Neue Meinungsumfrage: 95% der Süd-Tiroler wollen keine Italiener sein
Montag, 11. Oktober 2010

logo_umfrage.jpgAnlässlich des 90. Jahrestages der Annexion Süd-Tirols durch Italien, am 10. Oktober 1920, wurde eine neue repräsentative Meinungsumfrage zum Identitätsempfinden der Süd-Tiroler in Auftrag gegeben, welche heute im Rahmen einer Pressekonferenz von der überparteilichen ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG vorgestellt wurde.
Das Ergebnis könnte eindeutiger nicht sein:
95% der Süd-Tiroler fühlen sich nicht als Italiener!
Damit muss das Experiment Italien in Süd-Tirol, nach 90 Jahren, als endgültig gescheitert erklärt werden.

Als Italien sich im Jahre 1920 Süd-Tirol gegen den Willen der Bevölkerung angeeignet hatte, war man angetreten, aus dem südlichen Tirol eine „Terra italiana“ zu machen. Das Verbot der deutschen Sprache und Kultur, die Italienisierung der Ortsnamen, bis hin zur massenhaften Ansiedlung von Italienern und der geplanten Aussiedlung der Süd-Tiroler, sind Ausdruck dieser Politik, deren Auswirkungen bis in den heutigen Tag hineinreichen.

Weder diese Zwangsmaßnahmen noch die Teilzugeständnisse des Autonomiestatutes führten jedoch zur Identifikation der Bevölkerung mit Italien. Im Gegenteil, vor allem junge Leute wünschen sich eine Zukunft ohne Italien und arbeiten mit viel Idealismus darauf hin!

Der wachsende Ruf nach Selbstbestimmung, das Tiroler Gedenkjahr 2009, der Streit um die faschistischen Relikte und Ortsnamen, bis hin zur aktuellen Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft, all das sind Themen, die in Süd-Tirol zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Identität führen.

Dass nun 95% der Süd-Tiroler angeben, sich nicht als Italiener zu fühlen, spiegelt somit eine Entwicklung der Rückbesinnung auf die eigene Tiroler Identität wieder, die in den letzten Jahren immer deutlicher wurde.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass sich die Jugend zu 90% nicht mit Italien identifiziert und somit absehbar ist, dass die Zukunft Süd-Tirols nicht bei Italien liegen wird.

Auch das Ergebnis in den Bezirken spricht eine eindeutige Sprache. Spitzenreiter sind das Pustertal mit 97%, der Vinschgau mit 98% und das Wipptal mit sagenhaften 100% der Befragten, die angeben, sich nicht als Italiener zu fühlen.

Das Ergebnis dieser Umfrage straft somit all jene Lügen, die gebetsmühlenartig behaupten, dass Themen wie die Selbstbestimmung und die doppelte Staatsbürgerschaft nicht mehr zeitgemäß seien, weil sich die Mehrheit der Süd-Tiroler inzwischen ohnehin schon als Italiener fühlte.

Genau das Gegenteil ist der Fall!

In Süd-Tirol fühlt sich praktisch niemand als Italiener, während dessen die Verbundenheit zur Tiroler Identität des Landes auch nach 90 Jahren Teilung ungebrochen ist.

Die politische Frage, die aus diesem Umfrageergebnis resultiert, ist daher, welchen Anspruch Italien noch länger auf Süd-Tirol hat, wenn sich 95% der Bevölkerung nicht mit Italien identifizieren?

Für Italien ist dies nach 90 Jahren eine vernichtende Bilanz, die unweigerlich politische Folgen nach sich ziehen muss. Kein Land lässt sich auf Dauer fremdbestimmen, wenn die dort lebende Bevölkerung nichts mit diesem Staat zu tun haben will.

Es gibt somit keinen Grund, der den weiteren Verbleib Süd-Tirols bei Italien noch länger rechtfertigen würde.

Angesichts dieses Umfrageergebnisses kann sich die Politik nicht länger vor der Verantwortung drücken, die Zukunftsfrage des Landes anzugehen und durch die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes eine Zukunft Süd-Tirols ohne Italien anzustreben.

Denn spätestens nach dieser Umfrage steht zweifelsfrei fest:

Nach 90 Jahren ist Italien in Süd-Tirol gescheitert.

ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG

L.-Abg. Sven Knoll, Sprecher - Sepp Mitterhofer, Obmann - Sepp Mayr, Schriftführer - Roland Lang, Kassier - Paul Bacher - Oswald Ellecosta - Ing. Josef Felder - L.-Abg. Dr. Eva Klotz - Dr. Egon Kühebacher - L.-Abg. Pius Leitner -Peter Ploner - Rudl Pichler - Hermann Unterkircher - Luis Vonmetz - Dr. Luis Zingerle

Die Umfrageergebnisse im Detail:

umfrage_gesamt.png

umfrage_stadt_land.png

umfrage_bezirke.png

umfrage_bezirke.png

umfrage_bildung.png


 


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Kommentare (44)
1. 16-10-2010 17:15
 
Eingesperrte Tiroler
@andreas tutzer 
Südtiroler ist auch keine ethnische Bezeichnung, sondern eine politische Bezeichnung. 
 
Südtiroler sind alle Tiroler auf der Alpensüdseite und westlich von Arnbach (Sillian). 
Richtigerweise sind die Osttiroler auch geographisch und ethnisch Südtiroler. Nur war das Gebiet östlich von Toblach militärisch nicht so interessant und wurde deshalb von Italien nicht annektiert. 
 
Südtiroler sind also eingesperrte Tiroler.
 
ff
2. 15-10-2010 16:30
 
Klarer geht es nicht. Sofern man will.
Wenn man einen Beute-Italiener - das sind die Süd Tiroler ihrer Staatsbürgerschaft nach - fragt, ob er sich eher als Italiener, oder als Süd Tiroler fühlt, und 95% darauf die Antwort erteilen, sich als Süd Tiroler zu verstehen, dann ist das sowohl eindeutig, als auch vollkommen verständlich. 
 
Vor allem ist dies das Bekenntnis einer Ablehnung des Status als italienischer Staatsbürger.  
 
Ergo: 95% dieser Beute-Italiener wollen keine Italiener sein. 
 
Nun zu Umfragen unter jenen, die tatsächlich Italiener sind. Erstaunlich, daß selbst unter denen sich eine Gruppe findet, die vorstellen könnten, sich vom italienischen Staat zu lösen.  
 
Diese jedoch würden eine Süd- Tiroler Zukunft eher in einem Freistaat sehen, was derzeit noch nicht im Fokus der STF liegt, und deswegen auch nicht in der Umfrage abgefragt wurde.  
 
Würde man beide Gruppen zusammen betrachten, dann sind wir bei einer Umfrage: "Los von Rom": Etwa 2/3 der Bevölkerung würden sich dain einigen. 
 
