SÜD-TIROLER FREIHEIT informiert die Süd-Tirol-Sprecher im Österreichischen Nationalrat
Mittwoch, 1. September 2010
10_februar_2008_gedenken_foibe-massaker_2_saluto_romano.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT hat aus aktuellem Anlass die Süd-Tirol-Sprecher der im österreichischem Parlament vertretenen Parteien über die rechtsextremen Tendenzen in Süd-Tirol informiert. Schwerpunkt waren dabei die in den letzten Tagen veröffentlichten Fotos, Videos und Informationen über eine Reihe von rechtsextremen Jugendlichen italienischer Muttersprache. Anlass für dieses Schreiben ist vor allem die Tatsache, dass Behörden und die Verantwortlichen in der Politik tatenlos zusehen bzw. diese Entwicklungen dulden!

Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT hält die Entwicklung in Süd-Tirol für äußert gefährlich und bedenklich.

Werner Thaler

Leitungsmitglied der Bewegung
SÜD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol




An die
Süd-Tirol Sprecher
der im österreichischem Parlament
vertretenen Parteien

mittels E-Mail:

SPÖ - Abg.z.NR Hermann Krist -
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ÖVP - Abg.z.NR Hermann Gahr -
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Grüne - Abg.z.NR Dr. Alexander Van der Bellen -
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FPÖ - Abg.z.NR Werner Neubauer -
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BZÖ - Abg.z.NR Mag. Ewald Stadler -
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Bozen, 31. August 2010


Dossier über rechtsextremen Tendenzen in Süd-Tirol


Sehr geehrter Süd-Tirol-Sprecher,

die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT möchte Sie mit diesem Schreiben über besorgniserregende rechtsextreme Tendenzen unter Jugendlichen italienischer Muttersprache in Süd-Tirol informieren. Während in den letzten Jahren (zu Recht) mehrere Jugendliche deutscher Muttersprache in Süd-Tirol wegen ausgeprägter rechtsextremer Sympathien in Haft genommen wurden, passiert trotz eindeutiger Aktionen auf italienischer Seite nichts. Die verantwortlichen Behörden und Politiker sehen dem Treiben bislang sorglos zu.

Auch Medienberichte der letzten Tagen zeigen ein düsteres Bild von einem Teil der italienischen Jugendlichen in Bozen, welche ungestraft faschistische Ideologien verbreiten bzw. ausleben (siehe Wochenzeitung "FF"-Bericht Anlage). Nährboden für dieses unseelige Gedankengut bieten unserer Ansicht nach auch mit Sicherheit die faschistischen Relikte in Bozen, wie etwa das Siegesdenkmal oder das Benito-Mussonini-Relief am Gerichtsplatz. Die tägliche Präsenz dieser Relikte und die nicht aufgearbeitete faschistische Vergangenheit in Italien tragen das ihrige dazu bei.

Als skandalös bezeichnet die SÜD-TIROLER FREIHEIT auch die Tatsache, dass in den Räumlichkeiten des öffentlichen Wohnbauinstitutes in Bozen, der neofaschistische „Kulturverein“ CasaItalia eine Bücherei betreibt, in der rechtsradikale Publikationen vertrieben werden. Das Verhalten der Landesregierung, die diesen Umtrieben tatenlos zusieht, ist schlichtweg unverantwortlich.

Ausdrücklich warnen wir von der SÜD-TIROLER FREIHEIT vor einem faschistischen Rockkonzert der Gruppe „ZETAZEROALFA“, das am 4. September 2010 in Bozen stattfinden soll. Es ist für jeden vernünftigen Menschen schleierhaft, wie eine solche Band, die sich offen zum Faschismus bekennt, öffentlich auftreten darf.

Verwundert zeigen wir uns außerdem, dass trotz unmissverständlicher Gesetzeslage scheinbar gegen die rechtsextreme italienische Szene nichts unternommen wird. Faschistische bzw. nazistische Auswüchse dürfen nicht geduldet werden!

Eine Foto- und Video-Dokumentation wurde im beiliegenden Dossier zusammengefasst.

Unsere Bitte an Sie: Bitte greifen Sie dieses Thema innerhalb ihrer Partei auf, machen Sie darauf aufmerksam! Bei Rechtsextremismus auf deutscher und italienischer Seite darf niemand wegschauen, schon gar nicht die verantwortlichen Politiker!

Mit freundlichen Grüßen

Werner Thaler
SÜD-TIROLER FREIHEIT

Anlage:
* Bericht aus der Wochenzeitung "FF" Nr. 32 vom 12.08.2010
* Dossier

 

 


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Kommentare (6)
1. 02-09-2010 10:41
 
@daSteira
... da kannst du lang warten bis du grün und rot wirst, bis vor allem die Grünen in Österreich nur einen kleinen Finger für Süd-Tirol krumm machen würden. Die hören ja immer und wie auf Kommando auf ihre italophilen Zuflüsterer in Bolzano und sicherlich nicht auf "vox populi". 
 
