„Saluto Romano“ auf öffentlichem Kindergarten - Faschistischer Gruß gegen italienisches Recht
Donnerstag, 24. Februar 2011
Bozen - In einer Aussendung weist die SÜD-TIROLER FREIHEIT darauf hin, dass an einem Kindergarten in Bozen oberhalb des Spielhofes ein faschistisches Relief angebracht ist. Auf diesem Relief erheben zwei Alpini die Hand zum faschistischen Gruß, dem „Saluto Romano“. Es ist eine Schande, so Leitungsmitglied Roland Lang, dass auf einem öffentlichen Kindergarten in Europa dem Faschismus durch Alpini gehuldigt wird. Erst unlängst wurden wegen dieses faschistischen Grußes Rechtsradikale verurteilt.
Im Garten des italienischen Kindergartens „Biancaneve“ beim Bozner Lido
grüßen über den Köpfen der spielenden Kinder im Spielhof auf einem
Steinrelief zwei Alpini mit dem faschistischen Gruß, die linke Hand auf
dem Dolch. Fröhlich flattern darüber die Europafahne, die Fahne der
Gemeinde Bozen, die Trikolore und die Provinzfahne! Welch eine Farce!
Die Alpini bestehen noch heute als Teil des italienischen Heeres und
ihre „Einsätze“ in Nordafrika und Griechenland unter den faschistischen
Generälen sind bekannt. Auch dass die Sektion Bozen der ehem. Alpini
zeitgleich mit der Fertigstellung des Siegesdenkmals im Jahre 1928
gegründet wurde und an dessen Einweihung noch heute auf irer Webseite
mit stolz erinnert. Noch heute bezeichnen sich die Alpini- Veteranen
dort als Wächter der „neuen Grenzen Italiens“.
Es bleibt abzuwarten, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT, ob vor dem
Alpiniaufmarsch im Frühjahr 2012 dieses Relief entfernt wird. Auch auf
dem Finanzamt grüßen übrigens Alpini mit dem „Saluto Romano“ den Duce,
der dort als Reiter dargestellt ist!
Wenn Alpini in Uniform auf Kindergärten und anderen öffentlichen Bauten
ungestört mit dem „Saluto Romano“ abgebildet sind, ist es verständlich,
dass Antifaschisten gegen einen Alpiniaufmarsch in Bozen sind.
Roland Land
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT
Bis auf einen Punkt bin ich mit deinem Artikel einverstanden, aber es sind Gott sei Dank nicht alle Italiner hier im Land so beschränkt ,solche Symbole einer Schreckensherrschaft zu benötigen.
Es gibt viele und IMMER MEHR die sich für Ihre Landsleute schämen und wir können das nicht hoch genug einschätzen !!! Also liebe italienische Mitbürger sorgen wir gemeinsam dafür dass dieses Thema endlich umfassend erledigt wird indem wir diese Schandmäler auf den MÜLLHAUFEN DER GESCHICHTE VERBANNEN! HT
2. 26-02-2011 12:02
@ Stefan
"Historiker" Christoph von Hartungen würde sagen: ich brauche solche Reliefs, um den Schulklassen den Faschismus erklären zu können (siehe pro und contra vom Dienstag).
3. 26-02-2011 07:37
dann
meiner Meinung gibt es nur eine einzige Möglichkeit diesem fasch. Treiben und Verherrlichen ein Ende zu setzen: Italien beim europ. Gerichtshof anzuzeigen wegen Verherrlichung des Faschismus und dann sollte eine Kommission die Entfernung der fasch. Relikte überall in Südtirol in Angriff nehmen (jedes Liktorenbündel an Brücken wie z.B. in Stegen, alles). Solange wir warten dass sich Italien unser erbarmt werden wir alt und grau, was will man auch erwarten, wenn Postfaschisten Teil der Regierung sind.... Ich erinner mich noch an die lächerlichen EU Sanktionen gegen die FPÖ/Österreich.... wenn man mit gleichem Maße messen würde dürfte man bei Italien ja die Sanktionen nie wieder lockern...... und unsere Italiener im Land sind auch noch abhängig von solchen Symbolen des Totes und des Mordens, da sieht man mal wieder wie sehr uns unsere Landsleute ital. Sprache doch schätzen....
