Sprachenexperiment an der Grundschule Milland abgelehnt
Donnerstag, 8. Juli 2010
hartmuth_staffler_lw_2009_480.jpgDer Schulamtsleiter hat das an der Grundschule Milland geplante Experiment mit mehrsprachigem Unterricht abgelehnt. Dies hat Schul- und Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Eva Klotz und Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit mitgeteilt. Der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen, Hartmuth Staffler, zeigt sich erleichtert über diese Entscheidung.

Besorgte Eltern hatten die Süd-Tiroler Freiheit über das ab Herbst geplante Schulexperiment informiert, bei dem in der ersten Klasse Grundschule Deutsch und Mathematik um je eine Wochenstunde gekürzt und dafür der Italienischunterricht auf vier Wochenstunden angehoben werden sollte. Innerhalb dieser vier Italienischstunden sollten Naturwissenschaften und Geographie zu je einer halben Wochenstunde sowie Kunst und Technik zu je einer vollen Stunde in italienischer Sprache unterrichtet werden. Zudem sollten ab der ersten Klasse auch 1,5 Wochenstunden Englisch eingeführt werden, was zu Lasten von Musik (eine Stunde) und Religion (eine halbe Stunde) gegangen wäre.

Sofort nach Bekanntwerden dieses Vorhabens haben die Landtagsabgeordneten der Süd-Tiroler Freiheit dazu eine Anfrage im Landtag eingereicht, während der Brixner Gemeinderat Hartmuth Staffler das Projekt in einer Aussendung scharf kritisiert hat. Die Kürzung des Deutschunterrichtes in der Grundschule sei angesichts der Gefährdung der deutschen Sprache in Süd-Tirol nicht zu verantworten. Das Experimentieren mit mehrsprachigem Unterricht auf den Rücken der Schüler wäre ein Abrücken von der mühsam erkämpften deutschen Schule und ein Schritt in Richtung gemischte Schule. Das Beispiel Aosta, wo die gemischte Schule dem Französischen praktisch den Todesstoß versetzt hat, zeige die verheerenden Auswirkungen einer solchen Entwicklung auf.


Hartmuth Staffler

Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Brixen


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Kommentare (6)
1. 10-07-2010 10:01
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Nichts gegen das Erlernen von Fremdsprachen aber zuerst sollte man die Muttersprache beherrschen. 
Durch das Autonomiestatut für Südtirol - in Kraft getreten am 20. Jänner 1972 besitzt die "Provin Bozen" zwar keine Schulautonomi im Sinne einer Gesetzgebungsbefugnis auf allen Gebieten des Schulwesens(etwa im Sinne der Kulturhoheit der Bundesländer in Deutschland bzw. Österreich). Dennoch ist sie nicht nur für die Verwaltung der Schule zuständig, sondern hat darüber hinaus auch die Möglichkeit, auf die Unterrichtsgestaltung Einfluß zu nehmen.  
Warumm jetzt wieder Versucht wird, nach hart erkämpften Rechten wie Gesetzgebugsbefugnis, Sprachgruppenzugehörigkeit und Organigramme der Verwaltung , wie Verwaltung, Arbeitgeber und Unterrichtssprache. seitens der Regierungspartei in die italienische Schulstruktur zurückzukehren, ist und bleibt unverständlich. 
Aber von dieser SVP ist man in letzter Zeit einiges gewöhnt. 
Denn für viele von ihnen ist leider Südtirol bereits Italien.
 
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2. 09-07-2010 08:23
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
@ Mike 
Ihr Rundumschlag geht ins Leere! 
1. Sprachenerlernen ohne Druck und Assimilisierungszwang funktioniert, wie wir an den Englischkenntnissen unserer jungen Leute aehen.  
2. Italienischstunden sind ausreichend, bekanntlich aber die Qualität der Vermittlung nicht. 
3. In einem Freistaat würden alle auf gleicher Augenhöhe miteinander stehen, also kein Nationalstaat einer Minderheit ihre "All- Macht" aufdrücken können: Entspannung allerorten! 
4. Daß STF rechts ist, möchten Sie wohl? Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Freiheit steht über jeder Ideologie. Aber das wüssten Sie, wenn Sie mal über den Tellerrand rausschauen würden oder vorurteilsfrei die Arbeit der Bewegung bewerten würden. 
5. Orfino ist ein Postfaschist, und die SVP ist sich nicht zu blöd, ihn um ihrer Machterhaltung willen in Kauf zu nehmen.  
 
„Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.“  
George Bernard Shaw
 
3. 09-07-2010 01:11
 
Andreas Hofer - Bund Tirol
Komisch dass manche hier gerne am liebsten alle Italiener für einen Freistatt Südtirol gewinnen möchten! 
 