Freiheit für Süd Tirol
 
EEkat
3. 14-10-2010 12:05
 
P.S.
Ich habe noch vergessen, die Welsch-Tiroler in der Provinz Trient zu nennen. 
 
http://www.austriaciditalia.it/documento5.html
 
Markus Anton
4. 14-10-2010 12:03
 
Umfrage
Die Süd-Tiroler wollen keine Italiener sein. Genauso wollen auch keine Schotten oder Nord-Iren Engländer sein, die Katalanen und Basken Spanier, aber auch viele Sarden oder sehr viele Friulaner Italiener. Die staatliche Zugehörigkeit ist nämlich meistens etwas anders als ethnische Selbstdefinition einer Minderheit.
 
Markus Anton
5. 13-10-2010 23:57
 
Die große Linie nicht verlassen
Eine wirklich aussagekräftige Entscheidung, ob die Mehrheit der Südtiroler es vorziehen würde, tatsächlich Italiener, oder etwas ganz anderes sein zu wollen können wir erst erhalten, nachdem eine diesbezügliche Abstimmung erfolgt ist. 
 
Diese Abstimmung wird verhindert, und es ist nicht alleine das fremde Rom, daß sich in den Weg stellt.. 
 
Daher ist es entbehrlich, sich zu Interpretationen ins Zeug legen zu wollen, die bestenfalls der Rechthaberei dienen. Ich bleibe dabei, daß eine überwältigende Mehrheit „weg von Rom“ will, und daß eine gewählte Südtiroler politische Führung in Bozen dies verhindert, erscheint mir belegbar. 
 
Umfragen, gleich wer diese unter welchen Umständen auch immer veranstalten wird, erlangen niemals allgemeine Anerkennung aller Seiten. Warum auch? Sie sind ohne Konsequenzen. 
 
Daß man jedoch sich bereits eine Stimmung einfangende Befragung polemisch anzugreifen beginnt und eindeutige Tendenzen der Bevölkerung glaubt in die Nähe ihres Gegenteils verkehren zu müssen beweist mir, daß die Haut dünner wird.  
 
Ein gutes Zeichen. 
 
Wirklich problematisch wäre erst die Frage, ob die Entscheidung „für Wien“ ebenfalls eine derartig deutliche, oder wenigstens die erforderliche Mehrheit erhalten kann. Nachdem man ebenfalls keine Umfragen braucht um feststellen zu können, dass die Mehrheit „für Wien“ deutlich geringer ausfallen würde, als eine Mehrheit für „weg von Rom“.  
 
Diejenigen, die hier plötzlich auftreten haben womöglich im Sinn, diese Frage ans Tageslicht zu zerren, um damit die in Gang gekommene Doppelpaß- Kampagne zu stören.  
 
Denn wer- so die Spekulation - nicht „für Wien“ ist, der kann auch nicht einen Österreichischen Paß beanspruchen wollen. 
 
Aus dieser vergifteten Anregung wird aber nichts.  
 
Erst den Doppelpaß.  
 
Dann die Abstimmung. 
 
Freiheit für Süd Tirol
 
EEkat
6. 13-10-2010 20:55
 
wie unsere großeltern
kann ein Südtiroler nur zuerst Tiroler und dann Österreicher sein.....nie waren wir, werden wir Italiener sein und irgendwann wird auch in Europa die Brennergrenze zersprengt werden...der Tag wird kommen! 
Ein Tirol!!
 
stefan
7. 13-10-2010 20:51
 
wer ist Südtiroler?
Südtiroler ist keine eografische, sondern eine ethnische bezeichnung.
 
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8. 13-10-2010 17:22
 
Überfremdungtaktik
@Klaus 
Einwanderer ist kein Schimpfwort, sondern eine Bezeichnung und kommt von wandern. Also kein ei, ei. 
Wenn schon, sollten die Südtiroler den italienischen Staat für seine Verbrechen anprangern: 
 
1918 gab es einen Anteil in Südtirol von angeblich ca. 3% Italiener. Der höchste Anteil lag bei ca. 33%. Eine Verzehnfachung der Bevölkerung in 40 Jahren (trotz Krieg) ist keine natürliche Zuwanderung, sondern eine systematisch gewollte Überfremdung. 
Genau diese Überfremdungtaktik (Tolomei damals: Bozen muss eine Stadt mit 100.000 Italienern werden) hat auch zum Freiheitskampf der 60er Jahre geführt. 
 
@Wesker - USA 
Es war genau der amerik. President Woodrow Wilson, der das Selbstbestimmungsrecht der Völker durchsetzen wollte und dann die Südtiroler an Italien verschachern ließ.
 
ff
9. 13-10-2010 14:32
 
ei ei ei hr. ff
@2. Die Italiener sind keine Südtiroler, sondern zu über 90% Eingewanderte aus dem alten Italien, also Einwanderer.  
 
Hoppla, lieber FF... a bissl weit rechts lehnen sie sich da raus...hoffe dass niemand ihre meinung teilt...
 
Klaus
10. 13-10-2010 14:20
 
SVP: Verteidigung der Knechtschaft
Man ist entweder Italiener oder Tiroler.  
Die von der SVP bewusst betriebene und gewollte Entfernung von Tirol und die damit von ihr propagierte und künstlich erzeugte Süd-Tiroler Identität stellt sie ganz klar bloß: Sie ist der Garant für den Verbleib bei Italien!  
 
Hören die SVPler sich eigentlich reden? Da schwadronieren sie davon, daß die Studie zwar hervorhebe, das die Süd-Tiroler sich nicht als Italiener identitifizieren würden, daß das aber nicht bedeute, daß sie nicht bei Italien bleiben wollten! 
Da frägt man sich, wie weit diese Partei sich noch für ihren Macherhalt, ihre Pfründe und Silberlinge verbiegen kann.  
Verteidigung der Knechtschaft als höchste Aufgabe der VOLKSPARTEI! 
 
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit. 
 
Marie von Ebner-Eschenbach
 
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11. 13-10-2010 11:46
 
Sogar SVP erkennt Umfrage an
Das Ergebnis dieser Umfrage wird sogar von der SVP anerkannt: 
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2010/10/11/svp-autonomie-hat-suedtiroler-identitaet-geschaffen.html 
 
Natürlich deutet sie es schnell in eine Lobhudelei über die Autonomie um.
 
Thomas
12. 12-10-2010 21:00
 
Più in alto si sale, più il tonfo
Occhio. state tirando un po troppo la corda delle inutili provocazioni o puttanate. Presto o tardi la corda si spezzerà ed allora si che contro di Voi si scatenerà l' ira d' Iddio. Non vorrei essere al Vostro posto. Finche siete in tempo Vi conviene mettere giudizio.
 
