Gargazon: "Auffallend viele neofaschistischen Hetzschriften"
Samstag, 13. Februar 2010
ortsschild_gargazon_500.jpgSeit einigen Tagen kommt es immer wieder vor, dass das Gargazoner Dorfbild von neofaschistischen Hetzschriften und ähnlichem beschmiert wird. Ein ganzes Bushäuschen wurde sogar schon Opfer dieser Hetzschmierereien. Seit mehreren Tagen schon existiert dort der Schirftzug "Boia chi molla" zusammen mit neofaschistischen Keltenkreuzen. (Symbolik der neofaschistischen Forza Nuova). Dass es daraufhin auch immer wieder antifaschistisch-gesinnte "Gegen-Schmierereien" gibt, braucht dann auch niemanden zu wundern.

Vor einigen Tagen wurde sogar das Ortseingangsschild von Gargazon so beschmiert, dass nur mehr der italienische Ortsname "Gargazzone" zu lesen war, sowie daneben ein Keltenkreuz aufgesprüht wurde. Unweit dieses Ortsschild schmückt nun auch seit einigen Tagen ein Schriftzug der rechtsextremen "Forza Nuova" den Dorfeingang von Gargazon, welche nicht unbegründet als der italienische Ableger der deutschen NPD bezeichnet wird.

Es ist einfach nur unverantwortlich, wie mit derartigen Schmierereien umgegangen wird. Zwar wurde das Ortseingangsschild bereits wieder ausgetauscht, aber die anderen faschistischen Hetzparolen auf Wänden und Bushäuschen prägen weiterhin das Gargazoner Dorfbild. Es kann doch nicht sein, dass beispielsweise "Ein Tirol"-Schmierereien keinen einzigen Tag überleben, während man neofaschistische und rassistische Schmierereien mehrere Tage "übersieht". Hier fehlt die nötige Gleichbehandlung! Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen, dass gerade für uns Süd-Tiroler am meisten spürbar war und leider heute noch anhand einiger Relikte ist.


Hannes Innerhofer

SÜD-TIROLER FREIHEIT - Gargazon

 


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Kommentare (4)
1. 18-02-2010 15:58
 
Qualität
Sie habens einfach nicht drauf, die Besatzer, auch wenn sie sich hoher Kultur rühmen. Ihre „Denkmäler“ in Südtirol sprechen für sich — und für sie. Das allein schon ist genug. Aber ein paar Fanatiker müssen noch eins drauf setzen. Diese Schmierer sollten sich einmal überlegen — falls sie dazu überhaupt fähig sind —, welches Kulturzeugnis sie ihrer Nation mit ihren Aktionen ausstellen.
 
Jörg
2. 15-02-2010 13:00
 
Qualität
Ja, Hannes, ich war auch ganz schockiert: gerade bei uns in Gargazon haette ich mich solche Schmierereien nie erwartet!!!
 
fabivS
3. 14-02-2010 18:44
 
Aufwachen ???
In 50 Jahren wird Italien die Selbstbestimmungsfrage im Rahmen einer Abstimmung stellen - dann und zu einem Zeitpunkt, wenn die Italienisierung soweit fortgeschritten ist, dass Italien keine Angst mehr vor einem für Italien negativen Ausgang haben muss. 
 
Wenn dann die Mehrheit für Italien stimmt braucht es auch keine Schutzmacht Österreich mehr und die Autonomie braucht es dann auch nicht mehr - wozu auch - jene wird dann Geschichte sein. 
 
Folge: Alto Adige als stink normale italienische Provinz. 
 
Tolomeis Früchte sind dann aufgegangen und in einigen Geschichtsbüchern wird man nachlesen können, was man zur rechten Zeit alles politisch verpasst hat - vorallem eine zeitgerechte Volksabstimmung zur Selbstbestimmung.In einer Fußnote wird man nachlesen können, dass ein Selbstbestimmungsreferendum völkerrechtlich - damals -möglich gewesen wäre (auch politisch in der EU) - vielleicht auch mit einer Begründung, warum man davon keinen Gebrauch gemacht hat - die damals tragende Südtiroler Partei wollte einfach keine. 
 
Ewig steht das "Tor" der Selbstbestimmung daher nicht offen und die Zeit läuft langsam gegen Südtirol. 
 
Einerseits geht sich in 20 Jahren eine ethnische Mehrheit wohl nicht mehr aus und andererseits wird Italien diese Abstimmung einmal selbst in die Wege leiten, um die Autonomie los zu werden und an das Geld der Sürtiroler - Steuern - heranzukommen. 
 
Tirol wird dann Folklore sein und Tolomeis Irrsinn hat gesiegt. 
 
Jawohl, es heißt aufwachen! So eine Ortstafel wie in diesem Beitrag gezeigt sollte jeden Tiroler aufs Neue über die Notwendigkeit eines möglichst raschen Selbstbestimmungsreferendums wachrütteln. 
 
Grüße aus IBK
 
homunculus
4. 14-02-2010 09:47
 
Nicht Herr im eigenen Land
Die alteingesessene Tiroler Mehrheit ist nicht Herr im eigenen Land. Das sind die Italiener. Mit tatkräftiger Hilfe ihrer SVP-Vasallen.  
 
So ist es und so bleibt es auch, solange die "uns geht es doch insgesamt gut" - Mentalität weiter vorherrscht. Solch kurzfristig-bequemes Denken des Otto Südtirolers ist verheerend. 
 
Was ist nur aus dem einst so stolzen und kämpferischen Tiroler Volk geworden. Mit Pichler Rolles, Durnwalders, Theiners etc. bleibt die italienische Dominanz fest verankert. Aufwachen bitte! 
 
Ich war kürzlich in Bozen und ich war erschüttert, was die Italiener aus dieser schönen Stadt gemacht haben. Fehlen nur noch die Müllberge a la Napoli.
 
Michael

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