Referendum in Wales: 63% für mehr Eigenständigkeit - Ein wichtiger Schritt für alle Minderheiten
Samstag, 5. März 2011
plaid_cymru.jpgDie SÜD-TIROLER FREIHEIT gratuliert ihrer Schwesterpartei Plaid Cymru zum Ausgang des Referendums, das den Walisern jetzt ein richtiges Parlament mit Gesetzgebungskompetenz ermöglicht. Bisher hatte das Parlament nur begrenzte Befugnisse und musste seine Beschlüsse erst nach London senden, bevor sie vom Unterhaus in Westminster Gesetzeskraft bekamen. In einem Referendum sprachen sich nun über 63% der walisischen Wählerinnen und Wähler klar für mehr Eigenständigkeit aus.

Plaid Cymru ist, ebenso wie die SÜD-TIROLER FREIHEIT, Mitglied bei der Europäischen Freien Allianz, einer Europäischen Partei, die Minderheiten, geteilte Völker und Völker ohne Staat vertritt. Dieses Referendum und der klare Ausgang sind eindeutige Zeichen, dass die Bürgerinnen und Bürger statt eines "Europa der Staaten" ein "Europa der Völker" anstreben.

Die Situation in Belgien, die Unabhängigkeitsbestrebungen in Schottland, Katalonien und dem Baskenland und jetzt auch die größere Unabhängigkeit Wales' sind nur einige wichtige Schritte dahin. Aber auch in Süd-Tirol werden immer mehr Stimmen laut, die eine Änderung herbeiwünschen. Die Völker können und wollen über Ihre Anliegen selbst entscheiden, ohne von einem zentralistischen Staat bevormundet zu werden.


Reinhild Campidell

Mitglied des Hauptausschusses der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (3)
1. 06-03-2011 12:14
 
Bravo Wales!!!!
Waliser und Südtiroler sind sich sehr ähnlich, beide sind Heimatverbunden, starköpfig und haben einen ausgeprägten Hang zur Freiheit. Es wird Zeit dass Europa endlich bis in die kleinsten Teile zersplittert wird. So erhält jede Region mehr Eigenständigkeit.  
 
Das Märchen von der wunderbaren europäischen Einigung hat sich als fauler Zauber erwiesen. Jetzt müssen wir für Italien, Südtirol UND Europa buckeln. Europa mischt sich schamlos in unser Leben ein, es werden Gesetze verabschiedet die pauschal für alle Länder von Schweden bis Griechenland gelten. Aber wer sonst als die Südtiroler könnten besser Wissen wie unterschiedlich die Menschen alleine schon in diesem Staat sind – siehe Nord und Süd.  
 
Brüssel verschluckt Unsummen an Steuergeldern verteilt diese an Grüne Energie Lobbyisten (z. B. giftige Quecksilber Lampen) und treibt auf der anderen Seite die massive Islamisierung Europas voran. 
 
Am besten gefällt mir aber immer unser lieber Landeshauptmann, da heißt es Durnwalder holt Geld aus Brüssel – super Leistung. Der oberste unseres Landes geht zu den hohen Damen und Herren Kommissaren um zu betteln für das Geld dass man uns gestohlen hat.  
 
Staaten und Regionen haben bereits jede Eigenständigkeit verloren. Ich erinnere mich noch gut wie Grüne und Linke Lehrer von der wunderbaren Sache der Europäischen Einigung gesprochen haben, so wurde meine ganze Generation indoktriniert.  
Die Südtiroler Freiheit geht den richtigen Weg, für die Volksentscheide! 
 
Hätte Brüssel uns zum Euro, zur EU Erweiterung zum Lissabon Unrechtsvertrag gefragt, so wäre die Antwort jedes Mal: „NEIN!!!“ gewesen.  
 
Respekt für die Südtiroler Freiheit dass sie den steinigen Weg der direkten Demokratie gehen!
 
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2. 06-03-2011 12:09
 
Europameister Süd-Tirol
Süd-Tirol Europameister der Sprachminderheiten: 
 
http://www.youtube.com/watch?v=ttvL8SB8ct0
 
Markus Anton
3. 06-03-2011 14:37
 
Wales, Schottland und ST
Alle vernünftigen Menschen lieben ihre Heimat und ihr Vaterland, oder sie verbinden mit diesen Begriffen zumindest etliche positive Assoziationen. Das ist im Falle der Briten so, aber gerade deswegen, weil eben die Engländer sich als anständige Menschen wieder im eigenen Spiegel erkennen wollen, haben sie sich schon sehr sehr lange vom nationalen Chauvinismus verabschiedet und garantieren heute allen anderen Landesteilen die Entfaltung ihrer lokalen ethnisch-politischen Identität, bis hin zur Ausübung der Selbstbestimmung.  
 