4. 25-02-2011 20:58
Kolonialzeit Süd-Tirol dauert an
Italien (Berlusconi) behandelt Lybien besser als Süd-Tirol.
Quote:
2008 unterschrieb die Regierung von Silvio Berlusconi einen Freundschaftsvertrag mit Libyen: Mit einer milliardenschweren Entschädigungszahlung wollten die Italiener ihre Kolonialzeit von 1911 bis 1943 wiedergutmachen. Seitdem hat Gaddafi Italien insgesamt elf Mal besucht.
Die Kolonialzeit Italiens in Süd-Tirol dauert immer noch an. Staat Milliardenbeträge sekiert man die Süd-Tiroler mit faschistischen Symbolen, Kulturverbrechen (Italienisierungsprogrammen) und Selbstbestimmungsverweigerung.
5. 25-02-2011 06:24
Faschi. Relikte
Siamo in Italia,so lange Italiener das sagen können, werden wir Zeugnisse wie diese auch nicht loswerden, taurig aber wahr.
6. 24-02-2011 13:31
Geschmacklos
Das ist absolut unerhört, da tauchen ja immer neue Schandtaten bzw. Verherrlichungen dieser Menschenverachtenden Ideologie auf.
Da braucht man sich nicht zu wundern wenn es die Jugendlichen dann ganz normal finden diesen Gruss in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Also die Schulbehörde müsste schon längst dafür Sorge tragen so ein schlechtes Beispiel gerade von einer Schule/Kindergarten sofort zu entfernen. Ansonsten wäre eine Anzeige unsererseits wegen Verherrlichung des Faschismus ANGEBRACHT: Meine MEINUNG IST NACH WIE VOR . alle diese RELIKTE sind ZU ENTFERNEN
Erst dann ist eine friedliches Zusammenleben mit der Italienischen Sprachgruppe dauerhaft möglich. HT
7. 24-02-2011 10:16
Freilichtmuseum
Langsam wundert mich in diesem leider lebendigen Duce-Freilichtmuseum gar nichts mehr. Die Tatsache, dass es offenbar nur aufmerksamen Menschen Süd-Tiroler Herkunft in Bozen zu verdanken ist, dass derartige Relikte verbunden mit der Forderung nach Entfernung immer wieder in der Öffentlichkeit aufgezeigt werden, spricht in dieser Frage eine klare Sprache. Die meisten Italiener hier scheint das kaum zu stören, eher im Gegenteil, wie ein Foto des Bürgermeisters von Bozen Luigi Spagnolli vor dem Duce-Relief mit "Freunden der Italianità des Alto Adige" es deutlich zeigt.
Die eingeborenen "Hochetscher" vulgo Süd-Tiroler können sich über derartige haarsträubende Missstände noch so sehr aufregen, in diesem Staat wird kaum jemand im besten Kolonialstil in Süd-Tirol an die Entfernung oder Etschärfung bzw. Historisierung dieser Relikte des Faschismus ernsthaft herangehen wollen. Bereits gemachte vage Zusagen aus Rom und Versprechungen der Landesregierung in dieser Frage werden in der Provinz Bozen von allen Seiten aus Bequemlichkeit bereits sehr stark relativiert. Was würde dann nämlich von der seinerzeit erfundenen und erlogenen Italianità des Alto Adige in dieser letzten Kolonie Europas noch übrig bleiben?
Übrigens, man stelle sich bloß theoretisch einen anderen Tiroler Bürgermeister in Innsbruck vor einem "Führer" Relief an einem Gebäude der öffentlichen Verwaltung vor, wo der Diktator mit erhobener Hand mit einem faschistischen Spruch versehen glorifiziert wird und von oben grüßt, so wie das hier auf diesem Foto aus Bozen zu sehen ist, das man in einem anderen Forum veröffentlicht hat:
Das schon Kinder in so einem zarten Alter mit so einer Ideologie konfrontiert werden, ist wirklich sehr traurig:!
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