eine Art von Revanschismus handeln. Dem ist entgegenzuhalten. Am Anfang der italienischen Fremdherrschaft in Süd-Tirol war das Königreich Italien seinerzeit eindeutig und unprovoziert der Agressor gewesen, der ohne höheren Zwang und ohne Not ein Land Süd-Tirol damals ohne Italiener angegriffen, besetzt und Tirol in drei Teile geteilt hat. Dieses Königreich hat unter dem Duce den Zweiten Weltkrieg mitverursacht und nur durch ein geschicktes diplomatisches Spiel hat es sich 1945/46 seiner Verantwortung dafür entzogen. Die Zeche dafür in der Süd-Tirol Frage musste damals das Vaterland der Süd-Tiroler bezahlen, nämlich Österreich. Danach sind die Menschen in diesem Land ein zweites mal um ihr Recht auf Selbstbestimmung betrogen worden, sogar die eigene Verpflichtung Italiens zu Autonomie bestand bis 1972 nur auf dem Papier und dieses Land gewährte die 1946 versprochene Autonomie nur in Zeitlupe und vor allem aufgrund der äusserst gewaltsamen Ereignisse der 60er Jahre. Die entsprechende Umsetzung dauerte sogar noch bis 1992, also mit über 40 Jahre Verspätung und sie ist immer noch lückenhaft, vor allem was die Frage der eigenen süd-tiroler Polizeikräfte betrifft, die es gar nicht gibt. Also so weit kann es mit dem Vertrauen Italiens in die Menschen hier auch nicht her sein. Die lebendige Demokratie setzt aber Vertrauen und Gegenvertrauen und die Partizipation der Gesellschaft in diesen so wichtigen Fragen voraus. Das ist in Süd-Tirol bis heute leider nur eingeschränkt möglich. Italien fand und findet trotz uneingeschränkter Staatsgewalt immer noch nicht ausreichend Leute unter den Süd-Tirolern, die ohne Wenn und Aber die Interessen dieser Staatsmacht unterstützen würden, und ohne die ist die Italianità ja unmöglich. Daher suchte man seinerzeit nach deutschsprachigen "Gastarbeitern" in den 60er Jahren in Ost-Deutschland, die in allen diesen Fragen mit totalitären Methoden der italienischen Demokratie behilflich sein könnten. Es ist eine historisch bewiesene Tatsache, dass es diese Zusammenarbeit in Italien mit diesen Leuten ais Ost-Deutschland zu Schaden der Süd-Tiroler bis in unsere Zeit gegeben hat. Mich würde daher interessieren, ob es noch Menschen gibt, die 1989 "arbeitlos" geworden sind, und die sich nach einem neuen "Job" umschauen mussten. Für eine transparente und demokratisch verfasste Gesellschaft ist diese Tatsache auch heute von grosser Bedeutung. Es ist auch eine historische Tatsache, dass Italien zu jeder Zeit zu allen Mitteln gegriffen hat, um den Widerstand der Süd-Tiroler zu brechen oder zu schwächen, seien diese Mittel aus der Sicht einer aufgeklärten Demokratie noch so abwägig und verabscheungswürdig, für den Stiefelstaat waren sie es nicht. Zu den von Stefan Ekkert vorgebrachten Argumenten kann ich folgendes vorbringen. Das Selbstbestimmungsrecht ist ein Menschenrecht und dieses verjährt auch nicht. Aus diesem Menschenrecht haben über 20 Völker und Länder in Europa in den vergangenen fast 20 Jahren Gebrauch gemacht und erst eine demokratische Diskussion darüber auch im Westen Europas möglich gemacht. In dieser Frage geht es darum, wie ich das verstehe, dass man zum ersten mal in der Geschichte des Landes Süd-Tirol in Italien das Volk befragt, ob man die Selbstbestimmung noch will, oder ob es mit der heute herrschenden Situation einverstanden ist oder auch nicht. Es ist auch kein frommer Wunsch einer kleinen Minderheit, sondern es ist nach bevor der brennende und der noch nie aufgegebene Wunsch der Süd-Tiroler und ihrer politischen Parteien, wenn man das Ziel der Selbstbestimmung in allen Parteiprogrammen als eines der obersten politischen Ziele in unserer Zeit vorfindet, so bei der SVP, STF, FP und Union. Die Selbstbestimmung-Petition der 99% der süd-tiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006 spricht in dieser Hinsicht eine klare Sprache. Die Klärung dieser Frage ist meiner Meinung nach notwendig, damit man in der Zeit danach einen Neuanfang für alle Menschen wagt, ohne Sprachgruppentrennung und Disagio und mit mehr Entwicklungspotential für Menschen aller Sprachen. Solche Forderung ist heute in der EU nichts extravagantes mehr, wenn andere Autonome Regionen in der EU bereits selbst diesen Weg bereits erfolgreich eingeschlagen haben. Wenn die Regierung der Autonomen brittischen Region Schottland für das Jahr 2011 bereits fix ein Sellbstbestimmungsreferendum