Das nationale Selbstbewusstsein in Wales war z.B. in den letzten Jahrzehnten so sehr zurückgegangen, sodass es gerade die Politiker in London und nicht in Cardiff in Wales vor dem Untergang gerettet haben. Dieses Umdenken in der Politik in dieser Frage hat erst seit 15-20 Jahren in Großbritannien eingesetzt und die Resultate können sich heute sehen lassen. Die bekanntesten Beispiele dafür sind die erfreulichen politischen Entwicklungen dieser Art in Schottland, Wales,Isle of Man, aber auch in der seinerzeit unruhigen Provinz Nord-Irland ist es der Fall. Dieses Land konnte erstens 1920/21 in einer freien Abstimmung entscheiden, zu welchen Staat sie gehören will und zweitens, weil es dort eine große Irische Minderheit im Sinne der Identifikation mit der Republik Irland gibt, wird dieses kleine Land de facto bereits seit Jahrzehnten von London gemeinsam mit Dublin im europäischen Geiste der Zusammenarbeit und des Ausgleichs der Interessen regiert und verwaltet.  
 
Wie armselig ist im Vergleich dazu die angeblich so vorbildhafte Autonomie in Südtirol, man fragt sich nur im Vergleich zu was. Vielleicht meint man damit die verflossene DDR, Baltikum, Slowakei, Moldova, Mazedonien, Slowenien, Montenegro, Kosovo oder sogar Süd-Sudan?  
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte auch hier einige Zeit Unklarheit, ob Südtirol weiter bei Italien verbleibt oder ob es vielleicht wieder zu Österreich zurückkehrt, so wie das die betroffene Süd-Tiroler Bevölkerung fast ausnahmslos in der bekannten im Untergrund unterschriebenen Petition aus dem Frühjahr 1946 an Österreich beinahe von der freien Welt erflehen wollte. Die Engländer und die Franzosen waren damals bekanntlich für die Rückkehr des Landes zum eigenen ethnisch-sprachlichen und über 550 Jahre angestammten Vaterland, konnten sich aber mit dieser Position nicht durchsetzen. Außerdem war damals Süd-Tirol Frage ohnehin eine Randfrage der Friedenskonferenzen. Heute 65 Jahre später weht wieder ein neuer Geist der Freiheit durch Europas Autonomien, und diesmal eindeutig auch im Westen der EU. Die nach mehr Selbstbestimmung strebenden Völker nutzen diese Möglichkeiten und sie verschlafen sie nicht wie anderswo. Schottland oder Flandern stehen heute beinahe schon an der Schwelle der Ausübung der Selbstbestimmung und der Sezession. Nur die "allerbeste" Autonomie in Italien wird hier wie vor Jahr und Tag an einer politisch sehr kurzen Leine gehalten, wo man nicht einmal bereit ist den richtigen Namen der Bewohner und den ihres Landes auszusprechen, sondern weiterhin an der faschistischen Namensgebung Alto Adige also Hochetsch statt Südtirol oder Sudtirolo bis heute ohne Not festhält. Andere Autonomien in Europa lassen sich dieses Recht auf eigene Selbstbestimmung von niemand nehmen und kämpfen selbstbewusst gemeinsam mit ihrer politischen Führung für die Verwirklichung dieses Rechtes. Das sind man oft im Sport am deutlichsten: 
 
Man stelle sich bloß vor, ein Spiel der Mannschaften Südtirol gegen Italien. In GB ist das seit Urzeiten bereits der Fall, auch in Dänemark oder in Spanien, Finnland, wo es ebenfalls andere nennenswerte vergleichbare Autonomien gibt, dazu ist die Autonome Provinz Bozen Südtirol die einzige in Italien, die überhaupt diesen Namen noch verdient.  
 
Ein neues Beispiel aus GB, Wales gegen England aus dem Monat Feber 2011, usw.: 
 
http://www.youtube.com/watch?v=l0V4X3qei7k 
 
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=0hutHBq9w7Q 
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=FWfRQDIEXxc 
 
 
http://www.youtube.com/watch?v=3kUnCwV3AYE
 
Markus Anton

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