Alpini-Treffen 2012 in Bozen: Klares Nein der SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freitag, 8. Januar 2010
adunata_1949_bozen.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT spricht sich unmissverständlich gegen die Abhaltung eines weiteren Alpini-Treffens mit über 300.000 TeilnehmerInnen im Jahre 2012 in Bozen aus. Solange sich die Alpini nicht von ihrer faschistischen Vergangenheit und den grausamen Kriegsverbrechen in Afrika entschuldigen bzw. distanzieren muss ein Alpini-Aufmarsch in Bozen verhindert werden. Die SÜD-TIROLER FREIHEIT befürchtet, dass die Alpini, wie bereits in der Vergangenheit, vor dem Siegesdenkmal und dem Mussolini-Relief in Bozen aufmarschieren und Kränze niederlegen.

Die lokale Alpini-Vereinigung ist auch heute noch auf ihre faschistische Vergangenheit stolz: Ein Blick auf die lokale Internetseite der Alpini genügt, stellt Roland Lang von der SÜD-TIROLER FREIHEIT fest. Unter „Sezione Alto Adige (Sektion Hochetsch)“ der „Associazione Nazionale Alpini (Nationale Alpinivereinigung)“ erklären die Verantwortlichen, dass ihre Organisation zusammen mit dem Siegesdenkmal im Jahre 1928 entstanden ist und die Alpini immer als die Hüter der Unrechtsgrenze angesehen wurden bzw. sich eingesetzt haben.

Unverständlich ist für die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT auch das Einverständnis des Landeshauptmannes Luis Durnwalder zur Abhaltung der Veranstaltung im Jahr 2012. Es ist einfach ein Skandal, dass der Landeshauptmann nichts gegen eine Massenveranstaltung dieser Ewiggestrigen einzuwenden hat. Durch eine solche Veranstaltung wird das ethnische Klima in Süd-Tirol von italienischen Seite erneut angeheizt.

Auch in den letzten Jahren waren Vertreter der Alpini bei den Kranzniederlegung vor faschistischen Relikten immer mit dabei, u.a. Giorgio Holzmann trägt mit Stolz den Alpinihut, ebenso Donato Seppi und viele andere, die jährlich am 4. November am Siegesdenkmal bzw. beim Grab von Ettoere Tolomei Kränze niederlegen. Kennt der Landeshauptmann die politischen Absichten dieser Leute wirklich nicht?

Auszüge aus der Internetseite www.ana-altoadige.it (sinngemäß ins Deutsche übersetzt):

- Die Sektion Bozen wurde zeitgleich mit der Einweihung des Siegesdenkmals im Jahre 1928 gegründet und zahlreiche Alpini aus den Drei Venetien wohnten der Einweihungszeremonie des Faschistendenkmals bei.

- Die Sektion Hochetsch, die nördlichste Italiens, wurde immer als bedeutsame Avantgarde der Schwarzfedern über die neuen Grenzen gesehen, eine Aufgabe, welche die „atesine“ Sektion der ANA immer mit Maß und Intelligenz erfüllte.

- Bereits 1949 fand ein nationales Alpinitreffen, wie es für 2012 geplant ist, in Bozen statt. Daran teilgenommen haben auch die Afrika Veteranen, unter anderem der „Divisione Pusteria“.
(Diese war besonders für ihre Greueltaten mit Giftgas in Afrika zu trauriger Berühmtheit gelangt und wurde dafür in Bruneck von den Faschisten mit dem „Kapuzinerwastl“ fragwürdig geehrt.)

- Und weiter: Vom Waltherplatz marschierten die Alpini mit den Carabinieri und höchsten italienischen Politikern des Landes zum Siegesdenkmal, wo zwei Kränze niedergelegt wurden. Das "Alpini Battalion Bolzano" stand bei der Kranzniederlegung habtacht. Anschließend defilierten die Alpini vor dem Denkmal mit den faschistischen Liktoren Richtung Matteottiplatz ab.
(Matteottiplatz - zur Erinnerung: Auch Giacomo Matteotti wurde 1924 ein Opfer der Faschisten, er wurde von ihnen entführt und ermordet).

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT


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Kommentare (10)
1. 07-02-2010 11:47
 
Anscheinend nun doch...
http://www.suedtirolnews.it/d/artikel/2010/02/07/nazionales-alpini-treffen-findet-laut-ana-2012-in-bozen-statt.html
 
Hannes
2. 11-01-2010 22:19
 
Anscheinend nun doch...
Dem Kommentar von Stefan ist nichts mehr hinzuzufügen! 
 
@Massimiliano Piovan 
"Sfigato" isch do woll lai uaner...
 
Günther
3. 10-01-2010 13:18
 
steuergelder
wär noch schöner: diese truppen mit unseren STeuergeldern vors schandmahl marschieren zu lassen damit sie alle "italia., italia" schreien können und dem duce zuzwinkern können! 
Sollen sie doch diesen Aufmarsch in Sizilien machen, dann können sie nebenher die müllberge abtragen und die mafia bekämpfen.  
Jeder Cent für diese Zirkustruppe ist verlorenes Geld. Solange sich die Alpini nicht für ihre vergangenen Verbrechen in Äbessinien entschuldigen sind diese nicht erwünscht. Und auch in Südtirol hat sich diese Truppe nicht so viele Freunde gemacht, als z.B. in den 60er Jahren eine Kompanie Tesselberg gestürmt hat auf der Suche nach den Pustra Buibn und der General alle Bewohner am liebsten erschiessen wollte. Und wann haben die Alpini in Südtirol mal Katastropheneinsätze gemacht: da scheint einer die FF mit den Alpini verwechselt zu haben..... 
Nicht als Steuerverschwendung, genauso wie die Renovierung ders SChandmals in BZ: reine Frechheit gegenüber den Steuerzahlern in Südtirol!!!
 
stefan
4. 09-01-2010 20:21
 
Roland = Rompiballe.
Qui in Alto Adige - Suedtirol il raduno degli Alpini sarebbe da fare almeno ogni 3 anni! Essi sono amati non solo dalla popolazione in lingua Italiana ma anche da una larga fetta della popolazione in lingua tedesca o sudtirolese come dir si voglia. Gli Alpini servono: in caso di calamità naturali loro intervengono sempre e si danno da fare dovunque vi sia bisogno di aiuto. E' come se voialtri Vi metteste a criticare i Vigili del Fuoco: se mancano loro chi li spegne gli incendi? Gli Schuetzen? 
 
Voialtri non siete molto a posto con la testa: sempre a guardare ai fatti oscuri del passato. Lasciate perdere e piuttosto pensate al presente ed al futuro!  
Cosa ci guadagnate a farVi il fegato ed il sangue amaro in inutili polemiche del cavolo? Gli Alpini sono amati dalla maggior parte della popolazione dell' Alto Adige - Suedtirol, amati da Italiani, tedeschi e ladini. Quelli che cè l' Hanno contro di loro sono solo una sparuta minoranza di sfigati. 
Bello sarebbe se in futuro si mettessero da parte le ideologie contrapposte e se potessero sfilare finalmente insieme sia gli Schutzen che gli Alpini.
 
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5. 08-01-2010 22:53
 
Roland = Rompiballe.
Schon alleine, wenn man bedenkt, dass die Alpini noch heute an einem Denkmal festhalten, dass einen Völkermord verherrlicht ist so ein Treffen absolut abzulehnen! 
 
Schämt euch! 
Solidarität mit Äthiopien!
 
