Sorge um Süd-Tirols Zukunft hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun
Dienstag, 24. November 2009
sven_knoll4.jpgDer Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, weist die Vorwürfe der Grünen entschieden zurück, wonach die Sorge um die Zukunft Süd-Tirols aufgrund der unkontrollierten Zuwanderung auf fremdenfeindliche Ansichten zurückzuführen ist.
Es geht in dieser Diskussion nicht um eine billige Ausländer-Polemik, sondern schlicht und ergreifend um die Überlebensfrage Süd-Tirols.


Wenn bis zum Jahr 2020 mehr als 75.000 Ausländer nach Süd-Tirol ziehen und von diesen nur 4% eine deutsche Schule besuchen, wird das gravierende Auswirkungen auf Süd-Tirol haben. Aus den Ausländern von heute werden somit nämlich langfristig Italiener.

Diesen Umstand einfach zu ignorieren und all jene als fremdenfeindlich abzustempeln, die sich aufgrund dieser Entwicklung berechtigte Sorgen um die Zukunft Süd-Tirols machen, ist nicht nur realitätsfremd, sondern verantwortungslos.

Von der Verschiebung der Sprachgruppenzusammensetzung und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf den Proporz einmal abgesehen, muss man sich die Frage stellen, was diese Entwicklung auch politisch für Süd-Tirol bedeutet.

Als 1957 Wohnungen für 4.000 Italiener in Bozen gebaut werden sollten, sprach die SVP vom „Todesmarsch der Süd-Tiroler“ und rief zur Großkundgebung nach Schloss Sigmundskron. Wenn nun aber bis 2020 an die 75.000 „neue Italiener“ nach Süd-Tirol ziehen, sagt niemand etwas.

Die Daten des Statistikamtes sprechen eine klare Sprache.

Man darf die Menschen daher nicht länger belügen:

Für die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes hat Süd-Tirol noch maximal 10 bis 15 Jahre Zeit. Danach wird es allein schon rein rechnerisch keine Mehrheiten mehr für ein Abspaltung von Italien geben. Wenn Italien dann die Kompetenzen der Autonomie einfach nimmt, bedeutet dies, dass Süd-Tirol Italien hilflos ausgeliefert ist.

Das ist die Realität, der sich die Politik stellen muss.

L.-Abg. Sven Knoll
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 


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Kommentare (7)
1. 01-12-2009 09:17
 
@klaus 
wenn wir in einen anderen Staat ziehen müssen wir uns dort auch in die Gesellschaft integrieren, Sprache lernen und uns an die dortigen Gegebenheiten anpassen. Das gleiche dürfen wir hier in Südtirol wohl auch von den Zuwanderern erwarten oder ist das Ausländerfeindlich?
IP: 95.74.245.236
 
h
2. 30-11-2009 17:22
 
1957 ist nicht 2009. Wir berichten stolz über Südtiroler im Ausland. Wir erwarten das wir ins jedes x-belibiges Land reisen dürfen und dort auch ansässig werden können.. wir sind ja Europäer.  
 
Dieses Recht haben aber auch jene die hier ansässig werden wollen!! Wir müssen nicht unsere Heimat und Bräuche müssen nicht geschützt werden vor den Italienern und Ausländern sondern mit ihnen mitgestaltet werden, neue erstellt werden!! 
 
Ales andere IST ausländerfeindlich!!!
IP: 213.191.86.173
 
Klaus
3. 25-11-2009 20:37
 
Linker Radikalismus - wir leben in einer
Ohne jetzt die Blinden beleidigen zu wollen, frage ich mich schon so langsam ob wir nur in Gesellschaft blinder Mitbürger leben? 
 
Wie kann es denn sonst sein, dass hinter jedem Politiker der klar und deutlich seine Meinung zur Ausländerproblematik - jawohl Problematik!!! - kundtut, gleich Ausländerhass und -feindlichkeit vermutet wird und jene am liebsten bezichtigt werden rechtsradikalen Gruppen anzugehören. 
 
Landsleute - öffnet mal die Augen, seht was am Gegenüberliegenden politischen Flügel abseits der Polit-Bühne passiert... 
 
Weiters erscheint es mir wie immer weit hergeholt sich um die vermeintliche \"Ausländerfeindlichkeit\" unserer Oppositionspolitiker zu kümmern, wenn wir doch in unserem Land immer noch einen der größten Diktatoren verherrlichen und er uns allmorgens vom Finanzamtsgebäude grüßt und noch dazu ranghohe Politiker zu jeder läppischen Feierlichkeit vor den Denkmälern solcher engstirniger Psychopathen auch noch Kränze niederlegen um sie zu glorifizieren und zu huldigen - dort hört man von Links auch nichts... 
 
Meldet euch doch bitte da auch ein mal zu Wort!
IP: 95.171.43.32
 
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4. 25-11-2009 02:06
 
Stichhaltig
Der durch Sven Knoll geäußerte Zusammenhang liegt auf der Hand. Er ist derart offensichtlich, daß man ihm nur noch durch eine Diffamierung entgegentreten kann. So wird denn Sven Knoll als ausländerfeindlich diffamiert.  
 
Das Fenster der Selbstbestimmung schließt sich jedoch nicht nur aufgrund des Zuzuges von Fremden.  
 
Auch Europa selber wird in 10 bis 15 Jahren nicht mehr jenes Europa sein, in welchem sich Neu-Organisationen politisch noch werden durchsetzen lassen.  
 
Die im europäischen Gedanken liegende Stärkung der Regionen hätte Anlaß sein müssen, Südtirol auf die eigenen Beine zu stellen. 
 
Mit dem Abschluss des Lissabon-Vertrages ist die Zeit des europäischen Aufbruchs nun fast abgeschlossen. Eine darin definitiv vorhandene Chance wurde vertan, weil die politische Führung Südtirols erklärtermaßen auf eine selbstbewußte Lösung verzichtete.  
 
Dies - und nicht etwa der vergängliche Wohlstand Südtirols - wird das Vermächtnis sein, welches von Durnwalder bleiben wird.  
 
EEkat
IP: 85.176.234.170
 
EEkat
5. 24-11-2009 16:59
 
Stichhaltig
ganz recht. hier geht es nicht gegen auslaender, um fremdenhass, rassismus oder andere zu recht verwerfliche schlagwoerter der rechtsextremen schule. es geht schlicht und einfach um unsere heimat. wenn uns daran etwas gelegen sein sollte, dass wir als tiroler volk suedlich des brenners als solches ueberleben wollen, so muss man sich dieser thematik stellen. wenn die zahlen stimmen, so wird die mehrheit in diesem lande in nicht ferner zeit einmal italienisch sein. und ein land, welches sich mehrheitlich mit italien identifiziert und sich mehrheitlich zu italien bekennt, braucht nicht nur keine autonomie mehr, sondern wird schlicht und einfach zu einer stinknormalen italienischen provinz mit allen wirtschaftlichen und kulturellen Folgen.  
und wenn dann noch jemand den ruf nach selbsbestimmung hoeren wird, so hoechstens als schrulligen abgesang des letzten mohikaners.
IP: 88.84.169.42
 
EM
6. 24-11-2009 15:52
 
Stichhaltig
Naja, wen man so schaut wen die Grünen alles als Fremdenfeindlich abstempeln... da brauchts wirklich nicht viel.  
Bin aber sehr Froh dass die Bewegung das Problem jetzt auch erkannt hat. Habe schon vor einem Jahr auf das Problem aufmerksam gemacht, dass unserer Heimat und Bräuche nicht nur vor den Italienern, sondern in Zukunft auch immer mehr vor anderen Ausländern gschützt werden muss; damals wurden meine Beiträge allerdings nicht veröffentlicht, (wuden wohl als zu radikal angesehen) umso mehr freud es mich, dass nun auch Sven das Problem erkennt
IP: 79.44.111.55
 
Martin
7. 24-11-2009 14:37
 
Andreas Hofer - Bund für Tirol
Sven Knoll - so wie wir dich kennen bist du mit deinen Feststellungen nicht Ausländerfeindlich, sondern Inländerfreundlich.
IP: 62.101.0.30
 
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