Seinerzeit haben die Grünen in Österreich kräftig gegen den EU Beitritt des Landes gehetzt. Nachdem die Volksabstimmung dort zugunsten des Beitritts ausgegangen ist, haben sie über Nacht ihre Meinung geändert und tun seitdem bis heute so, als ob sie schon immer dafür gewesen wären, und als ob nur die Grünen Europa der EU noch retten könnten. Sie drehen sich immer nach dem Wind, wie man aus Erfahrung wissen müsste. Würde es nach den Grünen aber auch zum Teil nach den Roten gehen, wäre z.B. Deutschland und damit Europa immer noch geteilt, und sie könnten weiterhin in ihren utopischen Elfenbeintürmen an der Weltrevolution gemütlich basteln. Heute sind sie aber immer noch würdige Verwalter der als überwunden geglaubten politischen links-grünen Bigotterie aus der Zeit der Anfänge dieser Bewegung. Sie liefern auch genug Beispiele dafür.
 
Markus Anton
2. 02-09-2010 08:07
 
Die Günen und die SPÖ
Komischerweise gab es von den sonst so "Linken" Grünen und der SPÖ in Österreich noch keinen Aufschrei gegen dieses faschistische Treiben der rechten Italiener im besetzten Südtirol? 
 
Also Herr Van der Bellen, Sie sind am Zug!
 
DaSteira
3. 01-09-2010 21:03
 
FF-Bericht
Der FF-Bericht kann über die Internetseite der Antifa-Meran abgerufen werden ... 
 
antifameran.blogspot.com/.../schwarzes-universum-in-den-medien.html
 
P.Passler
4. 01-09-2010 19:54
 
I veri Fascisti siete Voi !!
Ultimamente vi state accanendo un pò troppo contro la Destra Culturale Giovanile di Bolzano. In questi ultimi tempi mleggo sul Vostro sito molti attacchi verso questo pensiero opposto al Vostro. In confronto, quelli che Voi criticate, contrariamente a Voialtri non perdono tempo in inutili chiacchere e critiche cretine. 
In questo caso i veri Fascisti o Squadristi violenti siete voi, politici, iscritti e simpatizzanti della Suedtiroler Freiheit. Siete come i Farisei al tempo di Gesù Cristo: parlate male e razzolate peggio. VergognateVi !!
 
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5. 01-09-2010 18:19
 
FF Bericht
Bitte den FF-Bericht online stellen wenn möglich. 
Danke
 
D.R.
6. 08-02-2011 21:56
 
Déjà-vu Erlebnis
Angesichts dessen, was jetzt in Italien rund um die sonderbare Machtfülle des neuen nach eigener Definition "Capo dello Stato" - "Landes-Anführer" und um die Integration der Neofaschisten an der Staatsspitze geschieht, müssten gerade in den Nachbarländern alle Alarmglocken läuten, das geschieht aber nicht.  
 
Gerade in Österreich darf man die sehr leidvolle Erfahrung in der Vorkriegsgeschichte mit einem anderen "Capo dello Stato" nicht vergessen, als er 1938 das kleine Nachbarland einem anderen Diktator ausgeliefert hat und die Süd-Tiroler zur Ausssiedlung in der sog. "Option" freigegeben hat, Dafür reicht aber heute anscheinend die kollektive Erinnerung vor allem der Eliten der Österreicher aufgrund der zeitlichen Entfernung nicht mehr.  
 
Die Geschichte droht sich hier zu wiederholen, nur unter anderen Vorzeichen. Nur die Alt-Österreicher in Süd-Tirol in der noch so Autonomen Provinz Bozen verfolgen mit Besorgnis als "gebranntes Kind" der Geschichte und aller Systeme Italiens das was gerade in diesem Staat vor sich geht. Die Zukunft wird früher oder später zeigen, wohin dieser neue Weg den Stiefelstaat führen wird. 
 
 
 
 
 
http://www.dailymotion.com/video/xaqnp0_lodo-alfano-berlusconi-sul-capo-del_news  
 
http://www.youtube.com/watch?v=wCErmKHKVOA  
 
Darf man überhaupt weiterhin in der Hohen Politik weiterhin über solche Bilder hinwegsehen und so tun, als ob nichts wäre? Gerade die letzten Tage in Rom beim Staatsbesuch eines befreundeten Diktators lieferten genug Anschauungsmaterial für alle Demokraten gerade in Europa. Italien entfernt sich immer mehr von Werten, die ein demokratisches Staatswesen ausmachen und die Staaten der EU wollen es weiterhin autistisch nicht wahrhaben.  
 
http://www.youtube.com/watch?v=QzK9nEyrmac
 
Markus Anton

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