64 Jahre Pariser Vertrag: Feierstimmung unangebracht
Samstag, 4. September 2010
degasperikarlgruber.gifVon der Übergangslösung endlich zur Selbstbestimmung schreiten! - Die Unterzeichnung des Pariser Vertrages zwischen Gruber und Degasperi am morgigen 5. September vor genau 64 Jahren, stellt zweifelsohne ein historisch bedeutendes Ereignis in der Süd-Tiroler Geschichte dar, ist jedoch kein Grund zum Feiern, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT. Da die Autonomie nur als Übergangslösung bis zur Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes anzusehen ist, sollte der Weg der Selbstbestimmung endlich beschritten werden.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT ruft dazu auf, am Jahrestag des Pariser Vertrages nicht in Feierstimmung zu verfallen, sondern als Anlass zu nutzen, für eine Zukunft Süd-Tirols ohne Italien zu arbeiten!

Mit der Unterzeichnung des Gruber-Degasperi-Abkommens im Jahre 1946 wurde der unfreiwillige und unrechtmäßige Verbleib Süd-Tirols bei Italien vollzogen. Für Italien war dieses Abkommen nie ein selbstloses Zugeständnis, sondern ein perfides Mittel, Süd-Tirol, dass nie Italien war und nicht Italien ist, weiter besetzt zu halten.


Die SÜD-TIROLER FREIHEIT ist davon überzeugt, dass letztlich nicht die Autonomie, sondern nur die Freiheit des Landes in einem wiedervereinigten Tirol die Bewahrung unserer kulturellen Identität gewährleistet. Süd-Tirol braucht für seine Zukunft neue Perspektiven, die über die Autonomie hinaus gehen. Süd-Tirol hat bei Italien keine Zukunft, weshalb langfristig kein Weg an der Selbstbestimmung vorbeiführen wird.


SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen, 4. September 2010

Aufgerufen: 801 | Drucken

Kommentare (9)
1. 13-09-2010 15:20
 
Südtiroler Gebet
Herr, ich recke meine Arme 
Im Gebet zu dir empor, 
Wie ich ring´in bitt´rem Harme, 
Leih in Gnaden mir dein Ohr. 
 
Das in gleichen Bitternissen 
Einst der Ahn´dir gab zum Pfand, 
Sieh, getrennt zu deinen Füßen 
Unser armes, armes Land! 
 
Sieh, in Kampf aus tausend Bronnen 
Trank der Tod sein Mannesblut, 
Südtirol, du Land der Sonnen, 
Ach, umsonst war unser Hut. 
 
Südtirol, du Land der Reben, 
Wo der Schlern wie Rosen brennt, 
Du, dem Feinde hingegeben, 
Von den Brüdern abgetrennt! 
 
Was im Drang und im Getümmel 
Des Jahrhunderts sich erwehrt; 
Selbst dein Name, Gott im Himmel, 
In der Kinder Mund verkehrt! 
 
Hör, aus hunderttausend Kehlen 
Zu dir aufwärts geht der Schrei, 
Hör, aus hunderttausend Seelen 
Fleht es brünstig: Mach uns frei! 
 
Sieh, wir können´s nicht vollbringen, 
Denn wir sind zu schwach dazu: 
Vor dir, Herr die Riegel springen, 
Herr im Himmel, tu´es du! 
 
Nieder mit der Wasser Scheide, 
Reiße aus des Brenners Pfahl, 
Inn und Etsch, wie eh´mals beide 
Unsre Flüsse, unser Tal. 
 
Und des Rotaars alte Erde, 
Deiner Allmacht zum Symbol, 
Eine Sprache, eine Herde, 
Ein Land wieder, dein Tirol! 
 
