Südtirolerinnen und Südtiroler bei Olympia
Freitag, 19. Februar 2010
vancouver-2010.jpgDie Landtagsabgeordneten der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz und Sven Knoll, haben heute folgendes schriftliche Ersuchen an die Sportredaktionen der öffentlich- rechtlichen Fernsehsender des deutschen Sprachraums geschickt:

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Sportredaktionen von ZDF, ARD, ORF, SF

Als gewählte Volksvertreter kommen die Landtagsabgeordneten der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz und Sven Knoll, der Bitte vieler Landsleute nach, zu ersuchen, die Südtiroler Teilnehmer an der Olympiade nicht als Italiener anzukündigen bzw. zu bezeichnen. Sie danken ausdrücklich jenen Sport- Berichterstattern, welche klar unterscheiden zwischen Staatszugehörigkeit und Volkszugehörigkeit. Die Südtiroler Olympia- Teilnehmerinnen und - Teilnehmer sind nicht Italiener, sondern gezwungenermaßen Angehörige der Mannschaften, die für den Staat Italien an den Start gehen. Die staatlichen Olympischen Komitees erlauben eine die Unrechtsgrenze überwindende Tiroler Olympia- Mannschaft leider nicht. Genau dies entspräche aber der Sportnation Tirol!

Es tut im Herzen weh, wenn man hören muss, wie Johanna Schnarf (SF in der Sendung Vancouver Highlights am 18. 2. 2010) oder Werner Heel und Patrick Staudacher als Italiener bezeichnet werden. Auch vom „Italiener“ Christoph Innerhofer ist die Rede.

Wir erinnern daran, dass Südtirol gegen seinen Willen von den Siegermächten nach den beiden Weltkriegen dem Staat Italien einverleibt worden ist, und dass die den Südtirolern zustehende Volksabstimmung über die staatliche Zugehörigkeit bis heute verweigert wird.


Versetzen Sie sich in unsere Lage: Was empfänden Sie, würde beispielsweise Frankreich Ihr Land besetzen und würden Sie daraufhin von Ihren Nachbarn als Franzosen bezeichnet!

Süd- Tirol ist nicht Italien!

Mit freundlichem Gruß

Dr. Eva Klotz und Sven Knoll
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag

 


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Kommentare (26)
1. 28-02-2010 09:05
 
Ihr solltet sowas mal der Dolomiten und dem Südtirol Journal schicken die habens notwendiger als zB der ORF!
 
h
2. 24-02-2010 22:34
 
Sehr schön! Diese Forderung ist richtig. Nur ob das jemanden interessiert? Die Leute haben ja schließlich einen italienischen Paß und sind für Außenstehende Italiener. Ich glaub nicht , daß sich das ändert. Süd-Tirol muß endlich heim!
 
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3. 24-02-2010 17:02
 
Was drauf steht, soll auch drin sein!
Es ist tatsächlich so, dass Einzelmeldungen von Sportlern, welche als Vorbilder, Stellvertreter und Idole von ganzen Gesellschaftsteilen verstanden werden, eine irrsinnige Verstärkerwirkung habe.  
Solche Zitate bei Interviews können in einigen Fällen sogar ins kollektive Gedächtnis eingebrannt werden. (Ich erinnere an Reinhold Messner, der sich als "Süd-Tiroler und Europäer" versteht...). 
 
Daher ist die gezielte Wortwahl gerade im Internationalen Sport von Moderatoren, Kommentatoren und der Vorbild-stiftenden Sportlern selbst etwas ganz Entscheidendes mit einer nicht zu unterschätzenden Wirkung in der Breite aufgrund der medialen Reichweite. 
 
Interviews werden von begeisterten Fernsehzusehern oftmals stark interpretiert und wahrgenommen. 
 
DANKE an die STF für dieses Informationsschreiben an diverse Medien!!
 
