Süd-Tirol ist nicht die SVP
Dienstag, 26. Januar 2010
roland_lang_2009_1000.jpgDer SVP-Fraktionssprecher hat unlängst die gesamte wirtschaftliche Situation in Südtirol der guten Verwaltung durch die SVP zugeschrieben. Er vergisst, das Südtirol auch aus Italienern, Grünen, Patrioten und anderen Spezies besteht, nicht nur aus SVP.

Alleinherrscher ist die SVP nur in der eigenen Partei, dort wo es Schulden über Schulden gibt, Wahlkampfkostenrückerstattung auf dubiose Weise, eine seltsame Ernennung der Volksanwältin, eine schlecht abgesprochene Außenpolitik in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft, die krampfhaften Rettungsaktionen eines, nunmehr einiger SVP-Abgeordneten, die andauernden Verluste bei politischen Wahlen, Mitgliederschwund und anderes mehr! Auch der politische  Eiertanz der SVP bei den Volksabstimmungen sei erwähnt!

Dass es Südtirol einigermaßen gut geht, ist allen zu verdanken, die nach ihren Möglichkeiten arbeiten und rechtschaffen leben. Allen Sprachgruppen, allen Geschlechtern, allen Menschen aller Nationen in unserer Heimat.

Mein Betrieb hat vergangenes Jahr eine gute Ernte erbracht. Sollte ich dafür laut Pichler Rolle auch der SVP danken müssen? Das werd` ich nicht!

Wie krank ist eigentlich eine Partei, die das Land als ihr Eigentum betrachtet?

Roland Lang, Terlan

 


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Kommentare (18)
1. 03-02-2010 12:12
 
Freiheit auf dem Vormarsch
Auch ich kann feststellen, daß die Aktivitäten der Süd Tiroler Freiheit zunehmend Beachtung finden und positiv aufgenommen werden. 
 
Die STF ist eindeutig auf dem Vormarsch. 
 
Österreich versucht, die Wellen zu glätten. Wie vordem auch Durnwalder, versucht man, die Brisanz aus dem Themen zu entfernen. Auf Zeit zu spielen. Auf die lange Bank zu schieben.  
 
Daher nimmt der LH die Österreicher Beschwichtigungen und Bedenken gerne entgegen. Er ist sich da mit dem Österreicher Außenminister mehr einig, als er offiziell herasstellen wird. Es ist seine bisherige Politik. 
 
Wäre schon, wenn man in Süd- Tirol, bei der STF nun einen Plan B erarbeiten würde für den Fall, daß die doppelten Staatsbürgerschaft politisch zu versanden droht.  
 
Es darf dann nicht einfach bei einem: oh, wie schade.  
bleiben kann. 
 
Es muß eine Alternative her 
wie dann weiter vorgegangen wird, um den Schwung, den die STF im Moment erreicht, nicht zu verspielen.  
 
Ohne Druck bewegt sich nichts in der Politik. 
 
EEkat
 
E.Ekat
2. 03-02-2010 10:28
 
Freiheit
Ich hoffe auch, dass die S-TF immer stärker wird - sonst ändert sich nichts, weil die SVP nur für statusquo steht - gleich einem unbeweglichen Eisberg.  
 
Relative Stärke, zusammen mit anderen heimatverbundenen Oppositionsparteien, ist ausreichend. Wenn die Absolute der SVP erst einmal gebrochen ist wird auch die SVP umdenken müssen. 
 
Freiheit für Südtirol, NEBEN wirtschaftlichem Wohlstand und der Hoffnung, dass der Eisberg schmilzt. 
 
Grüße aus IBK
 
homunculus
3. 03-02-2010 09:54
 
Freiheit auf dem Vormarsch
@Marco: 
...aber die SÜD-TIROLER FREIHEIT wird immer stärker.  
Sie war und ist weit davon entfernt, Süd-Tirol für sich zu beanspruchen, sondern will die Menschen in die politische Freiheit führen. 
Dass die SVP den Druck von unten spürt, wird klar, wenn man ihr krampfhaftes Suchen nach patriotischen, aber vorhersehbar unrealistischen Themen sieht. 
Das Volk mit großen Ankündigungen und kämpferischen Versprechen einlullen, mit Hinweis auf ihre gefährdete Mehrheit den patriotische Parteien das Wasser abgraben wollen, dann lange abwarten und darauf hoffen, daß die Menschen inzwischen die Ankündigungen vergessen, und schlußendlich ist dann die böse Österreichische Diplomatie schuld am Scheitern.  
Diese Vorgehensweise der SVP ist hinlänglich bekannt, und es werden immer mehr, die dieses Spiel verabscheuen und sich angewidert abwenden. 
Und das ist gut so!
 
