Süd-Tiroler Heimatbund in Wien
Dienstag, 9. November 2010
heimatbund_wien.jpgSein viertes Kameradschaftstreffen hat der Süd-Tiroler Heimatbund auf Einladung der Wiener FPÖ in Wien abgehalten. Zahlreiche ehemalige Freiheitskämpfer aus Süd- und Nord-Tirol sowie aus der Bundesrepublik Deutschland, dazu Freunde und Verwandte, waren der Einladung in die Bundeshauptstadt gefolgt, wo sie vom FPÖ-Landesparteiobmann-Stellvertreter Johann Herzog freundlich begrüßt wurden.

Das Treffen bot die willkommene Gelegenheit, alte Freundschaften zu pflegen und neue Freundschaften zu schließen, wozu vor allem ein echt Wiener Heurigen-Abend beitrug. Neben der Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten längs der Reiseroute und in Wien bot sich auch die Gelegenheit zu politischen Gesprächen mit dem dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf und FPÖ-Parteiobmann Heinz-Christian Strache. „Wir Süd-Tiroler wissen es zu schätzen, dass die FPÖ sich nicht nur in Sonntagsreden zu Süd-Tirol bekennt“, sagte Heimatbund-Obmann Sepp Mitterhofer, der die Fahrt organisiert hatte. Gerade dieses freundschaftliche Verhältnis erlaubte es den Süd-Tirolern, recht offen mit der FPÖ-Führung zu reden und auch Mißverständnisse anzusprechen.

Einige Süd-Tiroler Teilnehmer des Treffens beteiligten sich am Samstag gemeinsam mit Mitgliedern der Bewegung Süd-Tiroler Freiheit aus Wien an der Unterschriftensammlung für die doppelte Staatsbürgerschaft der Südtiroler, die an bevorzugter Stelle in der belebten Mariahilferstraße stattfand. In persönlichen Gesprächen mit den Passanten konnten sie wertvolle Aufklärungsarbeit leisten und Dutzende Unterschriften einholen, so dass die Fahrt in jeder Hinsicht ein Erfolg war.


Südtiroler Heimatbund

heimatbund_wien.jpg
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Kommentare (9)
1. 13-11-2010 15:07
 
Mit allen sprechen
Ich bleibe dabei, dass wir Süd-Tiroler mit allen österreichischen Parteien Kontakte pflegen und mit allen sprechen sollten. In Wien haben wir beste Kontakte zur SPÖ (trotz haarsträubender Aussagen der SPÖ Tirol)und zu den Grünen. Wir reden aber auch mit der ÖVP, obwohl die sich in letzter Zeit in zum Teil extremer Form gegen berechtigte Südtiroler Wünsche ausgesprochen hat (siehe Erklärungen des ÖVP-Südtirolsprechers Gahr gegen die doppelte Staatsbürgerschaft). Gerade die Gespräche mit der FPÖ sind eine gute Gelegenheit, diesen Leuten zu sagen, was wir vom Nahverhältnis einiger ihrer Exponenten (bei weitem nicht aller) zu italienischen Nationalisten halten. Wir weichen wegen dieser Gespräche, ganz gleich mit wem, nicht um einen Zentimeter von unserer Linie ab.
 
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2. 13-11-2010 13:19
 
Ehrliche ST-Politik?
Diese Partei hat mit der AS um Alessandra Mussolini ein Bündnis auf europäischer Ebene geschlossen! Für mich ist das der größte Verrat an der Tiroler Sache seit Raffls Denunziation.  
@Hartmuth Staffler: Wer einlädt, stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und nimmt - normalerweise - auch teil. Die Wortwahl ist m.E. also durchaus passend, zumal Strache Landesparteiobmann Der Wiener FPÖ ist.
 
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3. 13-11-2010 12:59
 
@ Hartmuth Staffler
S.g. Herr Staffler 
Dem Beitrag ist zu entnehmen, dass der Heimatbund auf Einladung der Wiener FPÖ - deren Landesparteiobmann Strache nun mal ist - sein Jahrestreffen ebendort veranstaltet hat. Wer einlädt stellt Räumlichkeiten zur Verfügung und nimmt - normalerweise - auch teil. Die Wortwahl "an Bord" ist also m.E. zutreffend. 
Dem Heimatbund muss leider gesagt werden, dass eine freundschaftliche Beziehung zur FPÖ - der Wiener Landesgruppe im Speziellen - nichts Erstrebenswertes ist. Diese Herren haben mit ihrem exklusiven Radikalnationalismus mit unserem Tirolbild so viel zu tun wie manche italienische Politiker mit Parlamentarismus. Auch von einer klaren ST-Politik dieser Partei kann keine Rede sein: Mölzers Bündnis mit der AS um Alessandra Mussolini ist für mich der größte Verrat an der Tiroler Sache seit Raffls Judastat. 
Den vorigen Beiträgen ist also umfassend zuzustimmen, wenn sie sagen: Finger weg von der FPÖ!
 