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13. 12-10-2010 20:27
 
Più in alto si sale, più il tonfo
Hi! An alle selbsternannten statistikexperten und freunde der rechenkünste! Es ist wahrlich so, dass aus gegebener fragestellung nur vermutet werden kann, dass sich 95% der südtiroler nicht als italiener fühlen. genauso eine vermutung ist jedoch auch die these, dass sich 95% der befragten auch als italiener fühlen könnten. eindeutig ergibt die umfrage jedoch, dass sich primär nur ein verschwindend kleiner teil als italiener fühlt und somit die italienisierungsbemühungen in dieser beziehung eindeutig versagt haben. Wenn man nun den Schluss daraus ziehen möchte, dass die loyalität zum staate nicht gerade überwältigend ist und somit im sinne der initiatoren dieser meinungsumfrage eine loslösung von diesem staate folgerichtig wäre, ist das ja durchaus eine legitime interpretation, dessen richtigkeit genausowenig widerlegt werden kann wie das gegenteil. klarheit würde selbstverständlich nur die direkte volkswahl in dieser frage bringen. das muss doch das demokrtische ziel sein und für mich als überzeugten demokrat und freiheitsliebenden menschen völlig unverständlich, dass dies schon längst nicht geschen ist. eure politiker scheinen nicht wirkllich die freiheit zu lieben. ich wünsch euch jedenfalls alles gute! südtirol verdient es, eines tages wieder frei zu sein. all the best!
 
Wesker - USA
14. 12-10-2010 19:23
 
Più in alto si sale, più il tonfo
@Markus Anton 
"Die SVP hat zu dieser Umfrage eindeutig Stellung bezogen, und sie sagt auch nichts anderes als die STF, nämlich, die Bürge der Provinz Bozen sind Dank Autonomie Süd-Tiroler geblieben und keine Italiener geworden. Die Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung ist außerdem keine Unterorganisation der STF, sondern eine Versammlung von äußerst seriösen und bekannten Persönlichkeiten vor allem aus allen politischen Parteien der Süd-Tiroler in diesem Land." 
Das ändert nichts an der Tatsache, dass die Schlussfolgerungen, die die Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung aus der Unterziehung zieht, falsch sind. Und die SVP schreibt auch: "95 Prozent der Bevölkerung Südtirols fühlen sich angeblich nicht als Italiener." Bei ihrer Presseaussendung geht die SVP also davon aus, dass diese Tatsache aus der Untersuchung herausgeht.  
Wie ich aber schon gezeigt habe, ist diese Schlussfolgerung grundlegend falsch. 
 
@Adam Riese 
"Ich muss schon sagen, deine Versteifung auf dieses Wörtchen "mehr" und dein Eifer für diesen Fremdstaat ist schon etwas eigenartig."  
In der Wissenschaft muss man nun mal genau sein und da kann ein einziges Wort sehr viel ausmachen. In diesem Fall ist dir Genauigkeit nicht so wichtig, aber wehe wenn die Autonomiebestimmungen vom italienischen Staat nicht genau eingehalten werden, dann ist die Hölle los. 
 
"Aber wenn du der Überzeugung bist, dass wenn man dieses Wörtchen nicht verwendet hätte, ein anderes Resultat rausgekommen wäre, hindert dich ja keiner, durch eine eigene Studie uns vom Gegenteil zu überzeugen. So bleibt dies deine Interpretation und Vermutung." 
Warum muss ich das machen? Die Südtiroler Freiheit behauptet, dass 95% der Südtiroler (wobei dies übrigens nur deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler sind) nicht als Italiener fühlen. Dann liegt es an der Südtiroler Freiheit, das zu beweisen, und nicht an mir. 
Ich finde, dass Südtirol wichtigere Probleme hat als zu klären, ob sich nun die Einwohner als Italiener fühhlen oder nicht. Da investiere ich meine Zeit in sinnvollere Aktivitäten. 
Und ich wiederhole mich gerne: ich interpretiere gar nichts. Ich gebe das wieder, was in der Untersuchung drinnen steht. 
 
@EEkat 
"Wenn die STF nun feststellt, Süd Tiroler wollen keine Italiener sein, und diese Feststellung hier zurückgewiesen wird mit der Behauptung, alleine die Frage: „Fühlst Du Dich als Italiener“ könne zu einer solchen Feststellung führen, dann erscheint mir diese strenge Differenzierung als überzogen." 
Nein, diese Differenzierung ist nicht überzogen, sondern absolut notwendig.  
Zwischen der Aussage "95% der Südtiroler fühlen sich nicht als Italiener" und "95% der deutsch- und ladinischsprachigen Südtiroler fühlen sich mehr als Südtiroler als wie als Italiener" liegen nun mal Tag und Nacht.
 
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15. 12-10-2010 19:12
 
Statistik nicht gelernt?
Tut mir leid aber grundlegend für jede wirklich ernst zu nehmende statistik ist, dass sie von einem unabhängigen institut nach gewissen wissenschaftlichen regeln durchgeführt wird. Wenn eine selbst ernannte "Gruppe für Selbstbestimmung" eine Umfrage durchführt wird man sich kaum wundern wenn das von ihnen erhoffte ergebnis eintritt. wie zum glück schon von einigen erkannt wurde kommt es sehr drauf an wie man eine umfrage durchführt und statistisch wertet. 
 
ich will nicht näher darauf eingehen, das haben schon andere gemacht. 
 
"Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass sich die Jugend zu 90% nicht mit Italien identifiziert und somit absehbar ist, dass die Zukunft Süd-Tirols nicht bei Italien liegen wird." 
 
allein diese aussage macht das verständnis von statistik und mathematik der selbstbestimmungsgruppe lächerlich: wenn 95% der menschen sich anscheinend nicht "als italiener fühlen", bei den jugendlichen der anteil aber "nur" bei 90% liegt heißt das nicht weniger, als dass die jugend sich "mehr" als italiener sieht als andere altersgruppen, ansonsten kommt ein faktor von 95% nicht zustanden. in der schule nicht aufgepasst? also das nächste mal lieber sachen zu ende denken als derlei unsinn zu veröffentlichen.
 
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16. 12-10-2010 19:10
 
Wer lesen kann...
phoenixblobb und Exodus haben recht: 
 
Wer die Statistik lesen kann, versteht, dass die Interpretation der SF falsch ist: nirgendwo steht in der Statistik, dass 95% der Südtiroler keine Italiener sein wollen. 
Die Umfrage hat lediglich ergeben, dass sie sich *zuerst* "als Südtiroler fühlen", was ein sekundäres "sich als Italiener fühlen" nicht ausschliesst. Es könnte also sehr wohl sein, dass sich 94% der befragten AUCH als Ialiener fühlen. 
 