eingeplant hat und das ohne Widerspruch aus London, dann ergeben sich daraus automatisch neue Chancen und Möglichkeiten für andere Selbstbestimmungen in der EU, auch wenn Italien glaubt, sich immer mit den letzten der politischen und wirtschaftlichen Liga der EU messen zu müssen. Falls jemand vieleicht aus Altersgründen das noch nicht richtig verstanden hat, wo wir uns alle heute in der EU realpolitisch befinden, wo die Nationalstaaten sich selbst bereits überlebt haben und die Grenzen dazwischen abbauen, wo wir verpflichtet sind Kraft der heutigen und künftigen Europäischen Verfassung uns alle aufeianander und nicht voneinander zu bewegen, der hat ganz sicher den Zug der Geschichte bereits verpasst. Die Generationen, die mit Grenzen, Grenzkontrollen, Eisernen Vorhang aufgewachsen sind oder damit gut gelebt haben, die tun sich vieleicht schwer das zu verstehen, aber die neueste politische Entwicklung in der EU geht eindeutig in diese Richtung, nämlich Abbau der Grenzen, Förderung der Einigungsprozesse, Zusammenführung der Bevölkerung in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Wenn wir alle in der EU ein Land werden wollen, dann können wir nicht anders handeln und gerade aus süd-tiroler Sicht ist diese Entwicklung sehr begrüssenswert. In Italien tut man aber so, nicht der Stiefelstaat müsste sich den europäischen heute und in Zukunft geltenden Spielregeln unterordnen, sondern die EU müsste sich damit abfinden, wie man mit den italienischen Methoden diese Regeln umgeht oder anders interpretiert. Ich weiss schon, dass die Gesellschaft in Italien immer und überall zu spät kommt, politisch, wirtschaftlich und auch mental, aber das entlässt nicht die politischen Führungseliten in diesem Land über den eigenen Tellerrand zu denken und zu handeln. Il Declino, Italiens Niedergang heute ist der Preis dafür. Nach Graf Joseph de Maistre, einem Denker der Aufklärung, hat jedes Volk die Regierung, die es verdient. Den Süd-Tirolern ist natürlich das eigene Wohlergehen am wichtigsten und da es mit Italien heute steil berab zu gehen scheint, wird sich diese Kluft noch verschärfen. Es ist auch auf die heutige Situation in diesem Land keine angemessene Antwort, wenn man auf italienischer Seite in alten Verteidigungsreflexen der Italianità verharrt und wenn man glaubt mit Destruktivität in der Selbstbestimmungsfrage den heutigen status quo über die nächsten Jahre so zu retten. In dieser Frage geht es in erster Linie um die Weiterentwicklung der Demokratie und der Rechte der Bürger. Dort wo das passiert, dort ist auch der Fortschritt und Wohlstand Zuhause. Wenn eine Gesellschaft, sei es noch so klein, sich noch zu einem Teil aus welchen Grund auch immer unfrei fühlt, oder glaubt um ihre Rechte betrogen worden zu sein, und daher auf die Gerechtigkeit für sich selbst hofft, dann ist das keine gesunde und gute Ausgangsbasis für die Zukunft für alle Parteien in dieser Auseinandersetzung um die Selbstbestimmung. Nach meinem dafürhalten müsste man daher einmal in einem Europa freier und selbstbestimmter Völker früher oder später die Frage dieser Selbstbestimmung in Süd-Tirol einer Klärung zuführen. Ich würde eher meinen, am ehesten würde das sogar auch ohne eine Volksabstimmung gelingen, wenn z.B. Italien sich einmal mit der Landesregierung in Bozen auf echte Verhandlungen über die Weiterentwicklung der Autonomie und die Klärung der Selbstbestimmungfrage einlassen würde. Das wird wohl aber noch lange Zeit eher ein Wunsch an das Christkind bleiben, da keine der Seiten einander genug vertraut, was aufgrund der Erfahrung mit dieser Staatsmacht auch nicht verwunderlich ist. Es ist nicht das erste und das letzte mal, dass man in Italien zu spät kommt. Seinerzeit hat das anderswo in Europa äusserst fatale Folgen in einer anderern Zeit und unter anderen Bedingungen gehabt. Es ist ein gutes Recht der süd-tiroler Politik, dass man das eigene Land vor dieser Entwicklung zu bewahren versucht. Italien darf nicht auf immer und ewig Süd-Tirol in Geiselhaft seiner Politik nehmen, da man in bei entsprechenden Gelegenheiten den heutigen Staat auf diesen Umstand der unfreiwilligen Zugehörigkeit immer wieder hingewiesen hat, und das Recht und Wunsch nach Verwirklichung der Selbstbestimmung bleibt weiterhin in diesem Land lebendig wie immer, ohne Zweifel auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.
IP: 195.3.113.169
 
