Alpini - Öffentliche Bilder mit Duce - Distanzierung vor Alpiniaufmarsch gefordert!
Montag, 13. September 2010
alpini_gerichtsplatz_500.jpgEin „Nahverhältnis“ zu Mussolini scheint die Alpini nicht zu stören. Nicht anders ist es zu erklären, dass ein Alpini in voller Uniform die Hand grüßend gegen Mussolini erhebt! Auch die Gründung der Ortsgruppe Bolzano (ohne Bozen), die zeitgleich mit der Einweihung des Siegesdenkmals erfolgte, hat die Soldaten nicht zu einer Aufarbeitung ihrer Vergangenheit bewogen. Damit zeigen sie heute noch, dass ihr Nahverhältnis zum Faschismus ungebrochen ist. Die Alpini werden 2012 in Bozen aufmarschieren!

In der unteren Reihe auf dem Relief oberhalb des Finanzamtes, links von Mussolini und dem im oberen Eck stehenden „W Mussolini“, in der unteren Reihe:

Ein Alpini schreitet forschen Schrittes in Bergausrüstung, die Hand grüßend erhoben, dem Duce zu. Kein altes Foto aus Militärarchiven, aus alten Fotoalben, sondern gestern gemacht in Bozen auf dem Gerichtsgebäude. 


Die Forderung des Landtagsabgeordneten Sven Knoll, dem Relief zumindest nachts das Licht abzudrehen und Mussolini und Co. nicht mehr zu beleuchten, wurde vom Bozner Bürgermeister im November 2008 abgelehnt.


Zur Erinnerung: Vor einiger Zeit zeigte auch das Militär auf dem Gerichtsplatz seine Errungenschaften, u. a. Panzerwagen aus der Iveco Bozen.


Es ist unglaublich, dass Südtiroler Politiker vom Landeshauptmann bis zum Vizebürgermeister von Bozen erfreut darüber sind, dass Leute mit dieser Uniform in Bozen aufmarschieren, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT!


Die Alpini sollten, zwei Jahre bevor sie in Bozen auftauchen, zumindest eine Entschuldigung an die Opfer des Faschismus, an welchen Alpinisoldaten teilhatten, abgeben und die Versetzung eines Mussolinirelief verlangen, das sie in Uniform mit dem Duce und seinen Organisationen zeigt! 


Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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Kommentare (4)
1. 15-09-2010 12:04
 
Lob
Ein Lob Dir, Markus Anton für Deine Kommentare. Gleich wie, wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, oder ist es gar Dein "richtiger" Name, zumindest die Vornamen vielleich? Die Kommentare sind punktgenau, der Wahrheit dienend und der Geschichte treu wiedergegeben sowie der Zukunft Süd- Tirols in Freiheit weisend. Hätten wir nur mehr solche Patrioten in unserem Land. Ich rufe Dir zu, geh´weiter diesen Weg und vor allem, mögen viele Menschen die mit der Sache Süd-Tirol verbunden sind, Deine Kommentare lesen1
 
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2. 14-09-2010 19:21
 
genau
@ ff: du sprichst mir aus der Seele: die SVP hat unsere Heimat und Tirol längst verkauft....allein schon die 6 Mill. Euro sSchulden brauchen Geldnachschub aus Rom.... 
ich würde einen neuen Namen vorschlagen:  
SVP - Selbstbestimmungsverweigerungs-Partei.... 
Un die Alpini sind jene Besatzer die unser Volk drangsaliesiert und bedrängt haben und ein Hort von Altfaschisten und Mussolinijünger, bes. in Südtirol.....
 
stefan
3. 14-09-2010 10:14
 
Alpini: Besatzer Tirols
Die Alpini sind nichts anderes als die Besatzer Tirols. 
Es geht den Italiener nur darum zu zeigen, dass sie die „Herren im Haus“, besser gesagt, die Besatzer im Land Tirol südlich des Brenners sind. Dafür bedient man sich gerne der faschistischen Symbole und Geschichtslügen, um die Absicht der Unterdrückung der Süd-Tiroler zu untermauern.  
 