Das nächste mal bitte klare Fragen stellen, wenn klare Antworten haben will! 
 
Zur Tatsache, dass "nur" 617 Personen befragt wurden, so ist das kein Problem: wenn diese wirklich nach Zufall gewählt wurden, und die Umfrage nur aus einer Ja/Nein-Frage bestanden hat, so ist sie sehr wohl repräsentativ.
 
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17. 12-10-2010 17:09
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Wie kann man zu solchen Schlüssen kommen ? 
Lieber Exodus! 
Wäre eine Umfrage in Tirol, Vorarlber oder Wien, so würden man möglicherweise hören - ja ich bin Tiroler, Vorarlberger oder Wiener. Aber gleichzeitig bedeuted dies, dass sie auch Österreicher sind und darüber sogar stolz sind. Denn Österreich ist ihr Vaterland.  
Frägt man in Südtirole, so sagen die, die sich so fühlen,ich bin Südtiroler und kein Italiener.  
Denn wer in Südtirol ist schon stolz auf ein Land wie Italien von dem sie okkupiert wurden bzw. auf ein Land wie Italien, das über Jahrzehnte versucht hat(und es heute noch versucht) das südliche Tirol von der Landkarte verschwinden zu lassen. 
Stolz auf Italien sind anscheinend nur 5% der Süd-Tiroler. Wie man die nennt, möchte ich hier nicht erwähnen. 
 
Das Vaterland der Süd-Tiroler ist und bleibt Österreich
 
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18. 12-10-2010 16:41
 
@Exodus
Nach Ihrer Interpretation ginge den ebenfalls befragten Zugehörigen der italienischen Sprachgruppe die lokalpatriotische Bindung an Süd Tirol ab?  
 
War es das, was Sie sagen wollten?
 
EEkat
19. 12-10-2010 16:29
 
SVP missbraucht Statistik
„95 Prozent der Bevölkerung Südtirols fühlen sich angeblich nicht als Italiener. Das ist für uns ein klares Zeichen, dass die Autonomie auch Identität geschaffen hat, eine Südtiroler Identität“ 
 
Mit dieser Statistik will die SVP nur die Autonomie um jeden Preis hochloben. In Wahrheit trennt aber genau die Autonomie die Süd-Tiroler vom Vaterland Österreich und zwingt die Süd-Tiroler unter die italienische Fremdbestimmung. 
 
Es wird immer deutlicher, dass es der SVP gar nicht um die Südtiroler geht, sondern um die Abtrennung von Österreich und Zementierung ihrer Machtposition als vermeintliche Sammelpartei.
 
ff
20. 12-10-2010 14:14
 
SVP missbraucht Statistik
Wie kann man nur zu solchen Schlüssen kommen? 
 
Nehmen wir Bundesländer in Österreich, die eine starke regionale Identität haben, beispielsweise Wien, Vorarlberg oder Tirol. 
 
Machen wir dort eine ähnlich Umfrage wo es heisst: 
 
"Fühlen sie sich eher als Wiener/Tiroler/Vorarlberger oder Österreicher?" 
 
dann kommen dort ähnliche Werte zu stande. Das weiss jeder, der einmal in diesen Bundesländern war. Heisst das dann jetzt aber, dass ich kein Österreicher sein will, nur weil ich mich zuerst als Tiroler/Wiener usw. fühlen und dann erst als Österreicher? Wohl kaum. 
 
Solche Propaganda ist leicht durchschaubar. 
 
Wieso wurde denn nicht gleich gefragt? "Fühlen sie sich als Italiener?" oder noch besser "Fühlen sie sich eher als Italiener oder als Österreicher?" Schließlich wurde die Studie doch selbst finanziert. Angst vor dem Ergebnis?
 
Exodus
21. 12-10-2010 14:07
 
Wollen und Fühlen
Belehrender Ton sowie persönliche Angriffe ("schwer von Begriff") nehmen Überhand, wenn die eigene Aussage sich auf dünnem Eis befindet.  
 
Zitat:  
 
"Die Südtiroler Freiheit schreibt "95% der Südtiroler wollen keine Italiener sein". Um eine solche Aussage treffen zu können, darf man nicht Fragen über Gott und die Welt stellen, sondern die einzig korrekte Frage darauf wäre: "Fühlst du dich als Italiener?" Punkt aus." 
 
Wollen, und Fühlen, das sind zwei sehr verschiedene Regungen, die jedoch in dem jeweiligen Individuum übereinstimmen sollten. 
 
Gerade Süd Tiroler waren durch die Option gezwungen, einen Keil zwischen ihr Wollen und ihr Fühlen zu treiben. Und zwar egal, wie diese sich entschieden. 
 
Wenn die STF nun feststellt, Süd Tiroler wollen keine Italiener sein, und diese Feststellung hier zurückgewiesen wird mit der Behauptung, alleine die Frage: „Fühlst Du Dich als Italiener“ könne zu einer solchen Feststellung führen, dann erscheint mir diese strenge Differenzierung als überzogen.
 
EEkat
22. 12-10-2010 14:02
 
Wollen und Fühlen
@phoenixblobb 
 
Ich muss schon sagen, deine Versteifung auf dieses Wörtchen "mehr" und dein Eifer für diesen Fremdstaat ist schon etwas eigenartig. Aber wenn du der Überzeugung bist, dass wenn man dieses Wörtchen nicht verwendet hätte, ein anderes Resultat rausgekommen wäre, hindert dich ja keiner, durch eine eigene Studie uns vom Gegenteil zu überzeugen. So bleibt dies deine Interpretation und Vermutung. Ich jedenfalls glaube es in Anbetracht des immer stärker werdenden Trends der Jugendlichen hin zu Patriotismus und hin zu einem Südtirol unabhängig von Italien jedoch nicht.
 
Adam Riese
23. 12-10-2010 11:54
 
die SVP
Was sagt die SVP direkt dazu? 
 
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2010/10/11/svp-autonomie-hat-suedtiroler-identitaet-geschaffen.html
 
Markus Anton
24. 12-10-2010 11:45
 
Auch SVP sagt das gleiche!
Die SVP hat zu dieser Umfrage eindeutig Stellung bezogen, und sie sagt auch nichts anderes als die STF, nämlich, die Bürge der Provinz Bozen sind Dank Autonomie Süd-Tiroler geblieben und keine Italiener geworden. Die Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung ist außerdem keine Unterorganisation der STF, sondern eine Versammlung von äußerst seriösen und bekannten Persönlichkeiten vor allem aus allen politischen Parteien der Süd-Tiroler in diesem Land. 
 
