Faschistische Relikte: Erinnerung wichtig, Verherrlichung verhindern
Freitag, 4. Januar 2008
Alpini_Denkmal_200.jpgDer Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, bezeichnet die jüngst entbrannte Diskussion über die faschistischen Relikte in Süd-Tirol, als Chance, endlich mit der schwarzen Vergangenheit aufzuräumen.

 

Es ist richtig, dass faschistische Relikte, wie das Siegesdenkmal, das Mussolinirelief, der Kapuziner Wastl, oder die Beinhäuser, Zeugnisse unserer Vergangenheit und somit ein Teil der leidvollen Süd-Tiroler Geschichte sind. Das bedeutet aber nicht, dass diese Denkmäler daher unantastbar und somit allesamt erhaltenswert sind.
Ebenso wenig gehören derartige Relikte in Schulen, wie dies bei den Reliefs in der Battisti Schule in Bozen der Fall ist.

Die Erinnerung an die faschistische Unterdrückung ist wichtig und notwendig, dazu bedarf es jedoch nicht der Erhaltung aller Relikte und schon gar nicht in der jetzigen Form. Bis heute sind diese Relikte nämlich weder dokumentiert, noch politisch entschärft, und üben somit nicht die Funktion von Mahnmalen aus, sondern erfüllen noch immer ihren ursprünglichen Zweck, der in der Verherrlichung des Faschismus und der Demütigung der Süd-Tiroler lag.

Auch die Tatsache, dass viele der faschistischen Denkmäler noch immer als Pilgerstätte rechtsradikaler Kreise dienen, beweist, dass diese nicht als Mahnmale interpretiert werden können.

Anstatt alle faschistischen Relikte zu erhalten, sollte man daher besser dem Beispiel Spaniens folgen, das eine Beseitigung aller Denkmäler aus der Franco Diktatur angeordnet hat, und lediglich einzelne ausgewählte Relikte, oder Teile davon, in das Umfeld eines Museums für Zeitgeschichte einbetten, wo sie dokumentiert und somit historisch korrekt dargestellt werden.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna


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Kommentare (5)
1. 09-01-2008 21:26
 
Italienisches Problem von Italienern lös
Dieses Problem kann man nur den Italienern lösen lassen. Man sollte sie dazu auffordern und dafür verantwortlich machen. Bis dahin bleiben die Relikte zeugen der nicht bewältigte faschistische Vergangenheit Italiens. Eine Plakataktion wie 'Südtirol ist nicht Italien' sollte darauf hinweisen.
IP: 84.53.73.176
 
Karl
2. 08-01-2008 17:57
 
Una prova di laicità
http://segnavia.wordpress.com/2008/01/08/una-prova-di-laicita/
IP: 87.13.15.59
 
3. 06-01-2008 21:38
 
Una prova di laicità
Mander `s isch Zeit! 
 
Los vom Faschismus, Los von Rom! 
 
Damals wie heute...
IP: 213.47.185.183
 
da Hofa
4. 06-01-2008 20:18
 
Wahre Demokratien handeln anders
Italien sollte sich endlich einmal ein Beispiel am demokratischen Spanien nehmen! Dort werden sämtliche faschistischen Relikte geschleift! An den Caudillo erinnert bald nichts mehr - nur in Italien sind der Duce und seine Insignien immer noch präsent. 
 
Bozen wäre so schön ohne das Siegesdenkmal. Jedesmal wenn ich über die Malser Haide fahre verschandelt mir der Boanerturm die Aussicht auf den Ortler - also Mandr s´isch Zeit, weg mit dem Glump!
IP: 91.49.200.38
 
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5. 04-01-2008 17:41
 
faschistisches Unrecht
nur in Italien ist dies noch möglcih dass am 04. Nov. jene altfaschisten kränze niederlegen. fehlt nur noch der faschistengruss. 
in ganz europa wurden faschistische bauten und zeichen verboten und zerstört, wieso nicht auch im demokratischen italien? 
allein dies würde schon eine eingabe bei der europäischen kommission rechtfertigen.  
alle abzeichen und büsten des faschistischen regimes müssen vernichtet werden oder als mahnmahl deklariert werden. 
es wir immer nur über die nazis geschumpfen, doch ist der faschismus nicht minder grausam vorgegangen.
IP: 195.254.245.252
 
stefan

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