M.K.
4. 12-11-2010 10:35
 
@ff, Thema FP u. Welsch-Tiroler
Sie schreiben, die FPÖ sei die ehrlichste Partei beim Vertreten der Süd-Tiroler Interessen in Österreich. die Frage ist nur, wie diese Partei die Grenzen Süd-Tirols definiert. 
 
Man darf sich aber dabei fragen, was sind diese Süd-Tiroler Interessen heute und morgen, wenn man dabei an die von Italien verursachte Landesteilung und an die bis dahin unbeantwortete Frage der Selbstbestimmung in Tirol südlich des Brenners denkt, bzw. werden bei der FPÖ nur noch die deutschsprachigen und ladinischen Süd-Tiroler in der Provinz Bozen als Tiroler gezählt, ober auch die italienischsprachigen Welsch-Tiroler im Trentino oder gar die Alt-Tiroler in um Cortina d.A., die sich heute eindeutig als solche, nicht alle aber doch sehr viele, bezeichnen, und sie haben auch alle gründe der Welt, die klar dafür sprechen. 
 
Wenn ich da z.B. an die kolportierten Aussagen des 3. Präsidenten des Österreichischen Nationalrats in Wien Martin Graf von der FPÖ denke, da hat man den Eindruck, dass diese Partei die Landeseinheit in Tirol klar bejaht, aber nur in seinem deutschsprachigen Teil, also nur noch in Nord-Ost und Süd-Tirol. Mag schon sein, dass die Idee der Wiederherstellung der Landeseinheit nur hier mehrheitsfähig in der Bevölkerung in diesen Jahren erscheinen mag, aber gerade jetzt findet in unglaublicher Umbruch in der Welsch-Tiroler Identität statt, und zwar weg vom italienischen Einheitstaatsbrei hin zu einem Land Land Tirol, wo auch die sog. Walschen (für mich in diese Wort positiv besetzt) sich mit ihrem Landesteil in Tirol einbringen wollen und vielleicht auch eines Tages auch zur Gänze einbringen können werden.  
 
Die Freihetliche Partei in Österreich scheint hier bis jetzt keine eindeutige Position bezogen zu haben und ich habe persönlich den Eindruck, diese Partei will eher dort anknüpfen, wo dieses Tirol schon einmal war, nämlich bei der nationalen Auseinandersetzung zwischen beiden großen Sprachgruppen in der Zeit vor 1914. Das kann doch keine passende Antwort aus Österreich darauf sein, was gerade jetzt in Welsch-Tirol an Wiederentdeckung und Renaissance der Tirolität in diesem Teil des Landes so eindrucksvoll stattfindet. Die Welsch-Tiroler, die sich zu Tirol bekennen, haben es dazu nicht gerade leicht, daher umso mehr verdienen sie jede nur erdenkliche Unterstützung von unserer Seite. 
 
Die Freiheitliche Partei in ST ist meines Wissens eine Teil-Organisation der FPÖ, und diese Partei vertritt dazu noch eine ganz andere Vorstellung der Landeseinheit, nämlich die eines Freistaates, wo die Landesteilung also zementiert wird, und dabei auch eine Mehrheit für die Selbstbestimmung mit der dazu gehörenden Landeseinheit im Konsens aller Tiroler sehr erschwert wird. Die schönen Reden der FP in ST, dass man dann natürlich auch die Walschen in diesem neuen Freistaat brauchen würde, können nicht über diesen Widerspruch zur nationalen Linie der FPÖ hinwegtäuschen. 
 
Der Weg zur Selbstbestimmung ist für Süd-Tirol sehr beschwerlich, jeder Fortschritt ist daher sehr wertvoll. Wenn sich heute im zunehmenden Maße auch die Welsch-Tiroler dafür einsetzten wollen, dass das Land Tirol wiedervereint wird, dann muss man das auch entsprechend honorieren und in eigener Politik berücksichtigen. Heute erscheint, wenn überhaupt dann dennoch nur die Wiederherstellung der Landeseinheit zwischen Nord-Ost- und Süd-Tirol sehr vage am politischen Horizont politisch möglich. Sollte diese einmal gelingen, dann wird man auch dem Land Welsch-Tirol eine Möglichkeit der Partizipation an dieser Landeseinheit anbieten können, falls man in diese Möglichkeit einmal versetzt werden wird, und falls der mehrheitsfähige politische Wille der Bevölkerung und Parteien in diesem Land danach verlangen sollte. Jetzt schon eine klare nationale Grenze zwischen Welsch-Tirol und Süd-Tirol ziehen zu wollen, und danach scheint es bei der FPÖ aus, erscheint aus meiner Sicht ziemlich kontraproduktiv für die gemeinsame Zukunft aller Tiroler zu sein. Nach meiner Einschätzung gibt es bereits heute auch im Trentino ein starkes Tirol und Österreich patriotisches Lager und diese Kräfte befinden sich dazu seit langer Zeit schon in einer Aufwärtsbewegung.  
 
