15. Oktober 2010 - St. Leonhard/Passeier: Buchvorstellung - Neuauflage der Biographie "Georg Klotz"
Donnerstag, 14. Oktober 2010
georg_klotz_st_leonhard_15_10_2010.jpgAm Freitag, 15. Oktober 2010, lädt die Schützenkompanie „Major Georg Klotz“ Walten im Vereinshaus St. Leonhard/Passeier (Kleiner Saal) mit Beginn 20 Uhr zur Vorstellung der Neuauflage des Buches von Eva Klotz: „Georg Klotz - Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols“. Nachdem es seit Jahren vergriffen war, ist dieses Buch, um einige bisher unveröffentlichte Bilder ergänzt, vom Südtiroler Verlag „effekt“ neu herausgebracht worden.

Es sprechen: Der Hauptmann der SK „Major Georg Klotz“ Walten, Wolfram Klotz; der Herausgeber der Neuauflage, Elmar Thaler, Verlag „effekt“ (Neumarkt); die Historikerin und Lektorin des Buches, Dr. Margareth Lun und die Autorin, Dr. Eva Klotz

Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen! Für die Bewohner unseres Tales ist dieses Buch besonders aufschlussreich, handelt es doch von Ereignissen, die viele Passeirerinnen und Passeirer persönlich und direkt betroffen haben!


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Kommentare (3)
1. 06-10-2010 10:57
 
Menschenrecht der Selbstbestimmung
In diesem Zusammenhang sollte man einiges in Erinnerung rufen: 
 
http://www.youtube.com/watch?v=c80Iqd-XYII&feature=related 
 
http://www.youtube.com/watch?v=T8vYwkp4ioI
 
Markus Anton
2. 06-10-2010 09:06
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Feiheitskampf - nicht "Terror 
 
Unter Terror versteht man gemeinhin die brutale Anwendung von Gewalt ohne Rücksicht auf Opfer, mit dem Ziel, zu erpresserischen Zwecken Angst und Schrecken einzujagen. 
 
Als Freiheitskampf hingegen wird gewaltsamer Widerstand aufgefaßt, der sich gegen einen Staat (Italien) richtet, welcher die Menschenrechte verletzt, Volksgruppen oder Völker unterdrückt und mit dem Untergang bedroht. Es ist ein Kampf für rechztmäßige Ziele, wobei allerdings staatliches Recht verletzt werden muß, es ist Notwehr.  
 
Georg Klotz und viele seiner Gesinnungsgenossen haben ihn zum Wohle Süd-Tirols gekämpft.
 
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3. 05-10-2010 11:05
 
Der Freiheitskampf der Süd-Tiroler
Die Mühlen der weltlichen und der überirdischen Gerechtigkeit mahlen vielleicht langsam, aber dafür gerecht und der Tiroler Freiheitskampf der 50er und 60er Jahre des letzten Jahrhunderts gegen italienische Fremdherrschaft in der eigenen seit Menschengedenken angestammten Süd-Tiroler Heimat bekommt endlich den allgemein akzeptierten ideologischen Stellenwert, den er in ganz Tirol in Süd-Nord-Ost und im Vaterland Österreich ganz sicher verdient. 
 
Die bereits im Jahre 1946 von Italien versprochene Autonomie, war bis in die späten 70er Jahre nicht einmal das Papier wert, auf dem sie von Rom so hoch und heilig dem Land gegenüber dem Vertragspartner der Schutzmacht Österreich und der UNO der "bella Figura" wegen versprochen wurde. Damit wollte man bei der Macht der Fremdbestimmung nur mehr Zeit für die schamlose weitere Italianisierung des annektierten Landes gewinnen, um das zu vollenden, was dem Italienischen Duce vor 1943 noch nicht gelungen ist. An dieser Einstellung hat sich in Italien im Kern allgemein bis heute überhaupt nichts geändert. Es ist sicher eine unangenehme Wahrheit, die aber dennoch ihre Gültigkeit in diesem Land weiterhin besitzt, darüber können noch so viele Feiertagsreden und Lobhudeleien auf die Autonomie vor allem von der Seite der SVP nichts ändern. Wenn dieser heutige Staat der Provinz Bozen hier nur schalten und walten könnte wie er wollte, dann gäbe es heute in Süd-Tirol nur Alto Adige und sonst gar nichts mehr. Allein der heldenhafte Widerstand gegen Italianisierung in früheren Jahrzehnten und der lange ethnische Überlebenskampf der Süd-Tiroler machte das Land zu dem was es heute noch ist und nicht der Wille der Macht der Fremdbestimmung oder der politische Opportunismus mancher Politiker in der Provinz Bozen. Das sei allen Träumern von der allerbesten Autonomie der Welt bei dieser Gelegenheit ins Stammbuch geschrieben.  
 
