Italien auf dem Weg in die Diktatur: Gleichschaltung von Medien bedroht Kultur in Süd-Tirol
Samstag, 27. Februar 2010
mussolini-berlusconi.jpgAls schwerwiegenden Angriff auf die Meinungsvielfalt der Medien, aber vor allem als kulturpolitische Bedrohung für Süd-Tirol, bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, den Beschluss der italienischen Regierung, sämtliche Fördermittel für private Radio- und Fernsehsender  umgehend zu streichen.
Gerade in einem Minderheitengebiet wie Süd-Tirol tragen die vielen kleinen Privatsender zum Erhalt von Sprache und Kultur bei, die durch diese Maßnahme nun um ihre Existenz bangen müssen.

Es ist augenscheinlich, dass die Regierung Berlusconi damit unabhängige und kritische Medien ausbluten lassen will, sodass nur mehr „Regimetreue“ Sender übrig bleiben. Eine derartige Gleichschaltung von Medien hat nichts mehr mit Rechtsstaatlichkeit zu tun, sondern ist die Vorstufe zur Diktatur.

Die Tatsache, dass von dieser Bestimmung auch Minderheitensender nicht ausgenommen sind, zeigt nur zu deutlich die nationalistische und minderheitenfeindliche Haltung der italienischen Regierung, die den  faschistischen Regimes inzwischen kaum mehr nachsteht.

Gegen diese diktatorischen Maßnahmen, die vor allem das sprachlich- kulturelle Überleben Süd-Tirols gefährden, muss entschieden protestiert und mit allen Mitteln vorgegangen werden.

Der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, wird daher eine Anfrage im Landtag einbringen, mittels der die Landesregierung um Stellungnahme aufgefordert wird, wie man gegen diesen Beschluss der Regierung vorzugehen gedenkt und durch welche Maßnahmen man das Überleben der Privatsender in Süd-Tirol zu gewährleisten versuchen wird.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

mussolini-berlusconi.jpg


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Kommentare (11)
1. 02-03-2010 12:20
 
Berichte im Ausland über Italien
Wie über den Stiefelsaat gerade in der Ära Berlusconi in den meisten internationalen Medien berichtet wird, davon kann man sich tagtäglich immer wieder aufs neue in allen Medien überzeugen. Europa wendet sich immer mehr mit Ekel und Widerwillen von den Unsitten in diesem morschen Staat ab. Die Lage ist in Italien schon sehr lange dermaßen verfahren, dass eigentlich ein Wunder geschehen müsste, damit es einmal besser wird.  
 
Wer schon vielleicht einmal geglaubt hat, in diesem Land könnten die politischen Bräuche nicht mehr noch tiefer sinken, der wird immer wieder, wie gerade in diesen Tagen, eines besseren belehrt. Den Berichten der internationalen Medien konnte man zum Beispiel entnehmen, dass wieder einmal in Italien aus Geldgier verursachte Umweltkatastrophe am Strom Po stattgefunden hat, oder Korruption und Bauspekulationen im Zusammenhang mit Aufbauarbeiten nach Erdbeben in Umbrien weiterhin fröhliche Zustände feiern, oder man denke an die letzten Berichte über die von der Mafia bezahlten Politiker, die bekanntlich die Gesetze dieses Landes machen. Das waren nur Berichte der letzten sieben Tage! Welcher Interessensgruppe in diesem Staat die Gesetze dienen sollten, ist auch völlig klar, nämlich den Interessen der "La Casta", die bekanntlich sich weiterhin schamlos bereichern kann. Diese unparteiische Berichterstattung über die unhaltbaren italienischen Zustände gibt es allerdings nur im Ausland, Italien hingegen entwickelt sich unter Berlusconi mit den meisten Massenmedien des Landes, die er direkt oder indirekt kontrolliert, immer mehr in Richtung eines Personenkults wie von Nord-Korea, oder was die Korruption betrifft, in die eines autoritären nord-afrikanischen Staates.  
 