 
Franz Kranewitter 
 
„..Ein wesentlicher Bestandteil, ja eigentlich das Herzstück unserer Heimat, ist Südtirol, das gesegnete Land im Bannkreis des Rosengartens, das Land an Etsch und Eisack, Passer und Rienz, das nun nach jahrzehntelanger faschistischer Unterdrückung hoffentlich wieder heimkehrt in den Schoß der Mutter Österreich.. Noch klingen in uns allen, die wir sie miterlebt haben, die Stimmen der eindrucksvollen Großkundgebung zu Innsbruck am 4. September 1945 nach, in denen ganz Tirol und mit ihm Österreich die Wiedervereinigung Südtirols mit dem Stammland und mit Österreich aus heißem Herzen im Namen der Gerechtigkeit und des wahren Völkerfriedens gefordert hat. Daher ist es nun selbstverständlich, dass ein Teil der Beiträge unseres Kalenders dem Sonnenland südlich des Brenners und seiner Kultur entnommen sind“. 
(Entnommen „Alpenbote“ 1946, Zum Geleit)
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
2. 06-09-2010 21:39
 
Das Lied aus Süd-Tirol
... 
 
 
 
Der Bund auf Schloss Tirol  
So ward der Treuebund geschlossen,  
Der Österreich und Tirol vermählt,  
Schon sind Jahrhunderte verflossen und haben diesen Bund gestählt,  
Sie sind vereint durch Glanz und Schimmer  
gegangen und durch Not und Tod-  
Der Bund besteht und dauert immer,  
Solang der Treue Flamme loht 
 
 
(Alois Fridrich)  
 
 
*** 
 
 
Die Ahnenscholle geben wir niemals preis! 
Unsere Sprache werden wir immer bewahren. 
Stolze Tiroler sind wir, frei mit rot und weiß, 
Und Österreicher aus Stamm der Bajuwaren! 
 
 
Der fremden Macht bieten wir mutig die Stirn - 
Ein Tirol in Hofers Land wird nie vergehen. 
Und Vaterland in rot-weiß-rot ist unser Schirm, 
So Gott will, in Einheit werden wir auferstehen! 
 
 
Noch bis zum unseren allerletzten Atemzug, 
Herz Jesu, Dir schwören wir heilig aufs neue, 
Im Glauben an Deine Gnade und feste Burg, 
Dir und Land Tirol schwören wir die ew´ge Treue! 
 
 
Bis unserer Knechtschaft Fessel einmal zerbricht, 
Dem Land Tirol schwören wir einig und heilig Treue! 
So lange werden wir ruhen und rasten nicht, 
Das rufen wir bei Hofers Staub immer aufs neue! 
 
 
Des Roten Adlers Schrei wird bis Salurn nie vergehen, 
Über dem Brenner tagt schon ein neues Morgenrot. 
Mittel in Tirol wird wieder eine heil´ge Tafel stehen, 
Die vor der Welt bezeugt, Tirol für immer, rot-weiß-rot! 
 
 
Und wenn wieder erschallt das Goldene Horn, 
Zum Weckruf werden wir dann alle aufstehen. 
Die Armee der freien Tiroler, mit Mut und Zorn, 
André Hofer ruft - sein Wort wird immer bestehen! 
 
 
Tiroler Erde erkämpfen wir wieder Zug um Zug, 
Die wahren Söhne, Enkeln und neue Geschlechter. 
Wir stehen auf, gegen Blendwerk, List und Trug, 
Auf der ew´gen Wacht unserer eisernen Rechte! 
 
 
Unseren freien Willen bricht kein falscher Bann, 
Und keine Macht kann festen Entschluss verbiegen - 
Für Ein Land Tirol und den Roten Adler in freier Bahn - 
Mit dieser Losung werden wir über Unrecht siegen! 
 
Markus Anton, Jänner 2009 für meine Freunde in Süd-Tirol geschrieben.
 
