Fotos von der Übergabe der 21.000 Unterschriften in Wien
Donnerstag, 24. Februar 2011

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Kommentare (7)
1. 25-02-2011 14:54
 
@ff 
 
Ein Land dass seine faschistische Vergangenheit und teilweise Gegenwart nicht bereit ist aufzuarbeiten, kann man nicht mit dem Stichwort "Menschenrecht" bzw. "Völkerrecht" beeindrucken.
 
DaSteira
2. 25-02-2011 08:58
 
Staatsbürgerschaftsrecht
@EEkat 
Ich bin auch dieser Meinung. 
Österreich muss die Menschenrechte einhalten. 
 
Als österr. Minderheit, von Italien willkürlich annektiert, kann Österreich uns nicht das Recht auf die österreichische Staatsbürgerschaft verwehren. 
 
Außerdem kann uns Italien durch keinen Vertrag dieser Welt an Italien binden. Dies würde gegen Menschen- und Völkerrecht verstoßen.
 
ff
3. 24-02-2011 20:38
 
Das war ein wichtiger Tag.
Nun fällt eine Vorentscheidung. 
 
Da auf das Selbstbestimmungsrecht garnicht verzichtet werden kann - dieses kann nur vorenthalten werden - wird sich nun zeigen, ob dieses Selbstbestimmungsrecht eingefordert wird mit einer (doppelten) Staatsbürgerschaft Österreichs im Rücken, oder aber ob das Selbstbestimmungsrecht zukünftig eingefordert werden wird von einer auf sich alleine gestellten Bürgerschaft in Süd Tirol. 
 
Im Gegensatz zu Äußerungen aus Wien, oder aus Süd Tirol, oder gar durch Grüne muß zur Einforderung von Menschenrechten vorher kein Vertrag gekündigt werden.  
 
Denn man kann nicht rechtswirksam über die Köpfe der Menschen hinweg ihnen Grundrechte entziehen. Es gibt also keine Möglichkeit, sich durch Vertrag - zwischen wem auch immer - über eine Außerkraftsetzung von Menschenrechten verständigen zu wollen. 
 
Derartige Verträge müssen also nicht gekündigt werden, sie sind in diesem Bezug schlicht nichtig.
 
EEkat
4. 24-02-2011 16:26
 
Das war ein wichtiger Tag.
http://meinparlament.diepresse.com/ 
nachdruck verleihen.. nicht lockerlassen.
 
gast
5. 24-02-2011 13:25
 
Die Worte des LH von ST
Die Worte des amtierenden Landeshaptmanns von Südtirol in der innenpolitischen Sendung des ORF aus Wien vom 05.12.2010, auch zu diesem Thema:  
 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/dann-kommen-wir-zum-Handkuss
 
Markus Anton
6. 24-02-2011 13:05
 
Worte des LH von ST
"Die Frage der Doppelstaatsbürgerschaft der Südtiroler ist endlich dort gelandet, wo es auch eine Antwort gibt: im österreichischen Parlament. Die 21.000 Unterschriften sind zu respektieren und verdienen es, politisch ernst genommen zu werden. Die Bindung zu Österreich hat für viele Südtiroler einen zentralen Wert, den sie mit einem rotweißroten Pass noch verstärken wollen. Denn der italienische wurde ihren Müttern und Vätern nach der Zerreißung Tirols aufgezwungen.  
 
Südtirol hat nie auf das Selbstbestimmungsrecht verzichtet und das historische Unrecht konnte auch durch eine umsichtige und beharrliche Autonomie- und Schutzmachtpolitik in Bozen, Innsbruck und Wien nicht ungeschehen gemacht werden", das schreibt Peter Nindler in einem aktuellen Artikel für die Tiroler Tageszeitung, wohl als Reaktion auf die gestrige Pressekonferenz der STF in Wien. 
 
"Doch die Autonomie ist heute Motor für die europäische Modellregion Südtirol, die sich trotz der ständigen Störfeuer der italienischen Zentralregierung behaupten kann. Mit der Europaregion Tirol, so konturlos sie manchmal auch erscheinen mag, hat die geistige und kulturelle Landeseinheit einen wichtigen Impuls bekommen. Was am Ende der von Südtirols LH Luis Durnwalder geprägten"dynamischen Autonomie" steht, weiß heute noch niemand." 
 
 
Genau so ist es. In Europa aber vor allem in Italien selbst kann sich in absehbarer Zeit vieles an günstigen politischen Entwicklungen für die Beantwortung der so lange schon aufgeschobenen Frage der ethnisch-politischen Selbstbestimmung der Süd-Tiroler ergeben. Die Politik in ganz Tirol und natürlich im Vaterland der Tiroler in Österreich muss ohne Unterlass bei dieser Frage "am Ball" der neuen politischen Entwicklungen und im Rahmen des vage bis vollständig Erreichbaren bleiben.  
 
Wie man gerade in Europa nicht nur der letzten 20 Jahre noch gut aus der Erfahrung wissen müsste, die Geschichte geht weiter auch in Süd-Tirol, und diese Geschichte macht immer wieder einmalige Angebote an fremdbestimmte Ethnien, wenn ein Bedarf von dort regional oder international moniert wird. Werden diese Angebote in Form einer einmaligen historischen Chance in einem Land friedlich und demokratisch legitimiert genutzt, dann findet auch das Land Tirol südlich des Brenners in der Provinz Bozen einmal seine eigene Stunde der Freiheit. Vorausgesetzt natürlich das Land mit seiner Bevölkerung und mit seinen Politikern verschläft diese Chance nicht, sie kommt nämlich nicht so bald wieder, auch das müsste man gut aus der Geschichte wissen.
 
Markus Anton
7. 24-02-2011 12:45
 
...ein Paukenschlag
Ein sehr interessanter Vorschlag, ob da die grünen Zuflüsterer aus Bozen von ihren Parteifreunden in Wien gar nicht oder nicht richtig verstanden worden sind?  
 
"Die doppelte Staatsbürgerschaft soll allen Südtirolern zugute kommen, nicht nur für die Nachfahren der ehemaligen Bürger des Habsburgerreiches, sondern auch für die italienischsprachigen Südtiroler, die nach 1919 in die Provinz Bozen gekommen sind." 
 
Dies ist jetzt von der Seite der österreichischen Grünen im Parlament in Wien vorgeschlagen worden, während eine Delegation der Süd-Tiroler Freiheit die 21.000 gesammelten Unterschriften für die Doppelstaatsbürgerschaft für Süd-Tiroler alt-österreichischer Herkunft dem Nationalrat aller Österreicher übergab. 
 
Die Italiener, die sich als Südtiroler fühlen, seien uns durchaus willkommen, sagte sinngemäß Sven Knoll von der STF, wie gerade die Nachrichtenagenturen meldeten.
 
Markus Anton

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