SVP-Ortsnamengesetzentwurf: Politisches Blendwerk da unausgereift, fehlerhaft und nicht umsetzbar
Mittwoch, 4. August 2010
topo_pfitsch_500.jpgAls unausgereift und politisch nicht umsetzbar bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, den heute Vormittag präsentierten Gesetzentwurf der SVP zur Regelung der Ortsnamen.
Der Gesetzentwurf selbst beinhaltet substantiell schwere Fehler, die eine Umsetzung so nicht möglich machen und davon zeugen, dass einfach im Eilverfahren ein Gesetzentwurf zusammengeschustert wurde, ohne sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Es ist zudem im höchsten Maße unseriös, der Bevölkerung vorzugaukeln, dass man mit diesem Gesetzentwurf nun den Ortsnamenstreit lösen werde. Die SVP weiß ganz genau, dass dieser so nicht umsetzbar ist und im Landtag auch nicht angenommen wird, da die italienischen Rechtsparteien bereits jetzt massive Obstruktion angekündigt haben.
Aber auch von deutschsprachiger Seite kann die SVP wohl kaum auf Unterstützung hoffen.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT stellt schon jetzt klar, dass man keinem Gesetz zustimmen wird, welches die Anerkennung auch nur eines faschistischen Namens beinhaltet. Eine solche Legalisierung historischen Unrechts werden wir mit allen Mitteln bekämpfen.

Inhaltlich sind folgende Kritikpunkte anzubringen:

1) Knackpunkt der Ortsnamenfrage sind und bleiben die faschistischen Dekrete, mit denen alle deutschen und ladinischen Ortsnamen abgeschafft und die pseudoitalienischen Erfindungen eingeführt wurden.
Erst wenn diese Dekrete abgeschafft, bzw. außer Kraft gesetzt werden, kann ein neues Ortsnamengesetz erlassen werden.

2) Die Erhebung von Namen durch ein Landeskartographieamt beinhaltet keine Veramtlichung von Namen.
Die Amtlichkeit von Namen ergibt sich aufgrund des Gesetzes Nr. 68/1969 ausschließlich durch deren Nennung in den staatlichen Karten des Istituto geografico militare. Dieses beruft sich jedoch nur auf die durch die Dekrete eingeführten Namen und verleiht somit nur den pseudoitalienischen Namen amtliche Gültigkeit.

3) Im Gesetzentwurf wird nicht unterschieden, auf welcher Basis die faschistischen Namen eingeführt wurden. Während die Orts- und Flurnamen nämlich durch die Dekrete eingeführt wurden, sind die Namen der Höfe und kleineren Örtlichkeiten in den meisten Gemeinden durch einen Beschluss des Podestà eingeführt worden. Deren Abschaffung kann daher nicht durch ein Landes-Kartographieamt geschehen, sondern müsste entweder durch einen Gemeinderatsentscheid, oder die Amtshandlung des Bürgermeisters erfolgen, mit welcher der Podestà-Beschluss widerrufen wird.

4) Die Erhebung von Namen durch eine Umfrage des ASTAT würde bei einer Anfechtung (die absehbar ist) vor keinem Gericht standhalten. Eine Telefonbefragung nach dem Zufallsprinzip ist mit Sicherheit keine Rechtsgrundlage. Wenn überhaupt, bedürfte es einer Befragung der gesamten Bevölkerung einer Gemeinde über die Verwendung jedes einzelnen Namens. So ein Verfahren ist jedoch praktisch nicht umsetzbar.


Dieser Gesetzentwurf muss daher als politisches Blendwerk bezeichnet werden, da er lediglich den Anschein erweckt, eine Lösung der Toponomastikfrage zu beinhalten. Realistisch betrachtet ist er jedoch weder politisch noch juridisch umsetzbar.

Die SÜD-TIROELR FREIHEIT verweist daher nochmals auf den eigenen Gesetzentwurf, welcher als einzigen Artikel die Abschaffung der faschistischen Namensdekrete vorsieht. Sobald diese Dekrete außer Kraft Gesetz sind, verlieren die pseudoitalienischen Namen ihre amtliche Gültigkeit.