Bernhard Wieser, Salzburg
4. 24-02-2010 15:21
 
ZDF-Primaten auf den Forum
Anscheinend hat der "Normale " deutsche Bürger mehr Hausverstand , wie seine Journalisten. 
Denn ,wenn sie aus den Urlaub von Südtirol zurückkommen, dann sagen sie ja auch nicht zu Freunden 
und Bekannten, daß sie in San Candido (Innichen) Dobbiaco (Toblach ) Merano (Meran) etc.pp im Urlaub waren . 
Sie benutzen da auch die deutschen Ortsnamen 
Interessant sind die Kommentare der PIFFKE-Geschichtsexperten auf den ZDF-Forum, da kennen sich  
anscheinend die "Knopps " Deutschlands besser mit der südtiroler Geschichte aus, wie die Südtiroler. 
Einfach megapeinlich, was dort wieder mal für geistiger Müll abgesondert wird# 
 
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/10/0,1872,5241482,00/cuf/F207/msg2438534.php 
 
R.Stevancevic  
serbische Migrantin in Südtirol
 
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5. 21-02-2010 18:41
 
ZDF-Primaten auf den Forum
Liebe Freunde in Südtirol! 
Die Liveübertragung der Olympiakombinationsabfahrt der Herren am 21.02.10 im ORF war ein starkes Signal und die richtige Reaktion auf euer Ansuchen: Alle Tiroler Fahrer südlich des Brenners wurden als Südtiroler angekündigt. Innerhofer wurde noch vor einigen Österreichern interviewt und demonstrativ wurden während des Rennens von den Moderatoren Land und Leute gegrüßt. Danke Sven und Eva für euren Einsatz! Wir alle werden euch weiter auf eurem und unserem Weg unterstützen.
 
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6. 21-02-2010 16:58
 
Traurig
Ach mochmer ins nix vor, insere sportler sein jo die besten vorzeigeitaliener und i hoff schun long dass kuener fun de a medaille mocht weil noar mues i mir des unschaugn wiese mit dir tricolore manondrennen und feiern, mogsch jo lei schaugn, a heel bezeichnet sich als vollen italiener und isch froa wenn lei italienisch ban training gered weart, a alex schwazer hot a internetseite af italienisch und englisch, wos denknan sich do die reporter wennse fun insere leid do gsogg kriegn dass mir kuene italiener sein und noar rednse mit die sportler und die selm sein jo die stolzesten italiener, do sog mir kuener dass des lei isch weilse stootsungstellte sein, a wenn sell isch konn i olm nou dirzue stien wos i bin und woher i kim!
 
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7. 21-02-2010 16:17
 
Traurig
Der nachfolgende Artikel ist vor einiger Zeit veröffentlicht worden. Korrekterweise muss ich anführen, dass es sich um die Pressemitteilung einer Partei gehandelt hat. Da der Inhalt das Problem aber sehr treffend beschreibt, bringe ich ihn hier in von mir gekürzter Form zu Papier: 
 
 
Sportler tragen wesentlich zum Bild bei, das sich Außenstehende in Europa und in der ganzen Welt von Südtirol machen. Jedes Wort dieser Leistungsträger wiegt doppelt. Aussagen wie „Wir sind stolz Italiener zu sein“ würden die Basis der Südtirol-Autonomie aushöhlen. Wenn wir Südtiroler als Italiener auftreten, schaden wir auf internationaler Ebene unserer Glaubwürdigkeit als Minderheit. So können wir auch nicht mehr ein Vorbild für andere Minderheiten sein. Derartige Aussagen werden es den Politikern mittelfristig erschweren, die Autonomie mit dem Argument der eigenständigen Kultur zu verteidigen. Und welchen Grund sollte Österreich noch haben, Rechte von Menschen zu verteidigen, die im Grunde auf diese Rechte durch ihre Aussagen und durch ihre Identifikation mit dem Staatsvolk verzichten?
 
Helmut Gschnell - Kurtatsch
8. 21-02-2010 15:59
 
Traurig
Peter Fill wurde im ORF Studio nach seinem Sieg folgende Frage gestellt: "Beinahne wäre noch ein Südtiroler auf das Podest gefahren (Anm.: Innerhofer)".  
Fill antwortete: "Ja, es wäre schön gewesen wenn noch ein Italiener aufs Podest gefahren wäre". 
Im Klartext heißt die Botschaft: Bitte nicht Südtiroler, sondern Italiener. Bei allem Respekt vor den sportlichen Leistungen. Aber seine Position hat er damit wohl eindeutig und bewußt festgelegt.  
Insofern freue ich mich wenn mit Matt oder Raich ein echter Tiroler aufs Podest fährt. Tiroler die sich nicht schämen Tiroler zu sein. 
Dass beim ORF ein wenig Verwirrung herrscht, ist nachvollziehbar.
 
Helmut
9. 21-02-2010 13:03
 
Traurig
Schaut Euch mal das hier an!http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=4464
 
EM
10. 21-02-2010 10:04
 
ich kann noch einen draufsetzen...
Mein Sohn ist Mitglied beim FC Schalke 04 und der Traditionsverein hat auch einen Fanclub in Südtirol. In der Stadionzeitschrift "Schalker Kreisel" wurde genau dieser Fanclub in einer der letzten Ausgaben vorgestellt.  
Und in diesem Artikel war ausschließlich (!) von den "italienischen Fans" und den "Italienern" die Rede, und das obwohl der Fanclub die Bezeichnung "Südtirol" im Namen trägt. An einer Stelle hieß es sogar "die Tifosi". Uiuiui, dachte ich, da muss auch in D noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. In einem weiteren Nebensatz wurde ebenfalls erwähnt, dass die Heimatregion der Fans "überwiegend deutschsprachig" sei. Als ob das sonst keiner wüßte.  
Also ihr seht, auch hier liegt einiges im Argen, wahrscheinlich hängt es auch mit der übertriebenen deutschen politischen Korrektheit zu tun.
 
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11. 20-02-2010 19:15
 
Südtiroler Sportler
Also eure Aktion scheint bereits beim ORF gefruchtet zu haben. 
Da wurde von der Süd-Tirolerin Johanna Schnarf aus Olang berichtet. :o) 
 
Gratulation STF. Solche wenn auch kleinen Schritte auf dem Weg zur Freiheit müsst ihr weitergehen!
 
Salzburger
12. 20-02-2010 15:04
 
Südtiroler Sportler
Auch heute kann ein Südtiroler für österreich starten. Es gibt ein Schweizer der fährt für Bulgarien und eine österreicherin für Argentinien. 
 
Die Frage ist nur. Will man für österreich fahren? Ausser den österreichern selbst will doch niemand vor seinen Namen ein AUT stehen haben.  
Und was heisst eigentlich AUT? müstte es nicht ÖST heissen? Ahhh Austria.. praktisch Italienisch. Ist etwa ganz Österreich italienisiert?
 
Kurt
13. 20-02-2010 14:25
 
Freiheit, Süd Tirol, und die Medien
Im Aufruf von Dr. Eva Klotz und Sven Knoll lese ich:  
 
"....und dass die den Südtirolern zustehende Volksabstimmung über die staatliche Zugehörigkeit bis heute verweigert wird." 
 
Wir sollten beginnen, solche Feststellung noch präziser zu formulieren.  
 
Von wem also wird die den Südtirolern zustehende Volksabstimmung über ihre staatliche Zugehörigkeit 
verweigert? 
 
Die wünschenswerte Präzision  
liegt in der Bestimmung, wer diese Verweigerer sind.  
 
Es ist an der Zeit, dies nicht mehr unterschwellig, und alleine der Regierung in Rom zu unterstellen, sondern diejenigen Vertreter vor allem in Süd Tirol unter die Scheinwerfer zu stellen, die an der Herbeiführung der Selbstbestimmung bisher erklärtermaßen kein Interesse zeigten. 
 
Wenn man diese verbal nicht konfrontiert, indem man weiterhin unausgesprochen Rom als allein verantwortlich darstellt, so werden diese lokalen Größen auch zukünftig kein Interesse entwickeln, die Sache in die eigenen Hände zu nehmen.  
 
Weil sie durch einen verwischenden Sprachgebrauch sich als offenbar nicht betroffen aus der Angelegenheit heraushalten können.  
 
Die zumindest Mit-Verantwortlichen befinden sich in Bozen. 
 
Zur Sportberichterstattung: Stimmt, das ZDF berichtet Süd Tiroler durchweg als Italiener.  
 
Allerdings hörte ich bereits einen hämischen ZDF-Kommentar, wonach es sich in Süd-Tirol um Sieger handele immer dann, wenn etwas gewonnen wird, während ein Verlierer im Südtiroler Sprachgebrauch ein Italiener bliebe. 
 
Soviel also nochmals zum Sprachgebrauch.  
 
Die "Qualitätsmedien" und deren Berichterstattung sind ein Teil des Problems, und nicht ein Teil der Lösungen unserer heutigen Gesellschaften. Sie nehmen Lenkungsfunktionen ein, anstatt sich auf Ihre Aufgabe, der Information, zu beschränken.  
 
In der Süd-Tirol-Frage ist sehr viel öffentlicher Lenkungsbedarf gegeben, um alles genau so belassen zu können, wie es ist. 
 
Süd Tiroler werden (vor allem in den BRD-Medien) erst dann als Südtiroler bezeichnet, wenn es ein freies Süd Tirol gibt.  
 
Freiheit für Süd Tirol. 
 
EEkat
 
E.Ekat
14. 20-02-2010 11:41
 
Wie man in den Wald schreit so hallt es
Auch mich ärgert es jedes mal, wenn unsere Athleten als Italiener bezeichnet werden. Natürlich vergönne ich es den Südtiroler Athleten wenn sie gewinnen, aber irgendwie wünsche ich es mir nicht, denn wenn ich an die Feiern und besonders an die Siegerehrungen denke dreht sich mir der Magen um. Wenn Zöggeler und Ähnliches als Italiener bezeichnet werden ärgert mich das hingegen gar nicht, denn sie sind es mittlerweile. Die sind durch die Integration in das italienische Sportsystem derart gehirngewaschen, dass man sie als Assimiliert bezeichnen kann. Das ist zu Verstehen und nur allzu menschlich. Nur soweit dürfte es gar nicht kommen. Besonders der Sport, meiner Meinung nach, heute das größte identitätsstiftende Medium, müsste so autonom wie möglich sein. Hier zeigt sich wieder die Scheinheiligkeit und Opportunismus der "Volkspartei". Spätestens nach dem unvergesslich erniedrigenden Spießrutenlauf von Gerhard Plankensteiner 2006 hätte die SVP reagieren MÜSSEN. Doch wie so vieles was in diese Richtung geht wurde von der SVP diplomatisch zerredet. Wenn der Wille da wäre müsste sofort eine Süd-Tiroler Sportförderung aufgebaut werde, dass die Athleten gar nicht erst in die italienische Abhängigkeit geraten. Natürlich müssen die Athleten zuerst auf das eigene finanzielle Auskommen achten, sie haben deshalb heute auch nicht die Möglichkeit sich gegen die italienische Vereinnahmung zu wehren. Dies wäre ein leicht durchführbarer Schritt, am Geld dürfte es nicht scheitern. Statt dem FC AltoAdige ein Stadion zu spendieren könnte man einige Süd-tiroler über Jahre in den Landesdienst stellen. 
Das Endgültigste wäre natürlich die Selbstbestimmung. Die Idee einer Tiroler Sportnation finde ich nicht realistisch und auch nicht anstrebenswert, denn die Nord-Tiroler würden nie aus dem österreichischen Verband austreten, wozu auch. Durch die Doppelstatsbürgerschaft ergäbe sich allerdings die Möglichkeit direkt für Österreich zu starten, was für mich die ultimative Lösung wäre. Wobei die Südtiroler sicher nicht mit offenen Armen empfangen werden würden. Hier bräuchte es wirklich Überzeugungsarbeit und Durchhaltevermögen. 
Hoffnung, dass sich nicht alle Athleten als Italiener fühlen, gibt mir die Aussage von Werner Heel in Kitzbühl im ORF. Er sagte, dass er stolz wäre, als Tiroler in Tirol auf dem Podest zu stehen. Der Wiener Reporter ließ erkennen, dass er die Aussage nicht nachvollziehen konnte und antwortete: "Und ganz Südtirol freut sich mit ihnen." Dies ist auch ein gutes Beispiel für die Ahnungslosigkeit der Österreicher. Wobei nicht alle so sind, ein positives Beispiel ist Oliver Polzer und Hans Knaus. Zwar rutscht ihnen der "Ialiener" im Eifer des Gefechtes oft aus, aber man merkt das Verständnis. Hier rächt sich die italienische Lobbyarbeit der Südtiroler in Österreich in allen Bereichen. Wie sollen die Österreicher sich denn da auskennen wenn einerseits bei jeder Gelegenheit die "Italianita`" der Südtiroler hervorgehoben wird und bei anderer Gelegenheit wieder die Verbundenheit zu Österreich. Was es in Österreich braucht ist Aufklärung. Dazu braucht es Lobbyisten für Tirol, wie die STF. Die Arbeit in Österreich ist eine der zentralsten Punkte auf dem Weg zur Selbstbestimmung.  
Die Kommentatoren muss man verstehen, besonders in Deutschland. Deutschland ist weit weg. Tatsache ist Südtirol ist Italien. So steht es auf jeder Landkarte, im Reiseführer, in jedem Lexikon, im NAVI. Bei jeder Siegerehrung wird die Trikolore aufgezogen. Wir KÖNNEN uns nichts anderes erwarten. Solche Briefe an die Sender sind zwar gut und wichtig, aber im Endeffekt nur Symtombehandlungen. Die Krankheit liegt tiefer. Das Geschwür heißt Südtiroler Volkspartei, die Totengräber der Tiroler Kultur im Süden Tirols.
 
