Heute Abstimmung über Unabhängigkeit in Katalonien - SÜD-TIROLER FREIHEIT vor Ort dabei
Sonntag, 20. Juni 2010
unabhaengigkeitsreferendumkatalonien20_06_2010.jpgSeit 9 Uhr morgens wird in weiteren 44 Gemeinden Kataloniens darüber abgestimmt, ob Katalonien ein eigenständiger, unabhängiger Staat innerhalb der europäischen Gemeinschaft werden soll oder nicht. Mehr als 500.000 Bürgerinnen und Bürger vor allem in den Gebieten der näheren Umgebung von Barcelona haben diesmal die Möglichkeit, ihren Unabhängigkeitswillen zu bekunden.

Die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT wird diese Abstimmung mit einer Delegation verfolgen. Dazu gehören die Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz, die Meraner Gemeinderätin und EFA-Vorstand-Mitglied Reinhild Campidell sowie mehrere Gemeinderäte der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT aus dem Ahrntal.

Die Delegation der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT ist bereits seit gestern in Katalonien und nahm an verschiedenen Veranstaltungen im Vorfeld der Abstimmung teil. Heute wird die Delegation die Wahlen in verschiedenen Gemeinden mitverfolgen.


Seit dem Oktober 2009 hat es in Katalonien bereits Abstimmungen in 457 von 948 Gemeinden gegeben, von rund 7.300.000 Einwohnern hatten also bereits 2.400.000 die Möglichkeit zur Abstimmung. Rund 50.000 Ehrenamtliche haben sich bisher für die Abwicklung der Abstimmungen zur Verfügung gestellt! Die Beteiligung lag bisher bei etwa 34%, das ist mehr als bei den Europawahlen. Das bislang erreichte Gesamtergebnis: weit  mehr als 80% der Abstimmenden sprachen sich für die Unabhängigkeit Kataloniens aus, und die Unabhängigkeitsbewegung zieht immer weitere Kreise!


Zwar hat die Abstimmung keinerlei rechtlichen Charakter, dennoch zeigt sie eine klare Tendenz in Richtung Unabhängigkeit auf!


SÜD-TIROLER FREIHEIT - Freies Bündnis für Tirol

20.06.2010

 


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Kommentare (5)
1. 24-06-2010 15:53
 
HE trifft den Nagel auf den Kopf!Ich kann nicht begreifen, dass es die Jungen in der SVP nicht wagen, endlich auch einmal die Köpfe aus ihren Karrierelöchern zu strecken, um zu sehen, was sich in anderen Ländern tut. Ich zähle auf unsere jungen, hellen Köpfe! Einige davon waren jetzt in Katalonien dabei! Wir werden die Kontakte in Europa noch verstärken- gemeinsam sind wir stärker! Danke den Katalanen für Ihre Gastfreundschaft und auch für die Rückmeldungen hier auf unserer Seite! Eva Klotz
 
2. 22-06-2010 08:51
 
Gesundheit und Unabhängigkeit
Von Esplugues entscheidet 
Vielen Dank für die internationale Solidarität. 
Ich hoffe, dass wir in der Zukunft in einem Europa der freien Völker und Nationen. 
 
Gesundheit und Unabhängigkeit
 
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3. 22-06-2010 00:00
 
Bon dia
felictacions der Delegation Süd-Tiroler Freiheit. Vielen Dank für Ihre Solidarität. Entschuldigung für die Schreibfehler des Übersetzers. 
Es lebe die freie Südtirol
 
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4. 21-06-2010 18:03
 
Grüße und vielen Dank
Grüße und vielen Dank aus Katalonien. Wir hoffen, Sie bald wieder besuchen in einer offiziellen Referendum über die Wiedervereinigung von Tirol
 
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5. 20-06-2010 15:02
 
Und was ist in Süd-Tirol?
Eigentlich sind ja die Voraussetzungen für die Selbstbestimmung in Süd-Tirol mit seinem ganzen historischen und völkerrechtlichen Hintergrund derzeit noch viel besser als anderswo. Dennoch bewegt sich nichts Entscheidendes. In Flandern, Katalonien z. B. tut sich auf diesem Sektor momentan mehr als bei uns. Das hängt hauptsächlich mit der SVP (und ihren Verbündeten in Österreich) zusammen. Diese Parteien sind mit dem Status Quo mehr als zufrieden, profitieren sie doch davon. Das Geld fließt noch reichlich. Geld und Macht benebeln die Sinne. Mit Rom will man es sich deshalb nicht verscherzen. Wenn Rom auch nur den Finger hebt, beginnt das große Muffensausen in Bozen, Innsbruck und Wien. Gefragt wären hier aber nun eigene Zukunftsperspektiven und Mut. In Deutschland hat es beides Ende der 1980er Jahre gegeben, das hat die epochale Wende ermöglicht. Erst wenn es bei uns zu einem Umdenken in diesem Sinne kommt, lässt sich die gar nicht unrealistische Selbstbestimmung auch umsetzen. Wahrscheinlich braucht es dazu einfach die neue Politikergeneration an der Spitze. Die jetzige schafft das, wie es aussieht, nicht mehr. Es wird zwar immer offensichtlicher, dass sich die rosigen Zeiten mitsamt der glorifizierten Autonomie dem Ende zuneigen. Die derzeitige Führung ist aber unfähig, wie ein moderner Magnago des 21. Jahrhunderts die nötigen Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen und umzusetzen. Lieber verbraucht sie ihre ganze Energie damit, die Selbstbestimmungsbefürworter und die ganze Idee schlecht zu machen und zu beschimpfen oder gar zu diffamieren. Sie verdrängt und spielt auch auf Zeit, weil ihr das entgegen kommt. Traurig, aber wahr! Tatsache ist also, dass sich ohne SVP nichts ändern wird. Zu sehr bestimmt sie die Geschicke im Land, zu sehr genießt sie immer noch den Rückhalt der Bevölkerungsmehrheit. Die Gefahr besteht, dass diese Partei in Wahrheit ihren Gestaltungsspielraum immer mehr einbüßen wird. Sie riskiert, dass sogar in Österreich das Süd-Tirol-Verständnis nachlässt, wie die Staatsbürgerschaftsdiskussion zeigt. Hoffentlich sind die Veränderungen noch rechtzeitig möglich, bevor es zu spät für alles ist.
 
HE

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