Süd-Tiroler Landtag nimmt Beschlussantrag gegen faschistische Relikte an
Dienstag, 1. Dezember 2009
Der Süd-Tiroler Landtag hat heute Nachmittag einen Beschlussantrag der SÜD-TIROLER FREIHEIT gegen die faschistischen Relikte angenommen. Im beschließenden Teil werden die noch immer bestehenden faschistischen Relikte, sowie die in diesen Tagen begonnene Renovierung des Siegesdenkmals aufs schärfste verurteilt.
Die faschistischen Relikte sind nicht nur eine Beleidigung für viele
Süd-Tiroler, sondern auch für jeden aufrechten Demokraten eine Schande.
Sie sind keine Mahnmale, sondern bis zum heutigen Tag Pilgerstätten
rechtsradikaler Gruppierungen, die das friedliche Zusammenleben
nachhaltig belasten.
Die Großkundgebungen des letzten Jahres, bei denen Tausende von
Menschen auf die Straße gegangen sind, haben eindrucksvoll unter Beweis
gestellt, dass diese Relikte nicht länger hingenommen werden können.
Die Landesregierung hat damals umfangreiche Initiativen zu deren
Beseitigung und Dokumentation angekündigt. Nach einem Jahr muss jedoch
ernüchternd festgestellt werden, dass bisher nichts geschehen ist.
Mit der Annahme dieses Beschlussantrages hat der Landtag daher nun ein
wichtiges Zeichen gegen die stete Verherrlichung des Faschismus in
Süd-Tirol gesetzt.
Gerade im Hinblick auf die jüngsten Initiativen gegen
Rechtsradikalismus auf deutschsprachiger Seite, ist es wichtig und
notwendig, mit derselben Konsequenz auch gegen offen ausgelebten
Faschismus vorzugehen. Wie sonst will man insbesondere den jungen
Menschen vermitteln, dass Nationalismus zu verurteilen ist, wenn die
faschistischen Relikte gepflegt werden und offizielle Staatsvertreter
davor sogar Kränze niederlegen.
Bravo STF! Wenigstens ihr werdet bei diesem Thema aktiv. Buuuh Grüne und SVP! Eine Schande, dass ihr das Problem so auf die leichte Schulter nehmt.
2. 05-12-2009 21:06
braune Überbleibsel in Berlin
Hallo, es gibt in der BRD noch genügend Überbleibsel (Berlin: ehem. Reichsluftfahrtministerium, Nürnberg: Kongresshalle, Bretten: kompletter Reichsadler an ehem. Rathaus). Dies hat Sinn: Geschichte darf nicht verschwiegen werden, der richtige Umgang damit ist elementar. Soviel zur BRD: in Süd-Tirol ist das etwas grundsätzlich anderes! Hier hat sich der faschistische Besatzer ausgebreitet (mit Hitlers Unterstützung!!!) - diese Bauwerke sind alle komplett zu schleifen.
3. 05-12-2009 15:22
was bringts?
was bringt der Beschlußantrag? gar nichts? solange nicht in Brüssel Wind gemacht wird passiert ja eh nichts.... 1,5 Mill.Geld für den Faschistentempel hat Italien, sonst stinkt der Müll zum Himmel...einfach zum schämen...und dann Jagd auf ein paar verblendete Neonazis machen, wenn am 04. Nov. jedes Jahr Neofaschisten und ital. Naziskins ein ganzer Haufen mit Duce-Gruß vor dem Tempel in BZ steht. Einfach lächerlich so was. Dass dieses Problem nach 60 Jahren immer noch nicht gelöst ist ist ein Skandal, aber da sieht man wieder mal wie wichtig der SVP dieses Problem ist.... Liebe SF: bitte platziert dieses Problem vor dem Europaparlament, bin gespannt wie sich Brüssel und Rom dann verhalten wird wenn z.B. Berlin sieht wie in Italien mit der Geschichte umgegangen wird.....