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4. 02-02-2010 15:24
 
und...
und Südtirol ist nicht Südtiroler Freiheit !
 
Marco
5. 01-02-2010 22:04
 
Nur mal so
Ein Problem Süd-Tirols besteht darin, daß alle relevanten Parteien Süd Tirols sich darauf festgelegt zu haben scheinen, Freiheit bestünde in der Überführung Süd Tirols nach Österreich.  
 
Darin liegt nicht nur die Blockade jeder Süd Tiroler Entwicklung durch die SVP, die an diesem Konzept einerseits festhält, und andererseits gleichzeitig dieses Ziel als nicht erreichbar bezeichnet.  
 
Eine denkwürdige Art eines Freiheitsdranges, die auf diese Weise natürlich nicht zur Entfaltung kommen kann.  
 
Bedauerlich ist auch, daß selbst politische Gegner der SVP in dieser blockierenden Zielsetzung ihr folgen. 
 
Die Ursache der politischen Stagnation liegt in Süd Tirol. 
 
Da die SVP andererseits das Land wirtschaftspolitisch gut aufgestellt hat - man hätte dies schlechter machen können, udn natürlich sind es die Süd Tiroler, die das umgesetzt haben - beruht die Zustimmung zur SVP ausschließlich auf diesem wirtschaftlichen Teil ihres politischen Wirkens. 
 
Was den Süd Tirolern den Vorwurf einbrachte, es ginge ihnen garnicht um Freiheit, sondern ums Geld. 
 
Interessanterweise stoßen nun auch die Spitzen der SVP in dieses Horn und bezichtigen die Süd Tiroler Bevölkerung der Undankbarkeit und Unmäßigkeit in ihren Forderungen, beispielsweise der nachn einem Doppelpaß.  
 
Freiheit, das ist ein sowohl unscharfer Wert, gleichwohl handelt es sich um einen mächtigen Impuls, der die Menschen immer bewegt, und man sollte sich hüten davor, diese Regung zu unterschätzen selbst dann, wenn dieser Impuls im Falle Süd Tirols fast schon traditionell ziemlich ungerichtet und unscharf die Gemüter bewegte. 
 
Es ist das größte Defizit, das die SVP produziert hat, bei gleichzeitigen Verdiensten: sie hat die Süd Tiroler Frage nicht auf eine gangbare politische Ebene gehoben und dafür eine Strategie entwickelt.  
 
Und so sind, es ist immer so, die Versäumnisse, die das Bild bestimmen, und nicht die Verdienste.  
 
Es fehlt die Ergreifung und Formung des Freiheits-Impulses.  
 
Insoweit ist eine Forderung eines Anschlußes an Österreich bestenfalls halbherzig. Die Nichtverfolgung einer Eigenstaatlichkeit als Ausdruck von Freiheit bezeugt den Rest.  
 
Das Bestreben nach einer Doppelpaß-Lösung und die dabei sich zwangsläufig offenbarenden Erkenntnisse hinsichtlich Zusammengehörigkeiten werden vielleicht zu einer größeren Nüchternheit führen. 
 
Ich hoffe, das Interesse an einer Doppelpaß-Lösung wird nicht einfach versiegen, um sich eine weitere Illusionen nicht zerstören zu lassen.  
 
E.Ekat
 
E.Ekat
6. 01-02-2010 08:21
 
Schieflage
@Waschtl:  
 
Es tut mir leid, wenns Sie das nicht einsehen wollen oder können.  
 
Tatsache bleibt: "Südtirol ist politisch nicht frei", auch wenn ihnen das schwer fällt zu glauben. Ich habe auch nichts dagegen, wenn manche im "wirtschaftlichen Zuckerstollen" weiterleben wollen - der Zaun außen rum bleibt trotzdem bestehen auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen.  
 
Noch was zu Kärnten: Kärnten ist kein faschistisches Freiluftmuseum gegenüber der slowenischen Minderheit, Südtirol gegenüber der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheit sehr wohl (Beinhäuser, Finanzamtsmussolini, Siegesdenkmal, .. fahren Sie mal nach Kärnten und versuchen Sie das dort zu finden ... viel Spaß und eine Ausrede dafür haben Sie sicher auch schon parat - vergessen Sie das bitte nicht.  
 