UND DIE SVP MACHT MIT 
Die SVP macht mit, weil Italien mit der Militärgrenze am Brenner Tirol zerreißt und Süd-Tirol von Österreich abtrennt. Mit dieser Provinz-Politik mit Schein-Autonomie, glaubt die SVP, sichere sie sich die absolute Macht auf ewige Zeit. Deshalb sind SVP, Italien und die italienischen Besatzer die besten Freunde und heißen jeden Faschisten und italienischen Nationalisten in Süd-Tirol willkommen.
 
ff
4. 13-09-2010 11:58
 
"Vorbilder" von vorgestern
Wie sollten sich nur die Italiener von der faschistischen oder faschistoiden Ideologie im eigenen Land distanzieren, wenn gleichzeitig hohe Politiker, die dieser verkommenen Ideologie nahe stehen oder ein Teil davon sind, ganz entgegengesetzte Signale ungeniert und permanent von höchsten Stellen im Staat versenden, dazu nicht mehr ohne einen heilenden Aufschrei von der Seite der Opposition oder aus dem Ausland, das scheinbar nicht begreifen will, was da gerade vor sich geht. Schaut so etwa eine wehrhafte Demokratie aus?  
 
Der Bürgermeister von Rom stellt zum Beispiel wieder einmal die Gewaltentrennung im Staat infrage. Den Berlusca wird es nur freuen, wenn nicht nur die politische Opposition und die Justiz, sondern auch die Staatsgewalt zum Zwecke der Machterhaltung immer mehr instrumentalisiert wird. Damit wird die gesamte Gewaltentrennung eines demokratischen Staates heute zumindest zu einem wesentlichen Teil in Italien aufgehoben.  
 
Roms Bürgermeister Alemanno, einer der wichtigsten Politiker dieses Staates, plant „Prätorianer“ einzusetzen lautet eine von vielen Schlagzeilen in den Medien zu diesem Thema. 
 
Die Stadt sollte danach in vierzig Zonen aufgeteilt und er Alemanno darf über diese neuen "Prätorianer" wohl im Auftrag des nach eigener Aussage "größten Titanen seit Napoleon" verfügen, und zwar als private Armee parallel zu anderen Streitkräften der Republik. Die Geschichte droht sich langsam zu wiederholen, die wenigsten kümmert das aber, dass die Demokratie um jeden Preis verteidigt werden muss.  
 
Roms "erster Bürger", Gianni Alemanno, hat bei der Tagung „Rom 2020“ also angekündigt, zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung nach dem Vorbild aus der Antike „Prätorianer" einsetzen zu wollen. „Wir wollen Rom in vierzig Zonen aufteilen“, sagte Alemanno, „und jede wird einen Verantwortlichen haben, der mir unterstellt ist, um die Effizienz der Maßnahmen zum 
städtischen Anstand zu überprüfen.“ Die Initiative dürfte Ende September beginnen. 
 
„Im selben Moment werden wir eine ehrenamtliche Tätigkeit für die Bürger ins Leben rufen. 
Alle sollen sich als Herrn im eigenen Hause fühlen.“, sagte der Bürgermeister. Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit könnte es sich dem Anschein nach um eine Art neue Bürgerpolizei handeln. 
 
Die Prätorianer waren im antiken Rom die Mitglieder der Leibgarde des Kaisers und nur ihm allein unterstellt. Im Notfall waren sie verpflichtet, den "Capo" oder den Kaiser im blinden Gehorsam um jeden Preis zu verteidigen, sollte er einmal angegriffen werden, oder sollte jemand versuchen, den Herrscher von seiner Machtposition an der Spitze des Staates abzusetzen. Sie sollten auch dafür sorgen, dass es zu keinen Verschwörungen und Unruhen im Umfeld des Herrschers kam, das heißt, die Opposition sollte eingeschüchtert und damit ruhig gestellt werden. 
 
Quelle:Südtirol-News 
 
So schaut es also um die wehrhafte Demokratie in Italien heute aus. Der Staat verkommt immer mehr zu einer traurigen Schmierenkomödie und alle schauen tatenlos mehr gelangweilt als interessiert zu.  
 
In der allerbesten Autonomie der Welt zwischen der Arabischen Liga und dem Alpenhauptkamm dösen die verantwortlichen Politiker immer noch vor sich hin und tun so, als ob das alles nicht so schlimm wäre. Allein die Opposition in Süd-Tirol wart eindringlich die Gesellschaft vor dieser politischen Entwicklung, wo zum Schluss irgendwann alle in diesem Staat einmal im Sultanat Berlusconistan aufwachen werden, weil sie dagegen, als noch Zeit dafür vorhanden war, nichts oder zu wenig unternommen haben. 
 
