SVP verharmlost und beschönigt faschistische Kulturverbrechen
Dienstag, 31. August 2010
eva_klotz_500_2009_001.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, wirft der SVP Verharmlosung und Beschönigung faschistischer Kulturverbrechen vor: Wenn Dieter Steger, SVP- Obmann der Stadt Bozen, öffentlich von „nicht gerechtfertigten Tolomei- Namen“ spricht, hat er entweder keine Ahnung von Ausmaß und Bedeutung des Tolomeischen Namen- und Identitätsraubes, oder er beschönigt absichtlich dieses faschistische Kulturverbrechen.

Willkürliche Namensänderungen und Namenfälschungen (durch Erfindung oder Übersetzung) nur als „nicht gerechtfertigt“ abzutun, ist schwerwiegend! Wären die Tolomeischen Fälschungen von Familiennamen heute gültig, hieße Steger entweder Ponti, Sentieri, Ponticelli oder Dalponte. Er könnte zwischen 4 Falschnamen wählen! Ist das etwa nur nicht „gerechtfertigt“, sonst aber in Ordnung?

 

Bei einer solchen Haltung der Mehrheitspartei der Südtiroler werden Fitto und Co leichtes Spiel haben!

Wenn weiters Funktionäre der SVP in Sachen „Siegesdenkmal“ anregen, es für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, so ist das auch eine Beschönigung: es klingt danach, als handle es sich um ein Kleinod, das bisher zu wertvoll gewesen sei, um der Öffentlichkeit Zugang zu gewähren! Auch das „Siegesdenkmal“ ist Ausdruck eines Kulturverbrechens und der Geschichtsfälschung. Oder wissen die SVP-Funktionäre nicht, was dort oben steht und von welchen Symbolen es umrahmt ist?


Eva Klotz fordert die SVP- Leitung auf, ihren Funktionären ein paar Geschichtsstunden anzubieten und sich ein Beispiel an Ausführungen demokratisch gesinnter, gebildeter Italiener wie Sandro Canestrini oder Gianni Lanzinger zu Herzen zu nehmen. Sie beschämen die Volksvertreter der SVP!


Lt. Abg. Dr. Eva Klotz

31. 8. 2010

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Kommentare (4)
1. 01-09-2010 12:18
 
"öffentlich zugänglich machen"???
Das Siegesdenkmal wurde von einem Diktator errichtet. Wer dieses beleidigende Relikt einer Diktatur erhalten will, will auch den Geist der Diktatur erhalten.
 
ff
2. 31-08-2010 17:35
 
Verblendet
Die SVP ist leider schon vor langer Zeit zur S-uedtiroler V-erräter P-artei geworden. Waren früher noch Männer und Frauen wenn auch kontrovers aber doch mit Visionen am Ruder, zeigt sich die SVP in den letzten Jahren als Ansammlung von "Parteibonzen" denen ihr eigenes (finanzielles) Hemd näher ist, als die volkstumspolitische Zukunft unseres Landes.  
 
Die Rolle der SVP ist in den letzten Jahren mit der Kapelle auf der Titanic zu vergleichen. Als das Schiff (Italien) bereits am Sinken war, wurde noch Walzer gespielt und getanzt.  
 
Ich hoffe unser Sued-Tirol wacht auf und erkennt, dass die SVP mit dieser Führung mehr zur Italianisierung unseres Landes beiträgt als es Urzi, Seppi und Konsorten jemals schaffen könnten.
 
Thomas85
3. 31-08-2010 14:57
 
Die ehemalige Sammelpartei
Trotz berechtigter Polemik bitte doch den Umstand zu bedenken, dass die SVP vom Volk der Autonomen Provinz Bozen in freien und demokratischen Wahlen, also vorwiegend von Menschen Süd-Tiroler Herkunft in diesem Land ein Mandat für die Ausübung der politischen Macht bekommen hat. Dieses Vertrauensvorschusses muss sich aber diese Partei durch ihre Politik erst mit der Zeit als würdig erweisen. Die nächste Wahl wird darüber Auskunft geben, ob dies und auch in welchem Maß der Fall gewesen ist.  
 
