Gegendarstellung zur Kritik der SVP an Kampagne: „TIROL-PATRIOTEN SIND KEINE NAZI-IDIOTEN"
Dienstag, 9. März 2010

sven_knoll4.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, zeigt sich verwundert über die unqualifizierte und harsche Kritik der SVP-Landesleitung an der neuen Kampagne der SÜD-TIROLER FREIHEIT gegen Rechtsradikalismus „TIROL-PATRIOTEN SIND KEINE NAZI-IDIOTEN“.
Anstatt die Zeit damit zu verschwenden, diese wichtige Kampagne schlecht zu reden und mit der Verbreitung von Gerüchten den Ruf von Sven Knoll bewusst zu schädigen, sollte die SVP-Landesleitung lieber die Ursachen dieses Phänomens ergründen und nachhaltige Lösungsansätze ausarbeiten.

Sven Knoll erinnert daran, dass er schon in seiner Zeit als Gemeinderat von Schenna, aber auch als Abgeordneter zum Süd-Tiroler Landtag, die Politik immer wieder auf das Problem von Rechtsradikalismus hingewiesen und durch eigene Initiativen Vorarbeit geleistet hat.
Als Beispiele seien hier die Entfernung des Hakenkreuzes auf dem Grenzstein am Brenner, die Forderung nach einer besseren Vermittlung von Zeitgeschichte in den Schulen, die Landtagsanfrage zur verstärkten finanziellen Förderung von Streetwork-Organisationen, sowie die aktuelle Kampagne „TIROL-PATRIOTEN SIND KEINE NAZI-IDIOTEN“ genannt.

Von Seiten des Landes ist im Gegensatz dazu aber bisher noch so gut wie gar nichts geschehen.
Die halbseidenen Formulierungen, mit denen die SVP-Landesleitung die Kampagne gegen Rechtsradikalismus nun kommentiert und Sven Knoll dabei etwas anzudichten versucht, sind nicht nur unfair, sondern eine böswillige Unterstellung, die dem Anliegen selbst sicher in keiner Weise dienlich sind.

Den Landtagsabgeordneten Sven Knoll als Zündler abzuurteilen, nur weil dieser das demokratische Menschenrecht der Selbstbestimmung für Süd-Tirol einfordert und sich gegen die Verherrlichung von faschistischen Relikten einsetzt, ist ein Armutszeugnis für die SVP und zeugt von politischem Stil unterster Schublade.

Wenn es Geister zu vertreiben gilt, dann sind es jene der SVP, die sich lieber mit parteipolitischem Geplänkel beschäftigen, als sich ernsthaft dieser wichtigen Thematik anzunehmen.

Seit der Gründung der SÜD-TIROLER FREIHEIT wurde stets darauf bedacht, eine klare Trennlinie zwischen Tirol-Patriotismus und Nationalismus zu ziehen, sowie die Jugend durch gezielte Geschichtsaufklärung vor derartigen Ideologien zu bewahren.

Ein Umstand, der bei der SVP nicht immer so deutlich erkennbar ist.
Es darf in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, dass es politische Spitzenexponenten der SVP waren, die in rechtslastigen Äußerungen davon sprachen, „dass Zigeuner alle erschlagen und vergast gehören“ und „der Einmarsch von Nazi-Truppen eine Befreiung für Süd-Tirol gewesen sei“.

Derart rechtslastige Äußerungen hat man von Vertretern der SÜD-TIROLER FREIHEIT noch nie vernommen und wird sie auch nie zu hören bekommen.

Der SVP-Landesleitung sei daher geraten:
Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen um sich werfen.


L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (6)
1. 10-03-2010 09:56
 
Angst-Reflexe der SVP
Bei objektiver Betrachtung fällt doch auf, dass die regelmäßigen und populistischen Reaktionen gegen den Aufwind der Bewegung "Süd-Tiroler Freiheit" aus dem Dunst der SVP doch System haben. 
 
Die ernsthafte, bodenständige und konsequente Einforderung von (für mich als Salzburger SELBSTVERSTÄNDLICHEN) Grund-und Menschenrechten für die Süd-Tiroler Bevölkerkung gegenüber dem Italienischen Nationalstaat seitens der "Süd-Tiroler Freiheit" lässt, wie nicht anders zu erwarten, sehr viele Wähler von der "SVP" zur "Süd-Tiroler Freiheit" abwandern.  
Gerade junde Leute und immer mehr Kernwähler!  
 
Genau hier reagiert die Mehrheitspartei aber völlig falsch auf dieses sehr positive Phänomen. 
 
Anstatt zu dieser wahrscheinlich wichtigsten Frage für Süd-Tirol eine echte Alternative zur STF darzustellen, und eigene Konzepte FÜR einen Weg in die Selbstbestimmung und in die Freiheit auszuarbeiten, wird gegen diese gehetzt und Vertreter dieser als "Zündler" mit Dreck beworfen. 
Ein Schande für eine "Volks-Partei". 
 
Diese emotionalen Reaktionen zeugen von großer Nervosität innerhalb der SVP und sind nichts anderes als Angst-Reflexe. 
 
Es wird Zeit, dass sich die größte Partei in Süd-Tirol wieder den Bedürfnissen seiner eigenen Wählerschaft annimmt und nicht vor Wirtschaft und Rom buckelt!! 
Bevor es die STF tun muss.
 
Salzburger
2. 09-03-2010 17:54
 
Haltlose Propaganda
Der SVP ist doch nichts zu dreckig, wenn es darum geht ihre Macht zu erhalten. Nun glaubt sie sie hat eine Gelegenheit bekommen Hrn. Sven Knoll irgendwie mit Dreck zu beschmutzen. 
 
Dabei ist die SVP selbst der größte Landesverräter (4. Nov.) und Unterdrücker (Verweigerer der Selbstbestimmung).
 
ff
3. 09-03-2010 16:48
 
Haltlose Propaganda
Wenn einem die Ideen ausgehen und sich jemand seiner Versäumnisse bewusst wird oder es einem ganz einfach nicht in den Kram passt, dass die Opposition nicht nur leere Worthülsen drischt, sondern handelt, wird in die unterste Schublade gegriffen und verleumdet. Der Begriff der Zündler wird dann wieder aus der Trickkiste geholt in der Hoffnung, die Leute lassen sich immer noch für blöd verkaufen. Diese letzte Aktion der Volkspartei erweckt ganz den Anschein, dass die Strategen in der Brennerstrasse langsam nervös werden, weil sie ihre Felle davonschwimmen sehen. Die Masse der Wähler besteht keinesfalls aus den Privilegierten, welche am Status Quo des Systems Südtirol bisher gut verdient haben. Immer mehr Leute wünschen sich eine Zukunft ohne Italien. Sich für das Recht auf Selbstbestimmung einzusetzten und lebendiges Unrecht in Süd-Tirol aufzuzeigen, ist kein Zündeln, sondern gelebter positiver Patriotismus. Dass ein "Los von Rom" den Geschäften der SVP zuwiderläuft, ist hier wieder einmal mehr als deutlich geworden.
 
lert
4. 09-03-2010 12:19
 
Kampane
Also ich finde die Kampagne nicht besonders gelungen, zum einen da der gewählte Slogen in welchen Zusammenhang auch immer, Tirolertum und Nazis (neo und alt) in einem Atemzug nennt. Das ist schon mal schlecht finde ich. Zum anderen lässt der Slogan dumme Wortspiele zu. Ich mach ein Beispiel: "Tirol Patrioten sind kleine...." 
Eine weitere Kritik, die ich anbringe ist jene, dass Herr Knoll den Wortlaut von Herrn Ellecosta bezüglich des deutschen Einmarsches 1943 nicht originalgetreu wiedergebracht hat. Das sollte man nicht tun.
 
Leeroy
5. 09-03-2010 11:43
 
SVP ist neidisch
Die SVP ärgert sich über die gute Kampagne und lästert nun in allen möglichen Formen dagegen. 
 
Solche Verhaltensweisen sind zwar kindisch, sollen aber wohl von der Ideenarmut der Edelweißler ablenken.
 
Thomas
6. 09-03-2010 09:33
 
SVP
Hallo Sven!  
 
Es lohnt sich nicht über die SVP und deren politischen Dinosaurier aufzuregen - diese Partei kann an Heuchelei ohnedies nicht mehr übertroffen werden ... und das wissen immer mehr Menschen. 
 
Grüße aus IBK
 
homunculus

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