Ich hoffe Südtirol wählt diese Partei endlich ab und ebnet den Weg in eine FREIE Zukunft. 
 
Grüße aus Innsbruck, nördlich des Zuckerstollens
 
homunculus
7. 01-02-2010 07:10
 
Schieflage
Das mit den 90% ist super...überhaubt wenn man bedenkt daß wenn sich unsere Volkspartei für eine Trennung von Italien eingesetzt hätte das alles nicht notwendig wäre! 
Die SVP bekämpft nur die Symptome und nicht die Ursache des Übels!
 
h
8. 31-01-2010 17:33
 
@homunculus
Und wessen Verdienst ist das, dass 90% des Steueraufkommens wieder nach Südtirol zurückfließen? 
Sie wissen auch ganz genau, dass Kärnten zwar weniger Geld hat, aber auch weniger Kompetenzen zu verwalten hat. Ich denke mal andere Bundesländer kommen auch damit zurecht. Wenn Sie von Kärnten und von tolomeische Erfindungen reden, haben Sie ja das beste Beispiel angesprochen, wenn ich daran denke wie es dort mit den Slowenen und zweisprachigen Ortstafeln zugeht (zumindest zu Zeiten Haiders) 
Weiters finde ich die Versuche die SVP fast schon als diktatorisches Regime zu verteufeln lächerlich. Jeder hat das Recht zu tun und zu lassen, zu gehen oder zu bleiben, zu wählen oder nicht zu wählen, was er will. Sollte jemand daherkommen der nicht nur glaubt, dass er es besser machen kann, nicht nur Kritik auf Lager hat, dann hat er meine Stimme. Momentan ist davon aber weit und breit keine Spur...
 
Waschtl
9. 31-01-2010 16:07
 
Schulden
An Waschtl. 
 
Das Land Südtirol hat keine Schulden. Dafür haben die Gemeinden von Südtirol insgesamt über eine Milliarde € Schulden. 
In der Summe stehen wir als nicht besser dar.
 
Unterlandler
10. 30-01-2010 21:58
 
vinschgerzug
die grünen haben sich zum beispiel für den vinschgerzug eingesetzt und die svp hat diesen dann als wahlwerbung für sich eingesetzt
 
vinschger
11. 30-01-2010 14:28
 
vinschgerzug
@waschtl 
 
homunculus hat zu 100% Recht! 
 
Grüße aus Sterzing!
 
Tiroler
12. 29-01-2010 19:49
 
vinschgerzug
Und noch etwas, dass die deutsche Nationalelf zu uns kommt, ist weder Italienern, Grünen oder anderen Spezies zuzuschreiben, sondern ist zum Großteil ein Verdienst unseres Landeshauptmannes.
 
Waschtl
13. 29-01-2010 12:48
 
SVP
@Waschtl:  
"Verwalten" ist wohl das einzige was die SVP kann, progressiv denken liegt dieser Partei weniger.  
 
Wirtschatlicher Wohlstand ist im Übrigen und unzweifelhaft auch etwas ganz anderes als politische Freiheit und politisch frei ist Südtirol definitiv nicht - das kann man drehen wie man will und da täuscht auch eine vielleicht nicht ganz schlechte Verwaltung des Landes darüber.  
 
Das mit der politischen Freiheit scheint aber manch Abgestumpften nicht mehr so zu stören, solange die "Näpfe" voll sind - in Anspielung an Kärnten: das ist auch nicht schwer, wenn man 90% des Steueraufkommens kraft Autonomiestatut zurück bekommt.  
 
Politisch und wertemäßig abgestumpft sind all jene, die den wirtschaftlichen Wohlstand über das unveräußerliche Recht der politischen Freiheit stellen.  
 
Die Saat der SVP scheint aufzugehen: "die größten Feinde der Freiheit sind zufriedene Sklaven (M.v.E. Eschenbach)" - da lebe ich lieber in Kärnten lieber Waschtl. Zumindest sehe ich dort nicht ewig eine Trikolore und muss nicht an jedem Wegerand "Tolomeierfindungen" an Schildern lesen oder muss nicht tagtäglich darum kämpfen meine Muttersprache gebrauchen zu dürfen. Ja, da lebe ich wahrlich lieber in Kärnten als "in einem süßen Zuckerstollen mit einem Gitterzaun rundherum". 
 