Erst dann kann ein neues Gesetz zur Regelung der Ortsnamen erlassen werden.

Es wird daher nun an der SVP liegen zu beweisen, dass sie wirklich an einer Lösung der Ortsnamenfrage interessiert ist.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


Aufgerufen: 972 | Drucken

Kommentare (13)
1. 08-08-2010 09:44
 
kein Nachgeben
wer in der frage der Ortsnamen nachgibt und eine Weiterverwendung der fasch. erfundenen Namen akzeptiert erweist Südtirol im Namen der Toleranz einen Bärendienst. Rom lacht sich soweiso schon ins Fäustchen wie schnell unsere Politiker in die Hosen sch..... und sofort Kompromissvorschläge herrichten..... Ziel muss es sein die Namen abzuschaffen, wie es 1945 in Aosta passiert ist, dass in Südtirol 60 Jahre verstreichen müssen ohne dass ein dt. Name offiziell gültig ist ist mir schleiherhaft und beweist das Versagen unserer Politiker, denen scheinbar Macht, Einfluss und Geld wichtiger ist als es sich mit den Römern mal zu verscherzen..... und wenn die SVP alle ital. Namen akzeptiert und alle Schilder 2-sprachig macht, ja glaubt denn einer in dieser Partei dass Biancofiore und co. dann bessere Freunde der "crucchi" würden???  
wahrscheinölich schon, na dann wünsch ich der SVP viel Spaß beim geselligen Zusammensein mit Seppi und co und dem Verrat an unserer Kultur, Akzeptanz hist. Unrechts und Zementierung des Status, dass die fasch. Dekrete im Jahre 2010 (!) immer noch gelten..... ein Wahnsinn wenn man darüber nachdenkt...aber das scheinen die Herren der SVP ja längst schon aufgegeben zu haben! 
Wie man dann wohl Durnwalder übersetzen würde...wurde ja in den 30-iger Jahren schon mal gemacht...
 
stefan
2. 07-08-2010 10:23
 
@Vollblutpiefke
mal abgesehen von einem satten „Geldfluß“, von dem Sie zu glauben berichten zu können muß man Ihrer Analyse wohl zustimmen. Bei ihrem "Geldfluß" handelt es sich um Geld, welches aus Süd Tirol selber stammt, dort erwirtschaftet wurde. Süd Tirol wird nicht durch einen „Geldfluß“ aus Italien alimentiert.  
 
Ihr Vorschlag, Parteien bündeln zu wollen, welche die Selbstbestimmung zu verfolgen vorgeben: das kann ebenfalls nicht funktionieren. Gerade dies zeigte doch sowohl die Vergangenheit, aber auch Ihre eigene Analyse, wonach sich unter genau diesem Vorwand einer Verfolgung von Selbstbestimmung die etablierten Parteien bequem gemacht haben. 
 
Genau deswegen mein Vorschlag, daß eine STF als politische Gruppierung diese Stagnation aufbricht und versucht, neue Fakten zu setzen. 
 
Ein neuer Fakt wäre, die tatsächlich vorhandene Rechtslage in EU, also den juristischen Anspruch Süd Tirols sich durch Juristen dokumentieren zu lassen.  
 
Weiterhin die Wege der Durchsetzbarkeit dieses Anspruchs offenzulegen. Dazu gehört mit Sicherheit die Ingangsetzung einer Unterschriftenaktion zur Forderung einer Abstimmung.  
 
Wie hoch wäre hierbei die geforderte Mindestbeteiligung an Befürwortern, die von der EU, die vom internationalen Staatsrecht erwartet wird?  
 
Was sagen Staatsrechtler dazu? 
 