In den letzten Wochen war viel die Rede von einem möglichen finanziellen Zusammenbruch von Griechenland, die nächsten drei Monate werden in dieser Frage entscheidend sein. Neben diesem Land droht auch Spanien, Portugal und Irland ein Staatsbankrott, aber in erster Linie natürlich Italien, wo die Lage angeblich noch viel schlimmer sein sollte, nur wird sie der "bella figura in Europa wegen" geschickter verschleiert. Wird es einmal so weit kommen, dann wird ganz Europa die Zeche für die verfehlte Politik der La Casta mitbezahlen müssen. Die gemeinsame Währung wird wahrscheinlich wie auch das Ziel der Europäischen Einheit einen bisher noch nie da gewesenen Rückschlag erleiden. In Italien selbst wird die La Casta sicherlich ihre Schäfchen rechtzeitig ins trockene holen. Die Frage ist dann nur noch offen, was passiert mit diesem Staat, bzw. kann dieser Schrecken ohne Ende so weiter gehen? In dieser Hinsicht ähnelt heute der Stiefelstaat immer mehr dem vor 20 Jahren zerbrochenen Sowjetreich. Auch da herrschte einmal die Überzeugung, die Naturgesetze der Gesellschaft und der Ökonomie lassen sich auf immer und ewig übergehen und austrixen, mit einem aus der Geschichte bekannten Ausgang. Bis zu einem gewissen Grad war diese Strategie der Machterhaltung mit Mitteln der Täuschung und der gesteuerten Propaganda des angeblichen Erfolges durch die gleichgeschalteten Medien dennoch erfolgreich. Damit aber fällt jedes Land mit solcher Politik Jahr für Jahr immer mehr in allen messbaren zivilisatorischen Standards im internationalen Vergleich zurück. Das passiert auch bereits seit vielen Jahren mit Italien und es wird natürlich noch schlimmer kommen, da man auch hier die Naturgesetze nicht auf die Dauer aushebeln kann.  
 
Aus süd-tiroler Sicht ist das eine äußerst bedrohliche ökonomische und politische Entwicklung für die weitere Zukunft des Landes, da man sich widerwillen als Autonome Provinz Bozen und als ein Teil dieses Staates im gleichen Boot mit der Macht der Fremdbestimmung befindet. Ob das angeblich noch so "unsinkbare Schiff M/S Titanic Italia" weiterhin seine Reise durch die Weltgeschichte fortsetzen wird, oder ob es auf ein Eisberg aufläuft, sei noch eine Weile dahingestellt. Eines ist aber sicher, das Bordorchester wird bis zum Schluss das Lied "von der allerbesten Autonomie der Welt" zur Beruhigung der Passagiere widerwillen spielen müssen. Die selbstverschuldete Lage Italiens ist bereits so verfahren, dass man eigentlich auch beim guten Willen das Handtuch werfen müsste, die einfachen Menschen haben es dennoch nicht verdient. Wird dieser Staat wie ein morscher Baum irgendwann unter der Last seiner Laster und Sünden zusammenbrechen, dann wird es sicherlich eine neue Ausgangslage auch für die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler geben, vorausgesetzt natürlich, dass die Landespolitik der Autonomie diesen theoretischen Augenblick der Geschichte der Zukunft nicht verschläft, aber nicht einmal dessen kann man sich heute in Süd-Tirol sicher sein, wenn man sich vergegenwärtigt, wie Rom hörig die Landesregierung in Bozen mit Jahren geworden ist. Allein nur die politische Opposition des Landes zeigt noch den klaren Willen, eine dauerhafte Veränderung des herrschenden politischen Status quo herbeizuführen.  
 
Wie über Italien und die heutige Regierung in Rom im Ausland berichtet wird, davon kann man sich im folgenden Bericht wieder einmal anschaulich überzeugen.  
 