Jedoch beim Thema zweisprachiger Unterricht b.z.w. gemischte Schulen für alle Kinder Südtirols, gegen jeden noch streng begrenzten Versuch protestieren. 
 
Glücklicherweise gibt es sehr wenige Italiener, denen die vielen eklatanten Widersprüche im Denken der SÜD-TIROLER FREIHEIT nicht auffallen dürften.  
 
Eine Partei die selber gegen ihren ruf als rechtsgerichtet kämpfen muss. Sich aber herausnimmt einen jungen Mann als Faschist zu verunglimpfen, nur weil er eine andere Meinung hat. Und weil er gerade als Freund eines angebliche Faschisten auf Facebock eingetragen ist.  
 
Nur dieser sich anbiedernde und um Aufmerksamkeit heischend italiener M.Lupoli kann sich noch für so etwas begeistern.
 
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4. 08-07-2010 17:55
 
Lächerlich!!!
Zum glück gibt es noch eine kleine Spur von Vernunft!! 
 
Wie offensichtlich müssen die Dinge eigentlich noch werden damit die Süd.Tiroler endlich aufwachen?? 
 
Dieses Projekt wäre nur ein weiterer Trauriger Meilenstein der Überfremdung unserer Kulutur gewesen!! 
 
Man kann nur hoffen, dass die BEvökerung endlich begreift welche intriganten Absichten eigentlich hinter all diesen Projekten stecken! Und zwar bevor es zu spät ist!!! 
 
Ich möchte nicht all zu sehr vom Thema abweichen also belasse ich es maL bei diesem KOmmentar!! 
 
WER RECHTSCHREIBFEHLER FINDET DARF SIE BEHALTEN!!!
 
dummheit
5. 08-07-2010 14:38
 
Grünenvorstoß gescheitert!
Bravo Hartmuth!!! 
Dies ist ein großer Erfolg für Dich und die STF, der auch nachhaltig Wirkung zeigen wird. 
 
Habe gehört, daß der Vorstoß wieder mal von den Grünen kommt. Es ist bezeichnend, daß sie das muttersprachliche Prinzip immer wieder heimlich, um nicht zu sagen heimtückisch, auszuhebeln versuchen, und damit ungeniert den Faschisten zuspielen.  
Diese Bande hängt dermaße am Stiefelstaat Italien, daß man meinen könnte, sie seien der angenagelte Absatz. 
 
Erfreulich nur, daß sie bei den Gemeinderatswahlen dermaßen geschrupft sind, die Akzeptanz schwindet mit jeder dummen Aktion, Gott sei Dank!
 
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6. 08-07-2010 14:33
 
Respekt vor dem Schulamtsleiter!
Endlich mal gute Nachrichten. Respekt vor dem Schulamtsleiter, der sich im Gegensatz zur Mehrheit der Südtiroler noch nicht hat kaufen lassen! Ihm wird sicherlich noch zugesetzt werden von den Italienern und ihren Handlangern in der SVP. Schaumer mal wie lange er noch im Amt sein wird... 
 
Leider ist das nur ein winzig kleiner Wassertropfen gegen das Feuer der Italianisierung, das in Südtirol wütet und zwar offensichtlich mit Billigung der Südtiroler Mehrheit, die nach wie vor SVP wählt und sich damit weiter von diesen Italo-Kollaborateuren repräsentieren lässt.  
 
Ein Orfino als Jugendbeauftragter in Sterzing, Millionen € für die Renovierung von Faschistenschutt, Provokationen, Ausgleichsbetrug (wer weiss, wieviel Geld Südtirol tatsächlich aus Rom zurückbekommt,,,), erfundene Ortsnamen, tägliche Zweisprachigkeitsverletzungen, gesteuerte Immigration wie in den 50ern, nur diesmal vom Balkan und sonst woher, um die Deutschtiroler zur Minderheit zu machen, und wehren sich die Südtiroler? Kaum. 
 
Beste Autonomie, dass ich nicht lache. Hätten sich die Italiener nicht so deppert angestellt, wäre es den Südtirolern gleich so ergangen wie den Ostpreussen, Schlesiern, Sudetendeutschen oder Südsteirern. Sie wären vertrieben oder ermordet worden.  
In dem Sinn ist die Autonomie ja nur eine Art Bleiberecht und nichts weiter, klar zu den Konditionen der italienischen Diebe, die sich Südtirol erschlichen und ergaunert haben. 
 
Wie kann sich die Südtiroler Mehrheit das nur gefallen lassen? Einfach widerlich.
 
Michael

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