Markus Anton
3. 06-09-2010 14:51
 
Das Lied aus Süd-Tirol
Der Bund auf Schloß Tirol 
So ward der Treuebund geschlossen, 
Der Östreich und Tirol vermählt, 
Schon sind Jahrhunderte verflossen und haben diesen Bund gestählt, 
Sie sind vereint durch Glanz und Schimmer 
gegangen und durch Not und Tod- 
Der Bund besteht und dauert immer, 
Solang der Treue Flamme loht 
Alois Fridrich 
Möge dieser Vers aus dem Gedicht "Der Bund auf Schloß Tirol" gelesen im Kalender Alpenbote, Ausgabe 1949 heute und in alle Zukunft Güligkeit haben, und allen Aufrechten der Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit verpflichdenten Patrioten als Losung dienen, denn die Treue zu unserem unteilbaren Tirol, darf niemals erlahmen.
 
4. 06-09-2010 10:59
 
Wertloser Vertrag für Süd-Tiroler
Was hat der Pariser Vertrag gebracht? 
ABSOLUT NICHTS!!! 
 
Italien besetzte vorher völkerrechtswidrig Tirol bis zum Brenner und nachher bzw. bis heute.
 
ff
5. 05-09-2010 07:31
 
kein Grund
zum Feiern wahrlich, es wird erst gefeiert werden wenn unser Volk in die Freiheit entlassen wird und zurückkehren kann zu unseren Brüdern in Tirol, vorher können sich die Herren die Feierlichkeiten sparen, dieser Vertrag ist und bleibt was es ist: das Papier nicht wert auf dem er geschrieben wurde....
 
stefan
6. 04-09-2010 22:50
 
Serietà!
Propongo di affrontare la questione con un po più di serietà e di vederla anche dal lato opposto
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
7. 04-09-2010 21:13
 
Serietà!
Liebe Tiroler 
ich begrüße Sie und wünsche Ihnen viel und baldige erfolg in ihrem kampf um freiheit. vergiesst nicht,dass freiheit ihre kosten hat und vergiesst das auch nicht,dass Sie nicht allein sind,ähnlich Ihnen dursten nach freiheit auf unser ´´demokratischen´´ kontinent mehrere völker:basken,korsen,bretonen,schotten,lappen,transilvanen,s ardinier,katalonen,nord kaukasier,abchasen und viele anderen.nur Ihre zusammenhalt kann Ihnen den sieg-die freiheit bringen,dafür eindeutiges beispiel zeigt der zerfall des völkergefängnises udssr und wakelige zustand russischer föderation während erstes tschetschenienkrieges.es gibt nichts wünderschönes als im vaterland auf muttersprache zu sprechen und belehrt werden,statt fremde und durch geschichtsverlauf zu gehassten besatzer sprache zwangsweise lehrnen zu müssen. aus herzen J.K.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
8. 04-09-2010 13:09
 
Das Selbstbestimmungrecht
Das im Völkerrecht verankerte Recht auf eigene ethnisch-politische Selbstbestimmung gilt selbstverständlich auch weiterhin und ohne Zeitlimit für die Süd-Tiroler in der Provinz Bozen, solange das Volk selbst dieses Recht in Anspruch nehmen will. Die Friedensverträge nach Weltkriegen sind natürlich auch ein Teil dieses Rechts, aber sie werden niemals das erste Menschen-Recht auf eine friedliche und demokratisch legitimierte Selbstbestimmung einer fremdbestimmten Ethnie in einem fremden Staat aufwiegen können.  
 
Die Frage der Selbstbestimmung kann am ehesten die eigene frei gewählte politische Führung einer Ethnie, wie ein Landtag oder eine Landesregierung, der Macht der Fremdbestimmung stellen. Auch in Süd-Tirol in diesem neuen Europa der Demokratie und der Menschenrechte wird das früher oder später sicher zur Gänze möglich sein, wenn die Süd-Tiroler selbst es geschlossen wollen und vor allem an dieser Forderung quer durch alle politischen Lager und Parteien weiterhin festhalten werden wollen. 
 