Gerade deswegen kann auch auf unserer Seite die heute existierende Autonomie nur als Übergangslösung für das südliche Tirol betrachtet werden kann. Diese wurde nicht zuletzt deswegen zwischen 1972-92 realpolitisch in der Provinz Bozen möglich, weil die heldenhaften Männer und Frauen des Süd-Tiroler Widerstandes dieser Jahre das wertvollste in die Waagschale der Geschichte in diesem ungleichen Kampf geworfen haben, was sie als Menschen überhaupt besessen haben, nämlich die eigene Jugend, Freiheit, Gesundheit, Zukunft und sogar das Leben. Aus diesem Grund sind wir ihnen Dank und Anerkennung schuldig, wenn wir aufrechte Menschen bleiben wollen. Natürlich ohne den Beitrag der offiziellen Landespolitik der Süd-Tiroler damals von der Seite der SVP und ohne diplomatische Schützenhilfe in einer Art endlosem Verhandlungsmarathon von der Seite der der Schutzmacht Österreich sogar vor der UNO, wäre in der Frage der Autonomie auch nichts weiter gegangen, aber erst der Kampf der Widerstandskämpfer dieser Jahre bei der Verteidigung der verbrieften Rechte der Süd-Tiroler und die Bürgerkrieg ähnlichen Zustände, die Italien selbst durch seine brutale Italianisierungspolitik in diesem Land zuerst zu verantworten hat, haben Rom letztenendes zum politischen Einlenken in der Frage der bereits 1946 versprochenen Autonomie für Süd-Tirol bewogen. Italien erfüllte also bis 1992 mit über 40 Jahren Verspätung immer noch halbherzig und lückenhaft sein Versprechen der Autonomie für die Provinz Bozen, die heute immer noch eine 3/4 starke nicht italienische ethnische Mehrheit aufweist, aber nur deswegen, weil es dazu sogar von der UNO und von der damaligen EU immer wieder angehalten wurde, und weil kein anderer Weg in dieser Frage scheinbar möglich war.  
 
Es gibt aber heute noch Menschen in diesem Land die behaupten, Italien habe die Autonomie in Süd-Tirol nicht wegen sondern trotz Aktivitäten des Süd-Tiroler patriotischen Widerstandes des 60er Jahre dennoch zum Schluss möglich gemacht. Warum das aber seit 1946 bis in die späten 70er Jahre nicht möglich war, diese Antwort bleiben diese Kreise bis heute der Welt schuldig, bzw. warum die Autonome Provinz Bozen die einzige des Stiefelstaates bis heute geblieben ist, die diesen Namen überhaupt noch verdient. Italien verfolgte und verfolgt weiterhin in dieser Frage die Linie des geringsten politischen Widerstandes und will in allen Zeiten nur das tun, was gerade diesem Staat als opportun erscheint, um bloß Zeit für die alte Politik unter anderen Vorzeichen zu gewinnen. 
 
Die Süd-Tiroler Widerstandskämpfer haben bekanntlich in erster Linie für die Selbstbestimmung des Landes gekämpft, die SVP konnte aber später die Früchte dieser ungeheueren Anstrengung in Form der heute real existierenden Autonomie ernten. Diese Zeit liegt schon bald mehr als 50 Jahre zurück, daher dürfte man dieses Kapitel der Landesgeschichte endlich einmal langsam ohne ideologische Scheuklappen überall objektiv betrachten, und nicht zuletzt deswegen sollte es auch dieser Partei möglich sein, ohne Scheu und ohne Angst vor Reaktionen aus Rom diesen Beitrag des patriotischen Widerstandes im ethnischen Überlebenskampf der Süd-Tiroler auch entsprechend zu würdigen. Heute passiert das nämlich allzu oft nur hinter der vorgehaltenen Hand in Süd-Tirol.  
 
Die heldenhaften Männer und Frauen des patriotischen Widerstandes der 60er Jahre haben zumindest vorübergehend dieses Land Süd-Tirol vor einem ethnischen Untergang im Staat der Fremdbestimmung bewahrt. Darüber können die Öffentlichkeit auch nicht noch so viele Täuschungsmanöver und Ablenkungsstrategien aller möglichen Hofhistoriker zwischen Bozen und Innsbruck hinwegsehen lassen. Das was im 19.Jahrhundert in Tirol der patriotische Kampf des Andreas Hofer und Joseph Speckbacher unter dem Motto "Für Gott, Tirol und Vaterland" war, das war im 20. Jahrhundert in Süd-Tirol der patriotische Einsatz des Sepp Kerschbaumer und Georg Klotz, um nur einige Namen zu nennen. In beiden Fällen dauerte es auch lange, bis man in der breiten Gesellschaft zur Einsicht gekommen ist, dass dieser Einsatz nicht nur gerechtfertigt, sondern auch langfristig politisch notwendig gewesen ist, und dass die Rechte der Tiroler in allen Zeiten mit allen Mitteln verteidigt werden müssen, falls kein anderer Weg in diesem Land allgemein als vertretbar oder als möglich angesehen wird.  
 
Die Süd-Tiroler haben sich auch nicht die bis heute anhaltende ethnisch-politische Fremdbestimmung ausgesucht, und die Widerstandskämpfer der 60er Jahre haben mit den von ihnen gewählten Mitteln damals die verbrieften Rechte der angestammten Heimat verteidigt. Wie man heute mit einer historischen Distanz von fast 50 Jahren deutlich sieht, dieser Einsatz war nicht vergebens, ganz im Gegenteil. Auch deswegen verdienen diese heldenhaften Männer und Frauen unseren Respekt und Anerkennung und man kann auch getrost davon ausgehen, dass man mit der Zeit immer mehr diesen Tiroler Freiheitskampf des 20. Jahrhunderts in einem Atemzug mit dem des Landesvater Andreas Hofer nennen wird, sowie vor entsprechenden Denkmälern der Zukunft auch ehren wird. Auf so ein Denkmal des Süd-Tiroler patriotischen Widerstandes wartet das Land Tirol heute immer noch, wo man ihrer in der Geschichte einmaligen Opferbereitschaft in dieses übermenschlichen Einsatzes würdiger Form gedenkt.  
 
Unsere Geschichte aber auch die Gegenwart und die Zukunft ist nämlich ganz sicher nicht die der Macht der ethnischen Fremdbestimmung in Süd-Tirol, daher sind wir in erster Linie dieser unserer Betrachtungsweise dieses Kapitels der tragischen Geschichte des Landes Süd-Tirol als anständige Menschen und Patrioten des Landes Tirol in Süd-Nord-Ost und des gemeinsamen Vaterlandes Österreich zur Gänze verpflichtet.
 
Markus Anton

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