Laurin-Brunnen muss bleiben! - SÜD-TIROLER FREIHEIT gegen eine Verlegung
Samstag, 15. Januar 2011
bozen_laurin_brunnen_004.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT Bozen Stadt/Land fordert, dass der Laurin-Brunnen weiterhin am Landhausplatz in Bozen stehen bleibt. Der Forderung der Grünen, den Brunnen zu verlegen, muss eine klare Absage erteilt werden, so Roland Lang und Lorenz Puff von der Bezirksgruppe der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Der Brunnen wurde bereits einmal aus Bozen entfernt und zwar durch die Faschisten, die es 1934 nach Rovereto verbannten!

Vor allem der Landtagsabgeordnete Riccardo Dello Sbarba von den Grünen hatte sich im Rahmen der letzten Landtagssitzung gegen den Verbleib des Brunnens am Landhausplatz in Bozen gewehrt. Dello Sbarba meinte, dass er Schwierigkeiten habe den Besuchern des Landtages den Laurin- Brunnen zu erklären. Wie er dann das faschistische Siegesdenkmal erklären will, bleibt für Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT offen.

Riccardo Dello Sbarba hat bei der aktuellen Fragestunde im Landtag am 11. Jänner 2011 erklärt, dass es ihm schwer falle, dieses Denkmal (!) auf diesem Platz den Besuchern zu erklären („ …messo su questa piazza a me provoca qualche imbarazzo a spiegare che cos'è a chi viene a trovarci …").

Der Laurinbrunnen ist kein Denkmal, sondern ein Brunnen, welcher vom Tourismusverein Bozen als Attraktion erreichtet worden war. Wenn der Abgeordnete der Grünen Probleme hat, den Standort des Laurinbrunnens erklären, das in Sichtweite des Rosengartens stehe, so Bezirkssprecher Lorenz Puff verwundert, wohin möchte ihn der Grüne Abgeordnete denn abschieben? Ins Grüne auf den Virgl, damit es niemand mehr sieht?

Wir haben ein gewisses Verständnis für die Sensibilität gewisser italienischer Mitbürger, die im Bezwinger von König Laurin einen germanischen Bezwinger sehen, aber die Laurinsage entstand im 13. Jahrhundert und er war nie ein Identifikationselement der Südtiroler.

Das Siegesdenkmal, mit dem vor allem Linke und Grüne den Laurinbrunnen gerne fälschlicherweise vergleichen, so Lorenz Puff und Roland Lang, ist aber für viele Italiener in Südtirol noch immer eine Bestätigung ihrer Präsenz im Land. Aus diesem Grund wurde und wird um das Siegesdenkmal herumpolitisiert, aber nichts geändert. Es wurde nur um 2 Millionen Euro aufwendig renoviert. Man hat versucht, die Verantwortung für diese Haltung der römischen Zentralregierung in die Schuhe zu schieben, aber im Grunde genommen verstecken sich die lokalen politischen Verantwortlichen der Italiener dahinter. Das sind die Fakten!

Zur Geschichte des Brunnen:
Um sich touristisch werbewirksam als Laurin-Stadt präsentieren zu können, wurde in Bozen 1907 ein Laurin-Brunnen errichtet. Ausgangspunkt des Brunnens ist der sagenhafte Zwergenkönig des Rosengartens, der im Kampf Dietrich von Bern unterliegt. Die Geschichte wurde als mittelhochdeutsches Heldenepos aus dem 13. Jahrhundert sowie als volkstümliche alpenländische Sage überliefert. Letztere versucht, das rote Glühen einer Bergregion zur Dämmerungszeit (Alpenglühen) zu erklären, und stellt damit eine ätiologische Sage dar. Es gibt dazu auch eine tschechische Handschrift von 1472 sowie eine dänische Bearbeitung!