 
Kurz nach dem zweiten Weltkrieg unterschrieben bis Mai 1946 fast alle Bürger dieses Landes, trotzt massivster Behinderung und Gewaltausübung durch das angeblich zum damaligen Zeitpunkt noch so freie Italien, die Petition an das Vaterland Österreich mit der Forderung nach der Landeseinheit Tirols in seinem deutschsprachigen Teil aber in erster Linie nach Rückkehr zum eigenen ethnischen, sprachlichen und historischen Vaterland Österreich, von dem das südliche Tirol 1919 gegen den ausdrücklichen Willen der davon direkt betroffenen Bevölkerung aufgrund der territorialen Raubgier Italiens gewaltsam getrennt worden ist. Dass Italien zum ersten mal in der Geschichte überhaupt ungebeten nach Süd-Tirol als eine fremde Staatsmacht gekommen ist, das muss man nicht länger erklären, siehe z.B. die Petition der Süd-Tiroler Gemeinden an den US-Präsidenten Wilson von 1919 für die Ziehung einer ethnisch korrekten Grenze in Tirol südlich der Salurner Klause.  
 
Süd-Tirol konnte sich damals nach dem Ersten Weltkrieg gemeinsam mit seinem Vaterland Österreich hier nicht durchsetzen. Genauso wenig war auch nach 1945 eine freie Klärung der Frage der Selbstbestimmung in Süd-Tirol möglich, da vor allem bis zum Staatsvertrag 1955 die Schutzmacht der Süd-Tiroler das Land Österreich halb souverän war, im Gegensatz zu 60er Jahren als Österreich die Süd-Tirol Frage sogar vor die UNO brachte. 
 
Wir erinnern uns heute noch an das damalige 14-Punkte-Programm des US-Präsidenten Woodrow Wilson, das die Grundlage für die Nachkriegsordnung in Europa darstellen sollte. Danach sollen ab nun für Europa keinerlei geheime Abmachungen zwischen einzelnen Mächten bestehen, sondern die internationale Diplomatie sollte ab nun im Geiste der Fairnees und Humanität in einem internationalen Gleichklang der Nationen sich um die aufrichtige Regelung der Konflikte aller Art in dieser Welt kümmern. 
 
Ein Zitat aus diesem Program, wo es unter anderem um Italien beim Punkt 9 geht: 
 
 
"Punkt 8: Das ganze französische Gebiet muss geräumt und die besetzten Teile wiederhergestellt werden. Das Unrecht, das Frankreich im Jahre 1871 in Beziehung auf Elsass-Lothringen durch Preußen angetan worden ist und das den Weltfrieden während nahezu fünfzig Jahren erschüttert hat, muss wieder gut gemacht werden, damit der Friede im Interesse Aller wiederhergestellt werden kann. 
 
Punkt 9: Berichtigung der Grenzen Italiens nach den genau erkennbaren Abgrenzungen der Volksangehörigkeit. 
 
Punkt 10: Den Völkern Österreich-Ungarns, deren Platz unter den Nationen wir geschützt und gesichert zu sehen wünschen, sollte die freieste Gelegenheit zu autonomer Entwicklung zugestanden werden." 
 
Das Selbstbestimmungsrecht der Völker war also bereits zum damaligen Zeitpunkt ein wichtiger Bestandteil der neuen Ordnung in Europa, wovon viele Völker und bis dahin fremdbestimmte Ethnien auch Gebrauch gemacht haben, nur die Süd-Tiroler nicht, weil sich dieses noch so kleine Land zum falschen Zeitpunkt der Geschichte am "falschen" Platz auf der Landkarte Europas befunden hat und weil Italien es so haben wollte.  
 
Dieses Recht kam konsequent gerade in Süd-Tirol nicht zur Anwendung, da Italien die Auszahlung des Lohns für die im Ersten Weltkrieg getanen Dienste, wie die einseitige Kriegserklärung an Österreich und nicht umgekehrt, von den Siegermächten eingefordert hat. Dass Italien in diesem Krieg fast genauso viele Menscheleben an allen Fronten sinnlos verheizt hat, wie es durch Gebietsgewinne in Tirol, in Istrien und Dalmatien kompensieren konnte, das bleibt nur eine wenig beachtete Fußnote der Geschichte. Übrigens wie auch die Tatsache, dass Italien für eine ethnisch nicht korrekte Grenze entlang der östlichen Adriaküste zum Königreich Jugoslawien und als Vergeltung für Faschismus und Nationalismus von der anderen gegnerischen Seite aus diesem Raum mit über 300 tausend Vertriebenen und sehr vielen Toten bezahlt hat. Davor lebten die Italiener in Istrien und Dalmatien seit über 600 Jahren glücklich und zufrieden bis 1919 in Alt-Österreich, bis sie von Italien in den sog. "Terre Irredente" im übertragenen Sinne für bloß knapp 20 Jahre "erlöst" worden sind.  
 
Der spätere Kreuzweg der Süd-Tiroler in diesem uneinsichtigen und unbarmherzigen neuen Staat der ethnischen Fremdbestimmung sollte also ab diesem Zeitpunkt der Abtrennung Süd-Tirols von Tirol und Österreich bis in die späten 60er Jahre den Menschen dieses Landes begleiten. Diese leidvolle "Via Dolorosa", auf die Italien dieses noch so kleine Land im Herzen Europas geschickt hat, bleibt allen hier noch in guter kollektiver Erinnerung und sie wird noch eine Weile die Süd-Tiroler begleiten. 
 
Der Gruber-Degasperi Autonomievertrag von 1946 sollte einen Ausgleich der Interessen in diesem Raum bringen. Italien hat diese internationale Verpflichtung aber kaum gekümmert. Unter dem Mäntelchen der Demokratie sah man den richtigen Augenblick gekommen, die Italianisierung Süd-Tirols noch schamloser und brutaler als in früheren Jahrzehnten zu betreiben. Der Widerstand der Süd-Tiroler ließ nicht lange auf sich warten, das Land schlitterte ab 1961 in einen de facto Bürgerkrieg. Erst das Einlösen des Autonomieversprechens zwischen 1972-92 brachte dem Land eine spürbare Atempause im Kampf um die eigene politisch ethnische Behauptung.  
 
Aus heutiger Sicht und im Vergleich zu anderen Autonomien in Europa ist die Autonomie der Provinz Bozen äußerst bescheiden und sogar diese bescheidene Autonomie wird nur noch lückenhaft von Italien eingehalten, aber von diesem ewig zivilisatorisch zurückgebliebenen Staat kann man eigentlich nichts anderes erwarten. "Süd-Tirol ist nicht Italien" lautet eine der politischen Parolen in diesem Land zwischen Salurn und Brenner, daher verdient auch die AP Bozen eine Möglichkeit der freien aber von Italien bis jetzt verhinderten Beantwortung der eigenen ethnisch-politischen Selbstbestimmung.  
 
Seit dem Beginn der eigenen Herrschaft in Süd-Tirol sieht sich Italien mit der Forderung nach der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler konfrontiert, ohne nur im geringsten daran zu denken, diesem breitesten Wunsch aus der Bevölkerung der Provinz Bozen in irgendeiner Weise auch nachzukommen. Das würde man von einem demokratischen Staatswesen erwarten können, dass eine seit 90 Jahren lückenlos legitimierte Forderung nach Selbstbestimmung unter den Voraussetzungen der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit durch den Staat berücksichtigt werden kann oder sogar werden muss. Dazu nicht anders als vor 20 Jahren in einem anderen über viele Generationen bis 19190 geteilten Land in Europa, oder wie später im Baltikum, in der Tschecho-Slowakei, in weiteren Ländern Süd-Ost Europas bis 2006 und 2008 in Kosovo und Montenegro, und wie vielleicht morgen schon derartige Fragen in Europa der EU in Schottland oder Flandern freidlich und demokratriasch legitimiert gelöst werden könnnen.  
 