Also alle Verteidiger der real nicht existierenden Italianità der Provinz Bozen und alle bestellten Kommentarschreiber, bitte jetzt empörte Postings an die SVP tüchtig schreiben! Die freiwilligen können tun und lassen was sie für richtig halten, die sind bei dieser Aufforderung natürlich nicht gemeint. 
 
 
http://www.stol.it/Artikel/Politik-im-Ueberblick/Lokal/Umfrage-95-Prozent-der-Suedtiroler-wollen-keine-Italiener-sein
 
Markus Anton
25. 12-10-2010 11:27
 
Auch SVP sagt das gleiche!
Einige Leute sind wirklich schwer vom Begriff. 
 
@ff 
"1. Deine persönliche Fragestellung ("Fühlen sie sich als Italiener?") ist falsch bzw. unvollständig, weil sie die (Süd) Tiroler Identität ausschließt." 
 
Das hat mit der Südtiroler Identität schon rein gar nichts zu tun. Die Südtiroler Freiheit schreibt "95% der Südtiroler wollen keine Italiener sein". Um eine solche Aussage treffen zu können, darf man nicht Fragen über Gott und die Welt stellen, sondern die einzig korrekte Frage darauf wäre: "Fühlst du dich als Italiener?" Punkt aus. 
 
"Dein Eisbeispiel ist ebenfalls nicht vergleichbar, weil man Konsumverhalten nicht mit ethnischer Zugehörigkeit gleichsetzen kann.  
Kein Süd-Tiroler will z.B. einen Brief von einer Behörde in italienisch, wenn er ihn bereits in deutscher Sprache bekommen hat." 
 
Es geht nicht um ethnische Zugehörigkeit, sondern um Identitäten und da ist das Eisbeispiel sehr wohl geeignet. Bei einer ethnischen Zugehörigkeit oder bei meinem Brief muss man sich für das eine oder andere entscheiden, beim Eisbeispiel oder bei einer Identität nicht. Wie eine Untersuchung festgestellt hat (und was dir vermutlich nicht gefallen wird), nehmen bei jungen Europäern multiple Identitäten immer mehr zu, siehe http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23807/1.html 
Das heißt, man kann sich sowohl als Südtiroler als auch als Italiener fühlen, ebenso wie man sich als Südtiroler und als Österreicher fühlen kann. Identitäten sind keine Entweder-oder-Entscheidungen, wie auch die Untersuchung beweist, wo nicht gefragt wird, ob man sich als "Südtiroler oder Italiener" fühlt, sondern welche Identität stärker ausgeprägt ist. 
 
"2. Die Italiener sind keine Südtiroler, sondern zu über 90% Eingewanderte aus dem alten Italien, also Einwanderer." 
 
Danke! Damit wissen wir endlich, was die Anhänger der Südtiroler Freiheit denken: die italienischsprachigen Südtiroler sind keine richtigen Südtiroler, sie sind nur geduldet, sie sind Menschen zweiter Klasse, die nicht über die Zukunft Südtirols mitentscheiden dürfen. Am besten sollen ihnen gleich das Wahlrecht entzogen werden und sie müssen wieder auswandern, damit Südtirol rein deutsch wird. *kopfschüttel* 
 
@Adam Riese 
"...so ist deine Gegeninterpretation zu Ungunsten deines politischen Andersdenkenden dann mindestens genauso peinlich" 
 
Ich interpretiere gar nichts rein. Ich gebe das wider, was in der Untersuchung drinnen steht und da steht: 
"Die zentrale Frage zu diesem Thema lautete: „Die Menschen hierzulande werden oft nach ihrer Identität gefragt. Als was fühlen Sie sich mehr: als Italiener/in oder als SüdTiroler/in?“. 95% der deutschund ladinischsprachigen Befragten erklärten, sich mehr „als SüdTiroler/ SüdTirolerin“, 5% sich mehr „als Italiener/Italienerin“ zu fühlen. Auch bei einem Fünftel der italienischsprachigen Befragten ist die regionale Identität („sudtirolese“) offenbar stärker ausgeprägt als die nationale („italiano/a“)." 
 
Nochmal für dich: es wurde nicht nachgefragt, ob sich die Befragten als Italiener fühlen, sondern ob sie sich "mehr als Südtiroler oder als Italiener" fühlen. 
Kannst du mir die Stelle in dieser Untersuchung nennen, wo gefragt wird, ob sich die Südtiroler als Italiener fühlen oder nicht? Das wird vermutlich an meiner Leseschwäche liegen, dass ich diese Stelle nicht finden kann.
 
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26. 12-10-2010 09:26
 
Auch SVP sagt das gleiche!
@phoenixblobb 
Tatsache ist, dass sich durch diese und auch andere Fragestellungen und eigentlich durch keine Studie welche nur auf statistische Mittel der Meinungsvorschung beruht etwas zu 100 Prozent genau sagen lässt. Daher sind Interpretationen und Vermutungen durchaus berechtigt. Und wenn du diese als peinlich hinstellen möchtest, so ist deine Gegeninterpretation zu Ungunsten deines politischen Andersdenkenden dann mindestens genauso peinlich. Die Selbstbestimmung ist in dieser Frage wohl der Goldene Schlüssel. Ob es dazu kommen wird, sind schliesslich und endlich die Leute selbst dafür verantwortlich. Die nächsten Landtagswahlen werden ein wichtiger Hinweis sein, ob der Zug der Freiheit weiterhin an Fahrt gewinnt. Wenn ich mir anschau, wo es die jungen Leute in ST mehr und mehr hinzieht, kann ich persönlich in dieser Frage recht optimistisch nach vorne blicken. Wenn ich sehe, dass es eine Facebook Seite mit dem Titel"20000 Leute für ein Südtirol ohne Italien" gibt, wo sich in kürzester Zeit über 6000 FB User eingetragen haben und wenn ich dann sehe dass die offizielle SVP Fanseite, welche es viel länger gibt, nur über 600 User hat, kann man durchaus einen Trend feststellen. Für mich sagt das mehr aus als jede Meinungsumfrage. Aber das ist meine Interpretation - sicherlich auch peinlich in deinen Augen.
 
Adam Riese
27. 12-10-2010 09:21
 
Unnötige Umfrage notwendig
Niemand käme z. B. in Deutschland auf die Idee die Bevölkerung zu fragen, ob sie Franzosen werden wollen, oder in Griechenland, ob die Griechen Italiener oder Türken werden wollen. 
Kein Volk auf der Welt will seine Identität wechseln, wie Eis konsumieren. 
So wollen auch die Südtiroler deutschsprachig und Tiroler bleiben.  
 