Markus A.
27. 15-01-2008 22:35
 
@Markus A
Danke Markus A. für deine guten Beiträge
IP: 194.242.217.165
 
do Puschtra
28. 15-01-2008 22:33
 
@Rennert
Sehr geehrter Herr Rennert, 
ich akzeptiere durchaus, dass sie Italien mit allem drum und dran schätzen und lieben, in Süd-Tirol (Bozen) vermutlich studieren, sich dabei mitten in Italien zu glauben wissen, aber was für Sie doch fein und bequem ist, Ihre Mutterprache sprechen können. Doch wenn Sie sich ganz Richtig in Italien fühlen wollen, dann müssen Sie Milano, Firenze oder noch besser Roma oder Napoli gehen. 
Eben das ist gemeint mit "Süd-Tirol ist nicht Italien" ... eben ist Süd-Tirol anders, als das restliche Italien
IP: 194.242.217.165
 
do Puschtra
29. 15-01-2008 22:13
 
@Rennert
Sehr geehrter Herr Rennert, 
 
auch ich kann Ihre geschriebenen Zeilen nicht einfach so stehen lassen. 
Wahrlich, Sie sind wirklich kein Süd-Tirol-Kenner.  
Das historische Tirol geht von Kufstein bis Ala (d.h. Nord-, Ost-. Südtirol und Trient), wobei die deutsch/italienische Sprachgrenze bei Salurn ist und die Ladiner im Dolomitenraum angesiedelt sind. Wie Sie richtig sagen, gab es in Südirol bis 1918 ca. 3% Italiner, was für ein Grenzland, wo 2 Sprachen aufeinandertreffen, nicht unüblich ist. Die Sprachgruppenzughörigkeit gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dies kam im Zuge des Autonomiestautes zustande um zu gewährlisten dass alle 3 Sprachgruppen gemäß ihres Anteils Arbit im öffentlichen Dienst bekommen. Bis zur Verabschiedung des 2. Autonomiestatutes im Jahr 1972 arbeiteten ausschließlich Italiener im öffentlichen Dienst. 
Das Verhalten der Polizisten ist meines erachtens nicht korrekt. In Süd-Tirol ist es leider an der Tagesordnung, dass Irredentisten oder auch nur Menschen die das Recht auf die Deutsche Muttersprache fordern, schikaniert werden. 
Bemerkung am Rande: Sie werden schon nicht südländisch ausschauen, ansonsten hätten Sie die österreichischen Polizisten vermutlich italienich begrüßt ;o) 
 