Dann Medienarbeit: eine solche Unterschriftenaktion dann auch in Gang setzen zu wollen, egal welche anderen Parteien sich daran zunächst anschließen werden. Oder eben auch nicht. Das wird diese Parteien in Schwierigkeiten bringen. Ich vermute, daß in diesen Parteien heftig diskutiert werden wird, ob man sich nun endgültig auf die Seite Italiens schlagen möchte, was für viele einen Gesichtsverlust bedeutet, oder aber an dieser Unterschriftenaktion beteiligt sein möchte. Denn egal, was die Parteien beschließen würden: der Bürger selber wird entscheiden, ob er seine Unterschrift unter diese Forderung druntersetzen wird, um eine Abstimmung zur Selbstbestimmung abhalten zu können. 
 
Der Bevölkerung da etwas schmackhaft machen, nachhelfen zu wollen: ich glaube, das ist nicht notwendig. Es wird zu einer riesigen Polarisierung kommen zwischen den Alternativen: Anschlusswunsch an Österreich, 2. Freistaat, 3. Verbleib bei Italien.  
 
Ein hohes Risiko für alle Beteiligten, auf der Seite eines Verlierers zu landen.  
 
Es gibt niemanden, der diese politische Variante der Forderung nach Erlangung einer Abstimmung anbietet. Da liegt das eigentliche Defizit. Alle politischen Gruppierungen in Süd Tirol verstecken sich hinter der Unmöglichkeit, ihr vorgehaltenes Ziel tatsächlich auch erreichen zu können. 
 
Alle Überlegungen, die Sie anschließend aufführen als Motive, eine Selbstständigkeit eigentlich dringend einfordern zu müssen, die teile ich. Ich füge hinzu: Gerade das neue Europa ist angelegt, solche Neuorientierungen friedlich umsetzen zu können. 
 
Dies nicht erkannt zu haben ist das Versäumnis der SVP. 
 
Man tut so, als sei die Selbstbestimmung Süd Tirols gegen Italien gerichtet. Das ist in einem vereinten Europa jedoch die falsche Sichtweise. Dann jedoch nicht die Chancen der EU genutzt zu haben, im Gegenteil alte vorhandene Wunden bewusst offenlassen, instrumentalisieren zu wollen, (das war der Vorwurf von Cossiga) anstatt sie endlich zu schließen, dies ist kein besonders solides Fundament, auf dem Süd Tirol sich mittlerweile befindet. 
 
Das Pech von Durnwalder war vielleicht, dass sich die Entwicklung Europas 10 Jahre zu viel Zeit nahm.
 
EEkat
3. 07-08-2010 08:38
 
@Vollblutpiefke
Die Selbstbestimmung sollte aus Überzeugung angestebt werden. Zu sagen, heute gehts uns nicht mehr so gut wie vor 10Jahren, was sowieso relativ ist, und das als Grund für die Selbstbestimmung hernehmen, ist äußerst schwach. Stellen wir uns mal die Frage, würde man zu Österreich zurückwollen, wenn dieses wirtschaflich schlecht dastehen würde? Warum war vor 10Jahren die Selbstbestimmung kein Thema? Jeder kann für sich die Fragen beantworten und er findet heraus wie viel Patriot er ist. 
"Des Weiteren gibt es eine Gruppe, welche seit Jahren den Ausspruch: "ins geats jo guat in inserem scheanen Land"" Wenn wir es schon aufs wirtschafliche reduzieren, dann frage ich mich, geht es uns als eigener Staat oder nach der Rückkehr zu Tirol wirklich besser, also maßgeblich besser und ich rede nicht nur von leidigen Ortstafeln und Beipackzettel? Haben wir dann weniger Arbeitslose (momentan etwas über 3%, in Tirol 3,9%)? verdienen wir dann mehr?, wie siehts mit den Ausländern aus (Südtirol ca. 8%, Tirol über 10%)? usw. und so fort... 
Der finanzielle Aspekt dürfte für den überzeugten Tiroler und Patrioten keine Rolle spielen, oder würden wir, wenns Italien wirtschaftlich besser geht als Österreich dann wieder zurück wollen? Wenn diese Überzeugung nicht da ist, ist es besser man lässt die Finger davon. Selbstbestimmung ist kein Wunschkonzert!
 