Dass dieses Recht auf eigene Selbstbestimmung die Süd-Tiroler in den vergangenen 90 Jahren niemals aufgegeben haben, davon zeugen heute die Parteiprogramme der Parteien der 3/4 starken ethnischen Mehrheit dieses Landes. Davon zeugt auch die letzte große Selbstbestimmung Petion an den Österreichischen Nationalrat in Wien von 2006, die so gut wie von allen Bürgermeistern in der Provinz Bozen unterzeichnet wurde. Die heutige Autonomie kann daher in diesem Sinn nur als eine Übergangslösung für Süd-Tirol bezeichnet werden, bis das Volk selbst in einer freien, gleichen und geheimen Abstimmung unbehindert über die eigene Zukunft mit oder ohne Italien selbst bestimmen kann.  
 
Der Stiefelstaat hat sich 1918/19 in Süd-Tirol auf die 14-Punkte-Programm des damaligen US-Präsidenten Wilson berufen, aber gleichzeitig das Selbstbestimmungsrecht der deutschsprachigen und ladinischen Süd-Tiroler grob vergewaltigt. Später einmal nach einem anderen Weltkrieg, den Italien mit einer anderen Diktatur selbst entfesselt hat, hat sich dieser Staat von 1945 bis 1954 in Triest international auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker berufen und zum Teil recht bekommen. Das Freien Territorium Triest ist Italien zugeschlagen worden, so ähnlich wie einige Jahre später 1957 La Sarre also Saarland als Ergebnis friedlicher und demokratischer Prozesse zu seinem ethnischen Vaterland Deutschland zurückkehren durfte. 
 
Dem Land Süd-Tirol wird dieses Menschenrecht aber weiterhin von Rom gnadenlos vorenthalten, und nicht nur das. Allein die Diskussion darüber betrachtet man in Italien im Still einer klassischen Kolonialmacht als Anmaßung. Die Mühlen der Geschichte mahlen vielleicht langsam, aber auch hier ist eines gewiss, auch das Land Süd-Tirol wird früher oder später völlig frei von jeder Form der ethnischen Fremdbestimmung sein. Die Süd-Tiroler selbst nämlich werden schon dafür sorgen, dass diesem ersten und wichtigsten Menschenrecht auf eigene Selbstbestimmung als Person und Ethnie auch hier zum Durchbruch verholfen wird.
 
Markus Anton
9. 04-09-2010 12:33
 
Andreas Hoferc - Bund Tiroöl
Wie sagte Bruno Kreisky zu diesem Abkommen am 22. April 1966. 
"Meine Damen und Herrn, wissen sie, wie das berümte Pariser Abkommen ausschaut? Da haben sie es (zwei Blatt Papier). Das ist alles! Auf diesen eineinhalb Seiten haben Degasperi und Karl Gruber das Problem der Südtiroler Minderheit zu lösen geglaubt.Warum wir bis heute (1966) nicht weitergekommen sind, als wir es in mühsamer Arbeit erreichen konnten, ist darauf zurückzuführen, dass wir diese furchtbare Hypothek auf uns lasten haben" 
 
Der Pariser Vertrag gilt als Verhinderer der Selbstbestimmung  
 
Und der "größte Europäer" Alcide Degasperi hat am 9. November 1952 in Trient festgestellt: "Das Alto Adige wäre verloren gewesen, wenn nicht jener (Degasperi) den Repräsentanten Österreichs, Gruber, gezwungen hätte, es (für Italien) zu bewahren und an Italien abzutreten. 
 
Bei Gott kein Grund zu Feiern
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

Kontakt

  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Bewegung
St. Josef am See 74 | 39052 Kaltern
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 338 33 448 39

   
  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtag
Südtirolerstraße 13 | 39100 Bozen
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 0471 98 10 64

 

Aktionen

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung