Landtag: Eva und Sven Top, Egartner Flop
Mittwoch, 20. Januar 2010
stefan_zelger_001_2009.jpgWas hat er nicht alles versprochen, der „Messias vom Brenner“? Mehr Kindergeld für alle Kinder, Lärmschutzwände entlang der gesamten Brennerlinie, Müttergehalt und Mütterpension, Transitabbau, gratis Kindergarten, Förderung von Teilzeitarbeit, Ausweisung von kriminell gewordenen Ausländern, radikale Kürzung von Politikergehältern, keine Doppelbezüge mehr, Zweierlandtag, Selbstbestimmung und, und, und. Gleichzeitig hat es Christian Egartner fertig gebracht in knapp eineinhalb Jahren im Landtag zweimal das Wort zu ergreifen. Will er so sein üppiges Programm realisieren?

Die Statistik ergab eine Landtagsanfrage des Abgeordneten Egger.

Dass es auch anders geht zeigt die SÜD-TIROLER FREIHEIT und ihre Abgeordneten Eva Klotz und Sven Knoll. Eva Klotz hat sich demnach am Öftesten in die Landtagsdebatten eingebracht, Sven Knoll kann in der laufenden Legislatur die sechstmeisten Wortmeldungen von 35 Mandataren aufweisen. Sie zeigen, dass sie nicht nur im Wahlkampf große Töne spucken, sondern sich auch danach in der täglichen und oft mühseligen Arbeit für unser Programm und unsere Ziele einsetzen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung.

Und Christian Egartner wird es bis zum Ende wohl auf satte drei Wortmeldungen bringen, nämlich dann, wenn er sich nach dem Urteil des Kassationsgerichts aus dem Landtag verabschieden kann.

Stefan Zelger,
Hauptausschussmitglied
und Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin

---

Die Top 20:

1. Eva Klotz: 254
2. Pius Leitner: 211
3. Hans Heiss: 170
4. Riccardo Dello Sbarba: 165
5. Elmar Pichler Rolle: 161
6. Sven Knoll: 158
7. Alessandro Urzí: 128
8. Andreas Pöder: 110
9. Luis Durnwalder: 90
10. Donato Seppi: 88
11. Ulli Mair: 78
12. Sabina Kasslatter Mur: 75
13. Elena Artioli: 73
14. Roland Tinkhauser: 64
15. Thomas Egger: 63
16. Richard Theiner: 60
17. Barbara Repetto: 55
18. Florian Mussner: 54
19. Thomas Widmann: 51
20. Michl Laimer: 50

Quelle: Antwort auf eine Landtagsanfrage des Abgeordneten Thomas Egger (F).


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Kommentare (9)
1. 22-01-2010 08:50
 
Kompetenz kontra Lobbyismus
@ Lieber Waschtl, 
Sie untermauern mit Ihrer Argumentation die landläufige (SVP) Meinung, daß ein Politiker in erster Linie seiner Lobby verpflichtet ist. Aber ja, die Politiker der SVP werden ja von (eigentlich unabhängigen) Verbänden, Vereinen und Organisationen unterstützt, jene wollen dann auch im Gegenzug was zurückbekommen,gell?  
Aber: Ein Politiker hat ALLE Bürger und vor allem die Heimat in seinen Arbeitsmittelpunkt zu stellen!  
Die Oppositionspolitiker/innen tun dies selbstverständlich, und verschaffen sich darum auch zu allen Bereichen Kenntnisse, bekunden Interesse und bringen Lösungsvorschläge. 
 
Wie weit uns die "Gekauften" Volksvertreter bringen, ersieht man an Repetto, Steger und Egartner! Sie haben ihre Posten in schamloser und arroganter Weise ausgenutzt,sich Start- und Stimmenvorteile verschafft, im berechtigten Glauben, es ginge in unserem Land ewig mit der Vetternwirtschaft und Klüngelei weiter. 
 
Das System ist am Ende, und das ist gut so!  
 
Ps: Über die Idioten von rechts außen erübrigt sich jedes Wort.
 
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2. 22-01-2010 07:14
 
ganz deiner Meinung
Bei dieser Liste finde ich sowohl den ersten als auch den letzten Platz nicht ganz ruhmreich. Und überraschend ist ja auch nicht, dass die Opposition viel mehr Wortmeldungen pro Kopf hat als die Regierung... 
Wobei ich die SVP in Summe auch etwas Wortkarg finde. 
 
