Bericht vom Brixner Gemeinderat
Samstag, 26. Juni 2010
hartmuth_staffler_2009_650.jpgDer Brixner Gemeinderat hat am vergangenen Donnerstag dem neuen Stadtrat zugestimmt, der von einer Koalition aus SVP, PD und Grüner Bürgerliste (GBL) gebildet wird. Der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Hartmuth Staffler, hat gegen den Stadtrat gestimmt und dies damit begründet, dass er das Koalitionsprogramm mit aller Entschiedenheit ablehnen müsse. Als erstes Ziel nennen die Koalitionspartner in diesem Programm, „die ethnischen Barrieren weiter abzubauen, den gemeinsamen Dialog zu fördern und zu unterstützen, um Extremismen jeder Art vorzubeugen und ökosoziale Nachhaltigkeit zu sichern.“

Staffler erklärte, dass es in Brixen keine „ethnischen Barrieren“ gebe, außer in den Köpfen jener, die sich konsequent weigern, die deutsche Sprache zu lernen. Der Hinweis auf Extremismen sei aus der Luft gegriffen und als unterschwelliger Angriffe auf alle heimatbewussten Brixner zu werten. Bürgermeister Albert Pürgstaller reagierte vollkommen hilflos auf diesen Einwand und konnte nicht erklären, was er mit den „ethnischen Barrieren“ gemeint hat.

Staffler stimmte auch dagegen, dem PD die Vizepräsidentschaft des Gemeinderates zu überlassen. Der PD ist, wie der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit erklärte, in der vergangenen Amtsperiode mehr durch nationalistisches Gepolter als durch konkrete Arbeit aufgefallen. In der Sitzung am vergangenen Donnerstag hat PD-Sprecher Alberto Ghedina zwar großspurig erklärt, dass der PD jetzt keine italienische Partei mehr sei, sondern Italiener, Deutsche und Ladiner vereine. In der Gemeinderatssitzung haben allerdings sowohl der „Ladiner“ Ghedina als auch die „Deutsche“ Renate Prader nur Italienisch geredet. Es sei unerträglich, erklärte der Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit nach der Sitzung, dass ausgerechnet diese Partei, die sich in Brixen äußerst unduldsam gegenüber allem Tirolerischem verhalte, von der SVP auch noch dadurch belohnt werde, dass alle drei gewählten PD-Vertreter mit einem Posten bedacht werden (zwei Stadträte und der Gemeinderats-Vizepräsident).

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Kommentare (1)
1. 28-06-2010 15:41
 
Ohne Worte! 
Diese Partei tut alles, aber auch wirklich alles für ihren Machterhalt! 
 
Prostitution, Wahrheitsverdrängung und weder Unrechtsempfinden noch Rückgrat.  
 
Man muß von Politikern erwarten können, daß Wort und Tat übereinstimmen.“ 
Hans-Jochen Vogel
 
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