4. 04-12-2009 19:52
des duces langer schatten
...man stelle sich vor, im heutigen Berlin stünden die Überbleibsel des längst untergegangenen "braunen Imperiums" noch rum. Die Deutschen wären auf der ganzen Welt die geächtetste Nation. Aber hier in Süd-Tirol ist sowas möglich. UNGLAUBLICH!!! Das Denkmal gehört sofort auf den Schutthaufen der Vergangenheit. Die Regierenden im südlichen Tirol sind gefordert zu handeln.
5. 03-12-2009 15:00
Krippe auf Weihnachtsmarkt
Gestern sah ich im TV einen Bericht über den Weihnachtsmarkt in Bozen. Da regte sich ein Seppi über eine Figur in einer Krippe auf. Die soll einem A. Hofer ähnlich sein und müsse deshalb sofort entfernt werden, meinte er. Vielleicht hätte man lieber den Duce als Holzfigur in die Krippe stellen sollen oder?
6. 03-12-2009 14:00
Poveri pazzi: chi?
Chi é il povero pazzo: Uno stato, a qui servono ancora oggi, per sottolieare il suo dominio, le bugie di sasso, o noi, che diremo la veritá su questi monumenti di imperialismo in spirito fascista? Davvero povero gli italiani, che non hanno niente di piú che questa cultura. Vergognatevi!
7. 02-12-2009 20:29
Esagerati !!!
Pazzesco, ve la prendete con tutto, anche con chi è sepolto nei cimiteri militari o nei sacrari. Se al posto di Durnwalder foste voi al potere scommetto che vorreste demolire tutto ciò che è innanzitutto un relitto fascista e poi tutto ciò che ha a che fare con l' Italia. Siete dei poveri pazzi. Prima che riusciate nei Vostri bellicosi intenti finirete tutti in galera. A presto.
8. 02-12-2009 09:35
Frage?
Sehr geehrter Herr Breitebner!
Sie sind SVP-Wähler; Sagt "Ihre" Partei nicht, dass die Selbstbestimmung ausgerufen wird, wenn die Autonomie geborchen oder geschmälert wird?
Wäre das denn jetzt nicht der genau Fall?
Was kann man den SVP-Wählern noch alles erzählen, um einmal zumindest erste Schritte zu setzen - und wann erkennen das die SVP-Wähler einmal selbst?
Gerade als Nordtiroler würde mich das interessieren? Für was steht "Ihre" Partei denn noch?
Warum ist es so schwer einen politischen Umschwung herbeizuführen? Passiert(e) das nicht überall in Europa? Diese "sogenannten, etablierten Parteien" gehen oder gingen überall stimmenmäßig zurück, weil sie die Zeichen der Zeit nicht erkennen oder nicht erkannt haben? Woanders erkennt oder erkannte man das zumindest.
Warum ist das für so viele SVP-ler so schwer? Warum bestehet kein Wunsch nach richtigem Wandel? Gäbe es die S-TF nicht, würden nicht einmal die Faschistendenkmäler angesprochen werden.
Vielleicht können sie mich aufklären.
Grüße aus IBK
Ps.: Wäre ich in Südtirol wahlberechtigt, würde ich sicher nicht SVP wählen - diese Partei vertritt status quo - und das ist falsch in der Geschichte, weil sich in der Geschichte immer alles ändert. Geschichte = Wandel und diesem Wandel sollte die Politik und jede Partei Rechnung tragen - ansonsten könnten die sogenannten "etablierten Parteien" bald selbst zu "ewig gestrigen" werden ... .
9. 01-12-2009 20:34
Frage?
Recht so! Auch wenn ich als langjähriger SVP-Wähler nicht unbeding alle Ansichten der Süd-Tiroler Freiheit vertrete haben Sie in diesem Punkt völlig recht. Hier hat die Landesregierung schmählich versagt. Die faschistischen Denkmäler sollten meines Erachtens allesamt abgerissen werden. Keinesfalls soll in die Renovierung dieser Beleidigung für jeden aufrechten Südtiroler noch Geld hineingesteckt werden.
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