Waschtl
4. 06-08-2010 21:54
 
Anregungen
@ E.Ekat & @ Hermann Taber 
 
Da ich Süd-Tirol nur von vier Urlaubsaufenthalten kenne, kann und will ich mich nur zu dem äußern, was ich als Außenstehender objektiv und sachlich beurteilen kann.  
 
Wie im Kommentar von Waschtl ganz richtig zu lesen war: "Warum nimmt man Ihre aufgezeigte Möglichkeit nicht wahr? Weil die breite Basis fehlt und selbst diese relativ kleinen Parteien jede eine eigene Vorstellung von der Selbstbestimmung haben. Kurz gesagt, jeder kocht sein eigenes Süppchen und am Ende wird es wohl keinem schmecken." 
 
Ich verfolge die Selbstbestimmungsdebatte nun ca. seit 2 Jahren online, letztes Jahr habe ich mir - während eines 3-wöchigen Aufenthaltes in Süd-Tirol - selbst ein Bild vor Ort gemacht. Mein Eindruck aus diversen Gesprächen: Die Mehrheit ist mit dem Status Quo zufrieden. 
 
Zwei Anregungen: 
 
1) 
Viele SVP-Mitglieder, aber auch andere Bevölkerungsschichten haben es sich in den Jahren des satten Geldflusses gut eingerichtet und massgebend von der Autonomie direkt bzw. indirekt wirtschaftlich bestens profitiert. Wie unsicher jedoch die Lage ist und auf welch instabilen Fundament das ganze Wohlstandssüdtirol steht, konnte selbst ich als Außenstehender beobachten. Des Weiteren gibt es eine Gruppe, welche seit Jahren den Ausspruch: "ins geats jo guat in inserem scheanen Land", eine opportunistische Mainstreamhaltung hinterher plappert, welche durch die Mehrheitspartei und die von Ihr kontrollierten Medien (Parteiblatt Dolomiten, italienisches Staatsfernsehen Rai Bozen usw.), bewußt propagiert wird. Ganz genau, auf diese Gruppe kommt es an, da sie die Bevölkerungsmehrheit ausmacht. Diese Gruppe wird die Erste sein, die ihre Meinung sehr schnell ändern wird, wenn sich die Lage zu ihren Ungunsten wendet. Man muss der Bevölkerung, die Selbstbestimmung nicht nur aus sprachlicher/kultureller/volkstumspolitischer Sicht, sondern vor allem aus wirtschaftlicher/finanzieller/materieller Sicht schmackhaft machen. Gerade in schwierigen Zeiten von Globalisierung, demografischer Fehlentwicklung, wachsender Staatsverschuldung Italiens, Euro-Krise, Wegbrechen der Mittelschichten in allen westlichen Industrieländern, Klimawandel usw., gäbe es dafür reichlich Potential.  
 
2) 
Alle Parteien, die die Selbstbestimmung befürworten, sollten - in ihrem eigenem Interesse - ein gemeinsames Konzept bzw. eine gemeinsame Zielrichtung einschlagen. Die Kakophonie unterschiedlicher Oppositionsparteien verunsichert den Wähler. Der Wähler muss wissen, wo die Reise hin geht!
 
Vollblutpiefke
5. 06-08-2010 10:32
 
@Hermann Taber
Zunächst: zusammentun zu wollen.  
 
Sollte irgendwann Dynamik in die Sache hineinkommen, dann wird es leichter werden, Verbündete zu finden vor allem unter jenen, die eigentlich eine ähnliche Zielrichtung anstreben. 
 
"Vorab" solche Verbündete finden und auf ein gemeinsames Ziel festlegen zu wollen kostet wieder viel Kraft, die vor dem großen Ziel nur abhalten.  
 
Die Frage ist also: wie bekommt man Dynamik in die Sache? Auf welche Weise könnte man dies aus eigener Kraft bewerkstelligen? 
 
Würde beispielsweise eine öffentliche Unterschriftensammlung mit einer Forderung nach Abstimmung zur Selbstbestimmung Dynamik entfalten können? Ich sage: ja.  
 