Grüße aus Innsbruck
 
homunculus
14. 28-01-2010 14:38
 
SVP
Man könnte die Frage ja mal umdrehen. Was haben wir denn den "Grünen und anderen Spezies" in Südtirol konkret zu verdanken? 
Ich glaube, wenn Herr Pichler-Rolle sagt, Südtirol wird durch die SVP gut verwaltet, muss man ihm recht geben. Wenn man nur an das jüngste Beispiel der Konzessionsvergabe des Stromes denkt, das in keinem Autonomiestatut steht, jetzt aber doch zu den Kompetenzen des Landes gehört. Bedauerlich ist nur, dass die Menschen nicht verstehen, was das dem Land Südtirol für eine Scherheit für die Zukunft gibt. Es könnte uns ja auch so gehen wie dem Land Kärnten, das meines Wissens hoch verschuldet ist und wo keine Volkspartei sondern Freiheitliche und BZÖ mehrheitlich am Ruder sind. Das Land Südtirol hat meines Wissens keine Schulden und hat bei den Ratings für Kreditwürdigkeit immer die Höchstnote. Ich muss Herrn Lang recht geben, dazu haben alle beigetragen, aber jemand muss die Vorraussetzungen schaffen und dass die SVP das Land als ihr Eigentum betrachtet, hat Herr Pichler-Rolle sicher nie gesagt und ist eine Unterstellung.
 
Waschtl
15. 28-01-2010 12:05
 
SVP
Interessantes Interview zum Thema SVP! 
 
http://www.dererker.it/newsite/index.php?id=65&tx_ttnews[tt_news]=489&tx_ttnews[backPid]=25&cHash=93d3986c3e
 
h
16. 28-01-2010 10:58
 
SVP - ein Täuschungsbild oder eine Medus
Die SVP ist vorallem darin gut politische Erfolge, Ideen und politische Ergebnisse anderer Bewegungen - allen voran der S-TF - clam heimlich, spitzbübisch, hintenrum und geradezu zynisch als eigene politische Errungenschaften krachledern in die Welt hinaus zu posaunen.  
 
Betrachtet man das politische Ergebnis der SVP in punkto Selbstbestimmung für Südtirol in den letzten, beiden Dekaden, dann kann man nur eines mit Verbitterung feststellen: ewiges "Gelabere" von "dynamischer Autonomie" bis hin zu "es ist nicht die richtige Zeit" über "Italien wird uns ohnedies nie freigeben" und "uns gehts eh so gut" bzw. "wir wollen keine kriegerische Auseinandersetzung" als Rechtfertigung nichts tun zu können oder gar tun zu müssen und um vielen Bürgern, um sie auch nicht als Wähler zu vrlieren, ein "Selbstbestimmungsbefürwortungsplacebo" zu verkaufen, was alles in allem eine neue, geradezu heimtückische, politische Lüge und Flucht aus wahrer, politischer Verantwortung in der grundlegenstens, politischen Frage für Südtirol überhaupt, ist.  
 
Hier lebe doch die Täuschung und das Abbild eines "politischen Medusenkopfes", welcher am eigenen Machterhalt mehr hängt als ein Säugling an der Mutterbrust. 
 
Von hier aus habe ich jedoch die Hoffnung, dass diese Partei der politischen Vorgaukelei und politischen Mogelpackungsverkäufe endliche abgewählt und der Weg für eine wirkliche, selbstbestimmte Zukunft Südtirols endlich in einem vereineten Europa geebnet wird. 
 
Grüße aus Innsbruck 
 
Ps.: Wäre "politischer Ideenklau" und das "Schmücken mit politischen Fremdfedern" wettbewerbsrechtlich ahndbar, wäre die SVP schon lange in Grund und Boden verklagt worden und hätte mit politischer Insolvenz zu kämpfen.
 
homunculus
17. 27-01-2010 18:55
 
Danke?
Der SVP können wir höchstens Lobbywirtschaft, Mitverantwortung an faschistischen Symbolen und die Verweigerung der Selbstbestimmung verdanken.
 
ff
18. 27-01-2010 06:49
 
Danke?
Das Einzige wofür wir uns bei der SVP bedanken müssen ist daß wir immer noch bei Italien sind, daß sie jede Gelegenheit nutzen um gute Chancen zu vertun und weiterhin brav dem itlienischen Staat die Treue halten werden.
 
h

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