In einem Rechtsstaat ist so etwas wie Grundvertrauen der Bürger in die geltenden Spielregel einer demokratischen Gesellschaft eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür, dass ein Staatswesen einigermaßen zufriedenstellend für alle funktioniert, das heißt die Interessenkonflikte zivilisiert aushält, ausgleicht und austrägt. Die "La Casta" die heute Italien regiert hat diesen so kostbaren Wert bereits so ramponiert, dass dieses Grundvertrauen bei sehr vielen Menschen nicht mehr vorhanden ist. Wie sollte man dann überhaupt noch eine demokratische Gesellschaft der Zukunft in Italien gestalten, wo die Anführer des Staates mit grotesken Anleihen aus der Römerzeit oder noch viel schlimmer aus der Zeit vor 1943 allein über Rechtsbegriffe wie Recht und Unrecht nach eigenem Ermessen verfügen wollen. Ich persönlich bringe heute ausschließlich der Opposition in Italien, vor allem der PD ein Grundvertrauen der oben beschriebenen Art entgegen, der Partie von Berlusca schon lange nicht mehr. Sicherlich nicht deswegen, weil ich die Ideologie oder die Politik eines politischen Lagers mögen oder nicht mögen würde, das ist in dieser Hinsicht nicht vom Interesse, sondern, einzig und allein aus dem Grund, den ich oben beschrieben habe. Die politischen Sitten in Italien waren schon immer verhunzt. Wer aber geglaubt hätte, es wird nicht noch schlimmer kommen, der wird in diesen Monaten und Jahren eines besseren belehrt. Europa der EU schaut vor allem tatenlos zu, was sich da im Stiefelstaat zusammenbraut und hofft, hoffentlich wird es nicht so schlimm sein, wie manche befürchten. Ich bin zwar Jahrzehnte später nach der Zeitenwende von 1945 geboren, aber gerade aufgrund meiner Ausbildung aber auch Erfahrung mit dem System einer politisch-ethnischen Fremdherrschaft auf derartige Entwicklungen sensibilisiert. Auch als Geschichte-Studierter versuche ich als einer von vielen im Interesse von uns allen nicht in Jahren sondern in Jahrzehnten und Jahrhunderten zu denken. Daher man muss gerade jetzt die Gesellschaft in Italien und anderswo in Europa davor warnen, was gegenwärtig im Stiefelstaat passiert. Das wäre in der Autonomen Provinz Bozen in erster Linie die Aufgabe der das Land regierenden Partei, aber die macht sich bekanntlich mehr sorgen um den eigenen Mittagsschlaf, wo sie den süßen Traum von der Allerbesten Autonomie mit einem wohltuenden Geldregen weiter unbehindert träumen darf, als darüber, was in diesem Staat, der nicht der der Süd-Tiroler ist, gerade passiert. Die M/S Titanic Italia läuft immer mehr auf ein Eisberg auf, aber die letzte politische Kraft, die das in Süd-Tirol scheinbar merken will, ist die SVP. Die bordeigene Kapelle spielt dazu auch hier bis zum Schluss das Lied von der allerbesten Autonomie der Welt wohl weiter, anstatt zu überlegen, was zu tun wäre, um das Land dauerhaft vor dieser neuen politischen Entwicklung in Italien zu schützen, zum Beispiel an die Rettungsbote zu denken. Das rettende Ufer des eigenen Vaterlandes ist dazu in der Reichweite und für jedermann/frau gut sichtbar. Man darf auch dazu stark annehmen, dass die Welt und vor allem Europa der EU in so einem Fall wie den jetzigen in Italien des Berlusconismus, den breiten Wunsch aus Süd-Tirol nach Landeseinheit in einem Bundesland Tirol oder nach Rückkehr zum eigenen Vaterland, von dem dieses Land seinerzeit gegen den ausdrücklichen Willen der betroffenen Bevölkerung getrennt worden ist, umso besser verstehen würde. Das wäre wieder einmal die halbe Miete für die freie Beantwortung der Frage der ethnischen Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, die von diesem heutigen Staat bis jetzt erfolgreich verhindert worden ist. Es muss aber nicht dabei bleiben, wenn die Politik der Süd-Tiroler endlich klare demokratische Zeichen im Sinne der Selbstbestimmung des Landes lokal und international setzen würde, man muss es nur wollen. Italien begibt sich heute nämlich mit Berlusca auf eine sehr abenteuerliche Reise, es bleibt daher noch die Frage offen, muss das Land Süd-Tirol in von diesem Staat erzwungener und erpresster Nibelungentreue der SVP dabei auch noch mitmachen, bzw. ist das neue sich am Horizont abzeichnende Italien noch das alte, und daher ein berechenbarer Vertragspartner der Autonomie und der Schutzmacht der Interessen der Süd-Tiroler? Die Antwort auf diese Frage kann der regierenden Partei niemand ersparen und je schneller sie eine adäquate Antwort auf diese Herausforderung der Geschichte findet, umso besser für die langfristigen Interessen der Provinz Bozen.
 
Markus Anton

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