 
@phoenixblob 
Ich würde nicht den Mund so voll nehmen, besonders dann, wenn man vielleicht einem Irrtum unterliegt: 
1. Deine persönliche Fragestellung ("Fühlen sie sich als Italiener?") ist falsch bzw. unvollständig, weil sie die (Süd) Tiroler Identität ausschließt. 
Dein Eisbeispiel ist ebenfalls nicht vergleichbar, weil man Konsumverhalten nicht mit ethnischer Zugehörigkeit gleichsetzen kann. 
Kein Süd-Tiroler will z.B. einen Brief von einer Behörde in italienisch, wenn er ihn bereits in deutscher Sprache bekommen hat. 
2. Die Italiener sind keine Südtiroler, sondern zu über 90% Eingewanderte aus dem alten Italien, also Einwanderer. 
 
 
@Waschtl 
Man könnte auch einen Sterzinger fragen, ob er sich als Sterzinger oder Wipptaler fühlt. Was hat das mit dem bayrischen Vergleich zu tun?  
Die Südtiroler fühlen sich als Süd/Tiroler. Der Assimilierungsdruck kommt von politischer Seite und nicht von der Bevölkerung.
 
ff
28. 12-10-2010 07:40
 
Autonomie funktioniert
Ich glaube die Fragestellung ist nicht gut. Was würde herauskommen wenn man einen Münchner fragen würde, ob er sich eher als Bayer oder als Deutscher fühlt? Da hätten wir vielleicht ein ähnliches Ergebnis. 
Die Umfrage beweißt eigentlich nur, dass die "Assimilierung" wie von vielen befürchtet gar nicht stattfindet und somit die Autonomie funktionert.
 
Waschtl
29. 12-10-2010 00:02
 
Autonomie funktioniert
Schon peinlich, was manche Leute hier von sich geben, aber einer nach dem anderen. 
 
@Ing. Winfried Matuella 
"Die Süd-Tiroler (Urbevölkerung) fühlen sich zu 95% nich als Italiener." 
Wer lesen kann, ist im Vorteil.  
Ich gebe einen Hinweis: http://issuu.com/suedtirolnews/docs/umfrageidentitaetsued-tirol, Seite 5 
Dort werden sie fündig! 
 
@Hartmuth Staffler 
"Es hat bereits zwei wissenschaftliche Umfragen gegeben, bei denen sich die Südtiroler mehrheitlich für die Abtrennung von Italien ausgesprochen haben." 
Dann gehe ich zuerst auf die Untersuchung vom Soffi-Institut aus dem Jahr 2005 ein. 
Sie schreiben "die Südtiroler", befragt wurden aber nur die "deutsche Bevölkerung Südtirols". Siehe http://www.suedtiroler-freiheitskampf.net/index.php?option=com_content&task=view&id=38 
 
Und was ist den Südtirolern italienischer und ladinischer Muttersprache? Sind diese etwa keine Südtiroler? Sind das Menschen zweiter Klasse, weil sie bei so einer Abstimmung nicht mitstimmen dürfen? 
Peinlich peinlich! 
Gemäß dieser Untersuchung sind also nur die deutschsprachigen Südtiroler mehrheitlich für die Abtrennung von Italien, aber NICHT DIE SÜDTIROLER.  
Wer sinnerfassend lesen kann, sollte solche Unterschiede schon erkennen können. 
 
"Um beim Speiseeisvergleich zu bleiben: Wenn 95 Prozent einer befragten Gruppe äußern würden, dass sie Erdbeereis lieber haben als Vanilleeis, dann würde das ganz klar und eindeutig heißen, dass Vanilleeis bei diesen Leuten auf wenig Liebe stößt." 
 
FALSCH, Vanilleeis stößt auf weniger Liebe. Ob das dann wenig Liebe ist, ist eine andere Frage. 
Ebenso wie man Erdbeereis und Vanilleeis mögen kann, kann man sich zugleich als Südtiroler und als Italiener fühlen. Das widerspricht sich nicht. 
Da Sie offenbar lernresistent sind, beschreibe ich es in Zahlen.  
Wenn jemand zu 100% Erdbeereis mag und zu 90% Vanilleeis mag, dann bedeutet das zwar, dass man Erdbeereis mehr mag als Vanilleeis, aber vom Nichtmögen von Vanilleeis sind wir weit entfernt. 
Wenn jemand zu 20% Erdbeereis mag und zu 10% Vanilleeis mag, dann bedeutet das zwar, dass man Erdbeereis mehr mag als Vanilleeis, aber vom Mögen von Erdbeereis sind wir weit entfernt. 
 
Sie sehen schon, wie abstrus Ihre Argumentation ist. 
 
@Adam Riese 
Das geht viel einfacher. Mit der Frage "Fühlst du dich als Italiener?" hätte man eine eindeutige Antwort erhalten und man hätte sich nicht einer falschen Interpretation bedienen müssen. Schon komisch, dass der Südtiroler Heimatbund nicht auf eine solche Frage gekommen ist, sondern lieber im Dunkeln tappen will und davon spricht, ob man sich eher als Südtiroler als Italiener fühlt. 
Und wenn schon über die Selbstbestimmung abgestimmt wird, dann bitte nicht die italienisch- und ladinischsprachige Bevölkerung vergessen, wie es oben Herr Staffler bzw. das Soffi-Institut gemacht hat.
 
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30. 11-10-2010 21:38
 
Klare Aussage
Diese Umfrage erklärt nochmal ganz klar: Südtirol ist nicht Italien!
 
Peter
31. 11-10-2010 19:36
 
Klare Aussage
"Was hat das mit dieser Umfrage zu tun? Rein gar nichts, weil die Frage nicht vorkommt." 
 
Deine Kritik ziehlt ja auf die Interpretation der Studie von Seiten der STF. Ich denke da hat die darauf hinauslaufende Frage, ob sich Südtirol von Italien loslösen sollte, sehr wohl was zu tun. Also, wenn du diese interpretierende Schlussfolgerung anzweifelst, lad ich dich ein, dich für die Slebstbestimmung miteinzubringen und das Volk selber entscheiden zu lassen. Dann wissen wir alle wie es wirklich mit unserer Identität zu Italien steht.
 
Adam Riese
32. 11-10-2010 18:11
 
Die Richtung stimmt
Es hat schon eine gewaltige Aussagekraft, ob man zu einem Land, dessen Staatsbürgerschaft man genießt, seine uneingeschränkte Zugehörigkeit bekennt, oder aber einer ebenfalls zur Wahl stehenden, anderen Zugehörigkeit den Vorzug gibt.  
 
Es kann keinen Zweifel geben, daß die Mehrheit der deutschsprachigen und ladinischen Süd Tiroler sich bei Gelegenheit von Rom lösen würden. Das es sich dabei sogar um 95% handeln könnte, sollte man nicht bezweifeln.  
 
Geschätzte 2/3 der Gesamt- Bevölkerung wollen los von Rom, wobei man sogar mit der gelegentlichen Sympathie von italienischen Alto Adiges rechnen kann. 
 