Seppl
15. 20-02-2010 11:33
 
@ Fab
Das versteht sich von selbst. Eine Staatsbürgerschaft macht das möglich. Die Südtiroler Sportler könnten sich dann endlich frei entscheiden, ob sie für Tirol und damit für Österreich starten, oder wie bisher für das Land wo die Zitronen blühen. 
 
Das gilt übrigens für alle Bereiche der Gesellschaft. Mit der Staatsangehörigkeit des Vaterlandes Österreich würden die Politiker aus Süd-Tirol das eigene Land in den höchsten Gremien des Vaterlandes vertreten, im Parlament, genauso wie in der Regierung. Italien würde die angeblich noch so "unsichtbare Grenze am Brenner behalten", wir hingegen würden damit die halbe Miete für die Landeseinheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein bekommen. In einem neuen Europa des 21. Jahrhunderts müsste das einmal auch in diesem Land möglich sein. Es ist nämlich die Frage der geschichtlichen Gerechtigkeit für ein von der Geschichte ohne eigenes Zutun grausam behandeltes kleines Volk. Wenn man sich zum falschen Zeitpunkt des Weltgeschehens am falschen Platz auf der Landkarte in Europa befindet, ist das immer noch kein überzeugender Grund, um in alle Zeit die Fremdbestimmung und schleichenden Identitätsraub auch über Sport in einem fremdnationalen Staat über sich ergehen lassen zu müssen.  
 
So ähnlich wird gelegentlich die Lage des Landes sogar in den höchsten Gremien der das Land regierenden SVP umschrieben, daher strebt diese Partei die Doppelstaatsbürgerschaft für Süd-Tiroler mit ganzer Kraft an. Das größte Problem dabei ist nicht einmal die Politik in Österreich, die manche Vorbehalte dagegen hat, sondern einzig und allein der Widerstand dagegen aus Italien und die Intrigegen der Diplomatie dieses Staates.  
 
Vor einigen Tagen sagte der amtierende Landeshauptmann von Südtirol in der Innsbrucker Hofburg bei einer Feier, Wir sind ein Land und wir gehören als Tiroler Volk zusammen. Sein Wort in Gottes- und der Politiker Ohr. In diesem Sinne, nördlich, südlich und östlich der Teilunggrenze gilt die alte Parole: UNUM SUMUS - WIR SIND EINS! Also, wir sind ein Volk und wird sind das Volk, das einmal in Einheit ohne Teilung in Ost-Nord-Süd-Tirol leben will!
 
Markus Anton
16. 20-02-2010 10:32
 
Die Loslösung von Italien
Der Sport zeigt eben die Wirklichkeit. Letztendlich sind die Süd-Tiroler noch immer Teil und Opfer des fremden italienischen Nationalstaates. 
Der Sport zeigt, dass diese Autonomie nichts bringt. Sie ist ein Klotz am Bein und garantiert nur die schleichende Auflösung unserer Identität. 
Wirkliche Selbstbestimmung der Südtiroler ist notwendig. Die Loslösung von Italien ist eine Überlebensfrage.
 