Hannes
6. 08-01-2010 19:47
 
Krähen oder Geier
Dieses Plakat ist symptomatisch. Die "Alpini" haben sich doch glatt Geier ausgesucht - für sich betrachtet nicht einmal so unrichtig, wenn man bedenkt, wie pleite Italien ist. Von daher paßt der Pleitegeier ganz gut. Nur wärs mir recht, wenn diese Geier ihre hässlichen Fänge von Südtirol weglassen würden - aber so sind hungrige Pleitegeier nun einmal - sie fliegen weit umher und machen sich über über andere oder anderes her ... und fliegen dann weiter ...
 
homunculus
7. 08-01-2010 17:13
 
@ Markus Anton
Die Deutschen haben halt die Adler, und die hier die Geier. Der Schlern darf auch nicht fehlen; ob wegen dessen Nähe zur Stadt Bozen oder aus einem tieferen Grund, sei dahingestellt. 
Auf der Alpini-Internetseite steht aber auch: Unitamente agli Alpini, ogni anno nel mese di settembre, ed alla presenza degli Schuetzen Austriaci e dei Front Kaempfer di S. Candido e Sesto Pusteria, vengono ricordati i Caduti Italo - Austriaci della guerra 1915 - 1918.
 
oje
8. 08-01-2010 15:22
 
Das Plakat
Das Werbeplakat für das Alpinitreffen in Bozen hat etwas bedrohliches in sich. Die darauf abgebildeten Vögel schauen eher so aus, wie ein Schwarm von Krähen, die sich gerade im Anflug auf Südtirol befinden. Im übertragenen Sinne würde das vielleicht auch so stimmen, daher hat man die propagandistische Botschaft für die meisten Süd-Tiroler auch nicht verfehlt, wenn auch nicht ganz freiwillig.
 
Markus Anton
9. 08-01-2010 12:44
 
@ homunculus
"LH Durnwalder hat die "Alpini" doch herzlich eingeladen. Der hat damit doch kein Problem - da sind auch Wähler darunter. Jetzt setzt er sich für einen "rot-weiß-roten Pass" ein, um die Deutschsprachigen und die Ladiner wieder zu beruhigen. So will er es halt jedem recht machen, halt auch den Italienern - das ist einfach SVP-Politik - von jedem ein bißchen....." 
 
GANZ GENAU SO IST ES!!! Die SVP (Südtiroler Vasallen Partei), hat sich von Ihrer ursprünglichen Programmatik, eine Sammelpartei der ladinischen- und deutschen Sprachgruppe zu sein, schon längst verabschiedet! 
 
Sie versteht sich als italienische Regionalpartei, mit der einzigen Zielsetzung, möglichst alle Sprach-, Wirtschafts- und Lobbygruppen usw. zu befriedigen. Jede Wählerstimme zählt!!! Es winken ja auch FETTE BEZÜGE, GROSSZÜGIGE ALTERSVERSORGUNGEN, VETTERNWIRTSCHAFT, PRIVILEGIEN sowie eine angestrebte, patriarchale Einparteienherrschaft. 
 
homunculus, Ihre Frage: Wann wählt ihr die endlich ab ???  
 
Das kann ich als Außenstehender selbstverständlich nicht beurteilen. Ich vermute aber, die Mehrheit der Süd-TirolerInnen ist weiterhin so naiv, dumm und unwissend, um sich verarschen lassen zu wollen. Das SVP-Parteiblatt "Dolomiten" und die Nachrichtensendung Plumpaquatsch auf RAI Bozen werden alles nur Erdenkliche dazu beitragen. 
 
Nur systematische Aufklärung innerhalb der Gemeinden und über das Internet kann Abhilfe schaffen, um BürgerInnen/WählerInnen in Süd-Tirol und Österreich über die tatsächlichen Gegebenheiten zu informieren. 
 
 
Grüße aus der Preußischen Tundra
 
Vollblutpiefke
10. 08-01-2010 08:14
 
Alpini
LH Durnwalder hat die "Alpini" doch herzlich eingeladen. Der hat damit doch kein Problem - da sind auch Wähler darunter. 
 
Jetzt setzt er sich für einen "rot-weiß-roten Pass" ein, um die Deutschsprachigen und die Ladiner wieder zu beruhigen. 
 
So will er es halt jedem recht machen, halt auch den Italienern - das ist einfach SVP-Politik - von jedem ein bißchen aber nichts ganz oder richtig. 
 
Von außen betrachtet kann man nur sagen: SCHEINHEILIG!!! 
 
Wann wählt ihr die endlich ab ??? 
 
Grüße aus IBK
 
homunculus

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