Man stelle sich vor, die STF würde an die Presse geben: in den 2 Wochen von x bis y wird in den Städten und Gemeinden A, B, C und D täglich von 8 bis 20 Uhr einen Stand stehen, in dem man sich in eine Liste eintragen könne. Zusätzlich führe in dieser Zeit ein kleiner Bus durch die Gemeinden, in denen keine Stände aufgestellt werden können.  
 
Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich per Brief an der Abstimmung zu beteiligen. 
 
Frage: wäre es möglich, unter den Mitgliedern der STF so viele Freiwillige zu finden, die sich in diesen Wochen dafür zur Verfügung stellen? Wäre es möglich, unter den STF-Mitgliedern die vielleicht 10 000 Euro zusammenzuspenden, die ein Bus, sowie die ganze Aktion kosten werden? 
 
Das alles stünde unter der Voraussetzung, daß sich ein Mandatsträger der STF zu einem Rechtskundigen begibt und in Erfahrung bringt, wie viele Süd Tiroler nach dessen Rechts-Meinung einer solchen Petition zustimmen müßten, um ein rechtliches Gewicht zu erhalten. 
 
Man muß wissen, es gibt keine Gesetz, die dergleichen festlegen. Aber es ist andererseits deswegen rechtlich nicht unerheblich, wie viele Bürger einer Bevölkerung sich an einer solchen Petition beteiligen. 
 
Es gibt Größenordnungen, an der weder eine EU, noch die Presse, und schon gar nicht die Öffentlichkeit vorbeikommt, und die man ggfs. vor dem europäischen Gerichtshof hinterlegen kann, um seiner Forderung Nachdruck verleihen zu können.  
 
Es tritt eine völlig neue Situation ein, wenn plötzlich in Süd Tirol eine Partei öffentlich für die Einleitung des Verfahrens zur Selbstbestimmung eintritt, und dafür öffentlich Unterschriften sammelt. Dies wäre eine Nachricht, die in Europa in den Zeitungen erschiene. Es entsteht ein Momentum, der wiederum auf Süd Tirol einwirkt.  
 
Sowas würde Dynamik erzeugen, es würde sämtliche politischen Parteien in Süd Tirol zur Bekenntnis zwingen, polarisieren, und würde dadurch auch die Bevölkerung mobilisieren.  
 
Schließlich wäre jeder irgendwann plötzlich gefordert davon, daß demnächst eine Abstimmung anstehen könnte, die ihn direkt und nachhaltig beträfe. Jeder muß sich dann eine Meinung machen und positionieren. 
 
Man muß es auf die Schiene bringen. Und es muß von der Spitze einer Partei, von den Mandatsträgern einer Partei in Gang gesetzt werden, es kann nicht irgendein Parteimitglied in dieser Weise tätig werden. Es muß politisch gewollt werden. 
 
Die Sache beginnt damit, den Stand des internationalen Rechts kompetent zusammenstellen zu lassen, und diesen Stand dann – egal wie er im Einzelnen ausfallen mag – veröffentlichen und zur Grundlage seiner Umfrage zu machen, was den Stein ins Rollen bringen wird.
 
E.Ekat
6. 05-08-2010 19:57
 
@EEktat
Es geht sehr wohl darum, ob etwas leicht oder schwer zu erreichen ist. Fragen wie Ortsnamengebung und umso mehr die Selbstbestimmung brauchen eine breite Basis. Die STF, die Blauen und die Union haben die Selbstbestimmung ja ganz oben auf die Fahnen geschrieben. Das sind ganze 8 politische Mandate nicht nur eines. Warum nimmt man Ihre aufgezeige Möglichkeit nicht wahr? Weil die breite Basis fehlt und selbst diese relativ kleinen Patreien jede eine eigene Vorstellung von der Selbstbestimmung haben. Kurz gesagt jeder kocht sein eigenes Süppchen und am Ende wirds wohl keinem schmecken. Heute zählt nur die eigene Meinung, verteilt Kritik und verhindert Entscheidungen mit Odstruktion. Da lob ich mir Brugger und Magnago, verschiedene Ansichten, schlussendlich man hat aber dann doch an einem Strang gezogen.
 