Ob es diese Mehrheit dann schaffen könnte, ungeschmälert einen Anschluß an Österreich zuwegezubringen, das mag man bezweifeln.  
 
Das jedoch ist die Kernfrage, mit der das Schicksal Süd Tirols seit vielen Jahren in der Schwebe gehalten wird. 
 
Die Doppelpaß-Initiative wird dazu - gewollt oder ungewollt - eine Klärung herbeiführen.
 
EEkat
33. 11-10-2010 17:47
 
Erdbeereis und Kuhdreck
@ phoenixblob 
Es hat bereits zwei wissenschaftliche Umfragen gegeben, bei denen sich die Südtiroler mehrheitlich für die Abtrennung von Italien ausgesprochen haben. Das waren politische Umfragen mit klarem Ergebnis. Die jüngste Umfrage, die vom Heimatbund in Auftrag gegeben wurde (die Firma apollis hat den Auftrag mit der gleichen Seriösität behandelt wie alle anderen Aufträge) zielte hingegen auf die Identität, und hier war die Aussage klar. Um beim Speiseeisvergleich zu bleiben: Wenn 95 Prozent einer befragten Gruppe äußern würden, dass sie Erdbeereis lieber haben als Vanilleeis, dann würde das ganz klar und eindeutig heißen, dass Vanilleeis bei diesen Leuten auf wenig Liebe stößt. Eine derartig klare Entscheidung ist aber bei der Frage nach der Eisvorliebe reine Utopie. Wahrscheinlich würde es etwa 50:50 ausgehen. Wenn man hingegen nach der Vorliebe zwischen Erdbeereis und Kuhdreck fragt, dann kommt man viel näher an unser jüngstes Umfrageergebnis heran. Die absolute Mehrheit wäre sicher für Erdbeereis, ein paar Verrückte für Kuhdreck. Genau dieses Ergebnis hat die jüngste Umfrage erbracht.
 
34. 11-10-2010 17:34
 
Ihre Hochrechnung
Sehr geehrte "Interpretierende", 
wenn 617 von ca. 503.000 Südtirolern/Südtirolerinnen zu bestimmten Themen befragt werden, dann sollten keine "allgemeingültigen" Interpretationen der Daten vorgenommen werden (weil eben nur etwas mehr als ein Promille befragt wurde). Von "95% der Südtiroler" darf deshalb nicht (!) gesprochen werden, nur von 95% der Befragten! Es wäre wünschenswert, wenn die Politik etwas präziser und vor allem wissenschaftlicher arbeiten würde; so wirkt Ihre Interpretation der Daten doch - um es mit den Worten unseres verstorbenen Landeshauptmanns S. Magnago zu sagen - ziemlich "naiv".
 
35. 11-10-2010 17:28
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Man kann es drehen und wenden wie man will - eines ist klar. Die Süd-Tiroler (Urbevölkerung) fühlen sich zu 95% nich als Italiener - Schluß - es bewahrheitet sich daher die Behauptung der Süd-Tiroler Freiheit - und natürlich die aller aufrechten Patrioten 
 
SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN
 
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36. 11-10-2010 17:02
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Wie ich sehe, habe ich vergessen die Studie zu verlinken: http://issuu.com/suedtirolnews/docs/umfrageidentitaetsued-tirol 
 
@Adam Riese 
"Dort sind kluge Statistiker sicher gerne willkommen, wenn es dann darum geht das Ergebnis dieser Abstimmung unmissverständlich in Diagramme zu fassen." 
 
Ein elementares Beispiel: Wenn eine Gruppe von Personen auf die Frage, ob sie lieber Erdbeereis oder Vanilleeis mögen, mit 95% mit Erdbeereis antworten, dann heißt das noch lange nicht, dass 95% kein Vanilleeis mögen. 
 
Um so etwas zu erfassen, braucht es keine Statistiker, sondern jemand, der sinnerfassend lesen kann, weil in der Presseaussendung der Südtiroler Freiheit wird alles gesagt, nur nicht das was aus der Umfrage herausgekommen ist. 
 
Nur um es klarzustellen: die Umfrage ist korrekt durchgeführt worden, nur was die Südtiroler Freiheit daraus schließt ist kompletter Unsinn. 
 
"Aber wenn du an der Interpretation Zweifel hast, ob sich die Mehrheit der Südtiroler für oder gegen einen Verbleib bei Italien aussprechen würde..." 
Was hat das mit dieser Umfrage zu tun? Rein gar nichts, weil die Frage nicht vorkommt. 
Es wäre schon interessant zu wissen, warum die vom Südtiroler Heimatbund (!) in Auftrag gegebene Umfrage dann diese Frage nicht beinhaltet hat?
 
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37. 11-10-2010 16:42
 
Meinungsumfrage zur Volkszugehörigkeit
Südtiroler/innen sind italienische Staatsbürger, gehören aber zur deutschen Nation, genauso wie Deutsch-Schweitzer und Österreicher zur Deutschen Nation gehören. Es gibt bei uns keine deutschsprachige und auch keine italienischsprachige Südtiroler, sondern Deutsche Italiener und Ladiner, um bei den gegenwärtigen Sprachgruppen zu bleiben. (Der Bürgermeister von Bozen zum Beispiel spricht auch Deutsch -ist „deutschsprachig“-, ist aber Italiener; dies nur zur Kenntnisnahme). Ich persönlich bin Deutsch-Tiroler (es gibt auch Welsch-Tiroler), und fühle mich natürlich auch als Deutscher, habe mich schon immer als solcher gefühlt. –Als was fühlen sie sich mehr? lautet die Frage. (gemeint ist wohl mehr südtirolerisch oder mehr italienisch). Mir stellt sich diese Frage überhaupt nicht, denn ich könnte, selbst wenn ich wollte, nicht ein bißchen deutsch und ein bißchen italienisch sein. Für mich gibt es nur eine Richtig, und zwar jene, die ich bereits kundgetan habe.
 
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38. 11-10-2010 16:34
 
Ohne Italien besser!
Diese Umfrage ist eine schallende Ohrfeige sowohl für den Staat Italien, als auch für seine Helfer und Eiferer im Lande. Bestimmt gibt die Landesregierung umgehend Hochglanzbroschüren heraus, welche den Reichtum, die Kultur und die Bräuche Südtirols in besten Farben preisen. Als wärs ohne Italien alles nichts!  
 
Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht. 
 
