Ethnischer Proporz: In höchsten Staatsstellen die Hälfte Italiener
Montag, 28. Dezember 2009
eva_klotz_002.jpgDie Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, verweist in der Diskussion um die Gerechtigkeit bei Anwendung des ethnischen Proporzes darauf, dass diese bei den Funktionärsstellen im Staatsdienst bis heute nicht besteht. Noch immer sind ca. die Hälfte aller hohen Funktionen im Staatsdienst (Steuerämter, Kommissariate sowie Gerichtsbarkeit) in Südtirol von Italienern besetzt.


Auf entsprechende Anfragen im Landtag trat diese Ungerechtigkeit immer wieder zu Tage, und das Einvernehmenskomitee beim Regierungskommissariat hat das bis heute nicht ändern können.

Wenn also über den ethnischen Proporz insgesamt gesprochen wird, so muss das auch gesagt werden. Außerdem verweist die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT bei jeder Gelegenheit darauf, dass der ethnische Proporz eine der Säulen der sogenannten Autonomie, diese aber kein Ersatz für eine dauerhafte, gerechte und friedliche Lösung des Südtirolproblems sein kann, sondern allenfalls eine Übergangslösung darstellt.

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
28. 12. 09

 


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Kommentare (4)
1. 30-12-2009 22:09
 
@ Waschtl
Ich kenne Süd-Tirol lediglich von vier Urlaubsaufenthalten und möchte mich an dieser Stelle nur zu dem äußern, was ich als Außenstehender objektiv und sachlich beurteilen kann. 
 
Ihre Frage:  
Welche Daseinsberechtigung hätte die STF nach einer erfolgten Selbstbestimmung? 
 
Nicht das Einzige, aber das Hauptziel der STF, ist die Selbstbestimmung. Nach der Selbstbestimmung würde die STF sich wohl auflösen bzw. anderen Österreichichschen/Tiroler Parteien beitreten (meine Vermutung).  
 
Ihre Äußerung: 
Nach Ihrer Theorie würden dann wohl auch z.B. die Südtiroler Freiheitlichen von der österreichischen FPÖ "aufgesogen". 
 
Die Gründung der Südtiroler Freiheitlichen erfolgte in bewußter Anlehnung an die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), somit halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass dessen Mitglieder und Exponenten der FPÖ, beitreten würden (meine Vermutung).  
 
Der grundlegende Unterschied: 
Die STF und die Freiheitlichen WOLLEN die Selbstbestimmung! Die SVP will sie bis zum aktuellen Zeitpunkt NICHT!
 
Vollblutpiefke
2. 30-12-2009 13:31
 
@Vollblutpiefke
Welche Daseinsberechtigung hätte die STF nach einer erfolgten Selbstbestimmung? Nach Ihrer Theorie würden dann wohl auch z.B. die südtiroler Freiheilichen von der österreichischen FPÖ "aufgesogen". Alles nur Spekulationen von Ihnen, nichts weiter...
 
Waschtl
3. 30-12-2009 08:14
 
@ So
Wie bereits an anderer Stelle von mir kommentiert: 
 
Die SVP (Südtiroler Vasallen Partei), wird IMMER an der Autonomie festhalten wollen, weil sie nach der Selbstbestimmung ihre Existenzberechtigung verlieren würde. Aber wer sägt den schon gerne an seinem eigenem Stuhl.....? 
 
Nach meiner Erkenntnis wurde die SVP am 8. Mai 1945 gegründet, um die deutsche- und ladinische Bevölkerung in Form einer Sammelpartei politisch zu vertreten. Im Laufe der Jahrzehnte - intensiviert durch die unangefochtene Monopolstellung - degenerierte und verfettete diese Partei zu einem Sammelbecken macht- und karrieresüchtiger Zweckopportunisten.  
 
Postengeschacher, Macht, Geld (fette Bezüge, großzügige Altersversorgungen) sowie die Durchsetzung eigener Vorteile und Privilegien scheinen den Exponenten dieser Partei wichtiger und erstrebenswerter zu sein als zukunftsweisende Visionen zu verwirklichen.  
 
Sollte es zu einer Wiedervereinigung Tirols kommen bzw. Süd-Tirol als 10. Bundesland an Österreich angegliedert werden, würde das Wählerpotential der SVP wohl weitgehend von den österreichichschen Volksparteien ÖVP und SPÖ aufgesogen werden. Ich will nicht ausschließen, dass es die SVP noch geben könnte, diese würde aber nur noch eine unwesentliche Rolle spielen. Dieser Tatsache sind sich auch Kolonialgouverneur und Provinzpatriarch Durnwalder und seine ihm hörige Karrieristenriege bestens bewußt.  
 
Während meines letzten Aufenthalt in Süd-Tirol ist mir aufgefallen, das diesbezüglich große Unwissenheit/Unkenntnis innerhalb der Süd-Tiroler Bevölkerung vorherrscht. Sachliche- und systematische Aufklärung ist angebracht, und würde die STF in ihren Zielen ungemein stärken.
 
Vollblutpiefke
4. 29-12-2009 21:07
 
Los von Durnwalder
Italien verletzt hiermit die Autonomiebestimmungen. 
Somit hat Durnwalder einen Präzendenzfall und einen Grund die Selbstbestimmung auszurufen. 
 
Durnwalder soll praktische Fälle nennen, in denen er das Selbstbestimmungsrecht "ausrufen" (befürworten) würde. 
(Dabei ist das Selbstbestimmungrecht ein Grundrecht und braucht gar nicht ausgerufen werden) 
 
Seine Politik und Argumente sind seit 20 Jahren eine eine reine Hinhaltetaktik. Er will nämlich kein freies Südtirol, sondern diesen Teil Tirols kulturell an die Wand fahren, sprich an Italien ketten.  
 
Das ist die ganze Politik der SVP.
 
So

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