Der Brunnen wurde 1933 von den Faschisten beschädigt und das Jahr darauf in das Kriegmuseum von Rovereto verschleppt. Nach zahlreichen Interventionen von Politikern und Vereinen, unter ihnen auch des Südtiroler Heimatbundes, kehrte er nach Bozen zurück. Dank der großzügigen Unterstützung der italienischen Bauarbeitergenossenschaft CLE wurde er am Landhausplatz aufgestellt, wo er bewacht und vor Beschädigungen einigermaßen sicher ist.

Als am Morgen des 5. Juli 1933 die Reste des Laurinbrunnens zerschmettert am Boden lagen, frohlockte und rechtfertigte der Totengräber Südtirols Tolomei die Untat, er sprach von einem Akt „großmütiger Ungeduld von jungen Burschen, die von vornehmer Absicht beseelt waren, weil damit in Bolzano ein Objekt fremdartiger Beleidigung ausgelöscht war, das entweder nie gekannt oder schon zu lange geduldet wurde“. Welche Freude hätte Tolomei, wenn der Wanderweg von König Laurin erneut beginnen müsste …!

Lorenz Puff
Roland Lang
SÜD-TIROLER FREIHEIT Bozen Stadt/Land

15.01.2011


Aufgerufen: 1191 | Drucken

Kommentare (6)
1. 21-01-2011 01:55
 
Italiener und Geschichte
Laurin war doch selbst ein Germane (Odoaker). Italiener und Geschichte, ein leidiges Thema.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
2. 19-01-2011 17:35
 
Schlechtes Gewissen!
Ja, die Italiener haben ein schlechtes Gewissen, denn sie sehen überall Feinde: Im Laurinbrunnen, in einem braven Hirten in der Krippe, in jedem, der deutsch spricht.  
 
Feige Hunde sind mit dem Maul am freisten. 
(William Shakespeare, Heinrich V.)
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
3. 17-01-2011 10:54
 
der arme Dello Sbarba
Seid doch nicht so garstig zum armen Riccardo Dello Sbarba! 
 
Der toskanische Großgrundbesitzer macht zur Zeit Urlaub in Südtirol und kennt sich hier eben nicht so gut aus. 
Wahrscheinlich weiß der arme Kerl nicht, dass die Laurinsage niemanden beleidigt und wahrscheinlich ist er von der Altstadt noch nicht über die Talfer spaziert, sonst hätte er sich doch bestimmt auch schon über das Siegesdenkmal und das Mussolinirelief aufgeregt.
 
Thomas
4. 17-01-2011 07:26
 
Grüne Faschisten
Unser Land Süd-Tirol ist doch wirklich etwas ganz besonderes. Nicht nur landschaftlich, sprachlich oder kulturell. 
Nein, auch politisch! Denn es ist vermutlich das einzige Land weltweit in dem grüne Faschisten zu finden sind!  
Schon interessant, denn in anderen Ländern sind die Grünen links und antifaschistisch.  
Vielleicht sollte mal jemand den Südtiroler Grünen-Verdi-Ve:rc erklären, dass zum Antifaschismus mehr gehört als seinen Parteinamen in 3 Sprachen zu übersetzen.
 
hp
5. 15-01-2011 17:58
 
Schlechtes Gewissen über Verbrechen?
Schämt sich Riccardo Dello Sbarba zugeben zu müssen, dass Italien über das österr. Süd-Tirol hergefallen ist, wie ein Haufen Barbaren und Italien das Land bis heute unrechtmäßig besetzt hält? 
Dann sollen Dello Sbarba und alle Italiener mit Recht ihr schlechtes Gewissen plagen!!!
 
ff
6. 15-01-2011 10:19
 
Grüne sind peinlich
Die Grünen möchten das Laurinsdenkmal verlegen - so wie die Faschisten. Des Weiteren möchten sie das Siegesdenkmal stehen lassen und die erfundenen, von den Faschisten eingeführten, Ortsnamen alle weiterhin erhalten. 
 
Wo bleibt bitteschön der Antifaschismus der Grünen? 
Wo bleibt die "antifaschistische Normalität", von der Frau Foppa so gern schwadroniert?
 
Huberle

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung