Mitolo: Vater des Faschisimus und Imperialismus in Südtirol
Dienstag, 2. März 2010

pietro_mitolo_grab_ettore.jpgMitolo der gradlinige, korrekte Politiker ist tot, so der Kommentar der SVP zum Ableben eines verbissenen Neofaschisten. Sein Credo war wohl die flächendeckende Italianisierung des Alto- Adige. Die Sturheit zum „Siamo in Italia“ hat letztendlich auch seinen Landsleuten geschadet. Dieser Mentalität ist es zu danken, dass der Name „Siegesplatz“ erhalten blieb, die Wahrung der faschistischen Relikte und der tolomeischen Ortsnamen oberste Priorität eingeräumt wird (siehe bei Politbesuchen aus Rom).

Wer hierzulande die deutsche Sprache ignoriert, darf sich nicht wundern, dass ihm der Zugang zu den Führungsetagen verschlossen bleibt. Zu dieser Erkenntnis kam Mitolo leider viel zu spät. Dem Mussolinijünger Mitolo werden die Südtiroler kaum eine Träne nachweinen, hat er ja auch dafür gesorgt, dass der Kolonialgeist von seinen Gesinnungsgenossen weitergepflegt wird.

Nun, es vergeht kaum eine Woche, wo nicht irgend ein Skandal den italienischen Staat erschüttert, Umweltverbrechen auffliegen, die einem das Blut in den Adern stocken lässt, steuerliche und bürokratische Schikanen Wirtschaftstreibende in Weißglut versetzen, und desto trotz klammert sich die SVP an diesen maroden Stiefel, der im Mafiasumpf hoffnungslos zu versinken droht.

Ivo Hechensteiner
St. Pauls

 


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Kommentare (7)
1. 07-03-2010 15:51
 
Skurilitäten
@Volker: 
 
Tja in Österreich und Deutschland geht so etwas - gott sei Dank - nicht. 
 
In Italien ist das eben anders. Dort hat man die faschistische Vergangenheit nie aufgearbeitet und jene wird - wie man sieht - nicht nur geduldet. 
 
Zumal für Iatlien der südliche Landesteil unseres schönen Tirols "Eroberungsgebiet" (obwohl es bekanntlich militärisch nie erobert sondern Italien am "grünen Tisch" zugesprochen wurde) darstellt und "alto adige" immer noch der faschistische, nationalimperialistische Fetisch für Italien ist, geht das eben. 
 
Deswegen geht das und deswegen ist Südtirol ein Freilichtmuseum für "Faschistenartikel" (Siegesdenkmal, Kapuzinerdenkmal, Beinhäuser, Mussolinirelief, etc.) - deswegen geht das. 
 
Und das scheinheilige, heuchlerische Europa der "Werte" schaut zu! 
 
Deswegen geht das! 
 
Grüße aus IBK
 
homunculus
2. 05-03-2010 00:01
 
Absolute Unzumutbarkeit
Daß dieser Faschist Mitolo nun tatsächlich im Rathaus von Bozen aufgebahrt wurde etc. ist eine Unzumutbarkeit sondergleichen für das Land Südtirol, ebenso für Italien. Es ist eine Schande, daß soetwas einfach gebracht werden kann, ohne daß daraus ernsthafte Konsequenzen folgen. Die Demokratien Europas sollten hier zumindest mal hellhörig werden. Aber davon scheint man ja weit entfernt. - Wie ist das möglich?!
 
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3. 04-03-2010 21:56
 
das kann nicht sein
Servus, 
was ist bei euch los ? So was geht nicht. Erst letzte Woche war ich am Falzarego und musste mit ansehen, dass in einem Geschäft Flaschen standen, mit Führer Hitler und Duce Mussolini...., dann ein offizielles Begräbnis für ewig Gestrige, nein danke ! 
Ihr habt so ein herrliches Land, alles muss man sich nicht gefallen lassen. 
Volker aus Bayern !
 
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4. 04-03-2010 08:24
 
Alto Adige
Kann dem nur zustimmen: Mitolo war bis zu seinem letzten Atemzug ein Faschist und somit eine zu ächtende Person. Ohne wenn und aber. 
Habe gerade vorhin einen Kommentar in der ital. Tageszeitung "Alto Adige" von Adriana Pasquali gelesen. Abgesehen davon, dass sie mit dem Ableben Mitolos der neue nr 1 Faschist Südtirols ist, betitelt sie Oswald Ellecosta allen Ernstes als Nazi. Ich hoffe er lässt sich diese widerlichen und verlogenen Aussagen nicht gefallen und zeigt sie an (was ja eh nix bringt, aber ein Zeichen wäre es).  
Er (Ellecosta) hat sicher nicht ein Bild von irgendwelchen massenmörderischen Diktatoren hängen. Mitolo hatte. 
 
Leeroy
 
Leeroy
5. 04-03-2010 08:09
 
Staatsbegräbnis für Faschisten
Kann sich jemand vortsellen, daß in Deutschland oder Österreich ein Nazi in einem öffentlichen Gebäude augebahrt wird und Politiker und Bürger am Sarg vorbeidefilieren? Nein?  
Ja, sowas geht halt nur bei uns!  
 
Mitolo wurde im Rathaus Bozen ganz offiziell mit Pomp und Gloria von den kommunale Würdenträgern verabschiedet.
 
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6. 03-03-2010 20:58
 
Staatsbegräbnis für Faschisten
man soll über Verstorbene nicht böses sagen, doch auch er wird sich im Himmel der Gerechtigkeit stellen müssen...schon allein seine Bewunderung und Unterstützung Mussolinis hätten ihn jegliche Politikmöglichkeiten versperren müssen..in Italien laufen die Uhren aber anders.... 
Also ich kann die Lobhuldigungen nicht teilen, nicht bei solchen hasserfüllten Menschen....
 
stefan
7. 03-03-2010 10:29
 
Staatsbegräbnis für Faschisten
Ich kann diesem Leserbrief zu 110% zustimmen. Endlich wird ausgesprochen, was vielen Menschen auf der Seele liegt.
 
Thomas85

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