Wir hoffen natürlich, dass gerade die Tirol und Österreich patriotische Bewegung der STF durch den Wähler/In bei nächsten Wahlen in ihrer politischen Arbeit anerkannt und gestärkt wird. Man darf aber dabei die vorhandenen Gemeinsamkeiten mit der SVP nicht übersehen, die ebenfalls sich zum gemeinsamen Vaterland und zum Tirolertum bekennt. Auch dann, wenn das einem Beobachter der Politik von der Seite dieser Partei oft schwer gemacht wird, dies vorbehaltlos zu glauben. Eine Partei an der Macht zieht natürlich wie das Licht die Motten alle möglichen Karrieristen an, dies sollte uns aber dennoch den Blick auf das wesentliche und gemeinsame Ziel der ethnisch-politischen Behauptung in diesem fremden und in der Vergangenheit oft grausamen sowie unberechenbaren Staat nicht verstellen. In dieser ehemaligen Sammelpartei der Süd-Tiroler, seit der letzten Landtagswahl müsste allen klar sein, dass dies der Fall ist, gibt es dennoch auf allen Ebenen genügend Menschen, die sich nicht nur der eigenen politischen Karriere widmen, sondern auch eindeutig dem Wohl des Landes verpflichtet sind, und das in ihrem unmittelbaren Wirkungskreis auch unter Beweis stellen.  
 
Auch nach meinem Dafürhalten setzt sich die SVP heute aus Bequemlichkeit nicht ausreichend für die Selbstbestimmung des Landes ein, aber man sollte dabei auch nicht übersehen, wie groß der politische Spielraum dieser Partei im regionalen und internationalen Maß ist. Man sollte also keine Lasten dieser Partei aufbürden, die sie sicher nicht tragen kann, aber man darf sie gleichzeitig auch nicht von der Verpflichtung entbinden, sich mit aller Kraft für eine friedliche und demokratische Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung des eigenen fremdbestimmten Landes und Volkes zu bemühen, dort wo es heute sicher politisch möglich geworden ist. Dazu ist die SVP sogar durch eigenes Parteistatus klipp und klar ohne Zeitlimit verpflichtet. Man sollte vielleicht der SVP viel mehr die Frage stellen, welche Lasten sie in der Frage der Selbstbestimmung heute und morgen gefahrlos tragen könnte. 
 
Ein friedlicher und zur Gänze legitimierter politischer Einsatz um die Beantwortung der Frage der ethnisch-politischen Selbstbestimmung ist sicherlich möglich, aber man sollte dabei auf allen Seiten sehr gut aufpassen, dass diese angestrebte Klärung der allgemeinen Politik der Autonomie nicht Zug um Zug entgleitet. Die Macht der Fremdbestimmung wartet nur darauf, dass die Süd-Tiroler sich in dieser Frage auseinander dividieren lassen und dass die Bemühungen um die Beantwortung der Frage der Selbstbestimmung in einer politischen Sackgasse enden. 
 
Trotz aller parteipolitisch motivierter Unterschiede muss es daher in Süd-Tiroler Landespolitik ein Mindestmaß an Gemeinsamkeiten geben, will man eine weitere Stufe auf dem Weg zur Ausübung der Selbstbestimmung erklimmen, und das gilt nach meinem Dafürhalten für alle politischen Strömungen in diesem Land und auch für alle Personen des öffentlichen Interesses sowie Parteien der Autonomie.
 
Markus Anton
4. 31-08-2010 13:23
 
SVP-Mandatare: blind, stumm, taub
Die Wortmeldungen der SVP- Vertreter der letzten Tage zu faschistischen Relikten, Ortsnamensgebung und doppelter Staatsbürgerschaft zeigen den Süd-Tirolern klar, daß diese Partei alles tun wird, um beim Staat Italien zu bleiben.  
Ihre Pfründe und Macht sind ihnen wichtiger als Volk, Wahrheit und Gerechtigkeit. 
Ihre verstärkten Anstrengungen, den Status Quo zu zementieren, machen aber auch klar, daß die Partei durch die Aktionen der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT getrieben wird und übers Ziel hinausschießt. 
Denn der Großteil des Volkes auf dem Lande kann diesem ewigen Nachgeben nicht mehr folgen, und es ist abzusehen, daß es dieser Verräterpartei bald einen Tritt in den Hintern gibt. 
 
Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.  
Birgit Breuel
 
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