Studie zum öffentlichen Nahverkehr: Andere Wege führen auch ans Ziel
Sonntag, 10. Januar 2010
Roland_Lang_Wahl_2008.jpgEine Studie zu den Kosten und neuer Möglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr fordert Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT. Seitdem bekannt ist, dass eine Fahrt im Bus nicht einmal die Bearbeitungskosten deckt, sollte nicht nur an eine schnelle Erhöhung der Fahrkarten gedacht werden, sondern es sind auch andere Möglichkeiten zu überlegen, wie etwa Gratisbusse und eine Benützungssteuer für alle Südtiroler. Dazu sollte eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden!


Wenn auch auf den ersten Blick unmöglich, eine Studie würde Klarheit schaffen: "Derzeit sind die Tickets der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol derart billig, dass oft sogar deren Bearbeitung teurer ist als deren Preis", so der Landeshauptmann. Damit arbeitet das Landesamt für Mobilität bereits jetzt defizitär. Durch den Abbau der riesigen Bürokratie, die für die Kontrolle der Fahrkarten und deren Ausgabe, Wartung der Fahrkartenautomaten usw. eingespart werden könnte, könnte bereits ein Großteil der Kosten der Busse aufgefangen werden!

Außerdem fahren nach den Worten von Landesrat Thomas Widmann bereits jetzt ein Viertel der Bevölkerung kostenlos mit (Senioren,  Abo + usw. – siehe Pressemitteilung vom 16.12.09, Verkehr).

Eine Benützungssteuer würde außerdem jene strafen, die kein öffentliches Verkehrsmittel in Anspruch nehmen, da sie den öffentlichen Nahverkehr trotzdem durch die Steuer mitfinanzieren, für viele aber wäre es noch mehr Anreiz, mit dem Bus und Zug zu fahren, genügt es doch einzusteigen.

Schluss mit lästiger Entwertung und Fahrkartenkauf. Dieses Verkehrskonzept wäre ein gewaltiger öko-sozialer Fortschritt für Südtirol. Dass ganz Europa uns um diesen Nahverkehr beneiden würde und außerdem riesigen Anklang bei Gästen und Touristen finden würde, ist sicher!
 
Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT


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Kommentare (3)
1. 24-01-2010 18:55
 
Touristen
finde auch das nicht wir mit unserer Steuerlast den Toursiten den öffentlichen Nahverkehr bezahlen müssen. Entweder die Touristen zahlen eine Tages- bzw. Wochenkarte, wobei dabei aber wieder das Problem der Kontrolle ist. Eine andere Lösung wäre das jeder Gastbetrieb (Garnie, Pension, Hotel) eine Pauschale pro Person pro Übernachtung anhand der Angaben an den Tourismusverein abgeben muss.
 
Irene
2. 13-01-2010 07:16
 
Gituer Vorschlag!!!
Sehr guter Vorschlag! 
Ich benutze derzeit zwar keine öffentlichen Verkehrsmittel, aber ich würde es dennoch gutheissen den öffentlichen Verkehr durch meine Steuern mitzufinanzieren. Davon abgesehen, dass ich einen \"kostenlosesn\" Bus sicher öfter nutzen würde als jetzt. Zumal dann durch die verstärkte Nutzung die Frequenz der Busse erhöht werden würde (die schlechten Verbindungen sind für mich der eigentliche Grund ist dass ich nur selten Bus fahre).  
 
Wobei ich auch kein grosses Problem darin sehe, wenn auch die Touristen \"kostenlos\" fahren bzw. deren Tickets im Hotelpreis bereits inbegriffen ist. Zumal ja vielerorts der Schibus ohnehin schon durch die Hoteliers bezahlt werden. Ausserdem wäre das sicher ein schöner Anreiz als Tourist nach Südtirol zu kommen!!
 
hp
3. 12-01-2010 08:45
 
Touristen
Außer Touristen. Für die sollte es dann nur noch Tages- und wochenkarten geben nach dem Motto "Einmal entwertet, immer fahren". Immer für den jeweiligen Zeitraum
 
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