So
17. 20-02-2010 10:08
 
Die Loslösung von Italien
Tobias hat recht, viel schlimmer an dem ganzen ist dass die Südtiroler Sportler sich nach außen hin als Italiener identifizieren müssen (Trikolore schwingen, Hymne singen).  
 
Noch mehr schlimmer ist, dass Österreichs Sportler als Konkurrenten gesehen werden. Die Südtiroler sind schadenfroh (leider), wenn sie einen österr. Skifahrer ausfallen sehen. Wo bleibt der Stolz zum Vaterland? 
 
Ich glaube der Sport trägt viel dazu bei, dass Südtirol weiter italianisiert wird.  
 
Frage an die SF: Könnten Südtiroler mit einer Doppelstaatsbürgerschaft für Österreich antreten?
 
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18. 20-02-2010 05:14
 
Die Loslösung von Italien
Die meisten unserer für Italien startenden Weltklassesportler sind im im "Real Life" bei Carabinieri oder Militär angestellt und schon deshalb müssen sie sich selbst als Italiener präsentieren. Stellt Euch mal vor,, wie es ihnen im Privat- und Berufsleben ergehen würde, wenn Sie sich weigern würden, die Tricolore zu schwingen. Sie starten ja auch innerhalb des italienischen Teams, versetzt Euch mal in ihre Lage... 
Der Staatsdienst ist für sie die einzige Möglichkeit, trotz hohen Trainigspensums Geld zu verdienen. Auch die deutschen Sportler sind fast ausschließlich bei Polizei und Bundeswehr angestellt.
 
Karl
19. 19-02-2010 19:24
 
Die Loslösung von Italien
Schwazer, Zöggeler, Kostner und Co. 
 
Die sind doch alle schon Handlanger Italiens und erkennen das Unrecht an, dass an unserer Heimat vollzogen wurde. 
 
Ich glaube kaum, dass man von denen noch etwas erwarten kann, wenn gerade unsere Sportler jene sind, die am meisten "italianisiert" sind und dies nach außen zeigen. 
 
Ein eigenes olympisches Komitee für Süd-Tirol wäre die beste Lösung! Vorerst!
 
Hannes
20. 19-02-2010 18:15
 
Südtiroler Sportler
Geschätzte@Leser und Schreiber dieser Seite, ich schaue recht viel Sendungen sportlicher und kultureller Art auf vielen 
Kanälen: Am meistem tut der 
CBS Sportkanal, der deutsche RTL 1 Kanal, Sat 1 Kanal und das ARD/ZDF, ja sogar Bayerischer Rundfunk die Tiroler aus Italien als Italiener ankündigen. Das SF DRS, kündigt alle aus Südtiroler 
an, manch ein Reporter, sagt manchmal für Italien startend. Das SF TSI sagt aus alto adige 
per italia, Das SF TSRomandie 
sagt italy sportler. 
Gestern schaute ich eine Live Sendung wo Personen vorgestellt werden, da wurde Reinhold Messner als Südtiroler Bergpionier vorgestellt und die Ortschaften wo seine Museen stehen auf deutsch genannt (Brixen, nicht Bressanone oder so. Als ich denke die Scheiz, weiss es und hats schon lange begriffen. In der Volksschule wurde der Süden Tirols immer als 
okupertes Land gelehrt. 
Avanti Popolo verso Austria amici..... 
als Südtiroler
 
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21. 19-02-2010 17:45
 
Südtiroler Sportler
Mich ärgert auschm, wenn die Sprecher des Sender Bozen beim Verlesen der Sportnachrichten z.B. sagen, dass der Südtiroler Athlet xy als Bester oder als einziger "der azzurri" angekommen ist und schön brav die Platzierungen aller anderen Italiener aufzählen. Vielleicht gibt es in diesem Land aber auch Leute, die die Platzierungen der österrreichischen, deutschen und Schweizer Athleten interessieren?? Und dann sind sie nicht einmal imstande, gleichzeitig auch darüber zu berichten, wer überhaupt die ersten drei Plätze in ebendiesem Rennen belegt hat. 
Erst beim Wetter, da wird es wieder "sonnich" oder sogar "sonnisch".
 
oje
22. 19-02-2010 17:21
 
Schotten sind keine Engländer
Auch die Schotten sind keine Engländer und wollen auch nicht als solche bezeichnet werden. Schottland ist nicht Grossbritannien.
 
