Süd-Tiroler Lebensmittelprodukte nicht zweisprachig: Auch Deutsch ist Amtssprache!
Freitag, 5. Februar 2010
img_3806.jpgDer Kauf von einheimischen Lebensmitteln setzt wohl voraus, dass diese mindestens in beiden Landessprachen etikettiert sind, so Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Außerdem verlangt auch eine EU-Richtlinie die Etikettierung in den Amtssprachen des Landes. Daran sollten sich auch der größte Milchverarbeitungsbetrieb sowie die größte Lebensmittelkette in Süd-Tirol halten, fordert Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT! Denn einheimische Produkte müssen mit den einheimischen Sprachen versehen sein, wenn möglich auch in ladinisch!

So befinden sich in den Regalen der großen Lebensmittelgeschäften abgepacktes Joghurt der Genossenschaft Milkon Südtirol (Marke Mila) ohne deutsche Beschreibung der Inhaltsstoffe, nur die mittleren Nährwertes scheinen auch in deutscher Sprache auf.

Auch für das Unternehmen ASPIAG SERVICE G.m.b.H. (Handelskette Despar) hat die Genossenschaft Milkon Südtirol in der Innsbruckerstraße Joghurt abgefüllt, stellt Roland Lang fest. Einsprachig italienisch die Etikettierung!


Was sagen dazu die EU-Richtlinien?
"VERWENDUNG DER SPRACHEN FÜR DIE ETIKETTIERUNG: Am 10. November 1993 hat die Kommission eine Mitteilung über die Verwendung der Sprachen beim Inverkehrbringen von Lebensmitteln (Auslegung der Rechtsvorschriften) im Anschluss an das Urteil „Peeters" genehmigt [KOM(93) 532 endg. – Amtsblatt C 345 vom 23.12.1993]. In dieser Mitteilung weist die Kommission darauf hin, dass die Etikettierung von Lebensmitteln, die ohne Weiterverarbeitung an Letztverbraucher verkauft werden, in einer leicht verständlichen Sprache abzufassen ist; dies ist/sind im Allgemeinen die Amtssprache(n) des Landes, in dem der Verkauf erfolgt."

Da in Süd-Tirol deutsch und italienisch Amtssprache sind, müssten alle Lebensmittel damit mindestens zweisprachig etikettiert sein, wobei jede weitere weitere Sprache kundenfreundlich ist!


Roland Lang

Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (5)
1. 08-02-2010 17:47
 
weird
I think Italy needs to do something about this issues. I find it weird that this all still happens in the EU. greetings from the Netherlands.
 
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2. 08-02-2010 09:48
 
Sammelklage
Mila anklagen. 
Sammelklage wäre eine interessante Lösung! 
 
Mila wurde nämlich von uns Südtirolern gekauft und deshalb ist es wichtig, dass die Deutsche Sprache nicht in den Hintergrund tritt. 
 
Aber nun wird Mila von mir endgültig boykottiert.  
 
Weitersagen.
 
Michele
3. 08-02-2010 08:25
 
Anklage
Liebe Südtiroler Freiheit, 
danke für das Aufzeigen dieser Verstösse gegen die EU Richtlinien. Es ist zwar ein Armutszeugnis für unsere Autonomie, wenn uns durch allgemeine EU Richlinien mehr Rechte eingeräumt werden als durch die Autonomie! 
Dennoch sollte man diese Verletzungen bei Europäischen Gerichtshof ankreiden. Ich weiss zwar nicht welche rechtlichen Möglichkeiten man hier hat. Falls die Kosten für die SF zu hoch sind, könnte man sich ja auch überlegen eine Sammelklage einzelner Südtiroler zu organisieren!
 
hp
4. 06-02-2010 20:40
 
Anklage
..... jaja unsere vorbildliche heimatliebende Lebensmittelindustrie.... das Geld von uns unternehmen aus Südtirol sollte Deutsch selbstverständlich sein, was es leider nicht ist...
 
stefan
5. 05-02-2010 17:13
 
Menge und Regelmäßigkeit
Gibt es dafür auch Strafen, wenn regelmäßig und in solch großen Mengen Produkte nur in Italienisch gekennzeichnet sind? 
 
Menge und Regelmäßigkeit macht hier auch den Verstoß inakzeptabel.
 
ff

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