 
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1135371/
 
Markus Anton
2. 28-02-2010 22:00
 
gewählte Diktatur
Südtiroler empfinden — mit Recht — daß ihnen etwas aufgezwungen, diktiert wurde und wird. Sie empfinden Diktatur. Aber wofür würden sie sich bei freier Wahl entscheiden? Deutschland entschied sich demokratisch für die NSDAP (die Diktatur war absehbar). Österreich hat sich für eine Wirtschaftsdiktatur entschieden. Es liegt wohl in der menschlichen Natur, sich immer wieder für einen Barabbas zu entscheiden. Autoren wie Felix Mitterer sind mit überdurchschnittlichem Urteilsvermögen gesegnet. Die Botschaft seiner Piefke-Saga: Wir leben in der TDT (Tourismusdiktatur Tirol). Also auf ins Vaterland! Odr it?
 
Jörg
3. 28-02-2010 21:16
 
Aha...
Verblüffende Ähnlichkeit das Foto...).- 
Radio Free South Tyrol, wiso nicht aus Sta Maria Müstair CH senden.....
 
CH und IT Burgaiser
4. 28-02-2010 18:12
 
die Einheit fehlt
So lange keine Einheit in Südtirol besteht ist immer Essig und wird Essig bleiben. Es beginnt schon bei allen Südtiroler Sportlern. Dann müssen alle Südtiroler Sportler in Österreichische Verbände und die Südtiroler Burschen sich zum Austriaheer melden, etc. es gäb noch vieles was die Südtiroler gemeinsam fabrizieren könnten. Wenn alle Südtiroler für Tage gemeinsam die Arbeit niederlegten, dann schaust de an. Nur so können die Südtiroler gemeinsam was bewegen. Aber der Wohlstand zwingt die Masse in die Abhängigkeit und Trägheit gepaart mit Angst etc. Daher von Österreich schwer etwas zu erwarten?
 
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5. 28-02-2010 13:02
 
Gute Sache
Der Empfang von Förderungsmitteln bedeutet immer Abhängigkeit. 
 
Ich begrüße die Beendigung dieser Abhängigkeit. Dieser Schritt birgt mehr Chancen, als Nachteile.  
 
Ein eigenständiger Sender wird seine Hörer finden. 
 
Freiheit für Süd Tirol 
 
 
E.Ekat
 
E.Ekat
6. 28-02-2010 10:12
 
Im Würgegriff der Weltfaschisten!
EU- Diktatur-Weltdiktatur! 
 
http://nuoviso.tv/featured/linke-protestiert-im-bundestag-gegen-afghanistaneinsatz.html 
 
ES LEBE DIE FREIHEIT !
 
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7. 28-02-2010 09:03
 
Südtirol = DDR
Dann werden die Privatsender in Süd-Tirol wohl aufhören Lobeshymnen über diesen Besatzerstaat zu senden. 
Dann können die Südtiroler nur mehr "West-Radio" hören oder besser gesagt Nord-Radio (Ö3, Radio Tirol). 
 
Die Deutschen wussten 1933 auch nicht, dass sie auf eine Diktatur und Krieg zusteuern würden. Nachher sind immer alle schlauer. 
Wohin steuert Süd-Tirol?
 
ff
8. 28-02-2010 08:56
 
Südtirol = DDR
Und die südtiroler Medien wähnen sich immer noch im Autonomie Paradies, die SVP wirds schon richten. Anstatt daß sie selbst mal über Land, Leute und Zukunft nachdenken und reagieren würden!
 
h
9. 27-02-2010 14:41
 
Südtirol = DDR
wie hoch ist die Förderung der Privatsender in Österreich?
 
Nick
10. 27-02-2010 13:19
 
gehen gegen euer Natur
Sie söllen Pirate Radio nutzen um der Botschaft durch zu trieben.
 
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11. 27-02-2010 12:14
 
MMM
Ja, jetzt zeigt Italien sein wahres Gesicht. Eine Regierung bestehend zusammengestzt von Partein und Ministern Faschitoider Geisteshaltung, und jetzt wollen sie die Privaten Sender nicht mehr födern. Das ist die Moderne Art der Diktatur, und die Menschen merken es garnicht mehr. MAn muss den Leuten echt mal die Augen öffnen. Das dieser Staat regiert wird, von Neo und Postfaschisten, und Kurupten Mafiosi. Wo bleibt die Demokratie?
 
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