Disco-Zug darf nicht zu Wahlwerbung missbraucht werden
Donnerstag, 13. Dezember 2007
dark_bahn.jpgDer Bezirk Vinschgau der JUNGEN SÜD-TIROLER FREIHEIT zeigt sich erfreut über die erneute Wiederaufnahme des Probebetriebes des so genannten „Disco-Zuges" auf der Vinschgerbahn, warnt jedoch davor, dieses Projekt als reine SVP Wahlwerbung zu missbrauchen und somit nach den Wahlen wieder zu versenken.

Die Tatsache, dass seit Jahrzehnten im Vinschgau schon Discobusse und später Discozüge gefordert wurden, ohne dass die SVP diesbezüglich je etwas unternommen hätte, nun aber, knapp ein Jahr vor den Landtagswahlen, der Betrieb eines Disco-Zuges aufgenommen wird, legt den Verdacht nahe, dass dieser plötzliche Sinneswandel wohl eher der Sorge der SVP über das bevorstehende Wahlergebnis, als über die Verkehrssicherheit der Jugendlichen zuzuschreiben ist.

Die JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT erinnert daran, dass insbesondere die Vinschgerstraße von Kreuzen und Gedenksteinen übersäht ist, die an die unzähligen Jugendlichen erinnern, die auf dieser Straße bei Unfällen ihr Leben verloren haben.

Ein so wichtiges Projekt wie der Disco-Zug, der jedes Wochenende Leben retten kann, darf daher nicht als billiges Wahlkampfthema missbraucht werden, sondern muss als langfristige Initiative konzipiert werden, so Andreas Thanei, Bezirksjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Vinschgau.

Die JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT fordert daher die SVP auf, endlich die Karten auf den Tisch zu legen und die genauen Daten über Kosten und Auslastung des ersten Probebetriebes zu veröffentlichen. Die Bevölkerung im Vinschgau hat ein Recht darauf zu erfahren, ob der Disco-Zug auch langfristig finanziert werden kann, da die Fahrten des Disco-Zuges ja Extrafahrten wären. Die Bediensteten der Bahn müssten bezahlte Sonderschichten leisten und es arbeiten ja nicht nur die Lokführer der fahrenden Züge, sondern auch das Zentralstellwerk in Meran müsste besetzt sein, Zugbegleiter müssten kontrollieren usw. Man käme somit auf ca. 10 Personen, die pro Nacht einen zusätzlichen Dienst versehen müssten.

Die JUNGE SÜD-TIROLER FREIHEIT spricht sich daher dafür aus, dass die Bevölkerung offen und ehrlich über die langfristige Finanzierung eines Disco-Zuges informiert wird, damit ein solch wichtiges Projekt nicht nach den Wahlen wieder versenkt wird.

Andreas Thanei
Bezirksjugendsprecher im Vinschgau der SÜD-TIROLER FREIHEIT


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