Gute Nachbarschaft zum Veneto – Selbstbestimmungsrecht respektieren
Mittwoch, 7. April 2010
eva_500_ehrenburg.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, begrüßt die Absicht des neu gewählten Präsidenten der Region Veneto, Luca Zaia, auch zum Land Südtirol ein gutes Verhältnis aufzubauen und bessere Nachbarschaft zu pflegen als sein Vorgänger.

Was Zaias Absichten zur Schaffung einer Großregion, der auch Südtirol angehören soll, anbelangt, so erinnert Eva Klotz an das Prinzip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker. Demnach können weder Zaia noch die Region Veneto entscheiden, sondern einzig und allein die Südtiroler, mit wem sie Gemeinsamkeit halten und in welchem Gefüge sie ihre Zukunft gesichert sehen.

Eva Klotz erwartet sich von dem als Föderalisten gepriesenen Präsidenten Zaia, dass er die Selbstbestimmungsbestrebungen generell, und auch die im Veneto unterstützt.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
6. 4. 2010

 


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Kommentare (5)
1. 15-04-2010 22:19
 
Veneto libereo
Sarebbe bello, per il futuro,la economia, ma non con Berlusconi e i suoi "Serpenti", 
fare una regione, una Natione 
con 3 lingue veramente ufficiali! 
 
Freiheit für Südtirol... 
Liberta per Veneto 
zon Ladin liber, ma sübit 
 
 
Salüt...
 
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2. 08-04-2010 08:41
 
Welcher Zaia?
Die Trentiner Tageszeitung L'Adige hat in ihrer Osterausgabe einen Kommentar veröffentlicht, laut dem es mindestens drei verschiedene Versionen des Herrn Luca Zaia gibt. Ein Luca Zaia ist der, der jetzt von Föderalismus und Autonomie spricht, ein anderer der, der früher gegen die Autonomie gewettert und seine Landsleute dazu aufgerufen hat, nicht in der Region Trentino-Südtirol Urlaub zu machen, da die beiden Provinzen viel zu viele Privilegien hätten und daher viel zu wohlhabend seien. Wenn Zaia jetzt von guter Nachbarschaft und sogar von einer Großregion spricht, in die Südtirol mit einbezogen werden soll, dann präsentiert er sich in einer neuen Version, die für uns nichts Gutes verheißt. Diese "Großregion" wäre eine tödliche Umarmung und würde uns noch weiter von Nordtirol entfernen; das Projekt erinnert fatal an die faschistische Erfindung des "Triveneto", mit der aus Tirolern Veneter und damit Italiener gemacht werden sollten. Eva Klotz hat daher gut daran getan, Zaia an das Selbstbestimmungsrecht zu erinnern. Das unzweideutige Bekenntnis dazu ist die Nagelprobe, ob es ein Politiker ehrlich meint oder ob sich hinter seinen Worten die gegenteilige Absicht verbirgt.
 
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3. 07-04-2010 22:54
 
Timeo Danaos et dona ferentes
Liebe Frau Klotz! 
Es kommt echt nicht oft vor, dass ich Ihre Meinung nicht teile, aber nun ist es soweit. 
Zaia sitzt im selben Machtgefüge wie Berlusconi, Fini, Alessandra Mussolini und Michela Biancofiore. Der Föderalismus, den die sich Lega jetzt wieder, nach dem positivem Ausgang der Wahlen in Italien, auf die Fahnen schreibt, ist ein Lippenbekenntnis. Wie oft hatte die Lega augenzwickernd versucht, die echten Autonomisten in ihren Bann zu ziehen? Ich bin selbst 2003 ein Opfer davon gewesen, als ich, als Vertreter der deutschsprachigen Minderheit in Triest, als Unabhängiger für die Lega kandidierte und mir wurde von derselben ein mitteleuropäischer Wahlstand negiert, wurde nur als "ferner liefen" hinter die Favoritin gestellt, die einen reinen Personenkult an den Tag legte, wurde von FI-Leute auf offener Straße verbal aufs Heftigste angegriffen und bedroht, falls ich die Verteilung meiner Wahlprospekte nicht sofort einstellen würde.  
Damals war Jörg Haider selig noch am Leben und (fast) noch auf der Höhe seiner Popularität. Bekanntlich hatte sich der Jörgl gänzlich der Sache der Euregio verschrieben und viele Deutschstämmige in Triest hatten sich Hoffnungen auf "starke Töne" aus Klagenfurt gemacht, genau mit dem selben Ziel, das SF auch verfolgt. Als mir die Kandidatur in den Listen der Lega vorgeschlagen wurde, erhielt ich das hochheilige Versprechen, die Lega würde sich für die Euregio einsetzten. Wie sie das tat, steht weiter oben in meiner Zuschrift. 
Über die Modalitäten der Auszählung der Stimmen würde ich mich nur sehr ungerne öffentlich auslassen, aber Sie kennen bestimmt den Begriff "Friendly Fire", nicht wahr? 
Nach der haushoch verlorenen Regionalwahl von 2003 stemmte sich die Lega gegen die Euregio Alpe-Adria, indem sie diese als "antipadana" bezeichnete. 
Der jetzt herausposaunte Föderalismus der Lega ist nur eine gemeine Lüge, um potentielle Verbündete hinters Licht zu führen und um bestenfalls weitere italienische Regionen zum Autonomiestatus hinzuführen. 
Südtirol ist bereits eine autonome Region, die Provinz Bozen genießt, vor allem Dank dem Mut und der Aufopferung Ihres Herrn Vaters selig, eine noch weiter gehende Autonomie. Was erwarten Sie noch von der welschen und mit dem Süden Italiens kompromittierten Lega? 
Warum sind honorige Leute, wie Comencini, Beggiato, Guerra, Comino und selbst Miglio von der Lega vor geraumer Zeit ausgetreten? 
Weil sie das Spielchen durchschaut hatten, die Absicht Berlusconis, sich der Lega zu bedienen, um "treue" Stimmen einzuheimseln. 
Man spricht von CDU/CSU Verhältnis. Glauben Sie, dass Angie Merkel sich für ein unabhängiges Bayern stark machen würde? Sie beschimpft den Seehofer tagtäglich... 
Als ich noch im Triester Ortsverein der Lega verkehrte (bis Ende 2003) kursierte das geflügelte Wort des On. Fedriga, man bereite sich auf die Gründung von "FORZA NORD" vor! 
Nord wovon? Sind Sie sicher, dass die welsche Lega transnationale Pläne befürworten würde? 
Gut, wenn Leute wie Martin Graf die Fäden ziehen, dann ist nichts unmöglich, schließlich gibt es in der Lega genügend Altfaschos... 
Bitte, liebe Frau Klotz, tun Sie sich das nicht an und denken Sie ans Heimatland Österreich und an das Land Tirol!  
Gegen Faschos und gegen Nazis! Ein Tirol!
 
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4. 07-04-2010 19:23
 
Timeo Danaos et dona ferentes
Dem kann ich nur zustimmen!
 
lodur
5. 07-04-2010 17:11
 
Herr
Ist das aber nicht eine wunderbare Frau? Wie sie sich der Sache Tirol widmet? So schade, dass derart viele Landsleute nur für sich selbst sind, und nicht für die Freiheit und Einheit arbeiten. Toi toi toi, Frau Klotz!!
 
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