Interessanter würde ich da schon eine Anwesenheitsliste finden. Auch wenn die auch nur ein kleines bisschen über den Fleiss eines Politikers aussagt: sie zeigt zumindest wie ernst ein Vertreter des Volkes seine Aufgabe überhaupt nimmt.
 
hp
3. 21-01-2010 21:57
 
ganz deiner Meinung
Bei der SVP ist es doch eher so dass die hinteren 10 Gereiten nix zu melden haben und folglich nur die 8 Ersten sich der offenen Interaktion stellen.
 
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4. 21-01-2010 15:34
 
@Libertad
Das ist überall so, dass man sich gut vorbereiten und aktiv mitarbeiten sollte. Was ich aber meinte ist, dass wenn z.B. 3Landwirtschafthemen behandelt werden, dann meldet sich einmal Herr Berger, einmal Herr Lamprecht und einmal Frau Kuenzner, allesamt Bauernvertreter; d.h. jeder hat eine Wortmeldung. Wenn Frau Klotz meint sie muss zu jedem Punkt etwas sagen, dann hat sie schon 3 Wortmeldungen. Bei einem Wirtschaftsthema meldet sich Herr Steger und Frau Klotz und sie hat schon 4 Wortmeldungen aber die 3 vorher genannten melden sich nicht zu Wort. Eine rein rechnerische Frage die wenig über die effektive Tätigkeit aussagt. 
Herr Pöder und Herr Seppi haben tausende Seiten an Abänderungsanträgen im Regionalrat eingebracht, waren sie deshalb wirklich fleißiger?
 
Waschtl
5. 21-01-2010 14:58
 
Arbeiten und reden
@Ja, Kritikant existiert wirklich, ist in Österreich beheimatet und meint damit in positiver Form sic! den Kritisierer. 
Ja, man sollte im Landtag etwas Gehaltvolles zu sagen haben; das bedingt, daß man gut vorbereitet ist und aktiv mitarbeitet.  
Auch die 19 SVP- Abg. dürften und könnten sich zu den TOP zu Wort melden- tun es aber nicht, möglicherweise erschwert vom Fraktionszwang?  
Zur Frage der Bürgerbeantwortung der E-Mails gab es in den Medien doch mal die TOP TEN. War nicht Maria Kuenzer da die Schnellste? Eva Klotz war unter den ersten fünf, wenn ich mich recht erinnere. Sven Knoll, meine ich gelesen zu haben, hat gar keine Landtagsmailadresse. Aber da müssten Sie nachfragen. 
 
Ich grüsse Sie zurück!
 
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6. 21-01-2010 11:01
 
@Libertad
Anfragen und Beschlussanträge sind etwas anderes als Wortmeldungen; das wäre interresanter zu wissen. Ähnlich wie die veröffentlichte Statistik über die Beantwortung von Emails und Anfragen von Bürgern an die Abgeordneten (wie haben die STF-Abgeordneten eigentlich da abgeschnitten?). Die Anzahl der Wortmeldungen sagt kaum etwas über die effektive Arbeit aus. Und dass sich einzelne Abgeordnete einer kleinen Fraktion öfter zu Wort melden bei jedem Thema als eine Fraktion mit 19 Abgeordneten, dürfte wohl auch klar sein... 
 
Grüsse, Ihr Lieblingskritiant! 
(Kritikant, gibts das Wort überhaupt?)
 
Waschtl
7. 21-01-2010 10:44
 
Zeugnis des Fleißes
@ Waschtl, mein Lieblingskritikant;-) 
Ich meine, daß die L.-Abg. Klotz und Knoll nicht Senf daherreden oder dazugeben, sondern aufgrund ihrer zahlreichen Anfragen und Beschlußanträgen einfach mehr zu sagen haben, als die von Ihnen genannten Vertreter.  
 
Martha Stocker und Arnold Schuler sind sicher nicht die Schlechtesten.  
 
Glaubwürdig ist es allemal nicht, wenn man vor den Wahlen den Mund vollnimmt und nachher nur den Sessel im Landtag wärmt.
 
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8. 21-01-2010 07:29
 
@ff
Ständig irgendwo seinen Senf dazu geben zu müssen heißt noch gar nichts. Der Abgeordnete Schuler oder eine Martha Stocker z.B. scheinen in den ersten 20 auch nicht auf und sind trotzdem sehr angagiert.
 
Waschtl
9. 20-01-2010 20:39
 
Regieren?
Was macht die "Volkspartei" überhaupt? 
Wie ist es zu erklären, dass eine Partei, die die absolute Mehrheit besitzt, kaum den Mund aufmacht?  
 
SVP: 5., 9. und 12. Stelle!
 
ff

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