Benjamin Franklin
 
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39. 11-10-2010 16:14
 
Ohne Italien besser!
phoenixblobb@ 
Fragen samt Resultat dieser Umfrage sind für mich mehr als eindeutig. Aber wenn du an der Interpretation Zweifel hast, ob sich die Mehrheit der Südtiroler für oder gegen einen Verbleib bei Italien aussprechen würde, so kannst du dich gerne dafür stark machen, das ganze Volk direkt danach zu fragen. Du kannst dich dann als eifriger Verfechter der Authenzität und Wahrheit gerne für die Selbstbestimmung einsetzen und bei der Arbeitsgruppe mitmachen. Dort sind kluge Statistiker sicher gerne willkommen, wenn es dann darum geht das Ergebnis dieser Abstimmung unmissverständlich in Diagramme zu fassen. Ob dir das Ergebnis dann passt, ist dann wieder eine andere Frage.
 
Adam Riese
40. 11-10-2010 14:24
 
Wo bleibt die Überraschung?
Wer sich was anderes erwartet hat lebt fern von jeglicher Realität - jeder der mit geöffneten Augen durch die Weiler und Orte in Südtirol geht wird immer wieder Zeuge davon das Herr und Frau Südtiroler nicht Italiener sind, es nie waren und auch nie werden! 
 
Darum! Auf in die gemeinsame Zukunft!
 
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41. 11-10-2010 14:22
 
Falsche Interpretation
Dann machen wir für die Südtiroler Freiheit einen Grundkurs in "Interpretation von Statistiken". 
 
Die Südtiroler Freiheit schreibt: 
"Dass nun 95% der Süd-Tiroler angeben, sich nicht als Italiener zu fühlen, spiegelt somit eine Entwicklung der Rückbesinnung auf die eigene Tiroler Identität wieder, die in den letzten Jahren immer deutlicher wurde." 
 
In der Studie (ist im Artikel verlinkt) heißt es dagegen: 
"Die zentrale Frage zu diesem Thema lautete: „Die Menschen hierzulande werden oft nach ihrer Identität gefragt. Als was fühlen Sie sich mehr: als Italiener/in oder als SüdTiroler/in?“. 95% der deutschund ladinischsprachigen Befragten erklärten, sich mehr „als SüdTiroler/ SüdTirolerin“, 5% sich mehr „als Italiener/Italienerin“ zu fühlen. Auch bei einem Fünftel der italienischsprachigen Befragten ist die regionale Identität („sudtirolese“) offenbar stärker ausgeprägt als die nationale („italiano/a“)." 
 
Wer findet die beiden Fehler? 
Richtig: 
1. Es wurde NICHT gefragt "Fühlen sie sich als Italiener?" (dann wäre die Interpretation der Südtiroler Freiheit korrekt) sondern "Als was fühlen Sie sich mehr: als Italiener/in oder als Südtiroler/in?"  
Wenn jemand antwortet, dass er sich mehr als Südtiroler/in fühlt, heißt das noch lange nicht, dass der/diejenige sich nicht gleichzeitig als Italiener/in fühlt. Es wurde eben nur gefragt, welche Identität stärker ausgeprägt ist. 
2. Die Südtiroler Freiheit gibt an, dass es sich um 95% der Südtiroler handelt. In Wirklichkeit sind es aber nur deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler. Im Umkehrschluss heißt das, dass für die Südtiroler Freiheit die italienischsprachigen Südtiroler überhaupt keine Südtiroler sind. Auch das muss man mal erwähnen. 
Und auch bei den Detailergebnissen (Altersgruppen, Bezirken) wurden die italienischsprachigen Südtiroler nicht berücksichtigt. 
 
SÜDTIROLER FREIHEIT = UMFRAGENMANIPULIERER
 
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42. 11-10-2010 12:10
 
Das Volk soll entscheiden dürfen
Der Artikel zeigt glasklar, als was sich Südtiroler nicht fühlen: nämlich als Teil des italienischen Staates! Es sollte doch in Europa im Jahr 2010 selbstverständlich sein, daß Regionen frei entscheiden dürfen, zu welcher Nation sie gehören wollen. Sollte das nicht möglich sein, braucht man auch nicht stolz auf ein angeblich so freies und tolerantes Europa sein.
 
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43. 11-10-2010 12:08
 
Das Volk soll entscheiden dürfen
Wird es im November wieder eine Kundgebung gegen die Unrechtsgrenze auf dem Brenner geben? Wäre wieder eine tolle Sache! Ist bereits ein genaues Datum festgelegt worden?
 
Frank
44. 11-10-2010 11:19
 
Ethische Selbstdefinition
Die Süd-Tiroler sind danach zu urteilen das geblieben, was sie am Beginn dieser neuen Zeitrechnung um das Jahr 1919/20 schon immer waren, dazu trotz 90 Jahre der diesem kleinen Land im Gebirge von Italien mit Gewalt aufgezwungener Fremdbestimmung und maßloser Italianisierung über lange Strecken der Geschichte. Nämlich, sie sehen sich weiterhin geschlossen als Tiroler aber auch als Alt-Österreicher und damit sicherlich nicht als Italiener.  
 
Sollte auch einmal das eigene ethnische und sprachliche Vaterland Österreich den Süd-Tirolern die Möglichkeit des Erwerbs der zweiten Staatsangehörigkeit, nämlich die des eigenen Vaterlandes eröffnen, dann wird man auch eine klare Alternative in diesem Land bekommen, in welche Richtung sich Süd-Tirol ethnisch aber auch immer mehr politisch ab diesem Zeitpunkt orientieren wird können. Davor hat natürlich die Macht der Fremdbestimmung so große Angst, dass die von der aufgezwungenen Teilung und Fremdbestimmung betroffenen Menschen in irgendeiner Form, ohne dass Italien es verhindern könnte, völlig frei kundtun werden, dass sie keine Italiener sind, und dass das Land Süd-Tirol ethnisch, sprachlich und historisch auch nie Italien war, nicht ist und auch in Zukunft nicht sein wird.  
 
In einem Europa der EU der Demokratie und der Menschenrechte kann man also nur optimistisch in die Zukunft der ethnischen und auch politischen Selbstbestimmung der Süd-Tiroler blicken. Als objektiver Beobachter, egal wo in Europa, kann man diesen heutigen Staat der Provinz Bozen nur bedauern, dass dieser heute noch so viel Energie sinnlos dafür aufwendet, einem kleinen Land eine fremde Identität aufzudrücken, mit der die Menschen sogar nach fast 100 Jahren der Fremdherrschaft geschlossen nicht einverstanden sind. Ein Umdenken wäre da vielleicht mehr als angebracht. Was man aber heute leider erleben muss, das ist die Renovierung der Symbole des Duce-Faschismus und damit der ethnischen Unterdrückung, damit hier ja nur niemand vergisst, dass die noch so Autonome Provinz Bozen in Wirklichkeit die letzte Kolonie des Stiefelstaates de fakto darstellt. Vom Polizei- und Überwachungsstaat der Marke Alto Adige ganz zu schweigen.
 
Markus Anton

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