Waschtl
7. 05-08-2010 19:56
 
an E.Ekat
Ich bin wieder mal voll Deiner Meinung . 
Aber was hälts Du von meiner Forderung dass sich in dieser Sache 
Die STF und die Freiheitlichen zusammentun müssen um mehr Gewicht zu bekommen ? 
Dieser Toponomastikentwurf bringt ja unser THEMA Selbstbestimmung so richtig nach OBEN und diesen Aufschwung muss man unbedingt nutzen! 
HT
 
Hermann Taber
8. 05-08-2010 17:39
 
@Waschtl
Es geht nicht darum, ob etwas leicht oder schwer ist, @Waschtl.  
 
Hier geht es darum, daß eine politische Bewegung dahinterstehen sollte. 
 
Die Ortsnamenproblematik ist schwer zu lösen, keine Frage. Aber sie sollte nicht im Vordergrund stehen in einer Zeit, in welcher der Internationale Gerichtshof sich auf die Seite derer gestellt hat, die erfolgreich ihr Selbstbestimmungsrecht einforderten, und erhielten.  
 
Ich habe manchmal den Eindruck, man möchte zuwarten, bis Italien den Süd Tirolern von sich aus die Freiheit schenkt. Auf dem Wege dorthin scheiterte ja bereits ein Cossiga. Nur an der SVP ?  
 
Es kann doch so schwer nicht sein sich darüber zu beraten, ob man nicht vielleicht anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte bei der Klärung der Frage, ob die Herbeiführung eines Referendums nicht eingeklagt werden kann. Was dazu rechtlich gefordert wäre. 
 
Die Adresse eines diesbezüglichen Institutes mit dem Namen eines qualifiziert erscheinenden Juristen in Innsbruck wurde hier veröffentlicht. Vielleicht git es weitere.  
 
Für eine derartige Kontaktaufnahme bedarf es eines Mandates durch eine Parteiführung. Die ist keine Angelegenheit für eine Privatperson.
 
E.Ekat
9. 05-08-2010 07:21
 
@EEktat
Würde, hätte, könnte... warum machen Sie es nicht einfach, wenn alles so leicht wäre? 
Die letzen Tage haben wiedereinmal gezeigt, dass die Ortsnamenfrage gleich schwer zu lösen ist, wie allen das Wetter recht zu machen, unmöglich. Interessant ist, dass jeder vom guten Willen redet, dann wirds schon gehen. Den guten Willen verlangt man immer aber nur von den anderen...
 
Waschtl
10. 04-08-2010 19:55
 
Prioritätensetzung
würde man die Gelegenheit, welche der internationale Gerichtshof Den Haag unlängst gewiesen hat seitens der STF ergriffen, so würden Fragen wie die Ortsnamengesetzgebung in einem anderen Lichte erscheinen.  
 
Denn würden Bestrebungen unternommen, an der SVP vorbei eine Abstimmung zur Selbstbestimmung rechtlich einzufordern, diese mit juristischen Mitteln also zu erzwingen, dann würden in einem sich dramatisch verändernden Stimmungs-Umfeld solche Fragen nach Ortsnamen garnicht mehr stellen können.
 
EEkat
11. 04-08-2010 18:05
 
Ortsnamen
Sollte auch nur geringfügig dem tolomeischen Fälscherwerk zugestimmt werden, verlieren wir in Fragen des Volkstums alle Glaubwürdigkeit. Wie können wir dann noch unsere Stimme gegen faschistisches Unrecht erheben, wenn wir dieses sogar gutheißen, es gesetzlich bestätigen? Dann ist es vorbei mit uns; dann gibt es ein böses Erwachen; dann sind wir endgültig verloren, und Tolomei hat dank unserer Mithilfe sein Werk vollendet.
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
12. 04-08-2010 14:31
 