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23. 19-02-2010 13:23
 
Schotten sind keine Engländer
Sehr gute Idee!! 
Vorallem das ZDF bezeichnet die Süd-Tiroler Sportler immer wieder als Italiener, doch die ist angesichts ihrer Freude beim schwingen der Trikolore (besonders Zöggeler) nicht verwunderlich
 
Tobias
24. 19-02-2010 12:44
 
Sport
Bravo, das habt iht gut gemacht!!! Bin schon auf die Resonanz gespannt!
 
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25. 19-02-2010 11:36
 
Sport
Sehr gute Aktion!  
 
Es ärgert mich auch immer, wenn Landsleute südlich des Brenners als Italiener bezeichnet werden.  
 
Für den ORF bleibt festzuhalten, dass die meisten Reporter eigentlich die Südtiroler Sportler als Südtiroler bezeichnen. Einige verwenden aber auch - und das stimmt - regelmäßig die Bezeichnung Italiener - ob dies aus Unwissenheit geschieht oder bewußt gemacht wird kann ich nicht sagen. 
 
Die Sache gehört jedoch klar- und richtiggestellt und deshalb ist diese Stellungnahme und Aufforderung der S-TF an die oben genannten Sender sehr zu begrüßen. 
 
Identität muss überall gewährleistet sein, auch und vorallem im Sport. 
 
Mfg aus IBK 
 
Ps.: Bemerkenswert im Übrigen, dass die SVP hier auch nichts tut - offensichtlich ist das für die kein Problem.
 
homunculus
26. 19-02-2010 10:34
 
Süd-Tiroler Sportler
In den deutschen Medien ist fast ausnahmsweise in solchen Fällen immer nur von Italienern die Rede. Im Wintersport gibt es so viele Süd-Tiroler, die für Italien starten, dass man von der Berichterstattung in Germania schon erwarten könnte, dass man den unwissenden Zuschauern Zuhause diesen Umstand näher erklären könnte. Warum das permanent nicht passiert, ist eine andere Frage. In Österreich hingegen, im Vaterland der Tiroler, scheint man noch großen Wert darauf zu legen, die Tiroler Sportler aus der Provinz Bozen in erster Linie als für Italien startende Südtiroler zu bezeichnen. Auch in diesem Sinne würde wahrscheinlich die Möglichkeit des Erwerbs der doppelten Staatsangehörigkeit große Abhilfe schaffen. Die politische Parole der STF lautet nämlich, "Süd-Tirol ist nicht Italien", sprachlich, ethnisch, kulturell und auch historisch nicht. Anderswo in Europa gibt es bereits der momentanen politischen Zugehörigkeit des Landes angepasste Lösungen, wie z.B. im Fall der Autonomie Nord-Irland, die von zwei Staaten de facto schon sehr lange regiert wird.  
 
Eines muss man aber bei dieser Gelegenheit unbedingt festhalten, die jungen Sport begabten und begeisterten Menschen haben ein Recht auf ihre sportliche Laufbahn. Im Falle der Süd-Tiroler kann man sich aber den Staat nicht aussuchen, für den man gerne starten wollen würde. Auch das ist ein Teil dem Land seit vielen Generationen aufgezwungenen Italianità und diese bringt mit sich mit der Zeit, wie auf der Seite der STF oft genug beklagt wird, einen Identitätsraub der Süd-Tiroler. Die Süd-Tiroler sind eine 0,6% starke ethnische Minderheit in Italien, aber eine 3/4 starke ethnische Mehrheit im eigenen Land, daher verdient dieses Problem eine adäquate Lösung. Die Landesregierung in Bozen könnte da vielleicht Abhilfe schaffen, wenn sie nur einmal wollte.
 
Markus Anton

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