Wie schaut es derzeit in Deutschland aus? Die Bewölkerungsanteil der Türken ist sicher höher als 3%. Ist Deutschland somit türkischsprachig? Und in 50 Jahren mit der Türkei gleichzusetzen?
IP: 194.242.217.165
 
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30. 15-01-2008 21:02
 
Reaktion???
Wo bleibt eigentlich die entrüstete Reaktion der österreichischen Politik??? Ist der italienische Konsul zum österreichischen Innenminister zitiert worden? Wurde seitens Österreich eine Entschuldigung oder zumindest eine Stellungnahme gefordert? Nichts. Gar nichts ist geschehen. Den Österreichern ist dieser Vorfall sowas von egal, man sieht es an den Reaktionen. Ihr seid Österreich völlig gleichgültig!
IP: 80.109.162.137
 
Freigeist
31. 15-01-2008 20:50
 
Frage zur Situation
Mir ist etwas unklar: Sin bei der Staatspolizei (Carabinieri), auch Südtiroler dabei? Wie verhalten sich diese? Sind die Offiziere auch Südtiroler oder nur aus anderen Provinzen von Italien? 
Wie stehen diese dazu? Gibt es Südtiroler Zeitungen auf deutsch? Finde am Kiosk nichts.. 
Danke für allfällige Antworten! 
 
Yvo Mitglied die freiheitlichen 
Südtirol, resident im Auland dankt sehr für allfällige Antworten. 
Ferner suche ich das Buch über einen Mord an einem freiheitlichen der erschossen wurde, hat jemand die ISBN Nr oder den Titel/Verlag. 
Gibt es Gesetzbücher auf Deutsch? 
Leider fand ich nichts, nochmals Danke!
IP: 81.221.89.96
 
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32. 15-01-2008 19:30
 
Südtirol - Südafrika
Hier wurde wieder mal offensichtlich was Süd-Tirol in Wirklichkeit ist. 
In Südafrika kontrollierten die Weißen das Land und die Afrikaner leb(t)en in Homelands. 
 
In Süd-Tirol gibt es in jedem deutschen Dorf eine italienische Polizei.  
Gewisse Ähnlichkeiten lassen sich nicht leugnen.
IP: 91.64.58.169
 
Gast
33. 15-01-2008 19:09
 
@arminv
Ich bin Laie und kein Experte für Südtirol. Eine Revision der Grenzen ist in Italien nicht mehrheitsfähig und dient nur dazu alte Wundenaufzureißen und den sozialen Frieden zu stören. Ich ziehe überhaupt in Frage, Grenzen nach ihrer Rechtmäßigkeit zu klassifizieren und würde sarkastisch anmerken: "Eine rechtmäßige Grenze ist eine Grenze, die man international erfolgreich durchgesetzt hat." Auch wenn in vielen deutschsprachigen Medien zuletzt (wegen Alitalia, der ständigen Müllmisere etc.) viel von einem "Niedergang Italiens" die Rede war, halte ich das außenpolitische Gewicht Italiens für so hoch, dass Italien auf absehbare Zeit mühelos Südtirol behalten kann, auch wenn der italienische Anteil weiter abnehmen sollte und die deutschsprachige Gruppe sich radikalisieren würde. In diesem Punkt widerspreche ich Markus A, der glaubt "das Problem", könne Italien entgleiten. Eine Legitimation zukünftiger Grenzen anhand vergangener kann nicht erfolgen, da die Erde nicht unendlich alt ist. Dann könnte Italien von Frankreich auch Korsika, Nizza etc. verlangen.  
Die gemäßigten Teil