Gesetzesentwurf
Die Art und Weise wie maßgebliche Kreise der SVP in dieser "allerbesten Autonomie" gerade jetzt am seit über 50 Jahren fälligen aber bis heute politisch immer noch nicht umgesetzten Ortsnamengesetzesentwurf arbeiten, erinnert mich unfreiwillig an den legendären Song des Kabarettisten Helmut Qualtinger aus Wien aus den 60er Jahren mit dem Namen "Der Halbwilde auf seiner Maschin", wo es an einer Stelle im Österreichischen Dialekt heißt, "I hob zwoar kaa ahnung wohi i foar, owa dafir bin i gschwinder durt", was auf Deutsch so viel bedeutet, ich habe zwar keine Ahnung wohin ich fahre, aber dafür bin schneller dort angekommen. 
 
http://www.youtube.com/watch?v=0Tamt_c8JBs
 
Markus Anton
13. 04-08-2010 14:24
 
Gesetzesentwurf
Bravo Sven: die Abschaffung der faschistischen Dekrete ist der erste und einzig mögliche Schritt der zur Lösung des Problems führt. 
 
Die SVP hat dies zwar schon vor ein paar Monaten versucht, wurde aber von Faru Weissblume (oder wer auch immer) entdeckt, mit dem Resultat, dass diese Dekrete dummerweise nochmals bestätigt wurden... 
 
Erst wenn diese Dekrete ungültig sind, können wir darüber reden, welche italienischen Namen wir als amtlich anerkennen wollen oder nicht, und dabei eventuell erheben, welche Namen benutzt werden, Umfragen starten etc. 
 
Die Italiener dürfen die Orte natürlich weiterhin Vipiteno, Barbiano und Calice nennen. Genauso wie sie Parigi, Monaco oder Londra benutzen, obwohl diese Bezeichnungen nie amtlich waren und auch nie sein werden. 
 
Niemand will/kann den Italienern dieses Recht nehmen. 
 
Und unser Recht auf eine Wiedergutmachung der Namensvergewaltigung darf uns auch niemand nehmen. 
 
Wieso tun sich Boscosecco, Dicht, Weissblume und einige andere Italiener so schwer dies zu begreifen?
 
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Kommentar schreiben
  • Bitte orientieren Sie Ihren Kommentar am Thema des Beitrages.
  • Die hier veröffentlichten Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol wieder.
  • Die Bewegung SüD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol distanziert sich in jedem Fall von ehrverletzenden, jugendgefährdenden, rassistischen und extremistischen Inhalten.
  • Persönliche Angriffe und/oder Diffamierungen werden gelöscht.
  • Das Benutzen der Kommentarfunktion für Werbezwecke ist nicht gestattet. Entsprechende Kommentare werden gelöscht.
  • Bei Fehleingaben laden Sie diese Seite bitte neu damit ein neuer Sicherheitscode generiert werden kann. Erst dann klicken Sie bitte auf den 'Senden' Button.
  • Der vorgenannte Schritt ist nur erforderlich, wenn Sie einen falschen Sicherheitscode eingegeben haben.
Name:
E-mail:
Titel:
BBCode:Web AddressEmail AddressLoad Image from WebBold TextItalic TextUnderlined TextQuoteCodeOpen ListList ItemClose List
Kommentar:

Sicherheitscode:* Code
Ich möchte NICHT per e-Mail über weitere Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Advertisement

Aktueller Hinweis

  • Aktuelle Aktion!

Kontakt

  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Bewegung
St. Josef am See 74 | 39052 Kaltern
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 338 33 448 39

   
  SÜD-TIROLER FREIHEIT - Landtag
Südtirolerstraße 13 | 39100 Bozen
Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Tel. 0471 98 10 64

 

Aktionen

 

youtubelogo.jpg

flickr_logo.jpg

facebook-logo-289-751.jpg

 

E-Mail - Verteiler

Pressemitteilungen
Wöchentliche Zusammenfassung



Seiten durchsuchen

PayPal Spenden

Ihre Online Spende für den
Werbekatalog der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Summe
Währung