Heimatpflege bei der Sonnenburg
Samstag, 5. Dezember 2009
Hans_Bachmann_200_01.JPGUnter der Sonnenburg bohren die Bagger. Das „Klosterwaldele“ soll auch zerstört werden. Rührig ist das Tal, lässt gerne vergessen, was unsere Ahnen schufen. Rücksicht scheint wenig gefragt, besonders wenn es um die Umwelt geht. Das zeigt seit langem ein Streit, der Kultur und Natur des Tales entzweit. Geschürt vom mächtigen Land, wo der Gottoberste sich seiner Vasallen bedient.

So hat der willige Landrat Mussner einen Weg ins Tal der Gader erkundet. Was er dort fand, war ein geheiligter Ort im sensiblen Bereich Sonnenburg/Klosterwald. Wird die Einfahrt gebaut wie geplant, ist ein „Herzstück“ des Pustertales für immer dahin. Trotz der Bitten der Heimatpfleger, der Plattform Pro Pustertal und all der anderen, die das Ende der Symbollandschaft des Pustertales nahen sehen.

Ein Vandalenakt, von oben verordnet, von den Politikern nie ernsthaft geprüft, vom Geist der Habgier getrieben. Die Sonnenburg erzittert unter stählernen Zähnen, ein Freundeskreis wehrt sich gegen ihre Zerstörung. Lasst uns tausendfach einstimmen in den Chor derer, welche Sonnenburg und „Klosterwaldele“ schützen wollen vor jenen, welche verachten und Hand anlegen.

Dr. Hans Bachmann, Bozen

 


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Kommentare (1)
1. 06-12-2009 14:13
 
Herr Dr. Bachmann, 
ich als Puschtrer kann die ständige Kritik von aussen nicht nachvollziehen und eines muss gesagt sein, niemand will hier Ensembles oder Naturlandschaft absichtlich zerstören. Das verkehrsgeplagte St. Lorenzen hat sich eine gute Anbindung verdient, und die von der PPP vorgeschlagenen Anbindungen sind möglicherweise günstiger zu realisieren, aber in keinem Punkt schonender zu Umwelt und Emsebles. Oder finden Sie den Vorschlag die bestehende Strasse am sonnenburger Hügel durch Galerien einzuhausen ist schondender als der Rückbau derselben und die Untertunnelung? Finden Sie die sog. Tobl- oder Töchterlevariante die zu 100% oberirdisch und durch Wiesen und Wälder von Vollerwerbsbauern verlaufen sind landschaftsschonder als die Klosterwaldvariante die zu einem Großteil unterirdisch verläuft? Kulturgrund der im Gegensatz zu einem Tunnel für immer verloren geht. Ich glaube das leuchtet jedem kleine Kind ein. Durch Verkehrszählungen ist belegt, dass der meißte Verkehr vom Gadertal nach Bruneck und nicht nach Brixen geht. Durch die Tobvariante verlängert sich die Anfahrt für die Gadertaler nach Bruneck um über einen Kilometer. Man möchte also mehr Verkehr schaffen oder verstehe ich das falsch? Da ist die Kritik der Grünen wohl auch nicht mehr verständlich, oder? Es gäbe noch einiges mehr zusagen, aber wenn man die einzelnen Punkte der Pro und Kontras genau durchgeht, frage ich mich ob eine Plattform Pro Pustertal ihren Namen noch verdient; zutreffender ist wohl Pattform Contra Pustertal. Ich finde Herr Dr. Bachmann, Sie sollten sich besser informieren und realistisch bleiben, bevor Sie hier in ihrer Predigt Frevel an Ahnen und Heiligtümern heraufbeschwören.
 
Waschtl

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