Die Welsch-Tiroler, die für die gleichen Ziele wie wir politisch kämpfen, verdienen daher jede nur mögliche Unterstützung, gerade aus Süd-Tirol aber auch aus dem Vaterland der Tiroler. Heute mag vielleicht ein Land Tirol mit Welsch-Tirol als ein integraler Teil davon wie in der Zeit vor der Teilung von 1919 noch illusorisch erscheinen, wir wären schon sehr glücklich, wenn wir Süd-Nord-Ost Tirol zu einem Land wiedervereinen könnten, aber an diesem Ideal der Tiroler Landeseinheit aller Tiroler Landesteile sollte man meiner Meinung nach dennoch ohne Zeitlimit unbeirrt festhalten. Das endgültige Ziel müsste ein Tirol sein, wo auch die Welsch-Tiroler mit ihrem Landesteil einen ihnen gebührenden Platz finden und wo diesem Land und seiner Bevölkerung ähnliche Zukunftschancen geboten werden können, wie dies schon seit Urzeiten für die Italiener also die Schweizer Walschen im Schweizer Kanton Ticino/Tessin der Fall ist. Das mag vielleicht eine Melodie der fernen Zukunft wenn überhaupt sein, aber schon heute darf man aus patriotischer Sicht auf die Welsch-Tiroler nicht verzichten, und man darf sehr stolz sein, die sie ihre Herkunft im südlichsten Teil des Landes Tirol in der Provinz Trient als Tiroler nicht leugnen, bzw. im zunehmenden Maße für sich wieder entdecken. Dieses sehr kostbare Geschenk muss man doch zu schätzen und auch würdigen wissen, auch von der Seite der Freiheitlichen Partei, andere Partei in Tirol tun das aber ohnehin schon sehr lange. So verstehe ich das Vermächtnis der gemeinsamen Tiroler Geschichte in allen Landesteilen.  
 
Schauen Sie sich das vielleicht wieder einmal an und lesen Sie die vielen Kommentare zu einzelnen Themen im Blog-Teil: 
 
http://www.austriaciditalia.it/documento5.html
 
Markus Anton
5. 11-11-2010 18:40
 
FPÖ echtes Interesse
Nach meiner Einschätzung ist die FPÖ noch die ehrlichste Partei was Süd-Tirol angeht. 
 
Österr. Republik-Politik ist ein anderes Thema.
 
ff
6. 11-11-2010 18:13
 
Keine gute Sache
Auch ich bin der Meinung dass es für Süd-Tirol nicht gut ist mit der FPÖ Kontakte zu pflegen . Das bringt uns im Ausland nur in Misskredit !!! 
HT
 
Hermann Taber
7. 11-11-2010 16:44
 
Nicht an Bord
Aus der Mitteilung über die Wien-Fahrt geht nicht hervor, dass der Heimatbund oder die Süd-Tiroler Freiheit mit Strache "an Bord" gewesen wären, sondern nur, dass mit ihm gesprochen wurde. Ich darf daran erinnern, dass bei den jüngsten Gesprächen der Süd-Tiroler Freiheit in Wien außer mit ÖVP und FPÖ auch mit der SPÖ und mit den Grünen intensiv gesprochen wurde, wobei besonders die Gespräche mit den Grünen sehr erfreulich waren. Als Südtiroler sind wir nicht bei irgendeiner Partei "an Bord", sondern wir reden mit allen. Es ist dringend notwendig, alle österreichischen Parteien über Südtirol zu informieren, da die SVP dies eher einseitig macht und die Medien uns meistens schneiden.
 
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8. 11-11-2010 11:14
 
Strache
Ganz meine Meinung (@Süd-Tiroler).
 
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9. 11-11-2010 09:49
 
Strache
Ich finde es nicht gut mit Strache an Bord zu sein. Er ist ein rechtspopulist, dazu ist er auch etwas lächerlich... 
 
Finger weg von der FPÖ!
 
Süd-Tiroler

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